Saba 9241 mit Elna Silmic II

      Hallo, vor wenigen Tagen habe ich eine recht negative Beurteilung zu Elna Silmic abgegeben. Habe deshalb zusätzlich Elkos mit guten Toneigenschaften bestellt. Zum ausgiebigen Probehören kann ich nun zwischen Elna Silmic II und Nichicon Muse wählen. Bin mit Elna angefangen, und habe einen 50V/47µF Silmic II in Position 2226 eingelötet.

      Der Sound ist absolut Hammer! :fly:

      Um schnell zu einem evtl. noch größeren Hörvergnügen zu kommen, möchte ich Euch fragen, welchen Weg das Tonsignal durch den Saba nimmt.

      An immer selben Positionen, (gescheckt in mehreren 9241) sind mir grünfarbene TCK Elkos aufgefallen. Sind das besondere Elkos in Schlüsselpositionen? Mitverantwortlich für guten Klang? Nichicon hat Elkos in gleicher Farbe. Ist Nichicon vermutlich der Hersteller?

      Günter
      Günter
      Moin,

      im Serviceheft (siehe Downloadbereich) ist der hauptsächliche Signalpfad eingezeichnet.

      Die Farbe des Gehäuses gibt nicht immer eindeutig Aufschluss über den Hersteller. Im Saba sind verschiedene Marken verbaut. Manche davon immer vom gleichen Hersteller an der gleichen Stelle. Beispielsweise habe ich bisher im Netzteil immer nur Frako mit drei Massebeinen gesehen. Ich mutmaße allerdings, dass man die Bauteile damals nach Qualität ausgesucht hat, also nach Haltbarkeit, Toleranzen, Spannungsfestigkeit, Lieferbedingungen. Um die Frage, ob ein kreuzstichvernähter Elko nun besser klingt, hat sich da keiner gekümmert. ;)
      Gruß Käptn Pommes *Port. 2,50€*Ketchup/Majo -.50€*
      Käptn Pommes postete Ich mutmaße allerdings, dass man die Bauteile damals nach Qualität ausgesucht hat, also nach Haltbarkeit, Toleranzen, Spannungsfestigkeit, Lieferbedingungen.
      Einige der Bauteile Zulieferfirmen sind heute noch gut im Geschäft. Elna, Nichicon, Rubycon, Wima. Sind alles Hersteller mit gutem Ruf.

      Das hebt natürlich nochmals die Wertigkeit eines Saba. :verbeugen:
      Günter
      Moin,
      soso, C2226 ersetzen und der "Sound ist der Hammer"....
      ;)

      Das Ding liegt noch nichtmal im Signalweg, er liegt parallel zu D2226 und soll das Rauschen der Z-Diode kurzschliessen. Wer hier meint, Gutes tun zu muessen, kann ja 100µ einsetzen, aber ich glaube, dass sich da nicht viel aendert. Schliesslich ist da noch die Diode mit ihrem einigermassen geringen differentiellen Widerstand parallel.

      Viel wichtiger fuer guten Klang ist R2227, ohne ihn hoert man nichts und er faellt in einigen Serien gerne aus (Fernost-Made...).
      ;)

      Der vielbesungene Einfluss irgendwelcher "Spezialelkos" duerfte mehr als marginal sein, es sei denn, man hat gerade einen ersetzt, der defekt war.
      Als Koppelelko haben sie zwei unterschiedliche Gleichspannungen zu trennen. Die Ladung des Kondensators bleibt dabei konstant, ueber ihn steht oberhalb der unteren Grenzfrequenz des Hochpasses, an dem er beteiligt ist, keine Wechselspannung.
      Damit ist sein Einfluss auch aeusserst gering, wer da etwas im Klirrspektrum messen will, muss schon feinstes Equipment mitbringen. 4 Stellen hinterm Komma sollte man schon Reproduzierbar messen koennen.

      Alle Hersteller haben die Kondensatoren nicht speziell ausgesucht. Es ging eher darum, we liefert was zu welchem Preis und die Netzteilelkos auf dem Standring wurden ihrer Baufom wegen gewaehlt (meist von Roederstein), die drei Minusbeine geben gleichzeitig Bruecken fuer Leiterbahnen ab.

