Philips FT-980 Tuner

      Hallo Achim,

      verzinkt wäre noch schlechter als versilbert!
      Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass Alps verzinkte Kontakte verwendet haben soll. So dusselig kann gar keiner sein. Vielleicht vernickelt?

      Die Bauart des Alps C-trimmers ist denkbar ungünstig: Unten offen! Wäre er unten verschlossen, dann wäre der Kontaktkranz geschützt. So spricht viel für Hans' These, dass flüchtige Produkte aus der Leiterplattenoberfläche den Kontakt ruinieren und dass Unterlage einer Folie günstig ist.

      Gruß
      Reinhard
      Hallo die Runde,

      den T1000 habe ich wieder auf die Seite getellt, bis sich eine gute und dauerhafte Lösung, bevorzugt mit neuen Trimmern, findet.

      Derweil mache ich beim FT-880 weiter. In die Netzteilplatine wurde nun an Stelle des Steckverbinders zum Batteriehalter der Rückwand ein Halter für eine Lithium-Zelle CR2 bestückt, verklebt und auf der Lötseite an die vorhandenen Leiterbahnen angeschlossen.



      So ist jetzt eine so kompakte wie garantiert sudelfreie Lösung am Platz.

      Nun beginnt das Umbestücken der Signalplatte. Die meisten Änderungen bzw. Ergänzungen sind im Bereich der Antenneneingänge vorzunehmen.
      Hier sah es ursprünglich, in der Bestückungsvariante für den T8200, eher kahl aus.



      Die rot umrandeten Bauteile müssen ergänzt werden, dann sollte es klappen mit der elektronischen Umschaltung der Antenneneingänge nebst Dämpfungsglied für den "Local" Eingang.



      Weiterhin sind nun schon die Koppelelkos am Eingang und an den Ausgängen des Decoders durch Folienkondensatoren ersetzt worden und die korrodierte Cynchbuchse des Audioausgangs ist einer vergoldeten Version gewichen.
      Die nächsten Anpassungen betreffen die Stromversorgung mit 2 statt mit einer Ub. Und ich will noch auf neue Steckverbinder bei den Leitungen zum Netzteil und zum Bedienteil (µPC-Board) umstellen.
      Achim

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      Die Änderungen wurden inzwischen abgeschlossen. Es ist doch eine Menge zu beachten. So gibt es Bauteile, die ergänzt werden müssen, andere müssen entfernt werden, weiterhin gibt es beim (neueren) Board des T8200 Änderungen, die bestehen bleiben können, weil sie Verbesserungen sind, sich teils auch im FT-980 finden.
      Hier eine kurze Übersicht, wo überall Änderungen erfolgten (rot) Änderungen bestehen bleiben können (grün) oder Brücken aufgetrennt werden müssen (blau).



      Den Stützelko für die Batteriespannung (47µF Standardelko) auf der Bedienteilplatine habe ich, um die Gefahr eines zu hohen Leckstroms und damit unnötig schneller Entladung der Li-Zelle zu minimieren, durch einen 15µF Tantalelko ersetzt:



      Ich habe dann noch Steckverbinder und Verbindungsleitungen ersetzt, die Lötseite gereinigt und mit SK10 veredelt



      ...dann den Signalbaustein eingebaut:



      Dann wurde das Gerät angeschlossen, eingeschaltet und - - - Stille.
      Der Suchlauf lief, hielt aber nirgends an, kein Rauschen, kein Ausschlag der Feldstärkeanzeige.
      Auf LW und MW hingegen arbeitete der Suchlauf, hielt brav an jedem Schrubber und Störsender an.
      Da fiel mir wieder ein, dass das neue Board aus einem Grundig T8200 MKII stammte, der "nicht mehr lief"!

      Kenner der Materie und Mitleser wissen schon, was jetzt kommt: Den Oszillatortrimmer etwas nach rechts und wieder zurück gedreht und die Welt ist in Ordnung.
      Und deshalb war der Grundig T8200 MKII geschlachtet worden! Ein Opfer des ALPS Trimmer-Syndroms.

