Pünktlich vor den Feiertagen...

      Jogi,

      da haben wir's -- natuerlich habe ich das auch erst gar nicht geglaubt ...
      aber ich bin mir sicher, dass den meisten Normalnutzern dieser Unfug mit
      der Luegleistung (guter Begiff) nicht klar ist ...

      Aber es ist auch nicht leicht, dagegen vorzugehen. Da bei uns ja (wie in
      den meisten anderen Laendern auch) Vertrieb und Verkauf vor Entwicklung
      gehen, und die allermeisten Verkaeufer sich nicht um die genauen Inhalte
      scheren, ist die Massenware immer eine, die auf Luegleistung beruht ... das
      war vermutlich (ein wenig) schon immer so, aber es ist nach meiner Wahrnehmung
      deutlich schlimmer geworden.

      Ein Geraet wie ein 92xx Receiver kann heute ja nur noch als Nischenprodukt gebaut
      werden, aber keinesfalls mehr als Seriengeraet in hoher Stueckzahl -- einfach zu
      schwer. Da kostet dann die Ruecklage mehr als die Fertigung der alternativen
      Schrottreceiver aus dubioser Fertigung ... oder analog bei anderen Geraeten, um
      es unabhaengig vom Medium UKW zumachen. Da will man uns ja auch dauernd klarmachen,
      dass es doch viel bessere Alternativen gebe ... wobei man hier gaebe sagen muesste,
      denn es ist Irrealis, weil man die Entwickler ja an die Kette des Kommerz legt in einem
      Masse, wie es frueher nicht der Fall war. Ich kennzeichne das jetzt mal als meine
      persoenliche Meinung ...


      Besten Gruss,

      Michael
      Irgendwann einmal, vor einer halben Ewigkeit, viele der heute lebenden und maßgeblichen Generationen waren da noch in der Ursuppe oder wo auch immer, war der deutsche Kunde als einer der anspruchsvollsten überhaupt bekannt.
      Den Rest der Moritat kennen wir hier alle, ich bin zu faul es weiter auszuführen ;)

      Manchmal frage ich mich wohin wir noch sinken wollen, alle Böden nach unten sind bereits durchstoßen, wir dümpeln auf der siebten Sohle und sinken täglich tiefer ein in den Sumpf von Verkommenheit und Niveaulosigkeit.
      Und all der billige Me**am**kt-Müll sinkt uns voran.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Hallo da es sich hier bissle um PC geht sauberkeit Netzteil,diesen Dell habe ich vom Kumpel bekommen soll doch mal nach schauen.Na das Netzteil werde ich noch auf machen und schön erst mal sauber saugen Grins.
      Gruss uwe


      Hier das Netzteil noch zu.



      Und dan brachte er noch dieses Dual Tonbandgerät TG 14 4Spur Mono mit RÖHREN!! noch gar nicht reingeschaut und angestöpselt.




      http://www.dual-plattenspieler.de/galerie/audiogeraete/tonbandgeraete-ctg/tg14.html
      Hallo Uwe,

      viel Spaß - die Dell Spitzbuben verbauen proprietäre Netzteile. Da ist nix mit einfach ersetzen. Vielleicht hilft eine gründliche Reinigung.

      Als Ersatz für das Be Quiet habe ich jetzt ein hier noch neu herumliegendes Antec 550W Modell eingebaut. Auch bei Antec bekommt man nur das, wofür man bezahlt. Es ist ein unauffälliges Consumer Netzteil der oberen Mittelklasse, gebaut vom OEM SeaSonic:



      Schauen wir auf die Siebelkos im Sekundärteil:



      Hier handelt es sich um die RLX Serie von OST, einem Taiwanesischen Hersteller. Sie werden im Datenblatt als "Ultra Low ESR" geführt. Ich gehe davon aus, dass diese Kondensatoren keine "Bad Caps" aber auch keine Markenware sind und nur eine beschränkte Lebensdauer haben (2000h @ 105° lt. Datenblatt). Also vergleichbar mit den "TK" im Be Quiet - die auch von OST Taiwan hergestellt werden.

