Wildbad GW

      Ok, Ihr habt mich überzeugt.
      Aber woher bekomme ich die Tasten - die sind alle im Eimer.






      Woraus macht Ihr den Skalenreflektor?


      Soll ich alle Kondensatoren meines Vorgängers tauschen?
      Reicht für die Instandsetzung des Vorwiderstandes Epoxikleber?

      Ich habe gerade die Schrauben aus dem Gehäuse gedreht - jetzt habe ich drei Teile hier liegen....








      Der Sieb- und der Ladeelko hängen in der Luft - was tun?

      Der Gleichrichter wird schön warm. Soll ich ihn intern mit einer 4007 ersetzen und 100 Ohm dahinter schalten?

      Verträgt die Schallwand dieses Typs eine Wäsche?

      Ihr seht, ich brauche Hilfe.
      Gruß, Peter
      Hallo zusammen,

      hat denn niemand Antworten auf meine Fragen >:(?

      Mit dem Skalenrefektor habe ich mal angefangen:
      Man nehme einen Schnellhefter aus Kunststoff (weiß), eine Ösenzange, vier Ösen, vier Unterlegscheiben und vier Kabelaufnehmer mit Befestigungsloch (KFZ). Dann schneidet man den Rflektor aus, benutzt die Ringösen wie eine Poppniete. Ich habe ein paar Fotos gemacht:

      Das kennt Ihr.....


      Befestigung nachgebogen


      Ösen dran






      Ihr bekommt Bilder, wenn der Reflektor testweise montiert ist. - Ob er passt?
      Gruß, Peter
      Hallo Peter,

      hier vielleicht zunächst ein Hinweis zur Befestigung des gebrochenen Hochlastwiderstandes; davon ausgehend, dass der Keramik-Träger innen hohl ist, würde ich da eine M3 Gewindestange verwenden - oben eine große U-Scheibe (Karosseriescheibe) und das Gleiche unter dem Chassis. Du kannst die untere Befestigungsschelle bestehen lassen - sie stabilisiert die Bruchstelle.

      Der in Kettenschaltung realisierte Elko, sollte der Ratio-Elko sein - da wäre als Ersatz ein 4µ7/63V eine geeignete Lösung.
      Freundliche Grüsse, sagnix
      Hallo zusammen,

      versprochen ist versprochen. Ich habe heute Nacht den Skalenreflektor testweise montiert. Seht selbst:














      Dann der Test mit "Licht aus":


      Peters Idee mit der 3 mm Gewindestange ist ebenfalls umgesetzt. Vorher habe ich den Keramikkörper des Widerstands mit Epoxikleber zusammengefügt. Die Muttern sind mit Lack gesichert:


      Und von unten:
      Gruß, Peter
      Hallo Peter,

      Den Bespannstoff würd ich auf der Schallwand drauflassen, wenn er noch fest drauf ist...

      Lautsprecher abbauen und den Stoff von beiden Seiten mit lauwarmen Wasser
      abbrausen und danach ein Teufelszeug namens "Eau de Javel" mit einer Sprühflasche
      satt draufsprühen und ca 10 min einwirken lassen, danach mit viel kaltem Wasser abspülen.

      Dieses "Eau de Javel" / "Bleichwasser" bekommt man in Luxemburg und Belgien in jedem Supermarkt. Bei uns hab ich es allerdings noch nicht gesehen und mir daher beim letzten Besuch in LU einen 5 Liter Kanister mitgenommen ( für 2 Euro 50 oder so )
      Achtung, das Zeug ist Chlorhaltig und duftet bei der Anwendung intensiv danach.

      So hab ich schon mehrere Schallwände sauber bekommen. Wichtig ist, den Stoff NICHT mechanisch zu strapazieren... also nicht mit nem Schwamm oder so draufrumrubbeln !
      Die Schallwand übersteht das locker.
      Nach dem Waschen die Schallwand mit einem weichen Handtuch abtupfen und auf einer saugfähigen Unterlage auf einer ebenen Fläche zum Trocknen ablegen. evtl beschweren,dass sich die Schallwand nicht beim Trocknen verzieht.
      Gruß Florian
      Bei mir gleiches Verfahren, anderes Mittel ( starker Küchenreiniger, Fettlöser von Edeka) gleiches Ergebnis. Damit sich der Stoff nicht ablöst befestige ich ihn mit Federklammern am Rand - je 3 an der Schmalseite, je 6 an den Langseiten. Bei mir hat sich noch nie ein Stoff abgelöst. Um ein Verziehen zu vermeiden schraube ich die Schallwand im halbfeuchten Zustand wieder ins Gehäuse. Da wird sie dann in jedem Fall wieder gerade, falls sie vorher schon etwas die Form verloren hat.
      Gruß Heino - der Unkaputtbare
      Hallo zusammen,

      Erst mal herzlichen Dank an Florian und Heino. Eau de Javel kenne ich, habe mich darüber hier im Forum schon ausgelassen. Wichtig war mir, dass die Schallwand selbst das Wasser aushält - und das habt Ihr Beiden mir beantwortet.

