Graetz Belcanto 300

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      Hallo Hans,
      so war das nun auch wieder nicht gemeint.
      Ich wollte allerdings noch einen Blick ins Schaltbild tun und dies überdenken, bevor ich handele. So wie es ausschaut, wird in jedem Zweig der Strom einem 47k-Widerstand begrenzt, so dass eigentlich nichts passieren dürfte.
      Ich bin gespannt, was dann passiert, schließlich passt dann die Oszillatorfrequenz nicht mehr zu den Frequenzen der anderen Kreise im UKW-Mischteil.
      Gruß und schönen Abend

      Claus

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      Hallo Claus,

      Hans' Tip setzt nur den Einfluss der AFC sicher außer Gefecht, falls darüber der Brumm in die UKW-Box eingeschleppt wird. Nix Verschiebung Oszillator Frequenz. Das wird eben dadurch sicher verhindert, falls sie im Brummtakt zappeln sollte.
      Falls das in großem Stil passieren würde, hörst Du andere Sender oder gar nichts mehr.

      Geht ganz schnell und tut nicht weh.

      Viele Grüße,
      Christian
      **************************************************
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      Hallo zusammen,
      so der Test "pins 209 mit 210 an der UKW-Box galvanisch verbinden" ist mit internem Netzteil gemacht: Abgesehen von der Änderung der Empfangsfrequenz um rund 4MHz nach unten hat sich keine erkennbare Besserung eingestellt.
      Parallel zum Kofferradio habe ich auch den SUP1 (Prüfsender ELV) als brummfreie HF-Quelle eingesetzt - liefert etwas mehr Pegel als das Kofferradio.
      Heute fiel mir auf, dass das Brummen erst dann einsetzt, wenn das Empfangssignal so groß ist, dass die Feldstärkeanzeige ausschlägt. Davor ist nur leises Rauschen zu hören. Ob das was zu sagen hat?
      Den Elko im Ratio-Detektor hatte ich auch ausgetauscht, da auch dieser nicht gut aussah, was die Messung mit dem Elkotester auch bestätigte.
      Ich habe diverse Messungen im Gerät vorgenommen, unter anderem auch der Ratio-Elko-Spannung. Mit anliegenderer Antennenspannung habe ich ca. 5,2V dort.
      Die Feldstärkeanzeige stand dabei kurz unter dem Maximum-.
      Was ich bisher noch nicht verraten habe: der Brumm hat 50Hz.
      Die Gleichspannung am 5000µF Ladeelko hinter dem Gleichrichter Gr 801 sieht auf dem Oszilloskop unauffällig aus. Erwartungsgemäß hat sie einen symmetrischen Ripple von rund 2mVss.
      Ob es sinnvoll ist, anstelle des HF-Signals am Antenneneingang mal die ZF direkt (hochohmig, kapazitiv, mal schaun was brauchbare Ergebnisse liefert) einzuspeisen?
      Wenn der Brumm dann wieder auftritt, müsste das Problem wohl eher im ZF-Verstärker oder im Demodulator zu suchen sein. Ich hoffe mein AS5F ist dafür brummarm genug.
      Für heute ist Feierabend.
      Gruß
      Claus

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      Es ist wirklich so, der Mensch ist ein Augenwesen.
      Außerdem hat es hier wieder jene von mir so ungeliebte Unübersichtlichkeit.
      Man muß praktisch jeden einzelnen Post regelrecht sezieren um einen Stand der Dinge herauszuarbeiten.
      Es wäre schön wenn sich irgendwann mal ein Problem das noch existiert und nicht schon abgehandelt oder sonstwie verschwunden ist aus einem sich windenden Thread mit einem Lesevorgang. möglichst mit dem des jeweils letzten Beitrags des TE, zu erfassen wäre.