      Der Batterieverseuchte Philips FT-880 jedenfalls ist so zu einer blitzblanken und wie neu aussehenden Signalplatte gekommen.

      Achim

      Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von „nightbear“ ()

      Das hoffe ich auch. Es hängt von den Trimmern ab. Den vom Osz. und vom Eingangskreis habe ich testweise mit Tuner 600 geduscht und etliche Male gedreht. Sie ließen sich dann stetig und sauber aufs Optimum abgleichen. Der Empfang danach ist um Welten besser.
      Ich behalte das im Auge und werde nach geraumer Zeit wieder testen.

      Auf den Fotos ist auch zu sehen, dass bei der Philips Originalplatine ZF-Keramikfilter mit einer Mittenfrequenz von 10,7225 MHz ("orange") zum Einsatz kamen. Die Grundig Platine ist mit solchen mit 10,6750 ("blau") bestückt.
      Zur Anpassung an die Schaltung sind die ausbrechbaren Codierungsbrücken B0, B1, B2, B3 entsprechend ausgebrochen. Beim Philips Chassis B0 und B2 entfernt, beim Grundig B0 und B3 entfernt.

      A propos Grundig T8200, der hat über der Oszillatorsektion noch zusätzlich ein weiteres Abschirmblech, einen Winkel aus solidem Blech:



      Das habe ich sonst noch bei keinem Tunermodell mit "Universalsignalplatine" gesehen.
      Achim

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „nightbear“ ()

      Hallo allerseits,

      ich war auch erleichtert, dass der Umbau auf Anhieb problemsos geklappt hat. Man darf halt kein Detail vergessen.
      Heute Morgen musste ich alle Trimmkondensatoren wieder nachstellen, das das Optimum nicht mehr erreicht wurde. Gut möglich, dass gestern noch nicht alle Reste des Kontakt Tuner 600 im Inneren verdampft waren. Das wird weiter beobachtet.

      Übrigens, in der Artikelbeschreibung zu den sog. Sky-Trimmern bei Amidon findet sich der folgende aufschlussreiche Text:

      "Der Trimmer eignet sich für automatisches Bestücken. Die Unterseite des Trimmers ist mit einer leichten Epoxyschicht abgedichtet, zum Schutz gegen Lötdämpfe. Er ist wellenlötfest."

      Richtig abgeglichen ist der FT-880 ein Tuner mit ganz ausgezeichneter Empfindlichkeit. Meine Problemkandidaten SWF2 und BR2 empfängt er sehr rauscharm und das in Stereo.
      Er schafft es sogar, den SWF2 auf 92,00 MHz messerscharf vom stark einfallenden Radio-X auf 91,80 zu trennen, ohne dass er eine extra Narrow-Schaltung hat.

      Achim

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „nightbear“ ()

      Er schafft es sogar, den SWF2 auf 92,00 MHz messerscharf vom stark einfallenden Radio-X auf 91,80 zu trennen, ohne dass er eine extra Narrow-Schaltung hat.
      Lieber Achim.
      Dort wo ich alleine das Sagen hatte, galt immer: was nuetzt dem Durchschnitskunden ab 1987 eine Bandbreite die fuer Stereo zu klein, eine zweite ausserhalb der USA, die zu breit um unser Raster zu beherrschen?
      Na gut, auch ich mussste mich gelgentlich beugen. Mit dem FT880 mussten wir erstmalig an dei Mutter PHILIPS nach langen Muehen einen Tuner ab Werk verkaufen.
      Was wurde, siehe deinen Kommentar.
      Zum Tt8200 Mk2
      Der Zusatzschirm ueber dem VCO, war genauso noetig gegen Postalische EMV Vorschriften, wie der auf der Mixersektion schon vorher, wenn das Gehaeuse-Oberteil mit dem Unterteil bis 800MHz nicht dicht war.
      Ein neuer, komplet fertiger Grundig Tuner, sowie ein PHILIPS made in Belgium, musste trotz Amtshilfe aus Fuerth, aus dem Programm gestrichen werden. Z
      Zu Details dazu habe ich keine Lust wozu auch ? In einem Radio stecken viele Wunder, Siehe euere Lastwiderstaende, die wir nie hatten.
      gruss hans
      Moin Hans,