      Auf dem Mainboard (von 2006) des Rechners ist jedenfalls nicht mit Polymer Elkos und Rubycons gegeizt worden. Aber da habe ich auch selbst ausgesucht :)



      Das gezeigte ANTEC Netzteil bleibt jetzt erst einmal eingebaut, bis sich etwas Passenderes findet.
      Das Problem ist: Ich möchte hier Stabilität, Haltbarkeit und Qualität bei Verarbeitung und Bauteilen haben, verbunden mit geringer Geräuschentwicklung. Hohe Leistung wird hier nicht benötigt.
      Nun sind oft gerade die Netzteile mit Leistungen um die 1KW besonders gut verarbeitet (siehe oben), aber bei einer Auslastung von 10% im Betrieb, wie es hier der Fall wäre, geht die Effizienz in den Keller.
      Ein Netzteil, das hier genau passt und Qualität fürs Geld bietet, muss erst einmal gefunden werden.
      Ich habe auch gar keine Lust mehr, mich nach Jahren bei einem Defekt, wenn ich das NT das erste Mal von innen sehe, über die suboptimale Qualität zu ärgern.
      Achim
      Das mit Dell kann ich bestätigen... In jeder Baureihe ein eigenes selbstgestricktes Netzteil. Aber die älteren waren noch sehr solide aufgebaut. Und interessante Lösungen haben die manchmal gehabt. Meine Precision Workstation "steht" auf dem Netzteil. Das liegt flach auf dem Boden, und wenn man genauer hinschaut, ist es offensichtlich ein nur gering mechanisch abgewandeltes Server-Netzteil von den PowerEdge Servern. Alles ziemlich solide und mir ordentlichen Komponenten gebaut, nur saugen die beiden Lüfter direkt am Boden an, wo der meiste Staub liegt... auch irgendwie keine geglückte Konstruktion, aber sie läuft bis heute gut. Man muß nur jedes Jahr einmal gründlichen "Hausputz" im Rechner machen, und die alte Kiste heizt bestialisch...
      Gruß, Gunnar
      Hallo Gunnar,

      ja, Dell hat nicht nur eigene Abmessungen bei den Netzteilen, sondern auch noch eigene, nicht normgerechte Pinbelegungen bei den Steckern.
      Ich hatte mal einen Power Edge Dual Pentium II. Ein riesiges Vieh, groß wie ein kleiner Kühlschrank mit SCSI Backplane und einem Mainboard, das fast einen m² groß war. Der hatte zwei riesige Netzteile und ich habe vergeblich tagelang versucht, die defekten Netzteile zu ersetzen.

      Aber Du hast völlig recht, f r ü h e r hat Dell, gerade in den 90ern, grundsolide Desktoprechner gebaut, gerade so, wie man es selbst macht.
      Das war aber mit fortschreitendem Preisverfall auf den IT-Märkten bald vorbei. Zuerst wurde der einst gute Service demontiert, dann heftigst am Material gespart, um überhaupt noch Renditen erwirtschaften zu können.
      Gerade in den USA hat Dell als Retailversender mit fast ausschließlich Privatkundschaft nicht das Polster aus dem Businessbereich wie IBM oder HP.
      Inzwischen ist Dell trotz Michael Dells Rückkehr längst in der Versenkung verschwunden und wird auch dort bleiben.
      Achim
      Spezifische Netzteile müssen ja keine schlechten Netzteile sein. Schlecht sind sie für Bastler, wegen der Beschaffung, wenn man an der Quelle sitzt kratzt das aber nicht und was nicht kaputt geht muß auch der Bastler nicht ersetzen.

      Wenn ich so zurückdenke, alle als besonders resistent gegen die üblichen Schäden bekannten Rechner hatten früher Netzteile die deutlich von den bekannten Formfaktoren abwichen. Ich mußte in all den Jahren niemals auch nur ein einziges Olivetti-Netzteil abschreiben, Compaq auch nicht. Diese Netzteile waren bei damals noch recht bescheidener Leistung regelrechte, durch den halben PC verlaufende Raummonster, und das hat ihnen wohl gut getan. Wenn die Rechner "out of date" geschrieben wurden, dann konnte man die Netzteile noch bequem entnehmen und was anderes damit basteln, wenn man wollte.