      // allgemein im Forum - so auch hier
      Das sind die Dinge wegen denen es M.E. oft, zu oft über Flensburg nach Italien geht und zwischendrin noch ein Abstecher nach Pontius und Pilatus nötig wird. In meiner Arbeit, Elektronikentwicklung in der Industrie, hielten wir Abteilungs- und Projektleiter täglich vor dem Mittag in der Kernzeit wo jeder anwesend war, eine Besprechung ab. Dort hatte ein jeder die Aufgabe sein Projekt in kurzen aber effektiven Worten mit aktuellem Stand vorzutragen. Angelehnt an das aus Japan bekannte "kaizen" (muß ich jetzt nicht erklären, wer in vergleichbarer Position das heute noch nicht kann der ißt sowieso schon lange aus der kargen Hartzler-Tüte) war es also möglich eingeweihten, gut ausgebildeten Leuten jeden Tag einen reichlichen Abriß eines Standes eines Projektes zu geben. Das klappte so gut das Entwicklungsleiter die unerwartet krank wurden stante pede ersetzbar waren, ohne große Reibungsverluste - wir haben damals auf die
      Weise noch Resultate geschaffen, sowas wie den BER hätte sich bei uns keiner gewagt abzuliefern...

      Gruß Jogi
      -------------
      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Jogi“ ()

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      Hallo Claus,

      Deine Idee mit der separaten Einspeisung der ZF halte ich für einen sinnvollen Ansatz.
      Auch dein Hinweis, dass der Brumm erst bei einer bestimmten Feldstärke einsetzt, ist wichtig. Er lässt den Schluss zu, dass das Brummen relativ weit vorn entsteht: FM- Teil, ZF-Verstärker, Stereodecoder.
      Bevor Du die einzelnen Stufen auf Brumm untersuchst, empfehle ich, die Arbeitspunkte der einzelnen Transistoren in diesen Stufen zu messen, d.h. passen die Spannungen zu den Werten, die (hoffentlich) im Schaltplan stehen.

      Hilfreich sind Bilder vom gesamten FM-Zweig, wo man die einzelnen Bauteile erkennt. Auch die Lötseite ist interessant- Kalte Lötstellen.

      Was ich in so einem Fall auch schon mal mache, ist die Signalverfolgung mittels Oszi. Stufe für Stufe, den ZF-Verstärker mit unmoduliertem Signal, ab dem Demodulator mit eingespeistem Sinussignal.
      Man kreiert dabei aber leicht Masseschleifen, wenn man die Masseklemme des Tastkopfes mit Radiomasse verbindet. Das macht eine auswertbare Messung unmöglich.
      Ein Trenntrafo für den Oszi und ggf das geerdete Antennenkabel rausziehen hilft. Aber so schlau bist Du sicher selber.

      Viele Grüße,
      Christian
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      Hallo zusammen,
      vielen Dank für die vielen Ansätze.
      Die Fotos werde ich die nächsten Tage anfertigen und hochladen. Ich hoffe ich bekomme die UKW-Box ohne nennenswerte Verluste (abgebrochene geschirmte Leitungen) aus dem Gerät heraus.
      Osziloskop über Trenntrafo hatte ich bislang nicht probiert, weil das Radio sonst keine Verbindung zu einer andern Erde hatte - die letzen Versuche hatte ich ja nur mit dem SUP1 als HF-Quelle ohne angesteckte Antenne / Erde oder galvanische Kopplung zwischen Antennenanschluss und SUP1 unternommen. Zudem war der Brumm ja trotz geerdetem Osziloskop weg, wenn die Versorgung über das externe Gleichspannungsnetzteil (stabilisiert) erfolgte.
      Ich melde mich wieder, sobald ich die Arbeiten erledigt habe.
      Gruß
      Claus

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      Hallo allerseits.

      Man trifft öfters auf Trenntrafos mit Schukosteckdose, wo der Schtzkontakt auch zum Anschlussstecker durchverbunden ist.
      Auch sie gewährleisten die galvanische Netztrennung. Aber sie lösen nicht das Problem der "2 Erden" am Prüfling beim Messen, gerade bei Audiogeräten, wenn man eine Brummproblematik lösen will.
      Es geht in einem Fall wie hier also nur darum, temporär eine der beiden Erden loszuwerden. Dazu genügt, behelfsweise, wenn kein Trenntrafo oder nur ein Trenntrafo mit Schutzleiter zur Verfügung steht, in so einem Fall das Oszilloskop über einen Adapterstecker auf Eurostecker - der unterbricht den Schutzleiter - anzuschließen. Die Netztrennung beim Osz. macht ja dessen Netztrafo.
      Auch den Prüfling - sofern es kein Allstromgerät ohne eigene Netztrennung ist - kann man während der Reparatur so anschließen, wenn man sicher ist, dass kein Fehler in seinem Netzeingang / Netztei vorliegt.
      Wie gesagt: Nur testweise bei der Reparatur zum Messen, niemals im regulären Betrieb.
      Achim

