Saba Radio Clock Automatic H

      Hallo allerseits :)
      Bevor ich beginne, ein Dankeschön an Yüksel für das Service Manual.

      Joa, folgendes ist am Donnerstag zu mir gekommen:



      Das waren die Fotos des Verkäufers, dass es viel zu reinigen geben würde und der Knopf zum Einstellen der Abschaltzeit fehlt, das war klar.
      Beim Auspacken allerdings der erste Schreck, hier mal grafisch bearbeitet, so sah es in meinen Augen aus :grins:



      Ok, Deckel ab, die Metalteile gschwind entfernt und ran an die Steckdose.
      Postitiv: DIe Uhr läuft, nach den ersten Sekunden sogar fast lautlos, sehr gut.
      Negativ: Der Empfang ist in Ordnung, allerdings nicht wie man es bei Saba gewohnt ist.
      Der Lautsprecher hat gescheppert und auch war ein deutlicher Brumm vorhanden, die Siebelkos sind wahrscheinlich deutlich über Verfallsdatum.

      Als nächstes hatte ich mir den Deckel mal genauer angesehen, aha, da kommt die Mutter also her.
      Die Mutter hatte sich von der Befestigung des Lautsprechers gelöst, wie das geschehen konnte ist mir allerdings unklar, Mutter und Gewindestange sind unbeschädigt.




      Nun hatte ich das Radio komplett zerlegt und das Gehäuse durfte ein Bad nehmen.
      Ich nehme gerne einen etwas größeren Eimer mit heißem Wasser und einer kleinen Menge Flüssigwaschmittel.
      Danach kommt eine alte Zahnbürste zum Einsatz, sollte nun tatsächlich noch etwas übrig sein, so verwende ich vorsichtig die Ecke eines Schmutzradierers.

      Zwischenzeitlich, wärend das Gehäuse im Bad beschäftigt gewesen ist, konnte ich mich dem Lautsprecher widmen.
      Mit Borstenpinsel und gedrosseltem Staubsauger wurden die Unmengen an Staub entfernt.
      Habe den Lautsprecher dann an meinem MI 212 getestet, Diagnose: Schrott.
      Der Lautsprecher scheppert weiterhin, das obwohl die Schwingspule sich relativ frei im Luftspalt bewegen lässt, allerdings sind in Sicke und Membran einige Löcher und Risse vorhanden.

      Eine Reparatur des Lautsprechers ist meiner Meinung nach aussichtlos wie Stalingrad,
      woher soll ich für einen japanischen, ovalen NoName LS auch Zentrierspinne und Sicke bekommen...

      Nach einem passenden Ersatz habe ich mal bei Visaton gesucht, es soll ein SC 5.9 OM werden.
      Er ist ein bisschen kleiner als der defekte Lautsprecher, allerdings ist der Magnet ein bisschen größer, ich hoffe dass es passen wird.
      Die Resonanzfrequenz liegt bei tiefen 170 Hz, das Volumen ist definiert und der Frequenzgang schaut nicht ganz so übel aus - das gefällt mir.

      2 Schrauben des Gehäuses hatten Flugrost, da hilft ein Hausmittel:
      Die Schrauben einfach für 48 Stunden in ein Glas voller Zitronensaft legen, der Rost ist dann restlos von der Schraube gelöst ;)

      Nach der Reinigung sah das Gehäuse wie folgt aus, ich denke dass man damit arbeiten kann:



      Die Schrift habe ich, so wie Yüksel auch, mit einem Edding aufgebracht.
      Die seitliche Beschriftung ist zum Glück noch so gut wie neu, stark vergibt ist das Gehäuse auch nicht.

      Die Beleuchtung der Skala ist defekt, da ich keinen passenden Ersatz für das Birnchen finden konnte, möchte ich sie gegen eine LED austauschen.
      Ich hab mir im Netz mal die Farbtemperaturen "golden" und "warmwhite" geordert, bin mal gespannt was einer Glühlampe am nähsten kommt.

      Die kommenden Tage werden die Elkos getauscht, ich hoffe dass dann der Brumm weg ist und auch der Empfang besser wird.

      Solle der schlechte Empfang nicht an der fehlenden Siebung liegen, bleibt IMHO nur der CS9016G als Übeltäter.
      Ich habe das ganze Netz auf den Kopf gestellt, für den oben genannten Transistor finde ich keinen Ersatz, könnte der schlechte Empfang auch andere Gründe haben?

      Ach ja: Die Zenerdiode (D606, 1N753A) an der Skalenbeleuchtung sieht nicht mehr gut aus, sie ist völlig deformiert und verrostet, was kann ich als Ersatz nehmen?

      Freue mich auf eure Tips, Ratschläge und Ideen (auch gerne bzgl. des Lautsprechers)
      Gruß Oskar
      Hallo Oskar,

      der Grund für das Abfallen der Befestigungsmutter des Lautsprechers dürfte in der jahrelangen Vibration zu suchen sein. So kann sich die Mutter ganz langsam lösen, bis sie irgendwann herabfällt.

      Eigentlich sollte dort an jeder Schraube eine Sicherung mit Lack oder Kleber vorhanden sein.

      Diese Radiowecker waren, wie man sieht, "Made in Japan". Da ist bei derlei Kleingeräten aus dieser Zeit immer mit Einschränkungen bei der Verarbeitungsqualität zu rechnen.
      Achim
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