Seltsamer Tonfehler Telefunken Fernseher

      Nicht nur Elkos, ganze Geräte bezog T´funken aus dem Ostblock.
      Plattenspieler Typ MisterHit (Unitra) bspw., Netztrafos für alles Mögliche ebenso.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Hallo allerseits,

      hier noch ein Foto vom Hozizontalbaustein:



      Dies ist einer meiner Ersatzbausteine. Er ist von 1978 - die dritte Stelle des Garantiecodes ist eine 8 - und hat ebenso wie der in meinem Gerät von 1979 die zwei Frolyt Elkos verbaut. Einer sitzt neben dem G2 Regler für Blau, der zweite zwischen Zeilentrafo und Kühlblech etwas versteckt.
      Diese Bausteine waren seeehr zuverlässig, wenn man von den regelmäßig ausfallenden Kaskladen und der ein oder anderen Lötstelle absieht.
      Achim
      Sehr schön. Aufgeräumt und übersichtlich (dank Telefunken) und sauber (dank dem Besitzer). Ja, da kommem Erinnerungen auf. Das 714er war ein sehr langlebiges Chassis und die letzte mechanisch solide Konstruktion von TFK. Die Standzeit dieser Geräte limitierten allerdings die kurzlebigen Bildröhren. Nur die wenigsten dieser Geräte erlebten noch den Beginn der 90er Jahre - ein umso größeres Wunder ist Achims Exemplar. Das nachfolgende Chassis 615 war ebenfalls sehr langlebig (und auch lange in Produktion, von '81 bis 85), aber mechanisch eine Zumutung, eine liegende große Platine ohne jeglichen Rahmen, und einfach in den Gehäuseboden eingeklipst. Dafür gute Bildröhren. Wie sang einst Hilde Knef: Von nun an gings bergab.

      Beste Grüße
      Stefan
      Wenn man das Einheitschassis 708 von 1968 betrachtet, sieht man schon den konsequenten Entwicklungsweg bis zum 714A. Die dreiflüglige U-Form - platzsparend, servicefreundlich und stabil - mit einer klaren, über die Jahre nur geringfügig angepassten Funktionsgliederung.
      Links der Signalteil, unten Netzteil, Synchronisation und Vertikalteil, rechts die Horizontalablenkung.

      Was die Bildrören angeht, ist meine Erinnerung nicht so negativ. Ich habe unzählige A55-510X (System 20AX) von Telefunken (Werk Ulm) sehr alt werden sehen. Beim Nachfolger, dem 30AX musste ich schon während und kurz nach Ablauf der Garantie etliche Exemplare ersetzen.
      Beim 712A - 714A war noch eine Besonderheit: Die Bildröhrenheizung wurde aus dem Schaltnetzteil gewonnen, gleichgerichtet und mit 100µF gesiebt. Dieser 100µF Elko alterte bei den meisten Geräten sehr schnell. Das führte zu einer Heizspannung, die immer kleiner und immer mehr zu einer hochfrequenten Impulsspannung wurde. Das war für die Bildröhren sehr ungünstig. Oft wanderten die unterheizten Geräte als "Bildröhre ist fertig" auf den Müll, oder sie wurden so lange unterheizt, dass eine Reparatur durch Ersatz des 100µ nicht mehr half. Erfolgte der Ersatz rechtzeitig, war alles wie neu.
      So halte ich die 20AX mit ihrer Dickhalskonstruktion, wenn sie korrekt geheizt wird, für langlebig. Allerdings ist meine Stichprobe nur geschätzte 200 Geräte groß.
      Achim

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „nightbear“ ()

      Die Geräte fielen damals bei einem mir nahestehenden Reparaturbetrieb (Telefunken Partner) nicht durch übermäßige Bildröhrenversagen auf.
      /Einmal mußte wohl eine dran glauben, weil eine Türschließerfeder zu stark war und den mächtigen Türknauf in die Röhre knallte, als die Schlepper gerade mittig unter der Türe waren. Naja Schwund ist immer etwas und jeder Transport ist ein Risikofaktor./

