Angepinnt Digitalanzeige, RDS etc. beim 9241 und 9260

      @Dieter:
      Leider hat der 9241 ja eine andere Anzeige als der 9260. Es passen da die TIL 701 und 703 nicht hinein, wie ich das sehe.

      @Martin und Alle:
      Bevor ich mit dem Diodentester an die LED Anzeige selbst gehe, erst noch mal zu der Messung am Zähler und Segmenttreiber:

      Ich muss meine obige Aussage zur Messung etwas revidieren. An den Ausgängen des Segmenttreibers messe ich bei korrekter Oszi-Einstellung tatsächlich Rechtecksignale, nur bei den Ausgängen PIN 7 und PIN 9 nicht. Das sind aber genau die Segmenttreiber-Ausgänge für die Segmente F (oben links senkrecht) und G (Mitte, waagerecht) der 7-Segmentanzeige. Und wie man oben in meinem Schema und im Foto sieht, funktionieren genau diese Segmente F und G nicht.

      Dem entsprechen die Ausgänge 8 und 9 des Zählers, wo ich nur halbe Amplitude habe. Ich kann nun aber nicht ausschliessen, dass ein Fehler im Hybrid AO 808 in der Treiberfunktion für die Segmente F und G auf die entsprechenden Eingänge und damit die Ausgänge des Zählers zurückwirkt (Spannungsabfall?) und dort die halbe Amplitude verursacht.

      So langsam komme ich dem Problem näher. Bleibt noch zu prüfen, ob es denn die Segmente überhaupt tun (Diodentester-Prüfung, Dank an Gunnar für den wertvollen Hinweis!).

      Mit Diodentestfunktion geprüft, funktionieren die ausgefallenen Segmentkanäle F und G. Der Fehler liegt also entweder in zu schwachem Ausgangssignal vom Zähler für zwei der Segmente oder in defektem Segmenttreiber (F und G).

      Ich habe nun die Treiber für die Segmente F und G diskret aufgebaut. So sieht die Ersatzschaltung, erstellt gemäss Martins Plan aus. Sie funktioniert prächtig! Die fehlenden Segmente F und G sind nun bei allen Ziffern der LED Anzeige wieder da! Lediglich die beiden unteren senkrechten Segmente der beiden linken äusseren Ziffern leuchten nicht. Diese sind im LED Display selbst ausgefallen.

      Die ursprünglich durch Foren (radiomuseum.org) geisternde Schaltung war ja falsch:


      Hier dann die korrekte Ersatzschaltung (gezeigt für den Segmentkanal E als Beispiel), entsprechend Martins Post oben, sowie darunter die Realisierung für die beiden bei mir defekten Segmentkanäle F und G.





      Nach dieser Operation funktionieren endlich die beiden Segmente F und G wieder in allen Digits (Ziffern). Man sieht, dass noch zwei weitere Segmente fehlen, an denen der Segmenttreiber aber nicht Schuld ist, sondern diese müssen im LED Display selbst ausgefallen sein (bzw kalte Lötstelle im LED Display?).



      Hier in Realitas (schon auf 108 MHz erweitert).



      Herzlichen Dank, besonders an Martin! :respekt:
      Reinhard
      Liebe Forumskollegen,

      Weder ich, noch André, dem das Gerät gehört, sind so ganz zufrieden mit den noch fehlenden beiden Segmenten im Display. Die Spannungsversorgung vom Netzteil ist einwandfrei und brummfrei (geprüft und Gleichrichter und Elkos) erneuert. Die Zählerbox ist überprüft, Elkos dort erneuert und arbeitet nun einwandfrei, nachdem die beiden defekten Segmenttreiberkanäle durch diskrete Transistorschalter überbrückt wurden, wie oben beschrieben. Wie man mit dem Multimeter in Diodentest-Position feststellen kann, sind tatsächlich die Segmente im LED Display selbst tot. Das ist also die neue Aufgabe!

      Nun hat der 9241 ein einziges Displaymodul, das es nicht mehr als Ersatzteil gibt und nicht, wie der 9260, 5 einzelne 7-Segment LED Displaybausteine, die man einfach austauschen könnte. Also muss ein Display für den 9241 vollständig neu aufgebaut werden. Da die Trägerleiterplatte natürlich auch keine Leiterbahnen für die Ansteuerung einzelner 7-Segment-LED Displays hat, muss auch die Platine dafür neu entworfen und gebaut werden. Dafür müssen die Pinbelegungen der verwendeten 7-Segment-LED-Bausteine berücksichtigt werden, denn leider sind die nicht standardisiert und bei jedem Hersteller/Typ sind die anders. Ich habe TIL702 und TIL704 (Texas Instruments) verwendet. Wichtig ist beim 9241: Es werden LED 7-Segment-Display Bausteine mit jeweils gemeinsamer Kathode benötigt (dagegen beim 9260 mit gemeinsamer Anode, der hat eine andere Ansteuerung).