      was Du da zu Philips andeutest kenne ich gut von einem Bekannten, der lange fuer die gearbetiet hat, in der Entwicklung, und oft regelrecht verzweifelt war, dass man einfach den klaren inhaltlichen Argumenten keinen Raum gab, und stattdessen voellig bloedsinnigen Marketing-Vorgaben folgen musste. Bis auf die wenigen Male, wo ein Konkurrent es dann soviel besser gemacht hat, dass sie etwas tun MUSSTEN, um nicht ins Hintertreffen zu gelangen. Irgendwann ist er dann zu einer anderen Firma gewechselt ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Jeder kannte es, jeder haßte es.
      Die "blöden" Entwickler hatten zu hupfen wie von Ahnungslosen gepfiffen wurde, technische Machbarkeit spielte dabei eine untergeordnete Rolle.
      Es ging einzig darum daß, wenn die Konkurrenz ein Dingeling hatte man selber ein Dingeling haben mußte, aber es mußte natürlich besser und billiger sein.

      Ich hatte das Glück später im Berufsleben nicht mehr um die Dingelings kratzen zu müssen sondern wir hatten Entwicklerfreiheiten, wir entwickelten nicht mehr für den Spotmarkt wechselwarmer Endverprasser sondern für Kommerzielle, da war die Luft nach oben deutlich größer und (Komm.)Kunden die von uns zuviele Luftschlösser wollten und dafür zu wenig boten konnten wir gegen die Wand rennen lassen, das lag in der Macht der Abteilungsleiter und nur selten mußte die Gesamtleitung, also elektronik-fachlich belichtete Geldsäcke (Kaufleute), ein Veto einlegen. So ist das wenn man Forschung in industriell verwertbare Ergebnisse umsetzt, man kann nur tun was naturwissenschaftlich umsetzbar ist und für das Trullala gibt es andere, wenn überhaupt welche und auf ´ne Mark, besonders wenn es nur die schnelle sein sollte, brauchte man nicht feilschen.

      Noch weiter voraus waren wir dann am Markt Taktgeber, als eine der führenden halben Handvoll europaweit, es gab schlicht und einfach nichts anderes als das was unsere Planungsabteilung vorgesehen und unsere Entwicklung daraus gemacht hatte und die hausinternen Verkäufer, manch einer davon konnte Eskimos wagonweise Ladungen von Kühlschränken verscheuern, hatten mit dem Vorlieb zu nehmen was es gab.

      Bei den Trimmern gab es bei uns, ich rede da noch von den Siemenszeiten, nur die eigenen, preislich lagen die natürlich weit oben. Nicht umsonst baute Siemens auch kaum noch Konsumer U-Elektronik sondern kaufte sie nur noch dazu und bappte sein Bapperl drauf. Man hätte das auch ganz sein lassen können, aber es hieß ja so schön Markenpräsenz in allen relevanten Bereichen.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Mit dem Zukaufen ist das so eine Sache. Das beginnt in der Regel gut, die Ware wird geprueft, alles fein. Im Laufe der Zeit setzt der Schludrian ein, oder der Sparteufel, und man wechselt auf andere Lieferanten, oder schaut nicht mehr so genau nach. Dann sinkt die Qualitaet, und das Unheil nimmt seinen Lauf. Habe ich jedenfalls einfach schon zu oft mitbekommen, und das hat auch viele kleine Entwickler getroffen, die dauernd ihre eigene Qualitaetskontrolle der gekauften Bauteile machen mussten ... schade, aber wohl nahezu unvermeidlich.

      Besten Gruss,

      Michael
      Der Einkauf war bei uns ausgesprochen anspruchsvoll.

