Stereo-Anzeige Freiburg 14

      Hallo an euch mit einem weiteren Problem !

      Zunächst ist mir die Funktion der EM87 Stereoanzeige nicht ganz klar. Stereo wird normalerweise ja mit "0" oder "1" angezeigt.

      Das Band zuckt während des Sendersuchlaufs wie irre, wird ein Sender gehalten (auf max. Feldstärke) verfällt es in ein blassgrünes "Rauschen".

      Ich habe keine Ahnung, was die Röhre anzeigen soll, auf Bildern sehe ich immer nur den selben Ausschlag wie bei der EM84.

      Die Stereo/Mono Taste ändert den Klang - meinem Gehör nach werden starke Sender in Stereo wiedergegeben, die Anzeige ändert sich nicht.

      Wo muss ich suchen?

      Gruß, Dieter
      Hallo Dieter,

      ich gehe mal davon aus das der Stereodecoder typ E1 eingebaut ist.

      Hier erst mal der Schaltplan:
      http://saba-forum.dl2jas.com/bildupload/FB15_ST-DEC_EI.jpg

      Wechsel erst mal die 5 Elkos, meist tut er es dann wieder.
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz
      Hallo Dieter,

      ob die 100% Schaltungstechnisch gleich sind kann in nicht sagen, von der Funktion her machen sie das Gleiche.
      Ich kann nur sagen das die Filterelemente des Typ E1 außerhalb des Kasten angeordnet sind und der Nachfolger E14 diese dann in kleinere Form im Inneren hat.
      Wie gesagt kümmere Dich zunächst mal um die Elkos, wenn´s dann ans Eingemachte geht kann Dir mit Sicherheit Hans(Decoder) unter die Arme greifen.
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      Gruß "Plastik" Franz
      Hallo Dieter,

      hier erstmal die Antwort auf deine Frage: Bei einwandfreiem Gerät kennt das Magische Band zur Stereo-Anzeige nur zwei Zustände: völlig offen = mono und völlig geschlossen = stereo. Wichter zu Fehlereinkreisung: Ist denn die Wiedergabe einer Stereosendung einwandfrei? Einwandfrei hieße: mit eindeutiger Kanaltrennung (Stereoeffekt), kaum Rauschen, keine Verzerrung.

      Dies ist erstmal zu klären vor irgendwelchen Eingriffen ins Gerät!

      Beste Grüße
      vom Klarzeichner (Stefan)
      Hallo Dieter und Mitleser,

      defekte Elkos im Decoder, ein defekter Elko am Automaticfilter...

      Man sieht, dass Elektrolytkondensatoren dieses Alters, obwohl der FB14 noch einer der jüngeren ist, nicht über jeden Zweifel erhaben sind, sondern unter einem berechtigten Verdacht stehen.
      Auch hier sind es wieder die kleinen Kapazitätswerte, nicht etwa die großen Becherelkos.
      Achim
      Hallo Achim,

      die Fehlerquote deutet in der Tat immer deutlicher auf den Elkobereich, je älter sie werden.

      Die Kondensatoren haben in ihrer Qualität zugenommen, beim FB14 gab es keine mehr zu wechseln, bei den Elkos stagnierte diese Entwicklung.

      Obwohl ich eher ein konservativer Kondensatorentauscher bin, fliegen diese jetzt doch bis auf wenige Ausnahmen aus den Geräten, selbst der optische Zustand läßt kaum Rückschlüsse auf den elektrischen zu.

      Gruß, Dieter
      Hallo Dieter,

      es stimmt zwar das die Kondensatoren ab den 12er Typen an Qualität zugenommen haben, dennoch sollte man sich nicht blind darauf verlassen.
      Kerkos und Styroflex zählen ja nicht zu den Problemtypen, aber auch dort gibt es Ausfälle zu verzeichnen, kommt gottseidank sehr selten vor.
      Bleiben wir bei den neueren Wickelkondensatoren, an bestimmten Stellen die sehr hohe Spannung führen hatte ich schon einige Ausfälle mit Kurzschluss, alte Bekannte sind, direkt hinter dem GR und jene an den Anoden der Endröhren die sich letztendlich zum AÜ-Killer entpuppten. Man sieht es ihnen nicht an, weder Risse noch haben sie gespuckt, trotzdem hatten sie vollen Kuzschluss.
      Das Gemeine an der Geschichte ist, dass sie sich weder optisch noch messtechnisch ankündigen, sondern von jetzt auf gleich ihren Dienst quitieren.

