Stelltrafo gebaut!

      Hallo Zusammen,

      nach langer Abstinenz aufgrund von Schule und unglaublich vielen Geburtstagsfeiern dieses Jahr, in dem bei mir ein Achtzehnter Geburtstag den anderen jagt, bin ich wieder zurück. Ich hoffe mal, ihr freut euch darüber genauso so stark wie ich und ich kann es einrichten, dass ich wieder öfter reinschaue.

      Naja, zum Thema: Ich habe im März einen Regeltrafo von "Schuntermann und Bennighoven" für 60€ gekauft und wie ich denke dabei ein Schnäppchen gemacht.
      Der Trafo ist regelbar von 0-250V bei einer Eingangsspannung von 220V und einer Frequenz von 50-400Hz, dürfte also heute bis knapp über 260V regelbar sein.
      Er ist belastbar bis 6,3A, was knapp 1500W entspricht und ür Radioreparaturen demnach vollständig ausreicht.



      Das passende Gehäuse wollten mein Vater und ich zuerst selbst bauen. Da das ganze dann wohl ziemlich windschief geworden wäre, haben wir diese Idee allerdings schnell wieder verworfen und uns für eine fertige Buchen-Holzbox aus der BayWa für knapp 18€ entschieden.

      In diese wurden dann der Trafo, ein Zeigerinstrument für die Spannung, ein Zeigerinstrument für die Stromstärke und eine Steckdose eingebaut.
      Das fertige Gerät sieht so aus:







      Es fehlen nun noch ein Schalter, für den über der Steckdose Platz gelassen wurde, sowie eventuell ein Kontrolllämpchen.
      Auch ein Trenntrafo ist noch nicht vorhanden. Dieser wird dann entweder direkt in der Box Platziert, oder als "Vorschaltgerät" in eine ähnliche Box verfrachtet.

      So, und jetzt wünsche ich euch allen erstmal nachträglich von ganzem Herzen Frohe Weihnachten und natürlich schonmal einen Guten Rutsch ins neue Jahr!
      Gruß Alex
      Hallo Alex,

      die "fetten" Regeltrafos in der Sparausführung sind auch mit hoher Leistung bereits relativ günstig zu kaufen.

      Wie du schon schreibst, fehlt dir immer noch der Trenntrafo. Und da wirds richtig teuer !!

      Ich habe auch einen 2 kVA Stelltrafo, den ich über einen Strombegrenzer einschalten muss, da mir sonst ständig der Sicherungsautomat auslöst. Dahinter sitzt dann ein 0,5 kVA Trenntrafo - der kostete das Dreifache vom Spartrafo.

      Gruß, Dieter
      Hallo Dieter,

      Andreas gab mir einmal den Tipp, einen derartigen Trenntrafo selbst zu bauen aus zwei Ringkerntrafos. Die Spannungen sind dabei ja in einem gewissen Rahmen absolut egal, wenn man die Wicklungen entsprechend verbindet.

      Vorerst werde ich allerdings wirklich ohne auskommen müssen und dementsprechend gut auspassen bei der Verwendung des Regeltrafos.

      Wäre es hierbei sinnvoll den Schutzleiter zur Steckdose am Trafo durchzuschleifen?
      Gruß Alex
      Hallo Alex,

      das kommt darauf an, was du anschließen möchtest.

      Sind es "nur" Röhrenradios mit 2-poligem Kabel, dann brauchst du keine Schutzerde. Immer dann, wenn das anzuschließende Gerät 3-polig verbunden ist, macht es Sinn, Schutzerde zu haben.

      Nun kannst ja erst mal deine Probanden sanft hochfahren, mit Allstromgeräten heißt es aber immer noch "Achtung !!"

      Gruß, Dieter

      P.S.: Kleine Verbesserungsvorschläge: Ich würde das goldene Nachttischlampenkabel gegen ein Gummikabel mit 3 x 1,5 qmm ersetzen, für eine Zugentlastung sorgen und dem Gerät neben dem geplanten (2 !! - poligen) Schalter noch eine eigene Feinsicherung im Schraubhalter mit 6,3 AT gönnen.
      Sieht hübsch aus!

      Trenntrafos bekommt man manchmal recht günstig in der E-Bucht. Als die Amis noch hier waren, brauchten die Trafos für 220 Volt auf 110 Volt, da ist manches Schnäppchen möglich. Nicht selten war primär 220 Volt und sekundär zweimal 110 Volt, dann parallel. So ein Trafo ist prinzipiell geeignet, man schließt dann die beiden Wicklungen 110 Volt in Serie an. Bitte aufpassen, die Amis benutzten auch Vorschalttrafos in der Version Spartrafo, also keine getrennten Wicklungen.
      Teilweise bekommt man recht günstig Ringkerntrafos für 12 Volt Halogen, im Link ein Beispiel:
      http://www.pollin.de/shop/suchergebnis.html?S_TEXT=300407&log=internal
      Nimmt man zwei davon und verbindet die Sekundärwicklungen, entspricht das dem Tip, den ich mal gab. Auf der sicheren Seite ist man natürlich, wenn man sich einen echten Trenntrafo besorgt, der entsprechend geprüft ist, extra dafür hergestellt.
      Nach VDE darf man bei Geräten mit Schuko den Schutzleiter nicht unterbrechen, außer es herrscht wirklich Netztrennung, was ja momentan mit dem Spartrafo nicht gegeben ist. Was Bastler eigenverantwortlich machen, ist eine andere Sache...
      Das mit dem Holzgehäuse war nicht die beste Idee. Holz ist relativ schlecht wärmeleitend, vermutlich auch nach VDE nicht wirklich für Elektroinstallation zugelassen. Einem Wärmestau im geschlossenen Holzgehäuse kann man entgegentreten, wenn man sich als Vorbild alte Röhrenradios nimmt. Meist haben sie eine gelochte Bodenplatte und eine gelochte Rückwand, ermöglicht Luftzirkulation.
      Würde ich aktuell einen Regeltrenntransformator bauen wollen, würde ich ein Metallgehäuse nehmen, was mit dem Schutzleiter verbunden ist. Schwierig ist es, nach regelgerechter Netztrennung geeignete Steckdosen zu finden, die zugelassen sind aber nicht Schuko, auch geeignet für die alten komplett runden Netzstecker ohne Schutzkontakt.

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hallo,

      nachdem Weihnachten gut hinter uns liegt geht es weiter.

      Auch ich habe mir endlich vor einigen Monaten einen Trennstelltrafo zugelegt, Typ TST280/1.



      Der liefert 1 A, also für mein Hobby ausreichend und nicht zu groß, passt noch auf den Arbeitstisch.
      Wurde gebaut in der ehemaligen DDR, zu finden ist sowas in der von uns häufig geschmähten Bucht.

      Die Instrumente haben das übliche Maß von 72 mal 72 mm. da gibt es auch heute noch genügend Ersatz, wer das möchte. Bei meinem Exemplar war der Kippschalter defekt, aber auch hier war Ersatz kein Problem.

      Das Geld dafür habe ich gerne ausgegeben. Ein Trennstelltrafo erweitert die Möglichkeiten dramatisch und senkt das Risiko eines Stromunfalles ebenso dramatisch.

      Und wer jetzt genau das Foto anschaut, ja, das steht nur "Stelltrafo", aber er trennt, ich habe es nachgemessen: keine galvanische Verbindung zwischen Primär- und Sekundärkreis. Dazu innen sauber aufgebaut, so wie ich das erwarte.


      Gruß aus Franken