      Alte Kaufmannsregel ist ja das der Vorteil immer im Einkauf zu finden ist, verkaufen tut sich eine bisher unverfügbare und optimal gelungene Ware in einem eng begrenzten Markt in dem Jeder Jeden kennt fast von alleine. Was unsere Kunden dann daraus machten war nicht mehr unsere Sache, eine Elektronik innerhalb eines größeren Gefüges ist ja immer auch nur ein Teil einer Gesamtkalkulation.

      Einkauf lief dann in etwa so:
      - Den Lieferanten wurden von geschickten Taktierern genaue Pflichtenhefte übergeben,
      es wurden Termine gemacht zu denen diese im Haus bei uns empfangen wurden mit ihren Vorschlagsprodukten.
      - Diese Produkte wurden applikationsfähig bei uns hinterlegt. Bei späteren Zweifeln wurden diese Muster mit den Lieferungen verglichen, Abweichungen in Vertragsstrafen und Sperren für den Hersteller umgesetzt, schnell und mitleidlos, mit den Bauteilen stieg oder sank schließlich unser Stern gleich mit.
      - Der Sieger nach Qualität gewann den Auftrag, der Preis war untergeordnet, durfte natürlich kein Mondpreis sein sondern marktüblich.
      - So tanzten dann also über Wochen lang immer wieder Hersteller-Bevollmächtigte an und übertrumpften einander solange bis einer stach. Die Zeiten waren in der Projektplanung vorgesehen und es konnte bis zur Serienfertigungs-Reife, die eine unabhängige andere Abteilung als die Entwicklungsabteilung machte, immer noch nachgebessert werden.
      - Bei der Serienreifmachung wurden Lose verteilt, es wurde ja nicht alles einzeln und woanders gekauft das wäre suboptimal von der Logistik her, sondern die all-über-alles besten Lieferanten konnten immer gleich einen Großteil der Vorprodukte in optimaler Qualität liefern.

      Da kamen dann um ein krasses Beispiel zu konstruieren mal Elkos für Stk. 5DM anstatt 50Pfg mit in das Los und wurden dann auch für den niedrigen Preis geliefert, das Gesamtlos zählte und so wurde es also nicht unbedingt teurer wenn man auf Qualität achtete, sondern die Hersteller/Lieferanten mußten sich dann eben gelegentlich ein Stück tiefer bücken.

      Wenn wir gar für die Automotive entwickelten waren die Vorgaben ausgesprochen unerbittlich, ebenso unerbittlich ließen wir uns beliefern mit Vorprodukten. Wieder ein überdeutliches Beispiel - eine Schraube mit schiefem Kopf oder verschnittenem Gewinde aus Tausend führte zu Regressnahme, hoher Vertragsstrafe und im Wiederholfall zur Abkündigung eines Vorlieferanten, das setzten unsere Abnehmer schließlich auch so vorraus und zogen das auch durch. Schrauben kann man eben mit Nullfehler liefern wenn man einen dahin, hinter den Fächer setzt der jede Schraube auf Vorgabeerfüllung prüft und quasi im Vorbeifliegen diskriminieren kann. Besagter Fächer hat einen Ausstoß-Taster, schlägt der Prüfer darauf dann fliegen 10 oder 20 Schraubven aus dem Ablauf in den Schrott. Der Prüfer muß alle zwei Stunden wechseln dann ist er urlaubsreif und ein Fall für Augenschonung. Aber so konnte man die geforderte Qualität sicherstellen - es ist überflüssig zu erwähnen das wir nach kurzer Zeit dem Vorlieferanten einen extra frisch entwickelten automatischen Diskriminator mit kameragestützter Industriecomputer-Steuerung verkauften.
      So konnte man gleich wieder einen neune Markt für sich erschließen, auch darauf achtete bei uns jeder Entwicklungsleiter, blind nach Schema F nur sein eines Ding durchziehen ging es bei uns nicht, die Scheuklappen durften andere Firmen tragen.

