Historische Antennen

      Nicht schlecht - so ist wenigstens überhaupt noch eine Antenne auf dem Dach :)

      Man kann in vielen Fällen auch die vorhandene Antenne für DVB-T weiter nutzen und die Verkabelung im Haus beibehalten.
      Einen vorhandenen Antennenverstärker muss man allerdings wegen fehlender Digitaltauglichkeit in kleinern Anlsgen ersatzlos entfernen oder in gößeren Anlagen ersetzen.
      Achim
      Warum muß man den alten Verstärker entfernen oder ersetzen?

      Das mit der "Digitaltauglichkeit" habe ich scheinbar noch nie verstanden.
      Einem Verstärker ist es relativ egal, ob das Signal analog oder digital ist. Hauptsache, er wird nicht übersteuert und bei Bereichsverstärkern darf nicht der Durchlassbereich überschritten werden. Bei digital können schneller merkbare Mischprodukte entstehen, wenn man in die Gegend des maximal zulässigen Pegels geht, ist wieder Übersteuerung.

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      >PS: Ich hätte da noch eine Frage.
      >
      >Der Text im Post 029 abwärts von Zeile 9, in wie weit ist der geistiges >Eigentum von "berndpfe"
      >Was kann man oder ich davon in Zukunft benutzen und wenn als Inhaber des >Copyrights angeben?
      >
      >Als Autor an Museen und Zeitschriften ist das für mich lebensnotwendig, um >ein Abkassieren zu vermeiden.
      >
      >Fuer eine (Er)klärung wäre ich dankbar.
      >hans m. knoll, nicht von Knoll ;-)[/quote] AW von berndpfe:
      Hallo Hans!

      Der Text ist von mir selbst, nirgendwo abgeschrieben und auch nirgendwoher aus Büchern oder so. Den 'Stil' eines Herrn von und zu Guttenberg mache ich mir auch nicht zueigen. Der Text enthält schlicht allgemein (in Fachkreisen jedenfalls) bekannte Fakten über das darin besprochene Antennenprinzip. Ich beanspruche dafür keine quantitativ bewerteten 'Copyrightrechte' in monetärer Hinsicht! Es ist mein Hobby, mich damit zu beschäftigen ,keine Profession von welcher ich leben wollte und ich bin auch nirgendwo Dozent zu diesen Themen.
      Ich erkläre hiermit das gesagte zu GPL (General Public Licensed), gleichzeitig soll natürlich ein mögl. technisches Patent des vormaligen Herstellers und ggf. des jetzigen Eigentümers der Rechte an dem Patent soweit nicht bereits abgelaufen oder nicht verlängert, gewahrt bleiben!
      Dies steht nun hier so im Forum und daran halte ich mich dann auch.
      Grüsse aus FO!
      dl2jas postete
      Warum muß man den alten Verstärker entfernen oder ersetzen?

      Das mit der "Digitaltauglichkeit" habe ich scheinbar noch nie verstanden.
      Einem Verstärker ist es relativ egal, ob das Signal analog oder digital ist. Hauptsache, er wird nicht übersteuert und bei Bereichsverstärkern darf nicht der Durchlassbereich überschritten werden. Bei digital können schneller merkbare Mischprodukte entstehen, wenn man in die Gegend des maximal zulässigen Pegels geht, ist wieder Übersteuerung.

      Andreas, DL2JAS
      Die einzig denkbare Antwort wäre vielleicht diese:
      "Uralt-Verstärker" rauschen mehr oder weniger ziemlich 'gut'. Das liegt an den Halbleiter-Bauteilen älterer Entwicklung, aber auch an z.B. alten (damals noch sehr grobkörnigen) Schichtwiderständen, ferner auch an alternden Elektrolytkondensatoren. Keramische, Folien- (vergossene oder Tantalelkos bspw.) altern eigentlich nicht wesentlich. Auch sind die Netzteile meist sehr primitiv aufgebaut und ohne genaue resp. brummarme Regelung. Brummen aber verschlechtert den Wirkungsgrad von Verstärkern deutlich und kann auch zu Bildstörungen (moiré, Zitterbildern, Rauschen (analog) resp. Verpixelungen (digitalsignal) führen.
      Für einen guten Digitalempfang mit heute üblicheren kürzeren Antennen, gerade und meist UHF, benötigt man besonders rauscharme Verstärker. z.B. mit Planar-FETs oder EpitaxialPlanar-FET in Dünnschichttechnik, der Rest drumherum alles in störarmem SMD auf kleinem Raum aufgebaut, d.h. kürzere Wege und viel weniger gegenseitige Induktion da wo diese nicht erwünscht ist. Technik wie sie halt auch in LNBs für Satellitenempfang zu finden ist. Uralte Verstärker neigten ja bekanntlich zu Eigenerregung (Intermodulation, Rückkopplungen wegen der vielen auch in die 3.Dimension gehenden Drahtwege zwischen und relativ zu den Bauteilen, dies macht eine Hochfrequenzschaltung empfindlich gegenüber ungünstigen Bauteilkonstellationen).