      Im Großen und Ganzen kann man sich, bis auf an den genannten Stellen, den Austausch sparen.
      Tja denkste, Arbeit gespart, Kondensatoren sind zwar besser geworden, dafür hat man an anderer Stelle jeden Menge von diesen verfluchten Kohlemassewiderstände verbaut, das steht aber auf einem anderen Blatt.
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz
      Flucht nicht zu sehr über Kohlemassewiderstände!

      Die haben auch ein paar Vorteile, gerade in der HF-Technik. So ein gepresstes Brikett ist impulsfest, hat praktisch keine parasitäre Induktivität oder Kapazität. Die dürften zumindest damals das Optimum bei solchen Anforderungen und zudem noch geringem Preis gewesen sein.
      Das als kleine Anmerkung, aufpassen, wenn man die in HF-Schaltungen wechseln will oder muss!

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hallo Andreas,

      sicher werden die Kohlemassewiderstände ihre Berechtigung in gewissen Bereichen haben, einen guten Grund für das dafür hast Du ja genannt.

      Nur findet man bei Saba in dem Bereich (HF) keine dieser Art, dafür aber um so mehr in der NF und im Bereich der Spannungsversorgung, überwiegende bei den Geräten ab Mitte der 60er, vermutlich ein Kostenfaktor.
      An anderer Stelle wurde hier im Forum ausführlich über deren Verhalten und Fehlfunktionen diskutiert, daher werden diese bei meinen Geräten alle ersetzt, das ist aber meine Meinung.
      Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle, tote Fische schwimmen mit dem Strom!

      Gruß "Plastik" Franz
      Hallo Andreas und alle anderen,

      es gab ja auch gute Kohlemassewiderstände, z.B. Allen Bradley. Jeder Tektronix-Oszi ist voll davon und funktioniert meist präzise. Hier rden wir aber von den Vitrohm-Typen. Und diese sind ja nu erwiesenermaßen Bockmist. Ich nenne sie Random Resistors. Die Verwendung hatte nur Kostengründe, die Dinger waren so billig wie sie aussehen. Saba hat sie ab ca. 1964 sehr gerne verwendet. Jene Firma also, die ständig bis zum Überdruss von Qualität redete...

      Gruß vom Klarzeichner (Stefan)
      Ja Stefan, die Saba Schwaben konnten manchmal seehr sparsam sein.
      Man sieht das auch bei den HiFi Geräten der 70er Jahre, wo eingebaut wurde, was gerade am Markt (günstig) zu bekommen war. Alles bunt gemischt, jedes Fertigungslos mit einer anderen Bauteilzusammensetzung.

      Vitrohm hat damals eine ziemlich große Werbetrommel gerührt, man war allgemein Neuem, Modernem und "der Zukunft" gegenüber positiv bis unkritisch eingestellt.

      Wenn ich in den späten 60ern in den Elektronikgeschäften meiner Wahl Widerstände kaufte, bekam ich oft ungefragt Vitrohm KoMa-Widerstände.
      Ich mochte die Dinger nicht, die Pressnaht rundrum sah billig und minderwertig aus, ich bestand auf den klassischen Bauformen. "So sehen moderne Widerstände heute aus, bald gibt es nichts anderes mehr" bekam ich zu hören. Bei mir war nichts zu machen, ich hab sie nicht gekauft. 5 oder 10 Jahre später lagen die Vitrohms dann in denselben Geschäften als Kilobeutel für ein paar Mark in der Restpostenabteilung und wurden verramscht.
      In der Tat: In England / USA gab es auch hochwertige Marken, auch in der (Röhren-) TV-Technik fanden sich bis zum Schluss in impulsbelasteten Positionen KoMa Widerstände, allerdings keine Vitrohm.
      Achim