      Von den Netzteilen heute noch üblicher 08/15 Formfaktoren aus Tukkimaschissi hingegen gingen palettenweise RMAs hin und her und die waren schon nichtmal der allerbilligste Billigschrott, so wie er heute an die Selberprutscher der PC-Szene verscheuert werden, sondern in Deutschland geprüft und abgenommen und jeder Stempel darauf auf seine Richtigkeit getestet.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Zurück zum Be Quiet Patienten:

      Die Leistungshalbleiter sind inzwischen eingetroffen und am Kühlkörper montiert. Ein Klecks Pattex soll die Ferritperlen am Musizieren hindern.



      Der Ersatz der defekten Bauteile auf der Platinenoberseite ist bis auf einen Elko 68µF, den ich nicht vorrätig habe, abgeschlossen, so dass der Kühlkörper wieder eingesetzt werden kann.



      Das Hühnerfutter (1 x SMD Transistor, 2 x SMD Widerstand, 2 x Mini-Melf Diode) ist auf der Platinenprintseite eingebaut.



      Und ein Teil der Siebelkos in der sekundären Spannungserzeugung ist ebenfalls eingebaut. Es wurden nun ausschließlich Rubycon ZLH und Nichicon HW verwendet, ein Rubycon VXH als Ladeelko im Primärteil.



      Nun komme ich mit den Vorräten aus meiner Bastelkiste nicht weiter.
      Im Sekundärteil finden sich in der 3,3V, 5V und 12V Schiene "TK" Typen mit 10mm Durchmesser in 2200µF 16V und 3300µF 10V. Da finde ich auf Anhieb nur Typen mit 12,5 mm Durchmesser, für die es definitiv zu eng ist.
      Rubycon PX hätte ich, aber die sind keine ausgesprochenen Low ESR Typen, wären schlechter als die verbauten TK.
      Da muss ich noch suchen, zudem sind der 68µF und der SMD Transistor "BA" = BCW61A noch zu bestellen. (BC857A hätte ich, bin aber unsicher, ob er verwendbar wäre.)
      Achim
      Den Einbau des Kühlkörpers für den Gleichrichter fand ich dann doch ziemlich stümperhaft:



      Ästheten sind da bei Topower in der Fertigung jedenfalls nicht am Werk.
      So etwas muss nicht sein, also ausgebaut und richtig wieder zusammengebaut:



      Damit ist die Primärsektion bis auf zwei Kleinteile abgeschlossen.



      Nun zu Deiner Frage, Michael:

      Ich habe nochmals alles bei DigiKey, bei Farnell und bei Reichelt durchsucht. Keiner der Markenhersteller bietet offenbar 10mm bei 3300µF 10V an.
      Den Rubycon ZLH in 2200µF 16V und 10mm hat Fernell gelistet, alle anderen haben beim gleichen Typ 12,5mm. Das kann halt auch ein Druckfehler sein. Man bestellt und bekommt das, was man schon hatte :(
      Bei den Hong Kong Versendern bin ich auch misstrauisch. Womöglich sind es gefälschte Elkos. Ich hatte das mal bei Rubycon MBZ, die (leider) schon lange nicht mehr produziert werden. Endlich hatte ich noch ein Angebot gefunden - Counterfeit!

      Jetzt mache ich mal eine Versuchsreihe. Alle Messungen im seriellen Schwingkreis mit f=100Hz



      Oben der "TK": 3080 µF ESR 0,04 Ohm
      rechts der "Nichicon HW": 3182 µF ESR 0,03 Ohm
      und unten der "Rubycon PX": 3180 µF ESR 0,08

      Dasselbe Spiel für die 2200µF 16V:

      "TK": 1904 µF ESR 0,05 Ohm
      "Nichicon HW": 2271 µF ESR 0,04 Ohm
      "Rubycon PX": 2010 µF ESR 0,08 Ohm