      Verstimmte Altverstärker lassen sich ggf. durch Bauteiletausch (Elkos, Kohlewiderstände) wieder halbwegs stabilisieren/regenerieren solange dadurch dieser wieder am Montageort sinnvoll eingesetzt werden kann. Will man allerdings auch die Halbleiter gegen modernere Typen tauschen muss man ggf. auf abweichende Charakteristika bei Vergleichstypen achten und Änderungen an L/C/H-Werten drumherum vornehmen. Das ist allerdings naturgemß nur was für Fachleute resp. Freaks auf diesem Gebiet und nur rentabel wenn Ersatzteile nicht übermäßig schwierig und damit teuer beschafft werden müssen.
      berndpfe postete
      >PS: Ich hätte da noch eine Frage.
      >
      >Der Text im Post 029 abwärts von Zeile 9, in wie weit ist der geistiges >Eigentum von "berndpfe"
      >Was kann man oder ich davon in Zukunft benutzen und wenn als Inhaber des >Copyrights angeben?
      >
      >Als Autor an Museen und Zeitschriften ist das für mich lebensnotwendig, um >ein Abkassieren zu vermeiden.
      >
      >Fuer eine (Er)klärung wäre ich dankbar.
      >hans m. knoll, nicht von Knoll ;)
      AW von berndpfe:
      Hallo Hans!

      Der Text ist von mir selbst, nirgendwo abgeschrieben und auch nirgendwoher aus Büchern oder so. Den 'Stil' eines Herrn von und zu Guttenberg mache ich mir auch nicht zueigen. Der Text enthält schlicht allgemein (in Fachkreisen jedenfalls) bekannte Fakten über das darin besprochene Antennenprinzip. Ich beanspruche dafür keine quantitativ bewerteten 'Copyrightrechte' in monetärer Hinsicht! Es ist mein Hobby, mich damit zu beschäftigen ,keine Profession von welcher ich leben wollte und ich bin auch nirgendwo Dozent zu diesen Themen.
      Ich erkläre hiermit das gesagte zu GPL (General Public Licensed), gleichzeitig soll natürlich ein mögl. technisches Patent des vormaligen Herstellers und ggf. des jetzigen Eigentümers der Rechte an dem Patent soweit nicht bereits abgelaufen oder nicht verlängert, gewahrt bleiben!
      Dies steht nun hier so im Forum und daran halte ich mich dann auch.
      Grüsse aus FO![/quote] Hallo Bernd

      Danke fuer die Antwort.
      Ich habe mir beide Texte, Deinen und meinen abgespeichert.

      Mit Dank, Hans M. Knoll
      Hallo,

      zu der Frage alte Antennenverstärker und digitale Signale kann ich aus langjähriger und leidvoller Erfahrung nur sagen, dass mit Einführung der digitalen Programmpakete im KTV nicht ein einziger der in den JAhren zuvor eingebauten Hausanschlussverstärker bleiben konnte, obwohl es sich um Markenware neueren Datums handelte.

      Es gab immer Klötzchen- und Artefaktbildung bei enzelnen Programmen. Erst nach Ersatz durch HA-Verstärker der neuesten Generation war der Empfang o.k.

      Was nun letztlich der Grund war, weiss ich nicht. Kreuz- oder intermodulationen oder störende Oberwellen...?
      Achim
      Hallo!

      Ich war als Kind sehr an Technik und Antennen interessiert. Mein Vater hat mir ein Buch ueber Rundfunk, Empfangstechnik, Antennenpraxis, Antennenbau zum 11-ten Geburtstag geschenkt.

      In (ex)Yu gab es paar Hersteller: Iskra, Gorenje und Ei (bitte Eh - Ih vorlesen, Abkuerzung heisst Elektrische Industrie). Produkte waren nicht schlechter als diese aus Westen.

      In den späten 80-ern waren logaritmische Antenen ein Verkaufshit von Iskra.



      Im Buch ist auch die Helixantenne sehr gut und ausfuehrlich beschrieben, die fuer UHF Empfang noch nicht zu grosse Abmessungen hat. Aber ich habe sie noch nie im Leben im "zivilen" Einsatz gesehen.




      MfG aus Kroatien,


      Hrvoje
      Anbei so eine Antenne, manchmal noch bei mir im Einsatz.



