Kurioses VII

      Der ist gut!

      ebay.de/itm/Spar-Set-UKW-Dipol…tennenweiche/231287562100?

      Da nimmt man einen 240 Ohm Faltdipol, an dessen Anschluss ohne Übertrager ein 60 Ohm Koaxstecker (=kupplung) angespritzt ist und verkauft für Benutzer, die einen 240 Ohm Anschluss an ihrem Tuner haben, eine Weiche mit Übertrager 60 Ohm auf 240 Ohm dazu.
      So wird die Impedanz des 240 Ohm Dipols NOCMAL hochtransformiert und ist an einem Tuner mit 240 Ohm Anschluss dann aber so richtig extrem unangepasst.
      ...über 563 Mal verkauft!
      Achim
      Das witzigste daran ist der Preis, Achim.
      Sowas kostet normalerweise ein bis zwei Euro.

      Die Dipol-Wurfantenne an sich ist so handelsüblich, sowas wurde üblicherweise als UKW-Antenne für Radio/Fernseh-Karten für Notebooks mitgeliefert.

      Ich hatte davon mehrere verschiedene Varianten,
      an den ältesten war ein dicker Gnubbel mit Wandler,
      an der nächsten Generation ein geschraubter Koaxstecker mit schon deutlich kleinerem Wandler innenliegend,
      ein verhältnismäßig teures Produkt eines bekannten Markenherstellers mit einem etwas längeren aber ansonsten schon ziemlich schmalen Stecker mit Wandler drin,
      und sowas wie dieser da - jedenfalls optisch identlisch - Wandler womöglich mit verschweißt.

      Alle zeigten ähnliche Empfangsleistungen.
      Vielleicht haben die Eingänge von Tunerkarten aber auch eine Anpassung 50...300Ohm, dafür kann ich nicht die Hand ins Feuer legen. Eine sehr alte Karte hatte im Tuner jedenfalls eine entsprechende Beschriftung.

      An einem unempfindlichen Radio wird das sicher nicht besonders gut funktionieren, es sei denn man schaltet einen handelsüblichen Verstärker/Impedanzwandler mit 50...300In auf 50...300Out dazwischen. Auch das gab es alles schon, Autoradioverstärker sind bspw. so geschaltet.
      Gruß Jogi
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      [frei nach W. Reus]
      Hallo zusammen,

      auch wenn ich mich hiermit als völlig unwissend oute, aber wie merkt ein Laie diese Fehlanpassung?

      Diese Faltdipole werden im Netz von verschiedenen "Herstellern" angeboten, ich glaube tatsächlich kommt alles vom gleichen. Auch eine derartige Weiche habe erworben.
      Beides für jeweils zu dem von Jogi genannten Preis.

      Den Dipol habe ich sowohl an einem moderneren Tuner mit 75 Ohm als auch an den SABA 9241 Receivern "erfolgreich" getestet.
      Am 9141 habe ich die Weiche dazwischen geschaltet und bin mit dem Empfang zufrieden. Zugegeben habe ich das noch nicht mir empfangsschwachen Sendern probiert.

      Gruß
      Wolfgang
      geht nicht - gibt's nicht!
      Wolfgang, die Fehlanpassung zeigt sich in schlechten Empfangslagen bei schwachen Sendern dadurch das die Signalqualität einbricht. Besonders für Stereo-Sendungen kann das unangenehm werden, im Extremfall setzt die Empfänger-Regelung aus oder das Signal verschwindet ganz.

      Es gab da aber einen schönen Spruch zur Empfängeranpassung den man Ratheiser (leger formuliert der Antennenpapst) zuschrieb, wo es heißt das das Augenmerk auf die Anpassung empfangsseitig lockerer gesehen werden kann aber senderseitig ganz genau genommen werden muß. Wörtliches Zitat habe ich nicht parat, der Artikel dazu lag mir noch aus Universitätszeiten als Kopie vor also über sechzig Jahre oder mehr her, aber wo ist er bloß hingekommen.

      Vor den PC-Kartenzeiten hatte ich allerdings selber nur Dipole dieser Art mit dem üblichen 300-Ohm Anschluß in die Finger bekommen, manchmal als Empfängerbeigabe.
      Gruß Jogi
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      Jogis Ausführung kann ich bestätigen.

      Etwas Fehlanpassung ist beim Empfang nicht wild.
      Fehlen z.B. 6 dB beim Empfang Ortssender, merkt man das normalerweise nicht.

      Eine Fehlanpassung von 6 dB kann bei einer Sendeanlage den Tod der Sendeendstufe bedeuten!
      6 dB heißt nur noch 25 % Sendeleistung, die die Antenne abstrahlt.
      Die Sendeendstufe, sofern keine Schutzschaltung vorhanden, liefert aber 100 % Sendeleistung!
      Wo bleiben die restlichen 75 % der bereitgestellten Sendeleistung?
      Sie werden in Wärme verwandelt, heizen z.B. das Antennenkabel auf.
      Auch wird durch Reflexion Sendeleistung in die Sendeendstufe zurückgeschickt.
      Macht die Endstufe 100 % und es kommen zusätzlich 75 % zurück, geht das meist nicht gut...
      Ich habe schon Bilder von Senderöhren gesehen, bei denen dann der Glaskolben geschmolzen ist.
      Anoden von manchen Senderöhren glühen nicht selten kirschrot, wenn man sie bis an die Grenze betreibt.
      Damit meine ich die maximal zulässige Leistung, nicht die 75 % zusätzlich durch Reflexion.

      Andreas

      Anbei ein Bild von Wiki, Sendeendstufe Amateurfunk mit zwei "warmen" Röhren im Arbeitsbereich:
      de.wikipedia.org/wiki/Datei:Sender%C3%B6hren.jpg
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Nun habe ich so ein Teil auch noch für einen DVB-T Fernseher gefunden, funktioniert tadellos wenn man den Empfänger vor das Zimmerfenster stellt.
      Auch ein Teleskop mit angeschweißtem Koax-Stecker für eine DVB-T Karte spielt im Reigen die gleiche Rolle.
      Ein Modell ist aufgetaucht das hat mitten zwischen den Dipolelementen eine Verlängerungsspule, geht auch anstandslos.

      Die Anpassung scheint in hiesiger Empfangslage keine größere Rolle zu spielen, egal welche Ausführung ich teste am Grundig T3000, Sony STS 120, einem Technics Receiver und einem DAB+ Protable Radio. Auch die kritischen Sender kommen genauso gut wie mit perfekt angepaßter anderer Zimmerantenne. Der Ausschlag am Signalstärkemesser des Grundig ist im gleichen Bereich, Änderungen durch den eigenen Körper oder unterschiedliche Haltung haben deutlich mehr Auswirkungen als die Art der Innen-Antenne.
      Gruß Jogi
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