      Wo es wirklich auf die Elkos ankommt, sind Anwendungen in Hochtemperaturgegenden und die Belastung durch hochfrequente Ripplestroeme, also z.B. in Schaltnetzteilen, wo sie wirklich weniger am Alter, sondern durch die Beanspruchung sterben.

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      Peter
      hf500 postete
      Wer hier meint, Gutes tun zu muessen, kann ja 100µ einsetzen, aber ich glaube, dass sich da nicht viel aendert.Viel wichtiger fuer guten Klang ist R2227, ohne ihn hoert man nichts und er faellt in einigen Serien gerne aus (Fernost-Made...).
      Moin Peter, 100µF ändert hier nichts, hatte es ausprobiert. Der von Saba verbaute grünfarbene TCK Elko ist schon gut, aber Silmic II setzt klanglich noch einen drauf. Ist dochn Elko für den Audiobereich. Nix spezielles. R2227 ist gewechselt gegen Metalloxid Type. Ein sehr empfehlenswerter Tipp :)

      Günter
      Günter
      Elna Aluminum electrolytic capacitors for audio applications

      elna.co.jp/en/capacitor/onkyou/index.html

      Überall wo klangliche Höchstleistungen verlangt werden, bauen Hersteller in Audiogeräten Bauteile bester Qualität ein. Für meine Saba Audiogeräte gibt es absolut keinen Grund, auf feine Zutaten in form einer Elkokur zu verzichten. Elna Beispielsweise, gibt es seit 1937. Ist ein erfahrener Kondensator Hersteller mit gutem Ruf. Da ist kein Voodoo. Durch heiße Luft behauptet sich keine Firma auf dem Weltmarkt.
      Günter
      Hallo Günter,

      selbstverständlich gibt es Elektrolytkondensatoren ganz unterschiedlicher Qualität. Das betrifft insbesondere folgende Merkmale:

      - Lebensdauer
      - Impuls- bzw. Wechselspannungsbelastbarkeit
      - Toleranz
      - Wärmebeständigkeit
      - serieller Innenwiderstand R(esr)

      Hier unterscheiden sich zwar auch die Hersteller aber insbesondere die einzelnen Produktreihen. Zusätzlich schwankt die Qualität der meisten Hersteller noch im Zeitablauf.

      Im IT-Bereich hatten wir einige Jahre lang große Probleme mit der Qualität von Elkos:
      http://www.badcaps.net/pages.php?vid=2

      Es ist selbstverständlich auch richtig, Bauteile vertrauenswürdiger bzw. bewährter Hersteller zu verwenden.
      Dummerweise sind gerade die "professionellen" Produktreihen häufig nicht (Einzelhandels-) üblich.

      Den potentiellen Einfluss einzelner Hersteller oder Modelle auf den Klang eines Verstärkers sollte man jedoch tunlichst nicht überschätzen.
      Hier gibt es ganz andere Flaschenhälse als Elkos, die vielleicht noch nicht einmal im Signalweg liegen.
      Gerade bei den SABA 92xx sind überdurchschnittlich viele Verstärkerstufen galvanisch gekoppelt.
      Achim
      Es spricht ja auch nichts dagegen, qualitativ hochwertige Elkos einzubauen. Ich versuche auch stets gute Markenware zu bekommen. Nicht zuletzt halten die meistens ein, was draufsteht und kleben nicht sofort an der Decke.
      Wenn ich aber lese, dass Leute damit werben, dass der Elna Silmic aufgrund von Seidenfasern in der Trennmembran besser klinge, und normale Zellulosestoff ohne Seide hart ist und "unnatürlich" klingt, halte ich das auch für Voodoo.

      @Achim: Hey, diese "BadCaps" kenne ich auch schon! ;) Habe hier noch ein Mainboard rumfliegen, die großen Elkos machen durch die Bank "dicke Backen". In einem DVB-T-Receiver haben die neulich das SNT lahmgelegt.
      Gruß Käptn Pommes *Port. 2,50€*Ketchup/Majo -.50€*
      Käptn Pommes postete
      Wenn ich aber lese, dass Leute damit werben, dass der Elna Silmic aufgrund von Seidenfasern in der Trennmembran besser klinge, und normale Zellulosestoff ohne Seide hart ist und "unnatürlich" klingt, halte ich das auch für Voodoo.

      ...für mich ist es egal ob Seidenfasern oder Mondstaub drin ist,
      hauptsache ist das plus an Hörspaß. :fly:
      Günter