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      Hallo zusammen,
      vorab muss ich einen Teilerfolg vermelden. Durch Hinzufügen eines 680nF-Kondensators in den einen Zweig der AFC-Varicap-Diode konnte ich den Brumm um gut 9dB absenken. Der andere Zweig enthält so eine Kapaziät schon.

      Hier der Auszug vom Schaltbild mit der Ergänzung und ein Foto, das zeigt, wo ich den Kondensator eingefügt habe:





      Das Schaltbild muss durch Anklicken geöffnet werden, sonst sieht man den ergänzten Kondensator nicht.

      Das Ergebnis hat mich überrascht, weil der Vorschlag mit dem Kurzschließen der Spannung über der Varicap-Diode bei mir nicht zur Reduktion des Brumms geführt hat.

      Die Ausführungen zum Trenntrafo habe ich gelesen. Mein Trenntrafo hat keine zum Ausgang mitgeführte PE-Verbindung, so dass hier keine Brummschleifen-Gefahr besteht.

      Frage: Ich habe gestern rund 50 Fotos vom Innenleben des Belcanto 300s gemacht und diese nun auf Dateigrößen von rund 600kB skaliert. Davon habe ich 24 Fotos repräsentativ ausgewählt, von denen ich zunächst nur diejenigen hochladen würde, welche m.E. die hier wichtigen Bereiche
      - Anordnung Netztrafo - UKW-Mischteil
      - ZF-Verstärker mit Demodulatoren
      - Stereo-Dekoder
      - Netzteil-Platine von oben und unten
      - Übersichtsbilder von oben und unten
      wiedergeben, deren Dateigröße jeweils um die 600kB liegt. Ich kann die Bilder auch noch weiter verkleinern, allerdings dürfen dann zu viele Details verloren gehen.
      Ist der Upload von so vielen Bildern hier erlaubt / gern gesehen?
      Gruß

      Claus

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      Hallo Reinhard,
      C369 und C336 hatte ich schon getauscht gegen neue. Die Netzteilelkos hatte ich mit dem LCR-Tester Voltcraft LCR 300 gemessen und nichts auffälliges erkennen können. Probeweise hatte ich jedem dieser 3 Elkos mal einen 1000µF Elko parallel geschaltet. Eine Verbesserung ergab die nicht.
      Dazu habe ich vor dem Einbau des o.g. 680nF-Kondensators nochmal extern die Versorgungsspannung mit einem Trafo und einem Gleichrichter in den 5000µF eingespeist (diesmal nicht stabilisiert). Da war der Brumm auch weg.



      Das Foto zeigt, wie nah Netztrafo und UKW-Mischteil beieinander angeordnet sind. Ebenfalls erkennbar ist, wie nah die stromführenden Sekundärleitungen und die Netzspannung führenden Leitungen der Trafo-Rimärseite an denen des UKW-Mischteils vorbei führen. Die beiden roten Leitungen sind diejenigen, welche die Spannung für die Varicap-Diode der AFC führen.

      Aufgrund der räumlichen Enge überlege ich noch, wie ich das Problem lösen kann. Den Ausbau des UKW-Mischteils habe ich noch nicht in Angriff genommen, da ich das Seilrad bisher nicht lösen konnte (die Schrauben sind gut verlackt) und ich mich noch nicht zum Wiederauffädeln des Skalenseils durchringen kann. Zumindest sind keine Zeichen am UKW-Mischteil erkennbar, dass dieses mal geöffnet worden oder verändert worden ist.

      Gruß

      Claus

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      Lieber Claus!