      Wenn ich mich recht täusche warb der Telefunken-Katalog auch bei jenem "Kaltchassis" mit gut geschützter Bildrohrheizung, eben eine Elektronik die im Zweifel schneller starb als der Heizfaden.
      Es hat eben dann geknallt und gestunken bei Telefunken und man konnte es wieder herrichten ohne teuren Röhrentausch.
      Gruß Jogi
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      Hallo ihr beiden,

      ich möchte sogar soweit gehen und feststellen, dass alle Telefunken-Bildröhren deutlich kurzlebiger als andere Fabrikate waren, Schwarzweiß wie Farbe, von den 50er Jahren bis zur 30AX. Wobei ich unter kurzlebig ausdrücklich keine die Lebensdauer beendenden Defekte meine, sondern ein relativ frühe einsetztendes starkes Nachlassen der Emission und damit der Bildqualität. Und natürlich, Ausnahmen bestätigen die Regel. Da decken sich meine Erfahrungen mit denen sämtlicher Fernsehtechniker und Fernsehgerätesammler, mit denen ich je Kontakt hatte (und das waren/sind einige...)

      Beste Grüße
      Stefan
      Aus der Schwarz-Weiß Zeit habe ich auch reichlich Schlechtes beim Thema Telefunken in Erinnerung. Bei den Farbbildröhren würde ich im Vergleich zu Valvo über die Jahrzehnte und über alle Modelle summiert auch einen Vorteil bei Valvo sehen, nicht aber bei RCA, Sylvania oder Videocolor.

      Gestern trafen auch meine bestellten TDA 2160 ein. Zu meiner Überraschung fehlte Blau auch nach dem Ersatz dieses ICs. Ursache war in Wahrheit die Steckfassung (Fabrikat Seifert), die ich seinerzeit nachgerüstet hatte. Diese Fassungen haben Silberkontakte - alles pechschwarz korrodiert.
      Da hat das TDA länger gehalten als die Steckfassung.
      Nun mit einer Fassung aus aktueller Produktion und mit am alten TDA bestückt ist alles wieder einwandfrei.
      Achim
      Der Teufel ist ein Eichhörnchen. Achim.
      Wir benutzten nur gedrehte Fassungen, die Silberauflage war dabei nie ein Problem.
      Sollte sich da auch schon wieder die Qualität verschlechtert.......... ?
      Gruß Jogi
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      Hier war das Problem, dass sowohl die Fassungen versilberte Kontakte hatten, als auch die TDAs. Nach über 35 Jahren ist natürlich alles restlos korrodiert, die Federspannung der Kontakte lässt zudem auch nach.
      Nach dem Ersatz der Fassungen habe ich die TSA 2540 und 2560 wieder eingesteckt, wie sie waren. Blau war zwar wieder vorhanden, der Signalpegel schwankte aber deutlich sichtbar im Betrieb. Erst eine gründliche Reinigung der Beinchen mit dem Glasradierer brachte wirklich stabile Verhältnisse.
      Im Originalzustand waren die ICs verlötet, so dass derlei Probleme ausgeschlossen waren. Die Fassungen hatte ich eingebaut, weil in der Frühzeit oft die TDA 2560 ausfielen und vor allem, weil ich damals mit unzähligen NTSC Decodern experimentiert habe, wobei im Eifer des Gefechts schon mal ein TDA2560 abgeschossen wurde.

      Nachdem oben schon der Horizontalendstufenbaustein im Bild gezeigt wurde, folgen nun noch Bilder der übrigen Bausteine in loser Reihenfolge.
      Zuerst der Tunerbaustein:



      der ZF-Baustein



      der NF-Baustein



      der Chromabaustein I



      der Chromabaustein 2



      der RGB-Baustein



      der Synchronbaustein



      der Ost-West Korrektur-Baustein



      der Vertikal-Ansteuerbaustein



      und die Vertikalendstufe

      Achim

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      ...und weiter geht es mit dem Zusatzbaustein zur Nachrüstung der 6-poligen AV-Buchse



      der NF-Endstufe, die für ein Mono-TV-Gerät üppig dimensioniert ist



      Es folgt noch der Stereo Tonbaustein, der nicht serienmäßig vorhanden war (1979 waren Stereo- und Zweiton noch nicht eingeführt), der aber nachgerüstet werden konnte.



      Weiterhin die Netzteilgrundplatte



      der Netzeingang



      der Baustein für die primäre Ansteuerung



      der Baustein für die Sekundärspannungserzeugung



      und das Netzteil zusammengebaut



      Es folgen noch BR-Anschlussplatte, FB-Empfänger, ...
      Achim

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