      Erfolg ist kein Zufall oder Ergebnis von kommste heut nicht... sondern durchaus planbar, immer!
      Das sollten sich mal heutige Pfuscher wie die am BER hinter ihre ungewaschenen Löffel tätowieren lassen.
      Gruß Jogi
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      Klar, das klingt fuer mich so, wie man das machen sollte. Aber so wird's vermutlich kaum noch getan. Wie wieder dahinkommen?
      Das ist die Frage ... ich weiss dazu keine Antwort.

      Besten Gruss,

      Michael

      p.s.: Natuerlrich interessiert uns hier alle am meisten, wie sich der getunte Tuner (so muss man ihn doch wohl nennen) sich in der Praxis bewaehrt --- Achim wird das ja sicher noch berichten.
      Hallo Hans und Leser,

      der FT-880 ist jedenfalls ein Erfolg. Er vereint praktisch perfekt hohe Trennschärfe, hohe Empfindlichkeit und hervorragenden Klang in einem Gerät - sehr ausgewogen gewichtet und benutzerfreundlich.
      Auch das Design ist zu loben. Perfekt ergänzt wurde er - optisch und technisch - duch den CD-880, einen heute Kultstatus genießenden CD-Player der Sonderklasse.

      Und überhaupt halte ich das universelle Einplattensignalteil aus dem Hause Grundig spätestens ab dieser Entwicklungsstufe für einen ganz großen Wurf. Es ist zuende- und durchentwickelt, ohne ernsthafte Schwächen, enorm haltbar und dabei universell für verschiedene Konfigurationen einsetzbar. Eine Art Goldstandard des Tunerbaus seiner Zeit und weit darüber hinaus.
      Optisch sieht man es ihm nicht auf den ersten Blick an, bis man merkt: "Ja, das ist es, mehr Tuner braucht man nicht, da ist alles drin."
      Entstanden ist es trotz, oder gerade wegen des damaligen Leistungsdrucks und der Kostenbudgetierung als Beweis dafür, w a s man aus den gegebenen Bedingungen herausholen kann.-

      Um die EMV meines Exemplars, das ja nun keine Halterung für die Rahmenantenne und keinen Batteriekasten mehr hat, habe ich mich heute bemüht, indem ich ein passendes Stück 1,5mm Alublech von innen über die Öffnungen gesetzt habe.


      Achim

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „nightbear“ ()

      Michael, das ist wieder so ein Goldstandard-Beitrag, den lese ich sogar wenn ich eigentlich keine Zeit hätte.

      Und da stimme ich Achim auch zu, Grundig hat damals Dinge erreichen können die heute nicht mehr denkbar sind, zumal Hans ja im Ruhestand ist ^^
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Die 4 Trimmer im UKW-Frontend habe ich nun durch neue Folientrimmer 5mm, 2 Anschlüsse mit Teflondielektrikum der Fa. Sprague Goodman ersetzt.
      Sie haben den TK NP0 +-300 und eine Güte von 1500.
      Hier noch einmal alle 4 alten Trimmer nach Entfernung der Abschirmbleche



      Im Eingangskreis und im Zwischenkreis sind nun 3 Stück 2,3 - 18pF (Kennfarbe grün), im Oszillatorkreis 1,8-10 pF (Kennfarbe schwarz.



      Dann wurde zunächst der Oszillator durch Einstellen der Soll-Varicapspannungen auf Linie gebracht (2,5V bei 87,5 und 8,5V bei 108 MHz)
      Danach wurden Zwischen und Vorkreis in mehreren Durchgängen bei 88 und 106 MHz auf Optimum eingestellt.
      Mit den neuen Trimmern ist das Einstellen sehr schön stetig und präzise möglich. Im Betrieb wird sich zeigen, ob bei den HF-Kreisen eine Verschiebung bei starken Temperaturänderungen stattfindet.
      Von der Temperaturcharakteristik kommen die Neuen den ALPS jedenfalls sehr nahe, sie sind leider auch sauschwer zu bekommen. Die meisten leicht erhältlichen Typen haben N750 oder N450 oder sie haben eine Bauform, die nicht passt.
      Achim