Relais-Modul 92xx und einige andere Erfahrungen

      Sieht sauber gemacht aus -- prima ! Die Bemerkung zum C 1116 verstehe ich aber nicht ... wie Reinhard oben genau dokumentiert hat, ist der einzige Einfluss eine geringfügige Erweiterung des Bassbereichs nach unten. Wie das bei der Canton so einen Einfluss haben soll, ist mir völlig unklar. Und "härter" klingen, das würde ja bedeuten, es gibt eine Änderung bei höheren Frequenzen ... (???).

      Die alten 22 uF, so sie denn noch OK sind (was hier extrem selten der Fall ist), haben meist ohnehin eher 33 uF an Kapazität, so dass moderne 47 uF (die das meist nur knapp erreichen) kaum drüber liegen. Aber der Punkt, den ich ursprünglich betonen wollte, und den Reinhard auch probiert hat, ist, hier einen bipolaren Elko einzusetzen, aus diversen Gründen. Seit einiger Zeit nehme ich da die roten Roedersteine in 47 uF bipolar, die gefallen mir am besten. Sonst bekommt man auch Nichicon bipolar, aber nicht an jeder Ecke ... Auf jeden Fall sollte man hier nur Markenware einsetzen, denn dieser Elko hat einen Einfluss auf den Klang, aber eher einen subtilen.

      Besten Gruss,

      Michael
      Hallo Michael !
      Der Bass ist tiefer geworden, ja. Aber der Mitten Ton und höhen sind auch mitgestiegen , also so wie ich es empfinde. Darum empfinde ich als härter. Oder mann kann sagen, das der Bass mehr dominiert. So harter Musikgenuss bin ich nicht gewöhnt an Saba. Schöner weicher Ton, so wie ich es gewöhnt bin von Saba. :thumbsup: . Du verstehst mich oder?Michael ;)
      Darum schrieb ich ja, mit den originalen 22µ kling es nach Saba Ton weich und rund. Natürlich wenn ich mal gas geb. Auch dann kann Saba was, weisste :) .
      Selbstverständlich hab ich nur Quallitäts Elkos eingesetzt, wie : rubycon BC- comp., Frolit, Panasonic und Elna. und Folienkond. WIMA.

      Grüße <3 Mia <3

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      Hmm, seltsam. Mittel- und Hochtonbereich sollten sich gar nicht aendern -- s. Frequenzgang von Reinhard weiter oben im Thread. Bipolar versus polar bringt ein minimalstes Quäntchen an Symmetrie in der Signalverarbeitung. Bei mir war der Unterschied insgesamt minimal, kein deutlich wahrnehmbarer Effekt. Mit "weich" kann ich leider wenig anfangen, es muss "richtig" klingen. Aber das ist dann Geschmacksache. Ebenso wie die Sache mit den Stützelkos an den Endstufenplatinen. Manche mögen sie nicht, weil die Endstufe danach präziser wird (was wir inzwischen durch Reinhard's Simulationen auch nachvollziehen konnten, nicht nur hören), andere finden das authentischer. Eine Pauke ist nicht weich, eine Trompete ist nicht soft, eine BigBand haut ordentlich rein ...

      Aber ich kenne die Canton auch nicht. Kann auch daran liegen. Ich höre mit Dynaudio und ähnlichen Boxen, die den Endstufen viel abverlangen. Als Vergleich eine Endstufe von Horch --- die ist gnadenlos ehrlich, entlarvt jede Abweichung sofort. Und wenn man mal Leistung braucht (Paukenschlag ...), dann kommt die auch. Mit den revidierten Saba Geräten kommt man da relativ nahe dran --- näher jedenfalls als mit vielen anderen Geräten aus der Zeit. Aber weich ist es dann nimmer ...

      Würde übrigens (falls noch nicht getan) unbedingt zur Nachrüstung des R-L-Gliedes im Ausgang raten. Ist alles in Achim's Thread zum 9241 beschrieben ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Hängt natürlich auch sehr von der Raumakustik ab.

      Richtig ist, dass Canton Ergo (ich selbst habe die 22DC) schon sehr bassbetont sind (aus diesem Grund musste ich an der Loudness-Abstimmung des SABA 8080 eine Änderung machen, um sie dort abzumildern). Den Saba 9241 kann ich an diesen Boxen auch nur mit zurückgestelltem Pegelschalter (wenigstens -1, meist -2) hören, sonst ist bei mir der Bass auch zu heftig, wenn Loudness aktiv ist. Der Lautstärkeregler bietet sonst auch nicht genug Spielraum/Einstell-Feinheit nach unten. Wegen des hohen Wirkungsgrads der Boxen, hat man sonst Mühe eine angenehme Einstellung zu finden.