      Tja, der Rubycon PX passt, ist aber technisch für diesen Zweck nicht optimal, der Nichicon HW ist ein hervorragender Elko für PSUs und Mainboards, passt aber hier nur mit brutalen Hammerschlägen in die Lücken und der Taiwanesische TK sieht eigentlich blendend aus, ist aber gebraucht.
      Wie man so liest liegt die Zeit, in der TK große Probleme machten aber vor 2007. Zudem liegen die Sekundärelkos, um die es jetzt noch geht, im kühlen Bereich. Man könnte sie also lassen, auch wenn mir das widerstrebt. Aber ich bekomme dann sicher ein Lob von Jogi ;)
      Achim
      Hallo Michael,

      das dicke Problem werden letztlich die 3300µF 10V in 10mm sein.
      Ich habe mir heute bei einer Bestellung mal die "Panasonic FK" 2200µF, 16V, 10mm mitbestellt und gleichzeitig auch 68µF.
      Dazu dann noch den fehlenden Transistor.

      Der SMD-Code "BA" ist ja der BCW61A, den hat auch niemand am Lager, aber laut Infineon Datenblatt ist der BCX71 identisch bis auf eine höhere Uce von 45 statt 32V.

      Da muss man alles doppelt und dreifach überprüfen. Wenn in der Gate-Treiber-Schaltung ein Fehler ist, macht es kurz "zzzzzzipp" und der ganze Rammel schlägt wieder von vorne bis hinten durch.

      Ich bin ja mal gespannt, was beim ersten Einschalten passiert...

      Heute habe ich spaßeshalber mal in die bei mir im Keller lagernden ATX Netzteile hineingeschaut.. Da braucht man eiserne Nerven. Nach unten gibt es kein Limit, was miserable Qualität angeht. Das hier gezeigte Be Quiet hebt sich gegen die überwiegende Mehrzahl der Consumermodelle sehr positiv ab. Wenn dann noch hochwertige Markenelkos verwendet worden wären, hätte man ein wirklich ordentliches und leises Netzteil. Aber dafür hat das Budget dann wohl doch nicht gereicht.
      Aber das wird ja jetzt nachgeholt.

      Die alten AT Netzteile, die Jogi oben angesprochen hat, hatte ich damals schon lieben gelernt. Meist hatten sie 150 - 200W, selten mehr. Es gab die kleinen Modelle mit den bis heute üblichen Abmessungen und es gab für Big Tower eine fast würfelförmige große Ausführung.
      Da gab es ohnehin wenig Verlustwärme und die wurde vorbildlich abgeführt. Die Gehäuse waren oft dick vernickelt, ein renommierter Hersteller war damals schon Seasonic.
      Achim
      Hallo Reinhard,

      ja wenn ein einzelner Elko zu groß wäre, könnte man ihn schon notfalls irgendwie hochsetzen. Hier stehen die DInger dicht an dicht, umgeben von unnachgiebigen Bauteilen, so dass schon die originalen 10mm Elkos aneinander reiben. Es ist extremst eng.

      Damals gab es noch verbreitet Bauformen, die sehr dünn (8mm bzw. 10mm) waren, dafür ziemlich hoch (30mm und mehr).
      Das macht aus irgendwelchen Gründen heute kein Hersteller mehr.

      Funktionieren wird das Netzteil auch mit den PX. Die Restwelligkeit wird dann allerdings höher und die Erwärmung der Elkos stärker sein.

      Ulkigerweise haben die originalen "TK" sehr gute Werte - sogar nach 7 Jahren noch.
      Achim
      Hallo Reinhard,

      TK ist zwar eine Firma mit Sitz in Japan, aber ich habe verschiedentlich gelesen, dass sie nur Elkos von OST (Taiwan) zukaufen und umlabeln.
      Messtechnisch sind die hier vorliegenden TKs jedenfalls einwandfrei und das nach 7 Jahren Betrieb.

      Hier ist übrigens ein hochinteressanter Thread über die TK Audio-Elkos "Jovial".

      http://www.audiokarma.org/forums/showthread.php?t=495059

      Das sieht nicht berauschend aus, kein Wunder bei der winzigen Größe - da ist sie wieder, die Physik ;)
      Achim
      Hi Achim,

      ich druecke die Daumen -- aber beim 3300 habe ich sonst nichts mehr
      gefunden. Diese extrem schlanke Bauform hat m.E. eher interne Nachteile
      beim Wickelkontakt (das muss ja passen und doch fuer hoehere Stroeme
      gehen), und fuer das HF-Verhalten ist es auch eher nicht foerderlich.

