Box 850

      Ich bin gerade mal wieder dabei einige Prospekte einzuscannen und da ist mit die Box 850 ins Auge gefallen. Bisher habe ich so ein Teil noch nie gesehen, weder auf dem Flohmarkt noch bei Ebay. Das ist eine Fünfwegebox von 71 mit sage und schreibe 31 kg Lebendgewicht. Kennt jemand das Teil? Die 800er-Serie markiet wohl eher den Übergang von alten Papptröten zu moderneren HiFi-lautsprechern. Es waren wohl die letzten mit Ovallautsprechern, danach hatte man ja genug Saft in der Endstufe, dann brauchte man nichts filigranes mehr.

      http://www.saba.pytalhost.com/1970/0017.jpg
      http://wegavision.pytalhost.com/
      Hallo, wega!

      Ich habe ein Paar bei mir stehen. Ganz ehrlich: Die Dinger sind nach mehr 40 Jahren immer noch saugut! Der Vorbesitzer hat sie angepinselt, aber ansonsten sind sie noch gut im Schuss, vor allem klingen sie fantastisch. Ich betreibe sie mit einem alten SONY ES Receiver, und jeder, der sie gehört hat, staunt über die Technik des vorherigen Jahrtausend! :)

      Ein Foto versuche ich noch einzustellen, falls Interesse besteht.

      Gruß, Uwe
      Hallo,
      habe seit Freitag auch ein paar 850er, wobei meine sich 850 F nennen und auch etwas anders aufgebaut sind....die Chassis sind anders angeordnet, die beiden Potis sind bei mir vorne in der Schallwand und hinten hab ich nur eine DIN Buchse...kann es nicht genau erkennen, ist das bei deinen auch nur ne DIN Buchse?
      Bilder von meinen stehen unter Lautsprecher "Saba Hifi Box 850 F"

      Gruss
      Micha













      Diese ersten HiFi Boxen neuerer Prägung waren sehr interessante Hybriden zwischen der früheren 3D-Technologie und einem neuzeitlichen Lautsprecher. Der 850er stellt hier nicht umsonst eine Spitze dar, schon allein mit seinem mächtigen 40cm Basslautsprecher.
      Mal einige Punkte, die diese Generation Lautsprecher besonders machen:

      Geschlossene Bauweise
      Zum Ende der 60er Jahre setzte sich diese Konstruktion erstmals in größerem Umfang durch, die Lautsprecher wurden dadurch wohnraum-freundlicher. Die häufig noch offene / halboffene Bauweise (z.B. die Boxen eines Freiburg Studio) hatte besonders im Tieftonbereich ihre Beschränkungen, die "offene Schallwand" war einfach zu klein. Mit der geschlossenen Konsrtuktion lässt sich bei geeigneter Abstimmung ein recht tiefer und gleichzeititg auch präziser Bass erreichen. Von einer richtig guten Tieftonsimulation, mit der sich heute die ganzen BR und Bandpasskonstruktionen berechnen lassen war man noch weit entfernt, viel wurde noch recht einfach berechnet und anschließend ausprobiert.

      Der große Tieftöner
      Der in diesen Boxen eingebaute 40cm Bass ist mit keinem heute noch produzierten 15-Zöller vergleichbar. Er hat eine vergleichsweise kleine und leichte Schwingspule, eine für die Größe sehr leichte Papiermembran und eine dünne, leichte Gummisicke. Zudem ist die Zentrierspinne sehr weich, so hat das Chassis trotz geringer bewegter Masse eine sensationell niedrige Resonanzfrequenz, was zu noch akzeptablem Äquivalenzvolumen führt - die Box lässt sich als geschlossene Box mit sehr wohnraumfreundlichem Volumen aufbauen.
      Vergleichbare Boxen mit 15" Chassis, z.B. von JBL haben meist deutlich größeres Volumen, wobei es die meisten JBLs in Bassreflex-Konstruktion gab.
      Der dicke SABA Tieftöner taugt aber auch nur in dieser Box, als "Subwoofer" in anderen Konstruktionen sollte er aufgrund seiner Parameter völlig ungeeignet sein. Hier kann er aber einen durchaus recht präzisen und sehr tiefreichenden Bass liefern. Probleme hat er nur durch seine für heutige Verhältnisse geringe Belastbarkeit, was im Wohnraum keine Probleme bereiten sollte. Eine Disco-Box ist eine 850 aber nicht! Dazu wurde sie nicht gebaut. Der Bass ist ein Spezialist erster Güte, der seinesgleichen sucht.

      Die Mitteltöner
      Letztmalig wurden hier Ovallautsprecher eingebaut. Das liegt aber sicher nur an der Verfügbarkeit und Erfahrungen, die man mit den Dingern gemacht hat. Qualitativ gibt es nichts gegen diese Lautsprecher einzuwenden, das können viele heutige Mitteltöner immer noch nicht besser. Was man heute definitiv nicht mehr machen würde, ist die Anordnung nebeneinander auf der Schallwand, was zum Auflösen der Schallquelle führt, aber aus dem damaligen Verständnis nahm man eben an, daß, besonders durch die gewinkelte Anordnung ein "räumlicheres" Erlebnis zustande kommt (noch aus der alten Ansicht der 3D-Technologie). Das stimmt nur sehr bedingt, aber wer z.B. mal einen Fostex-Breitbänder in einem Horn gehört hat, weiß, was es bedeutet, die Standpunkte Musiker auf der Bühne bei geschlossenen Augen erhören zu können. Da ist die Punktförmige Schallquelle einfach unschlagbar.

      Die Hochtöner
      Die klassischen SABA Konushochtöner, damals schon seit 20 Jahren so gebaut, tauchen auch hier nochmal auf, und das aus gutem Grund. Diese Biegewellenwandler haben erstaunliche Qualitäten. Durch ihre Konstruktion bündeln sie nicht einmal stark, was bei einem derart großen Konus-Hochtöner verblüffend ist. Auch hier findet sich die gewinkelte Doppel-Anordnung wieder, es gilt m.E. das gleiche wie für die Mitteltöner. Die Anordnung übereinander wäre hier nach aktuellem Erkenntnisstand besser gewesen. Das besondere Klanggebilde der gesamten Box wird aber auch maßgeblich dadurch beeinflußt.
      Ganz spannend ist das Hochtonhorn in der Box, das ein Electro-Voice Zukauf war. Das ist ein echtes Sahnestückchen, von der Spule etwas empfindlich, aber in dieser Box wird es nicht gefordert und kann eine quasi unbegrenzte Lebensdauer erreichen. Auch heutige vergleichbare Hörner (abgesehen von z.B. einem Fostex T900 oder ähnlichen Kalibern) sind da nicht viel besser.

      Die gesamte Konstruktion der 850er (und auch der kleineren 840 / 835,...) ist auf einen hohen Wirkungsgrad für die damals noch verhältnismäßig schwachbrüstigen Verstärker ausgelegt, und auch wenn heute einiges anders konstruiert werden würde, sind sie ein spannender Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte.
      Vor allem haben sie gegenüber etlichen "analytischen" Konstruktionen noch echt Character, der Klang ist schließlich die Interaktion des Lautsprechers mit dem Ohr (und damit Hörempfinden) des jeweiligen Zuhörers. Und bekanntlich ist ja das erlaubt, was gefällt! :D
      Gruß, Gunnar
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