      Als Betreiber, der alles zahlt, sehe ich riesige Datenmengen nicht gern.
      Andererseits nerven natürlich Photos, auf denen man kaum was sieht.
      Wähle einen gesunden Mittelweg!

      Dein Bild mit UKW-Teil und Trafo sieht recht brauchbar aus.
      Offensichtlich ist das auf den relevanten Teil zurechtgeschnitten.
      So mag ich das mit den Bildern, angeklickt etwa Bildschirmgröße.

      Ich nenne mal ein Gegenbeispiel, wo mir der Kamm schwillt.
      Manche Leute machen unscharfe Bilder mit ihrem Handy-Daddel-Ding.
      Man sieht einen großen Wohnzimmertisch, auf dem ein kleiner Kondensator liegt.
      Das Bild hat dann 1 MB oder mehr, man kann aber nicht die Bauteilbeschriftung lesen...

      Andreas, Admin
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com

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      Hier mal ein Beispiel, wie ich mir das mit den Bildern vorstelle!

      Letzten Freitag habe ich bei meinem alten Golf die Auspuffanlage gewechselt.
      Davon habe ich Bilder gemacht, um sie einem Freund zu schicken.
      Ziel, er soll das große Loch im Endschalldämpfer sehen.

      Wie ging ich vor?

      schalld1.jpg
      Das ist das eigentliche Bild mit einer alten aber guten Knipse.
      Damit man es überhaupt hier hochladen kann, habe ich es auf gut 800 kB verkleinert.
      Vorher hatte es doppelte Größe, die Auflösung schafft kein halbwegs normaler Bildschirm.
      Auch sind Schuhschrank und Treppe reichlich uninteressant beim Betrachten eines Auspuffs.

      schalld2.jpg
      Das Bild ist zurechtgeschnitten, man sieht nur noch den gewünschten Endschalldämpfer.
      Jetzt misst es 2010 x 610 Pixel und ist ca. 270 kB groß.
      So ist es angenehm, wenn das Bild durch Klicken größer werden soll.

      schalld3.jpg
      Gleiches Bild wie zuvor, jedoch auf 1200er Breite verkleinert bei selber Kompressionsrate.
      Jetzt ist das Dateivolumen nur noch gut 100 kB, weiterhin scharfes Bild.
      Zielvorgabe erfüllt, man sieht deutlich das große Loch im verrosteten Endschalldämpfer.

      Kleine Anmerkung
      Manche wissen es anscheinend nicht.
      Klickt man mit der rechten Maustaste auf die Bilder, kann man sie in neuen Tabs öffnen.
      Dann hat man den eigentlichen Beitrag und kann zusätzlich je nach Bedarf die Bilder ansehen.
      Gilt für gängige Browser wie Firefox und für manche auch kleinere Browser (ältere Mobilgeräte).
      Macht das mal hier, eventuell mit neuem Browserfenster.
      Ihr lest dann den Beitrag als 1. Tab und die weiteren drei Tabs sind die Bilder, direkter Vergleich.

      Andreas
      Bilder
      • schalld1.jpg

        818,77 kB, 2.400×1.800, 5 mal angesehen
      • schalld2.jpg

        266,81 kB, 2.010×610, 5 mal angesehen
      • schalld3.jpg

        107,07 kB, 1.200×364, 7 mal angesehen
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      Die Nähe zum Netztrafo sollte irgendwer im Labor als genügend unschädlich eingestuft haben und somit kein gravierender Einfluß zu erwarten sein.
      Ich würde probeweise im Netzteil die Spannungsaufbereitung für diesen Teil komplett runderneuern.
      Wurscht ob da schon der eine oder andere Elko neu ist, auch neukaputt gibt es mitunter.
      Kann man im Erfolgsfall dann auch gleich so lassen. Und wenn es nichts bringt so hat es wenigstens eine Ursache ausgeschlossen.

      Wenn die reine externe Zufuhr dieser Spannung Erfolge verzeichnet, dann muß! dort etwas im Argen liegen.
      Will man da noch tiefer rein gehen, dann spielen auch die Belastungen dieser Spannung - ich meine ich erwähnte das bereits - eine Rolle.
      Dann muß die Ursache der Höherbelastung gesucht werden.
      Gruß Jogi
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