Arbeitszeiten

      Egal wie alt ich werde, nie werde ich die Arbeitszeiten von Saba in Friedrichshafen vergessen.
      Arbeitsbeginn: 7:09 Uhr.
      Arbeitsende: 16:21 Uhr.

      Da heulten die Sirenen.
      Oben am Fenster stand Papa Stern und wusste genau wer zu spät kam. :)

      Wer sich das wohl ausgedacht hat?
      Wir lachen heute noch darüber.

      Kule
      Jaja, die alten Kapitäne hatten das Ruder noch gut in der Hand.
      Bei uns damals stand der Alte gerne gegen Feierabend, besser kurz davor, zu einer netten Plauderei direkt zwischen Stechkartenausgabe und Stechuhr. Die einzigen die sich daran vorbeit trauten ehe die Hupe ging waren wir Entwickler und die absolute obere Fleißklasse der Schufterelite der Prod. Das normale Fußvolk (nicht despektierlich gemeint) wartete bis er den Platz wechselte oder die Hupe hupte.
      Andererseits nutzten wir unsere Gleitfeierabendzeit ebenso wie benannt, wir ließen eher den Feierabend gegen Minus gleiten als die Arbeitszeit.

      Zwar war dann in der Moderne jedem die Gleitzeit und eine Magnetkarte samt Sensoren an den Zu- und Ausgängen gegönnt, aber einziger Unterschied war ja bloß das man nicht mehr so "leibhaftig" den Controllingvorgang spürte.

      Die beste Regelung diesbezüglich und sehr biorythmusfreundlich hatte ich dann in einem Entwicklungsinstitut, jeder kam und ging wann er wollte oder blieb gleich ganz zuhause und arbeitete über PC und Modem. So kam mancher Nachts wenn er einen Einfall hatte unddie Tageshektik ihn nicht stören konnte und der Nächste ging Vormittags drei Stunden im Wald spazieren damit sein Kopf wieder frei wurde.
      Täglich um 11Uhr zur Entwickler-Besprechung war dann Kernzeit, es rauchten noch nicht nur die Köpfe, der Zigarrendunst und Pfeifenrauch überdeckte dezent den stinkigen Zigarettenrauch. Das würde heute sicher anders aussehen, Biojoghurt linksdrehend und Kindchen-Päppchen statt Havanna und Borkum Riff.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
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