      Aus der Zählerbox des 92 41 kommen 13 Signalleitungen an das Display (die gelbe Leitung ist Nr. 1), davon 5 Leitungen vom Kathgodentreiber, die die 5 Digits ansteuern, eine Leitung für den Dezimalpunkt vom 3. Digit und 7 Leitungen für die 7 Segmente. Die Ansteuerung des vorderen (5.) Digits ist ezwas speziell, da dort ja nur +/- und 1 oder nichts angezeigt werden. Die Signalleitungen werden nun so auf die einzelnen 7-Segment Displaybausteine aufgeschaltet, wie es aus dem Saba Schaltplan hervorgeht (Kathoden k1-k5, Dezimalpunkt DP, und Segmente a-f). Die Platine muss man sich dazu je nach der äusseren Pinbeschaltung der verwendeten LED 7-Segment Display-Bausteine selbst erstellen. Ich habe das auf einer 2,5 mm Lochraster-Platine im Format 7,5 cm x 3,0 cm gemacht. Die Grösse dieser Platine ist so gewählt, damit sie sich problemlos einbauen lässt.

      Das sieht dann so aus:




      Hier sieht man dann, wie das später eingebaut werden soll:



      Da die neuen Displaybausteine zu dick sind, um die neue Displayplatine einfach (wie das ursprüngliche Display) auf die Anzeigeplatine zu setzen, muss ein Ausschnitt gemacht werden, in die die neue Einheit genau eingepasst wird und mit 2-Kompenenten-Epoxykleber eingeklebt wird. Der Steckeranschluss von der Zählerbox bleibt dabei erhalten:



      Dann muss alles schön angeschlossen werden. Hier die entsprechenden Leitungen an die 13 Anschlüsse der Steckerleiste von der Zählerbox:




      So sieht das dann eingebaut aus:



      Aus schwarzem Karton kommt ein Rahmen hinter die Kunststoff-Blende, so dass man die Lochrasterplatine nicht mehr sieht, denn die LED-Bausteine sind ja kleiner als der Ausschnitt der vorzuschraubenden Kunststoffblende:



      So, und nach Verbinden mit dem Stecker zur Zählerbox kann man sich dann an einem voll-funktionierendes neues Display freuen, das ja nun wieder etwas halten sollte, da ja Netzteil und Zählerbox auch generalüberholt wurden.



      Herzlichen Gruss,
      Reinhard
      Hallo Reinhard,

      klasse gemacht, diese 7-Segment-Endoprothese!
      Wer weiss, möglicherweise steigen ja die 7-Segment Displays in Zukunft häufiger aus. Dann wäre es sogar sinnvoll, ein Platinenlayout zu entwerfen, das für stets verfügbare Displaybausteine passt und das die Kontakte zur Steckerleiste an den passenden Stellen hat, so dass man 1:1 rüberbrücken kann.
      Womit hast Du das Basismaterial ausgeschnitten? Laubsäge?
      Achim
      Hallo Achim,

      Ja, mit der Laubsäge ausgeschnitten.

      Ich habe - bevor ich mich für den Aufbau auf Lochraster entschieden habe - auch daran gedacht, eine Platine zu entwerfen. Da ich nicht selbst belichten und entwickeln/ätzen kann, hätte ich einen Service damit beauftragt. Kosten waren mit ca. 9 EUR/Stück veranschlagt. Da dies aber eine Einzelübung war und ich erstmal Land sehen wollte, bin ich dann doch zum Lochraster zurück. Als Erstes auch empfehlenswert, weil man da ja noch korrigieren kann, wenn etwas hätte verändert werden müssen. Aber wegen der vielen isolierten Brücken sehr zeitintensiv.

