Stereo Decoder

      Es ist eben die Frage, wo man die Prioritäten setzt: Optimale Technik und Klangleistung oder optimaler betriebsfähiger Originalzustand, wobei wie ich glaube, dass der nicht betriebsfähige museale Zustand hier nicht zur Debatte steht. Natrürlich wäre es interessant, ein technisch aktualisiertes Gerät als Referenzobjekt bereitzuhalten, ohne dem aussichtslosen Unterfangen heutigen Maßstäben an die Technik gerecht zu werden,nachzujagen.
      So halte ich auch die heutige Mode im High-End Bereich mit maßlos teuren Röhrenverstärkern aller Art zu operieren für einen exaltierten Irrweg. Halbleiter können das alles besser! Aber schön sind diese Geräte schon.
      Gruß Heino - der Unkaputtbare
      Ich stimme Euch voll zu, auf die Idee ein Monoradio auf Stereo umzurüsten käme ich nie und selbst ein Freiburg 14 ohne Dekoder würde ich betreiben wie es ist und den Dekoder nicht nachrüsten, weil es eh kaum was bringt.
      Bei meinem Studio A sieht die Sache natürlich schon völlig anders aus, da man nun einmal mit einem Receiver wirklich Musik in Stereo genießen kann.
      Trotz aller anfänglicher Skepsis habe ich den E14 getauscht gegen den Dekoder von Franz und zu meiner größten Überraschung liegen wirklich Welten zwischen beiden Dekodern.

      Freundliche Grüße Otto
      Gruß Otto
      Hallo Frank, hallo allerseits,

      natürlich ist es recht interessant und bestimmt lehrreich sich einen Röhrendecoder selbst zu basteln, sofern wirklich das selbst Erstellen im Vordergrund steht.

      Nur sollte man am Ende nicht enttäuscht sein, wenn das Ergebnis nicht so perfekt ist und sich die mit dem Bau gemachte Mühe nicht, wie erwartet, wiederspiegelt. Denn es ist nicht so ganz einfach einen solchen Decoder zu schaffen. Da mangelt es bereits an den Spulen, welche in der Herstellung schon einige Klimmzüge erfordern.

      Dies ist auch in der Bauanleitung (post52) erwähnt. Dabei ist es besonders bei der "Demodulatorspule" wichtig, dass beide Ausgangsspannungen exakt gleiche Amplituden (bifilare Wicklung) aufweisen und auch die Dioden ausgesucht sind.

      Frank, ein Beispiel bezüglich Spulen: Der von dir abgebildete Siemens Schalenkern hat einen AL-Wert von 250 nH/Wdgn^2; so würde man z.B. für den 19KHz Saugkreis bei 10nF eine Induktivität von 7mH benötigen - dazu wären dann ca. 167 Wdgn bei diesem Kern ein guter Einstiegswert. (Irrtum nicht ausgeschlossen) In der Praxis wird es dann meistens ohnehin erforderlich sein, die Induktivität noch ein wenig anzupassen...
      Freundliche Grüsse, sagnix
      Hallo allerseits,

      Heinos handbasierende "Brötchenmesstechnik" hört sich äußerst interessant an und es lässt erkennen, dass sein Frühstück ein richtig gemütliches Ritual zu sein scheint...

      Bei der Auswahl der Dioden ist die Messung mit dem Multimeter keine so umfassende Aussage, da dabei nur die Flußspannung an irgendeiner Stelle auf der Kennlinie angezeigt wird. Bei dem Einsatz im Decoder kommt es aber mehr auf den "dynamischen" Gleichlauf an, also der Gleichheit der Kennlinien über den gesamten genutzten Arbeitsbereich an.

      Dies kann am einfachsten mit einem Curve Tracer (Kennlinienschreiber) ermittelt werden bei dem ein direkter Vergleich möglich ist. Früher wurden von den Herstellern speziell zu solchen Zwecken selektierte Diodenpärchen und Dioden Quartette (Ringmodulatoren) angeboten.

      Für erste Versuche sollten aber mit dem MM (Diodentestfunktion) ausgesuchte Dioden ausreichen - zumal deren Eigenschaften durch die in der Schaltung vorgesehenen Linearisierungswiderstände weitgehend ausgeglichen werden.