      Ich habe mir gerade noch einmal die Arbeit meines Vorgängers angeschaut. Seht mal:


      Dazu braucht Ihr folgendes Bild:


      Ihr seht den Kathodenwiderstand (170 Ohm) mit dem Elko (100u). Und wenn Ihr die folgenden Bilder anschaut seht Ihr, dass es den Elko zwei mal gibt - einmal allerding mit dem Inneren nach außen.....






      So sieht es jetzt aus - aus zwei wird eins.


      So ist das, wenn man einen Elko falsch rum einlötet.


      Bei der Gelegenheit habe ich den wunderbaren Ratioelko getauscht.





      Mal sehen, was ich alles noch finde.............
      Gruß, Peter
      Hallo und guten Abend,

      ich bin noch nicht so richtig glücklich. Ein paar Fragen sind noch nicht beantwortet:
      Woher bekomme ich die Tasten - die sind alle im Eimer.
      Soll ich alle Kondensatoren meines Vorgängers tauschen?
      Der Sieb- und der Ladeelko hängen in der Luft - was tun? Ich würde den Originalelko einfach mal anschließen.... Wie ist Eure Erfahrung?
      Der Gleichrichter wird schön warm. Soll ich ihn intern mit einer 4007 ersetzen und 100 Ohm dahinter schalten?
      Und dann das Gehäuse - hier liegen drei Teile vor mir. Wie gehe ich vor?

      Ich wünsche den Freunden der glühenden Röhren ein schönes Wochenende :winker:.
      Gruß, Peter
      Hallo Peter,

      Die Kondensatoren des "Vorgängers" würd ich mal so drinlassen, ggf. schlechte Montagesituation etwas verbessern. Das Radio spielt ja...
      Den Gleichrichter kann man natürlich ersetzen, wenn er zu warm wird, aber mess halt mal zuerst die Spannung. Solange das alles noch einigermassen den Angaben im Schaltplan entspricht, würde ich nicht unbedingt sofort ersetzen.

      Mit den Tasten kann ich leider nicht weiterhelfen, da hilft vielleicht doch mal Ebay.
      Vielleicht passen ja die hier :

      http://www.ebay.de/itm/Originale-Tasten-Drehregler-Saba-Villingen-Radio-Musiktruhe-/200920720069?pt=Radio_TV_Musik&hash=item2ec7cee2c5
      Gruß Florian
      Hallo Peter,

      die Tasten wirst du wohl im E... suchen müssen; da gibt es einen Verwerter, welcher die bestimmt mal anbieten wird.

      Die Kondensatoren des Vorgängers musst du nicht zwingend tauschen, es sei denn du möchtest sie komplett durch axiale ersetzen. Sonst würde ich die vorhandenen optisch besser anordnen und vernünftig löten.

      Die Elkos sind wahrlich böse eingebraten; das wollte ich bereits beanstanden, scheute mich aber des "Meckerns" gerügt zu werden. Die alten Elkos haben gerne an Kapazität eingebüßt; wenn sie keinen übermäßigen Reststrom aufweisen könnten sie als Lötstützpunkte genutzt werden und die neuen Elkos daran "abgefangen" werden - da gehen die Meinungen aber auch etwas auseinander, weil die alten Elkos auch in den "Kurzschlußmodus" über gehen könnten...

      Auf jeden Fall könnte es auch sinnvoll sein die neuen Elkos an geeigneter Stelle mit selbst zu fertigenden Blechschellen zu befestigen. Es sei denn man hat da einige aus geschlachteten Geräten in der Bastelkiste.

      Wenn die Gleichspannung am Ladeelko dem Nennwert entspricht, kann der Selen erhalten bleiben - er wird im Betrieb schon etwas warm, wenn er aber nicht mehr dauerhaft schmerzfrei angefasst werden kann, ist er auf jeden Fall zu ersetzen - dann so wie due es angedeutet hast - der Widerstand kann dann noch erprobt werden. 100 Ohm ist aber ein guter Anfangswert - er sollte mindestens 5 besser 7 bis 10 Watt vertragen können.