      Dass es die aber aus chinesischer Quelle gibt, ist klar: die meisten Schaltnetzteile
      komme ja inzwischen daher, und die Chinesen kaufen keine Elkos anderswo ... also
      muessen sie die produzieren, wenn die kleine NT anbieten wollen. Die Physik ist denen
      egal ... sie wissen, dass man eine Reklamation nicht bis zu ihnen zurueckverfolgen
      kann (jedenfalls nicht im Sinne eines Regresses).

      Besten Gruss,

      Michael
      Hallo Michael und Mitleser,

      die Chinesen bieten das sicher an, die Physik können auch sie nicht überlisten, folglich kommen die Abstriche der überschlanken Bauform bzw. des eigentlich zu geringen Volumens bei der Lebensdauer und beim Temperaturbereich zum Tragen.

      Nicht umsonst finden sich auf vielen Kondensatoren keine Datumsangaben und als Hersteller taucht dann eben "JungHun" oder "FuiHui" auf. Da hat man keinen Ruf zu verlieren und kann sich aufs Geld Verdienen konzentrieren. Wenn es Probleme gibt, bleibt man im Hintergrund und ist nicht zu greifen.

      Ich habe inzwischen 2200µF 16V und 3300µF 6,3V in 10mm als Panasonic FK bekommen.
      Den 6,3V kann man in der 3,3V Schiene einsetzen. In der 5V Schiene, speziell vor der Drossel, ist es mir etwas zu knapp. Dort habe ich wieder 2 von den alten TKs eingebaut. Bis die gealtert sind, gibt es dann hoffentlich Polymerelkos kleiner Bauform für diesen Wert.

      Die Werte der Panasonic sind ausgezeichnet. Der ESR liegt im selben Bereich wie beim Nichicon HW, wobei die Panasonic tatsächlich ihre Nennkapazität einhalten, ja sogar geringfügig überschreiten. Sehr ordentlich.

      Ein Blick in eine typische drangvoll enge Gruppierung von Elkos und Drosseln:



      Beim Einschalten des Netzteils knallt es nicht, aber es startet auch nicht. Grund ist, dass aus dem Ansteuer-IC für die MOSFETS kein Signal kommt. Es gibt ein Signal für den Schalttransistor an Pin 11 (PWM Out) und eines für den zweiten MOSFET, der die aktive PFC regelt an Pin 12 (PFC Out).

      Nun sind die Ausgänge an Pin 11 und 12 galvanisch mit den Gate-Treiber-Schaltungen gekoppelt. Der desaströse Kurzschluss dort wird wahrscheinlich das IC beschädigt haben. Ein Blockieren durch die Schutzschaltungen wäre natürlich ebenfalls denkbar, aber ich ersetze zuerst das IC, ein CM6800 (muss ich allerdings bestellen).

      Dieses Netzteil macht es einem wirklich nicht einfach.
      Achim
      Ja Heino, wenn man immer vorher wüsste, was für eine Arbeit man sich kauft, wenn man so eine Reparatur angeht...

      Das CN6800 und seine Umgebung habe ich noch genauer unter die Lupe genommen.
      Es bekommt eine Hilfsbetriebsspannung, solange das Netzteil noch nicht arbeitet, über zwei hochohmige Widerstände in Serie und eine Z-Diode zur Stabilisierung direkt aus der gleichgerichteten Netzspannung.
      Nun hat das IC aber innerlich vom Vcc Pin (13) nach Masse (10) einen Widerstand von 8 Ohm. Es ist also defekt, sprich im Rahmen des ursprünglichen Feuerwerks infolge galvanischer Kopplung "mitgegangen".

      Hier sieht man alles auf Seite 15 ganz genau:

      http://www.champion-micro.com/datasheet/Analog%20Device/CM6800.pdf

      Ausgebaut hab ich es schon:



      Wenn ich das CM6800 habe, geht der Krimi weiter - oder das Netzteil läuft.
      Achim
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