SABA Ultra HiFi 9080

      Hallo SABA Freunde,

      eine mir bisher noch Unbekannte steht seit gestern bei mir: der 9080 Receiver von 1976 zusammen mit den dazu verkauften Boxen SABA HiFi Box 45.

      Diese Kombi ist irgendwie ein kleiner Geheimtipp - ein Receiver ohne großen Schnickschnack mit fantastischen Empfangseigenschaften, sehr wirkungsvollen Klanregeleinstellern, einer gut abgestimmten Loudness-Schaltung und einem 5-fach Preomat - was will man mehr ?

      Wenngleich die Leistung eher Mittelmaß ist, reicht sie doch tüchtig für eine Pink Floyd LP habe ich festgestellt...

      Man will ja keinen Fußballplatz beschallen !

      Die Boxen mit 2-Wege-Bestückung harmonieren perfekt mit dem Gerät, sowohl klanglich wie auch leistungsmäßig. Ich habe zum Vergleich direkt im gleichen Raum einen 9241 mit den 1200er Boxen - gut, von der Leistung abgesehen fehlt es am Klang für meine fliegergeschädigten Ohren an nichts.

      Bisher habe ich noch keine revisionsverdächtigen Teile gefunden...






      Gruß, Dieter
      Ja, das waren trotz eines gewissen "Plastik Charmes" richtig gute Geräte, wie auch die Kompaktanlagen aus der Zeit. Die Leistung ist doch für normales Hören auch bei diesen Geräten völlig ausreichend. Und es gibt immer noch die Möglichkeit wirkungsgrad-starke Boxen anzuschließen.

      Das mit dem Empfang ist mir auch immer wieder aufgefallen, die Geräte aus der Mitte der 70er bis in die anfänglichen 80er waren wohl hier ausgereift, es kamen dann noch Verbesserungen an den Tunern, klar, aber man bekam schon Mittelklasse-Geräte mit einem tollen Empfang.
      Gruß, Gunnar
      Der dunkle Ring ist die Tränkung zur Stabilisierung der Papiermembran. Vielleicht ist ein Baß mal erneuert worden? Oder haben die Boxen weit auseinanderliegende Seriennummern?
      Hast Du die Kondensatoren der Weiche schon angeschaut? Ersatz durch hochwertige MKP wirkt meist Wunder!
      Gruß Heino - der Unkaputtbare
      Hi Dieter,

      ich nehme an, dass in der Weiche bipolare Elkos drin sind -- die sind schon alt,
      und haben sicher keine gute Daten mehr. Heino hat also absolut recht -- das
      lohnt sich zu pruefen, und ggf. zu tauschen. Ein MKP guter Qualitaet entfernt
      meist einen "Schleier" im Klangbild, wie man nach dem Umbau gut hoeren kann.

      Kurzum: von "close to perfect" ganz klar nach "closer to perfect" ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Wobei ich auf jeden Fall den Elko im Signalweg zum Hochtöner (wenn es ein Elko ist) ersetzen würde. Der parallel zum TT ist da nicht so schädlich. Besser ist es auch ihn zu tauschen, aber bei dem im Hochton-Zweig sollte man auch mit "fleigergeschädigten Ohren" auch gleich einen Unterschied hören.
      Aber sonst sind die Boxen schon schick, der TT mit langzeitstabiler Gummisicke - und die Hochtöner halten auch heute noch mit etlichen modernen Typen mit.
      Gruß, Gunnar
      Genauso hatte ich es gemeint - aber erstmal nachschauen, was da drin steckt.
      Berücksichtigen muß man bei einem Tausch allerdings, daß neue Kondensatoren besonders im HT-Bereich nach dem Tausch eine "Einspielzeit" benötigen. Das< ist kein Voodoo sondern einfach eine Erfahrung. Erst nach etwa 20 Betriebsstunden erreichen sie ihre wahre Leistungsfähigkeit.
      Gruß Heino - der Unkaputtbare
      Das sieht nach einer 12 dB Weiche aus. Der Elko oben rechts im Bild
      waere also in Reihe mit dem HT, den sollte man in MKP waehlen. Evtl.
      den Widerstand durch einen induktionsarmen ersetzen.

      Der andere Elko ist vermutlich zum TT parallel, und da hat Gunnar natuerlich
      recht, dass der weniger kritisch ist. Hier reicht also meist auch ein guter
      MKT Typ, aber den Elko wuerde ich dennoch tauschen.

      Bei der Gelegenheit mal gut nachloeten, die Loetstellen sehen nicht mehr
      besonders vertrauenserweckend aus ...


      Bin gespannt, was am Ende rauskommt. Und etwas Zeit geben, Heino hat
      recht mit dem Einspieleffekt. Man kann das etwas beschleunigen, wenn man
      die neuen Kondensatoren vorher mal ein wenig an eine Wechselspannungsquelle
      (ca. 10 Volt oder so, verschiedene Frequenzen) haengt, z.B. an einen
      Frequenzgenerator.

      Besten Gruss,

      Michael
      Hallo Dieter,

      ach sooo - nein die Induktivität stört überhaupt nicht.

      Ich habe gerade mal so einen Widerstand gemessen: 0,7µH.

      Diese Induktivität bildet irgendwo Galaxien außerhalb des Hörbereichs bei zig MHz einen Tiefpass mit 6dB / Okt.

      Ist doch gut - schützt den HT, falls die Endstufe mal in extremen Frequenzbereichen schwingen sollte ;)

      Für den Hörbereich und weit darüber hinaus völlig irrelevant.
      Achim
      Ja, Spannungsteiler ist immer besser als nur ein Widerstand in Reihe. Aber ich würde hier nichts anpassen, der Entwickler hat sicherlich beim Entwurf der Weiche den Gesamtwiderstand Hochtöner + 1R einkalkuliert.
      Wird der LAstwiderstand verändert, ändert sich auch natürlich die Filterkennlinie.

      Aber die Weiche ist sowieso sehr einfach aufgebaut. Keine Kompensation des Induktivitätsanstiegs der TT-Schwingspule, da wird die Kennlinie des Hochpasses sowieso "verbogen". Das macht hier sicherlich nicht allzuviel aus, ich würde die Weiche bis auf den Einbau der Kondensatoren unverändert lassen. Entscheidend ist der Klang. Manche "High-Endigen" Boxen mit lineal-glatten Frequenzgängen und idealem Abstrahlverhalten klingen mitunter - ich sag mal, "Gewöhnungsbedürftig"...

      Dann lieber eine richtig angenehm klingende Box, und wie Achim schon geschrieben hatte, mit einer leichten Anhebung zw. 7 und 15 KHz eher frisch abgestimmte Box.
      Gruß, Gunnar
      Widerstand und Induktion.

      Bei Audio ist die Induktivität eines Drahtwiderstands eher uninteressant, wie Achim schon schrieb. Interessant wird es ab etwa 3 Potenzen höher in der Frequenz, MHz. Noch nicht bei mir auf der Homepage, ich habe auch schon eine Dummyload 50 Ω mehrere 100 Watt für Kurzwelle mit üblichen Zementwiderständen, Drahtwendel, gebaut.
      Faustformel, 1 m Draht, allerdings nicht eng gewickelt, ergibt was in der Gegend 1 µH. Bei richtig HF setze ich bei einem geraden Leiter (Anschlussbein eines Halbleiters) 1 nH pro mm Anschlusslänge an. Übliche Induktivitäten bei Audiofrequenzweichen sind im Bereich mH anzusiedeln.

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com