      Nur wenn man am Ende das Letztmögliche aus der Schaltung herauskitzeln will, könnten durch Feinselektion der Bauteile noch messtechnisch nachweisbare Verbesserungen möglich sein.

      ---Sarkasmus ON: Leute mit speziellen HI-FI-Ohren werden dies natürlich auch jederzeit ohne Einsatz von Messtechnik heraushören können; eigentlich eine weitere Möglichkeit der zuverlässigen dynamischen Selektion von Dioden und sonstigen Bauteilen... ? Sark. OFF
      Freundliche Grüsse, sagnix
      Hallo Peter, dein Post 062 ist sehr aufschlußreich! Mit den Bezeichnungen auf den Schalenkernen konnt ich bisher nicht so viel anfangen. Mit Spulen hatte ich ehrlich gesagt bei meinen Projekten nicht viel zu tun. In der Regel waren das Festinduktivitäten; die hat man gekauft und reingelötet. Hab meinen alten Ordner von der Berufsschule herausgekramt, aber da steht nur die Berechnung für den Induktivitätswert drin. (Wieviel Windungen man braucht um eine gewisse Induktivität zu erreichen) Die Einbindung von den Eigenschaften der Schalenkerne, Frequenzen und Saugkreiskondensatoren steht da leider nicht. Gibts da Formeln zur Berechnung? (Bestimmt!) Würde mich interessieren! Deine Angaben beziehen sich auf L1 und C2 auf dem Schaltplan von Jogis Seite!?

      Vielleicht kann ich das selbst berechnen und mir was wickeln! :)

      Gruß Frank
      Es toent so schoen wenn des Sabas Roehren gluehen!
      Vor dem Link muß mindestens ein Leerzeichen stehen!

      Gleiches kann man auch mit einem Komponententester machen, nur nicht so präzise. Auch kann man sich so ein Ding bauen, wenn man ein Oszilloskop mit XY-Eingang hat. In vielen Fällen reicht ein besseres Multimeter mit Diodentest, meist ist ja bei Dioden die Knickspannung interessant.

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hallo allerseits,

      natürlich benötigt man nicht unbedingt so einen komfortablen "Curve Tracer". Man kann sich bei der Selektion auch einfacherer Mittel bedienen. Eine Messung der Schwellwnspannung alleine reicht für diese Anwendung nicht wirklich aus - die Diodenkennlinien sollten auch in ihrer Steilheit möglichst gut übereinstimmen. Dies lässt sich, wie Andreas bereits erwähnte, auch mit einem Oszilloskop und einer kleinen Hilfsschaltung erledigen.

      Sonst halte ich das Vorhaben Röhrendecoder, aus der Sicht des Lerneffektes und der Nachvollziehbarkeit was in einem Stereo Decoder im einzelnen vorgeht, für eine gute Idee.

      Und dabei wird man auch gezwungen sich eine wenig mit den meist unbeliebten Spulen zu befassen - sie sind bei diesen relativ niedrigen Frequenzen, wegen der sich dabei ergebenden hohen Windungszahlen dünnen Drahtes bezüglich der Selbstanfertigung recht unbequem.

      --- Und überhaupt gilt besonders in diesem Zusammenhang vorwiegend der Leitsatz: Die Spule, das unbekannte Wesen...
      Freundliche Grüsse, sagnix

      SABA Stereo Decoder E14 in Freiburg 100

      Hallo Franz,

      nach längerer Zeit der Abstinenz kann ich mich wieder dieser Leidenschaft widmen. An Ostern 2018 habe ich mir eine SABA-Königin, Schwarzwald 100 gegönnt.
      Das Radiochassis wurde schon überarbeitet und einen Deiner Stereo-Decoder E14 hat das Chassis auch bekommen. Zu welcher Generation der Decoder gehört kann ich nicht sagen. Der Verkäufer sagte mir, daß der Umbau von einem SABA-Forum Mitglied gemacht wurde.
      Gibt es mittlerweile einen Umbauplan für die Nachrüstung des 100er Freiburg Chassis. Nur für meine Unterlagen um im allerschlimmsten Fall das Chassis wieder in Originalzustand zurück bauen zu können.
      Gerne auch als PDF direkt auf meine mail Adresse.
      +++[b.rusam@web.de]+++

      Liebe Grüße von Berni aus Kupferzell

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