      Der Nachteil des Platinenlayouts ist allerdings, dass man das nur für einen bestimmten 7-Segmentanzeigetyp eines Herstellers machen kann. Denn, wie ich oben schon sagte, ist die Pinbelegung bei jedem Hersteller/Typ anders. Ausserdem sollten es Digits mit Ziffernhöhe von 13,5 sein und wo die Front der Bausteine bevorzugt schwarz oder rot ist und die aus derzeit laufender Produktion sind, damit sie auch noch einige Zeit lang beschaffbar bleiben. Die von mir genommenen TIL-Typen werden schon lange nicht mehr hergestellt.

      Es gibt auch einen kleinen Schönheitsfehler mit der "+" Anzeige des linken Digits. Im Originaldisplay wird dies (wie in einem alphanumerischen Display üblich) aus der Kombination der Ansteuerung von zwei Segmenten gebildet, nämlich von "-" und einem "|" senkrecht dazu. Bei dem von mir eingesetzten TIL 7-Segmentdisplay ist aber "+" ein eigenständig angesteuertes Segment. Dies hat zur Folge, dass im Kanalanzeigemodus zwar "-Kanal" und natürlich "Kanal" richtig angezeigt werden, aber "+Kanal" wird als +- Kanal angezeigt, weil beide Segmente angesteuert werden. Um das Problem zu lösen, brauchte man als linkes Digit statt eines 7-Segment Displays ein 14-Segment (alphanumerisches) Display gleicher Baugrösse von 13 mm Ziffernhöhe, Form und Farbe. Das ist nämlich auch im originalen Display an dieser Position. Ich habe es aber nirgendwo zum Kaufen gefunden. Man kann sich auch mit einem normalen (Ziffern) 7-Segment-Display an dieser Stelle helfen, da dort das "-" durch Segment g (von PIN 13 der Steckerleiste) dargestellt werden kann. Auf die Anzeige von "+" verzichtet man dann dort eben ganz oder man steuert von PIN 12 der Steckerleiste Segmente f und e gemeinsam an, um ein "verkrüppeltes +" zu bekommen, an dem der linke Querstrich vom "+" fehlt.

      Herzlichen Gruss,
      Reinhard
      Hallo Reinhard,

      mit der Problematik der Vielfalt möglicher Anzeigebausteine hast du natürlich recht. Solange dieser Fehler sich nicht häuft, kann man ja wie Du es hier gezeigt hast, eine Einzelanfertigung mit Lochrasterplatte machen.

      Ich könnte mir weiter vorstellen, dass sich der Fehler, dass bei "+" sowohl plus als auch minus Segment angesteuert werden, sich durch eine kleine Logik abstellen lässt, die beim Vorliegen beider Steuersignale die minus Ansteuerung unterbricht.
      Achim
      Hallo Reinhard,
      gratulation, echt prima gemacht! Freut mich, dass Dir meine Forschungsergebnise genutzt haben. Ausfälle des Displays an sich hatte ich noch nie, die Ursache lag bei mir immer an der Ansteuerung.
      Ich habe jetzt lange nicht mitgelesen, sorry. Aber im Sommer (sofern man das dieses Jahr so bezeichnen kann) habe ich selten Zeit für`s Hobbylabor.

      Viele Grüße
      Martin
      Hallo Martin,

      Deine Beiträge waren die entscheidende Grundlage für die erfolgreiche Reparatur von zwei Segmenttreiberkanälen der Ansteuerung. Dass darüber auch noch LED Segmente im Display selbst tot waren, konnte man ja am Anzeige-Fehlerbild von Anfang an bereits sehen. Das war dann noch einmal eine Hürde, die zu nehmen war. Hat aber Spass gemacht, dafür das Display mit 7-Segment-Bausteinen neu aufzubauen.

      Ich selbst habe daran gelernt, wie das Display angesteuert wird. Hatte mich vorher noch nie mit Displays beschäftigt. Der Entwurf der Verdrahtung und Nachverfolgung der Segmentansteuerungen hat viel Spass gemacht.

      Wer das Nachbauen möchte, kann von mir den Verdrahtungsplan der 7-Segmentanzeigebausteine bekommen.

      Herzlichen Gruss,
      Reinhard
      Hallo Forumteilnehmer,
      Ich habe derzeit ein 9241 in Reparatur. Erst flackerte das Display. Dann habe ich alle Elkos im Zählergehäuse getauscht. Anzeige funkioniertjetzt, bis auf das g-Segment in allen 7-Segment Anzeigen.Nachlöten aller Lötstellen sowohl im Zählergehäuse wie an der Segmentanzeige brachte keinen Erfolg. Wie kann ich den Fehler weiter eingrenzen, bzw. welche Möglichkeit gibt es zu testen ob das Ansteuer-IC oder die 7-Segment Anzeige defekt ist.

