RF- Output anzeigen

      Hallo liebe Leut! Ich habe eine technische Frage wo vermutlich die Funker aus diesem Forum am besten Auskunft geben können.
      Thema: HF-Output beim "Heimsenderlein" anzeigen und/oder regeln. Ich möchte keine erneute Diskussion über dürfen oder nicht dürfen in Sachen dieser Sender entfachen; hierzu gibt's mittlerweile in fast allen Foren genug Beiträge und Diskussionen.
      Ich möchte lediglich sachliche Infos zur Technik. Um so wenig wie möglich zu "stören" möchte ich die Ausgangsleistung nur so stark einstellen das gerade noch ein Empfang im Radio möglich ist. Hierzu wäre es nützlich, wenn man an einem solchen AM-Transmitter eine Anzeige (analog) anschließen könnte wo die Ausgangsleistung anzeigt. Eine Anzeige von 0-100% würde schon reichen. Poti zum regulieren der Leistung. Theoretisch müßte ein solches Instrument am Ende vor die Antennenbuchse geschaltet werden; könnte man hier mit einem Poti auch die Leistung regeln?

      Viele Grüße
      Frank
      Es toent so schoen wenn des Sabas Roehren gluehen!
      Hallo Frank, hier kommt meine erste Antwort in diesem Forum nach dem ich mich gerade angemeldet habe. Da ich mich mit Funktechnik einigermaßen auskenne und seit vielen Jahren (1979) Funkamateur bin gebe ich folgende Antwort:

      Da es sich bei den im RM.org sogenannten "Heimsenderlein" eigentlich nicht um richtige Sender handelt, sondern nur um Oszillatoren die AM-moduliert werden
      und deren HF-Leistung im unteren Milliwattbereich liegt ist eine Reglung der Ausgangsleistung nicht notwendig und der dafür erforderliche Aufwand nicht sinnvoll.
      Da man im Mittelwellenbereich eh nur mit stark verkürzten Antennen innerhalb der Wohnung arbeiten kann kommt man über die Reichweite von ein paar Metern sowieso nicht hinaus. Wem selbst dass noch zuviel ist der kann anstatt eines Drahtes eine Abschlußwiderstand mit etwa 50 Ohm an den Senderausgang anschließen und einen sehr kurzen Draht dazu verwenden der die Reichweite sicher auf weniger als einen Meter reduziert, oder z.B. ein T-Dämpfungsglied aus Widerständen an den Ausgang des "Heimsenderleins" anschließen um dass bischen Leistung das da raus kommt noch zum Großteil zu vernichten. Ich finde dass die Diskussionen über dass Thema Reichweite eines solch kleinen "Senders" total übertrieben werden, hält man die Rechweite bei ein paar Metern, was oft schon schwer zu erreichen ist wird man kaum jemanden stören und die Kontrollbehörden werden wohl auch kaum was davon mitbekommen können. Zudem muß man die Frage stellen wer außer Hobbyisten und Bastlern heute überhaupt noch Mittelwelle hört. Also wozu einige Milliwatt regelbar machen ?

      Gruß...
      Norbert
      Thema jetzt erst gesehen!

      Die Idee von Norbert ist gut, den Ausgang mit einem Widerstand abzuschließen und daran ein Stückchen Draht. Fast die komplette HF-Leistung wird im Abschlusswiderstand verheizt, nur wenig wird über den Draht echt abgestrahlt. Das schafft stabile Verhältnisse für den HF-Verstärker und die Reichweite ist in dem Fall halbwegs proportional zur Drahtlänge.

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Anmerkung

      Der Oszillatorausgang des ICs scheint 600 Ω Impedanz zu haben, nicht 50 Ω, wie häufig bei HF-Technik üblich. Ganz genau 600 Ω muss der Abschlusswiderstand nicht haben, es würde sich ein Trimmpoti 470 Ω anbieten. Eine Seite kommt an den IC-Ausgang, die andere Seite an Masse und der Schleifer ist der einstellbare Ausgang, so wie beim Lautstärkepoti.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hallo Norbert und Andreas, vielen Dank für die Infos. Es gibt ja viele verschiedene "Modelle" dieser AM-Transmitter; einige haben an der Endstufe einen Transistor andere haben direkt am IC den HF-Ausgang. So eine Lösung mit einem Poti gegen Masse hab ich schon mal gesehen, war mir aber nicht sicher ob man das auf alle Schaltungen anwenden kann. Klar hat man hier in der Regel kleine Ausgangsleistungen wo auf dem Weg zur Antenne noch einiges verloren geht. Die regelbare Ausgangsleistung wäre halt noch etwas komfortabler, da könnte man z.B. die Leistung anpassen wenn man Nachbarn in direkter Nähe hat. (Z.B. in einem großen Wohnblock)
      Aber wenn ich schon zwei Fachleute hier habe hätte ich noch eine Frage zum Thema: Im Web habe ich mal einen Umbau eines SSTran 3000 gesehen (AM-Transmitter), wo der Besitzer (ebenfalls Funker) eine Leistungsanzeige eingebaut hat. Die Ausgangsleistung wird durch eine LED-Balkenanzeige angezeigt. Wo nehme ich da das Signal für so eine Anzeige ab? Direkt am HF-Ausgang? Direkt oder über eine Schleife?

      Viele Grüße

      Frank
      Es toent so schoen wenn des Sabas Roehren gluehen!
      Die abgestrahlte Leistung kannst Du nicht sinnvoll messen.

      Der Grund ist ganz einfach, ein stark gekürzter Strahler ist eine total fehlangepasste Antenne. Du kannst jedoch die HF-Spannung am Ausgang (Poti) messen. Machst Du das halbwegs hochohmig, kannst Du direkt an den Ausgang gehen. Zum Auswerten reicht ein einfacher AM-Demodulator wie beim Detektorempfänger. An den schließt Du ein Drehspulinstrument oder eine Balkenanzeige an.
      Hier was zu Antennenimpedanzen in Abhängigkeit von der Strahlerlänge:
      http://www.dl2jas.com/antennen/antennenimpedanz/antennenimpedanz.html

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Thema: HF-output anzeigen

      Dazu noch ein Nachtrag von mir. Ein geeignetes Messgerät zum Selbstbau für einen weiteren Frequenzbereich als nur AM hatte ich einige Zeit nach den obigen Beiträgen vorgestellt:

      Ab Beitrag 21 in:
      DDS Generator zum ZF-Wobbeln

      Auf dem Foto:
      10 MHz Sinus mit 0,5 Vss = 0,177 Veff --> 0,63 mW an 50 Ohm = -2 dBm (siehe Anzeige auf dem Meter)

      saba-forum.dl2jas.com/index.ph…tachment&attachmentID=395

      Arbeitet im Bereich von ca. 500 kHz bis über 110 MHz und zeigt die Leistung an 50 Ohm Abschluss im Bereich von-75 dBm (= 40 µV) bis +17 dBm (= 1,6V) mit einer Genauigkeit von +/- 1 dBm an. Kann man über BNC-Kabel direkt an den Ausgang eines Transmitters o.ä. anschliessen. Fertig bestückte HF-Platine mit dem AD8307 Chip (und stabilisierter 5V Spannungsversorgung) bekommt man in der Bucht. Muss man nur noch in ein HF-dichtes Weissblechkästchen implantieren. Erstmals beschrieben von Wes Hayward und Bob Larkin Juni 2001, QST.

      Gruss,
      Reinhard

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