      Die stand einige Jahre auf dem Balkon und sieht inzwischen etwas mitgenommen aus. Sie ist für 2,4 GHz gebaut, ein Amateurfunkband und auch WLAN. Ist so eine Helix lang genug, ergibt sich ganz gut Richtwirkung. Helixantennen arbeiten immer zirkular, hat einige Vorteile. Der Antenne ist es egal, welche Polarisation die Gegenseite hat, sofern nicht auch zirkular, jedoch mit entgegengesetztem Drehsinn.
      Die habe ich lange Zeit benutzt bei Gegenstationen, bei denen ich nicht wusste, ob sie horizontal oder vertikal arbeiten. Es entsteht ein Verlust von 3 dB und alle Schräglagen in der Polarisation sind möglich. Manchmal dreht sich die Polarisation, z.B. bei Reflexionen an Gebäuden. Das stört die Antenne nicht, da sie jede beliebige lineare Polarisation verdaut mit Abstrich 3 dB.
      Die war mal vor Jahren ein kleines Bastelprojekt, meine erste zirkulare Antenne. Der Träger ist ein Abflussrohr aus Kunststoff. Die Helix selbst ist eine Ader aus einer üblichen Elektroleitung 1,5 mm². Der Reflektor ist irgendein Blech, was ich gerade fand. Solche Helixantennen sind im Aufbau relativ unproblematisch, jedoch recht sperrig. Das Ding für UKW würde ein Kanonenrohr werden.

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Auch heute gibt es noch ausgefallene Antennenkonstruktionen, wie ich gestern bei einem Spaziergang feststellen konnte.
      Jemand hat eine Amateurfunkantenne samt Rotor an der Spitze eines Mastes für Mobilfunk montiert.



      Das dürfte bei Sturm für erhebliche Kräfte im Bereich der Befestigung im (Altbau-) Dachstuhl sorgen.
      Die gesamte Konstruktion ist weitaus größer, als das Foto vermuten lässt.
      Achim
      Das war ein Dipol gestreckt für den11m-CB Funk was ich mal ne zeit gemacht habe,allerdings hat mich nur weite verbindungen gereizt.Am besten war es immer im 11jahres rytmus der sonne im maximum,da gibt es sehr gute verbindungen mit wenig Leistung.In den 70ziger war es noch intresant,jetzt hört man viel Russland.Gruss uwe
      Aus aktuellem Anlass hier ein Foto von einer (historischen) Band I Antenne, 3 Elemente, vertikal polarisiert:



      Die Besonderheit besteht - neben der Tatsache, dass es sich um einen offenen Dipol handelt - in den verschiebbaren Stäben am Ende der Elemente, die eine genaue Abstimmung auf Kanal 2, 3 oder 4 ermöglichten. Hier dürfte die Abstimmung auf Kanal 4 (Ochsenkopf) erfolgt sein.
      Man beachte den für die Windlast dieser großen Antenne sehr geringen Durchmesser des Mastes, dessen Befestigung unter Dach zudem offenbar unzureichend ist.

      Wie man sieht, nagt der Zahn der Zeit an diesen Antennen. Zudem stehen sie meist auf Häusern, die nicht mehr bewohnt sind oder vernachlässigt werden. Abriss mitsamt den schönen Antennen ist dann in der Regel das Ende.
      Achim
      Moin,
      na ja, ob so ein Vogelrastplatz schoen ist?
      Strenggenommen ist sie auch falsch montiert, denn das Standrohr ragt in das System hinein. Eigentlich gehoert sowas an einen waagerechten Ausleger, min. eine halbe Wellenlaenge vom Standrohr entfernt.
      Na ja, es ist keine Sendeantenne und irgendwie wird es funktioniert haben.
      Wenn ich da an die Klimmzuege meiner "Ostverwandschaft" denke, die in Dresdens Naehe Berlin hereinholen wollten und es auch irgendwie geschafft haben, mit einen gefuehlten S/N von 2:1...

      73
      Peter
      Ja, "schön" sind natürlich immer in erster Linie die Antennen, die man selbst gebaut hat.

      In Post 000 ist die Band I Antenne mit Ausleger montiert. Ob der allerdings Lambda/2 lang ist, darf bezweifelt werden.

      Das wären bei 62,25 MHz immerhin gut 2,40 Meter, eigentlich für einen Ausleger unrealistisch in der Praxis.
      Achim
      Lambda/2 oder mehr muss der Abstand zum Mastrohr nicht sein.

      Beherzigt man jedoch diesen Ratschlag, ist man auf der sicheren Seite.
      Fluchten jedoch die Elemente mit dem Mastrohr, ist Ärger vorprogrammiert, weil sich das Mastrohr wie ein weiteres Element verhält, das Strahlungsdiagramm sehr stark beeinflussen kann. Ragt das Mastrohr deutlich über die Yagi hinaus, hat man nicht selten den Effekt, daß die Antenne eher rückwärts strahlt, einen Reflektor bildet.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Ich habe mich unter diesem Aspekt noch einmal umgeschaut. Die allermeisten vertikalen Band I Antennen sind mit Auslegern von etwa 25 - 30 cm montiert.
      Wahrscheinlich wurden dieselben Ausleger genommen, die auch für UHF Antennen verwendet wurden. Alles was deutlich länger ist, würde instabil und ist unpraktikabel.



      Die größten Schwierigkeiten beim Band I Fernsehempfang, insbesondere bei größeren Entfernungen zum Sender, waren ohnehin Funkstörungen durch Schaltkontakte, alte UKW Röhrenradios und Überreichweiten.
      Die Bildqualität war buchstäblich jeden Tag eine andere.
      Achim
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