      Weiterhin habe ich festgestellt, das der linke Kanal leiser und nicht so kräftig klingt wie der rechte. Kann ich das mit dem Trimmer P2351 nachregeln, oder liegt das möglicherweise an den Kondensatoren im Audio Pfad. Dieses ist bei allen Audio Quellen der Fall.

      Viele Grüße

      Bernd
      Mit freundlichen Grüßen

      Bernd
      Hallo Bernd,

      die LED in der Anzeige kann man mit einem Multimeter mit Diodenprüfer testen. Die LED Segmente leuchten damit schwach auf. Im dunlen Raum kann man das sehen und so feststellen ob das LED Segment selbst defekt ist oder die Ansteuerung.

      Kanäle ungleich: Kann beides sein. Man kann mit dem Trimmerpoti einstellen. Dafür 1 kHz Signal, 1V eff, über AUX einspeisen, Balance auf Mitte und mit P2351 auf gleichen Pegel beider Kanäle am LS-Ausgang einstellen. Dafür am LS- Ausgang Multimeter anschliessen, auf AC ca, 2 V AC Messbereich. Lautstärke so einregeln, dass man im Bereich 1-2 V bleibt.

      Die Erneuerung der Koppelelkos im Signalweg ist vorher angeraten.

      Gruss,
      Reinhard
      Moin Bernd und Reinhard,

      eine winzige Ergaenzung zu der Sache mit der Kanalungleichheit:
      Auf jeden Fall erst die Elkos im Signal pruefen (wie Reinhard schrieb),
      und besser durch Wima MKS 2 ersetzen, zur Sicherheit paarweise ausgemessen
      (damit man keinen unnoetigen Tolereranzen aufsitzt).

      Dann ist aber immer noch zu beachten, dass das LS-Poti, auch wenn es noch
      in Ordnung ist, keinen wirklich guten Gleichlauf hat. Daher mache ich diese
      Messung bei verschiedenen Stellungen des LS-Potis, um dazu eine Uebersicht
      zu bekommen -- und waehle hinterher bei P2351 einen Kompromiss, damit die
      Abweichungen im Mittel klein sind, oder in dem Bereich des LS-Reglers, den
      man am meisten nutzt. Dann braucht man den Balanceregler in der
      Praxis kaum noch ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Hallo miteinander,


      habe alle Kondensatoren Elko´s und MKT´s getauscht, bis auf die 3300uF in den Endstufen. Der linke Kanal ist immer noch ein bisschen lascher als der rechte Kanal.

      Mit P2351 habe ich ein wenig angeglichen.Treiber Module und Linear Modul habe ich gegeneinander getauscht. Keine Veränderung.

      Der andere Receiver ist aber insgesamt kräftiger und auch lauter bei gleicher LSP-Poti-Stellung.

      Liegt es vielleicht an den Endstufen Elko´s?. Wenn ja, woher bekomme ich sie. Sind mindestens 50V Typen.

      Viele Grüße

      Bernd
      Mit freundlichen Grüßen

      Bernd
      Hallo Bernd,

      hast Du auch die Kondensatoren im Treiber / Endstufen - Bereich getauscht? Dann solltest Du auf jeden Fall die Endstufen auf Ruhestrom und Symmetrie abegleichen. Eventuell sind die einfach nicht mehr im Norm-Bereich. Vielleicht behebt das dein Problem schon?!

      Ansonsten kannst Du die Elkos für die Endstufenversorgung schon tauschen, genau den Typ mit den zusätzlichen Lötbeinchen am Außenradius bekommst Du wohl nicht mehr. Diese Elkos sind (waren) eigentlich recht robust, bei meinem 9241 musste ich die aber auch schon tauschen, der hatte aber auch viel mitmachen müssen...
      Wenn Du die wechseln willst, suche Dir gute 105° Typen aus, in meinem Receiver werkeln seit ein paar Jahren 4700µF / 63V Elkos, man muß nur die Anschlußbeine (sind ja nur 2) entsprechend einlöten. Sicher findest Du dazu auch aussagekräftige Bilder in Achims Thread zur Überholung des 92xx.

      Aber generell müssen die Elkos schon sehr weit runter sein, damit man auf den ersten Hörer schon mitbekommt, daß der Klang sich verändert.
      Gruß, Gunnar
      Moin Bernd,

      hast Du insbesondere die Elkos gegen Folien getauscht, die im Signal
      liegen ? Es sind davon einige im Geraet, auch auf der NF Grundplatte.