      Zu dem Gehäuse kann ich nicht viel sagen, außer dass es echt in Arbeit ausarten könnte. Auf jeden Fall muss es ordentlich verleimt werden - dazu ist Ponal Holzleim wohl gut geeignet.
      Freundliche Grüsse, sagnix
      Hallo Peter, ich schließe mich der Meinung von Sagnix an! Die Kondensatoren des Vorbesitzers kannst Du drin lassen, wenn Dich die moderne Bauweise nicht stört. Allerdings würde ich die Lötverbindungen und Spannungsfestigkeit aller Kondensatoren prüfen! Ich hatte vor einiger Zeit ein nicht ganz so arg verbasteltes Gerät welches zwar funktioniert hat, aber es haben sich einige Lötstellen gelöst als ich bei der Reparatur versucht hab einige Kondensatoren zur Seite zu biegen. (Damit ich mehr Platz hab zum löten) Da waren eine menge kalter Lötstellen drin wo mehr geklebt als gelötet waren.

      Zum Holzgehäuse: Sowas hatte ich mal bei einem Nordmende. Auf Deinen Bildern sieht man Bruchstellen genau entlang der Naht, das kann man gut verleimen! Wenn dein Gehäuse nun aus mehreren Teilen besteht würde ich nicht alles auf einmal zusammenkleben sondern eines nach dem anderen; es sei denn die Teile sind so gebrochen, daß sie einzeln nacheinander nicht mehr zusammengefügt werden können. Wichtig: Nach dem einleimen und zusammenfügen gut mit Schraubzwingen verspannen. Unter die Zwingen Holzleisten legen und (wichtig!) zwischen Gehäuse und Holzleiste Zeitungspapier legen! Das verhindert ein festkleben der Holzleiste mit dem Gehäuse; das Papier ist eine dünne Schicht und bekommt man wieder ab. Auch wichtig: Überschüssigen Holzleim sofort mit einem nassen Tuch möglichst restlos abwischen! Die Methode hat bei meinem Nordmende prima funktioniert; das Zeitungspapier hab ich mit feiner Polierstahlwolle und anschließendem polieren restlos ab bekommen. Das Gehäuse des gebrochenen Normende hat immer noch den originalen Lack!

      Anbei ein Bild von der gebrochenen Kante nach der Reparatur. Der Bruch war von der Mitte der Rundung bis ganz nach hinten durch. Der Lack ist noch der originale. Der Bruch ist praktisch unsichtbar.



      Nur Mut, das klappt schon!

      Übrigens, in meinem LindauW2 befndet sich auch ein Skalenreflektor aus dem milchig-trüben Kunsstoff eines Ordners! :) Da hattest Du die gleiche Idee!

      Viele Grüße
      Frank
      Es toent so schoen wenn des Sabas Roehren gluehen!
      Hallo Peter,
      Bei dem Skalenhintergrund hast du ja schon handwerkliches Geschick und die nötige Fähigkeit zur Improvisation bei solchen Baustellen bewiesen. Das Gehäuse sehe ich daher als kleineres Problem an. Die Gehäuselackierung sieht mir nach Aqua Combi-Clou aus, ich persönlich mag diese offenporige Oberfläche, ist wie gesagt aber Geschmacksache. Harry hat ja schon einiges zur Neuverleimung geschrieben, da ich davon ausgehe, daß du anschließend eine Neulackierung machen willst, also evtl. abbeizen, neubeizen etc. stellt sich mir die Frage, ob hier nicht die Verwendung eines wasserfesten Leims Vorteile bringt (Nachteil: kürzere "Korrekturzeit"). Bei den derzeitigen Preisen in der Bucht ist auch ein Nachguß der Tasten aus Gießharz in Betracht zu ziehen, ist denn wenigstens noch eine dabei, die man nach Kleben, evtl. Spachteln und Schleifen für die Anfertigung einer Form verwenden könnte? Eine Anleitung dazu existiert hier im Forum, müßte man suchen, das handwerkliche Geschick traue ich dir zu, das hinzubekommen.
      Auf jeden Fall: Das wird schon, daran zweifle ich nicht, hier sind schon schlimmere Ruinen saniert worden :)
      Jörg - wenn ich Benz fahren will, geh ich arbeiten