      Ich kann deshalb gut verstehen, was Mia meint. Es ist immer die beste Bestückung, die bei den individuellen Hörbedingungen und Geschmack am besten gefällt.

      Sicher ist, dass die Kapazitätsvergrösserung von C1116 wirklich nur die Bass-Eckfrequenz etwas weiter zu tiefer Frequenz verschiebt, es gibt keine sonstige Verformung des Amplitudenfrequenzgangs dadurch. Ob die Lautstärke dadurch auch noch etwas zunimmt, habe ich nicht überprüft. Wäre das der Fall, kann es aber nur wenig sein. Aber im Bassbereich mit Boxen wie Canton Ergo und in einem Raum, der vielleicht am Hörplatz auch noch eine Bassbetonung (stehende Welle, Raummode, Interferenzmaximum) hat, ist das dann u.U. zu viel. Wenn man dann Lautstärke zurückdreht, handelt man sich dadurch eine relativ grössere Bass- und Höhenanhebung ein. Kann sein, dass mehr Höhen dann zu einem Klang in Richtung "hart" führt. Das ist der Grund, warum ich in diesem Fall nicht am Lautstärkesteller den Ausgangspegel zurücknehme sondern am Pegelsteller.

      Mia, wenn Dir die Originalbestückung am besten gefällt, kann man nichts dagegen sagen.
      Wenn Michael den etwas erweiterten Bassbereich durch vergrösserten C1116 bevorzugt, ist das auch nicht falsch.

      Unterschiedliche Räume, Reflexionen, Hörplätze, Boxencharakteristik,....!
      Deshalb ist für mich möglichst vielseitige Klangregelmöglichkeit unumgänglich. Mit Hai-End ohne Bass- und Höhenregler und ohne Loudness bzw. ohne variable Einsatzpunkte von Bass- und Höhenreglern könnte ich selbst wohl nicht glücklich werden.

      Aber auch da gilt bedingungslos: "Jedem Tierchen sein Pläsierchen." Dogma ist dort fehl am Platz.

      Reinhard
      Moin Reinhard,

      die Lautstaerke kann bei intaktem Elko durch die Veraenderung des Wertes nicht zunehmen. Wenn doch, dann laege irgendwo noch ein Fehler vor ... ich habe das damals nur probiert (und sehr genau vergleichgehoert), weil 22 uF rechnerisch etwas knapp ist, und die Elkos eh meist mehr Kapazitaet hatten (so noch in Ordnung). Man kann die hoehere Eckfrequenz besser finden --- ich bevorzuge in der Tat die tiefere Variante, auch wegen der dann etwas geringeren Phasendrehungen (daher nehme ich inzwischen sogar gerne 68 oder sogar 100 uF an der Stelle, immer gebrueckt mit einem 1 uF Wima MKS 2, Version 100 V).

      Boxen spielen in der Tat eine grosse Rolle. Canton war dabei nicht unbedingt mein Favorit in der Vergangenheit, vielleicht lag's an der von Dir genannten Bassbetonung. Aber bei mir auch daran, dass ich mit den Exemplaren, die ich mir mal geliehen hatte, einfach die raeumliche Abbildung und Staffelung von Choeren nicht hinbekommen habe -- was mit meinen Dynaudio Special 25 ohne Probleme geht. Nach einigen Sitzungen in Tonstudios, und der einen oder anderen Erfahrung bei der Aufnahme eines Chores in Zweimikrofon-Technik, habe ich dann bestimmte Anforderungen gestellt ...

      Das ist uebrigens auch der Grund, warum ich persoenlich die 92xx mit den vielen Elkos im Signalweg nicht akzeptieren kann, da fehlt mir einfach eine Stufe Transparenz (im Sinne von Hoerbarkeit von Details etc.) im Vergleich zu der Alternative mit den MKS 2 im Signal. Bevor man kritisch vergleicht, sollte man allerdings alles eine Weile laufen lassen. An vielen Stellen sind allerdings die Folien-Cs auch wiederum nicht von Vorteil, und ein guter Elko oder Tantal ist anzuraten (sowie preiswerter und kleiner).

      Besten Gruss,

      Michael
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