      Am besten einmal anhand des Schaltplanes den Signallauf genau verfolgen,
      und alle Elkos lokalisieren, die im Signal liegen. Ich hatte schon mehrfach, dass
      hier Probleme vorlagen -- sowohl fuer Kanalungleichheit (re/li verschieden
      gealtert) oder auch fuer generelle "Schlaffheit" (ESR hoch bei beiden).

      Auf der Grundplatte sitzt einmal ein Paerchen 2,2 uF (Elko, unter der
      Klangreglerplatine) -- hier 2,2 uF MKS 2 einsetzen -- und einmal ein Paerchen
      1 uF (Elko, liegend, unter der rechten Endstufe) -- hier 1,5 uF MKS 4
      einsetzen. Beide sind in Achim's Thread besprochen.

      Dann die Klangregelplatine -- da sitzen einige Elkos, die man besser gegen
      MKS 2 tauscht. Ebenso auf einigen anderen Modulen, ist aber alles ebenfalls
      in Achim's Thread zu finden. Aber vielleicht hast Du das schon komplett gemacht ?

      Vorher wuerde ich nicht weiter suchen (ausser alle Spannungen nachmessen).

      Was nun die Elkos an den Endstufen betrifft: Wenn Du ein Osci hast, kannst
      Du Dir mal die Brummspannung an den Elkos ansehen. Die sollte bei allen 4 Elkos
      in etwa gleich sein, und die DC-Spannung am Endstufeneingang so um die
      41 Volt betragen. Ist das der Fall, liegt das Problem eher nicht an den Elkos,
      und dann muessen die auch nicht getauscht werden (wie Gunner schrieb -- die
      sind eigentlich eher robust, es sei denn, sie mussten schon viel "leiden" ...).

      Sollte jedoch der leichte (verrundete) Saegezahn, den man als Brummspannung
      an den Endstufenelkos sieht, sehr unsymmetrisch sein, koennte das auch ein
      Hinweis auf einen Defekt im Gleichrichter sein. Sind da die gruenen von
      Herrmann drin ? Die sind anscheinend etwas anfaelliger als andere Versionen
      (obwohl auch die bei mir noch nie defekt waren).

      Aber wie gesagt -- ich wuerde erst einmal alle Spannungen nachmessen, und
      dann alle Elkos im Signalweg tauschen. Dann nochmal probieren ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Hallo Gunnar, Hallo Michael,
      erstmal Danke für die schnelle Antwort.
      Ich habe alle Elko´s im Signalweg bereits gegen MKS getauscht, auch alle auf der Klang-Regelplatine. Alle Elko´s auf der Netzteilplatine sind ebenfalls neu. Die Endstufen-Elko´s habe ich noch nicht getauscht. Ich habe bis jetzt keine 3300uF finden können. Werde wie empfohlen dann 4700uF nehmen. Abgeglichen habe ich nach Abgleichanleitung soweit es mir messtechnisch möglich ist. Ein Oszi habe ich leider nicht, nur Multimeter, Sinusgenerator und FM Sender 87,5-108MHz. Spannungen habe ich auch gemessen, alle im Rahmen. Lediglich die Spannungen an beiden! Endstufen zeigen beide nur -40,5V und +40,5V. Keine +- 42V.
      Vielleicht liegt´s ja an den Elko´s.

      Viele Grüße

      Bernd
      Mit freundlichen Grüßen

      Bernd
      Die angesprochenen Elkos lassen sich ganz einfach testen.

      Was selten der Fall ist, sie ziehen viel zu hohen Ruhestrom. Dann werden sie deutlich warm, schon bei Endstufe im Leerlauf ohne nennenswerte Last. Sind die Elkos taub, haben Kapazität verloren und/oder zu hohes SWR, wird es bei erhöhter Lautstärke mit Lautsprechern Zerr- und Brummgeräusche geben, wenn sie nicht mehr vernünftig sieben. 4700 µF statt 3300 µF ist kein Problem. Früher haben Elkos Geld gekostet und waren relativ groß. Deshalb hat damals der Entwickler nicht wesentlich mehr eingeplant, als wirklich nötig. Erst bei viel zu hoher Kapazität kann es Probleme geben, wenn der Gleichrichter zu klein dimensioniert ist.

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
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