Eure favorisierte Musik

      Eure favorisierte Musik

      Moin,

      wollte mich mal so umhören, was eure favorisierte Musik ist. Am besten mit Band und Jahresangaben :)
      Was habt ihr so in eurer Plattensammlung sehen?

      Was hört ihr gerne? Was geht noch? Und was geht gar nicht?

      Ich mache mal den Anfang.

      Gerne und immer gehört Oldies, der 50er - 80er Jahre, davon viel Beat, viel Rock, etwas Pop, mittelmäßig viel Schlager (hier nur 50er - 70er).
      Was geht gar nicht? Rap, Aktueller Schlager, Techno, Hip Hop und Konsorten.
      Was geht ab und an? Aktuelle Musik mit Oldies zwischen drin, aber auf keinen Fall länger als 2Stunden, da bekomme ich einen Kulturschock.

      Achso, bin Anfang 21, danke Papa für die tollen Schallplatten und die Musikerziehung ;)

      Momentan läuft bei mir:

      Manfred Mann mit Mighty Quinn aus dem Jahre 1967

      Bin mal gespannt, was ihr so hört.

      Viele Grüße

      Micha
      Hallo Micha, Mighty Quinn war in meiner Jugend einer meiner Lieblingssongs, stammt aber ursprünglich aus der Feder Dylans.



      Inzwischen höre ich auch überwiegend Musik aus den späten 60ern bis Mitte der Achtziger, mit Vorliebe sehr zum Leidwesen meiner Familie gern und laut Zappa, aber auch (vorwiegend am Wochenende) Klassik, da bevorzugt Flötenkonzerte aus der Barockzeit. Alles schön zeitgemäß analog, also auf Schallplatte. Nebenbei wird immer noch auf Tonband oder Kassette aufgenommen, hier überwiegend Konzertmitschnitte meiner Lieblingsinterpreten, die sich ja in letzter Zeit schon beinahe im Zeitraffer ins Nirvana verabschieden. ( Cocker, Bowie...) Meine erste selbstgekaufte LP war damals "Wish You Were Here" von Pink Floyd, von denen mag ich aber inzwischen nur noch die frühen Alben.
      Jörg - wenn ich Benz fahren will, geh ich arbeiten
      Ist es überhaupt Musikgeschmack, wenn man nicht so hört wie andere hören?
      Wie kann man vierziger Jahre Swing in Kombination mit fünfziger Jahre Schlagern und sechziger Jahre Rock über Klassik ernst und heiter zu Techno und Trance überhaupt als EINEN Geschmack wahrnehmen?
      Ich höre alles was musikwissenschaftlich und elektrotechnisch innovativ gemacht ist, ob das nun Meeks Overdubbing-Titel, Motown oder Hoagy Carmichael ist.
      Auch tontechnisch perfekt abgebildete, optimal arangierte und dirigierte Volksmusik von Ernst Mosch darf da mal die Ohren durchputzen, es schadet auch nicht wenn es nordamerikanische Volksmusik ist, Bluegrass, Hillibilly, Cajun usw.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Hallole allerseits!

      Einen bestimmten Musikgeschmack habe ich eigentlich nicht. Die Musik die ich höre verteilt sich von Klassik (z.B. Tschaikowski) bis zum Hardrock; da sind von den 20er Jahren bis aktuell alles dabei! Was ich höre hängt auch oft vom Abspielgerät ab! :D
      Die Schellackplatten laufen häufig auf einem mechanischen Grammophon; da ist dann Black Bottom, Charleston und ähnliches angesagt. Z.B. Irving Aaronson / Let´s misbehave oder der bekannte Titel "Charleston". Die 30er und 40er Jahre Schellacks laufen dann schon auf einem elektrischen Thorens- "Grammophon" mit Röhrenverstärkung; da sind dann Sachen wie Glen Miller, Benny Goodman, Bix Beiderbecke, Ruth Brown, Rina Ketty, Firehouse five + 2, Peggy Healy, Ambrose Orchestra angesagt. Die 50er Vinyls (Schwerpunkt Rock n Roll + Schlagerplatten von meinen Eltern) kommen auf einem Dual 1004 in einer Breisgau 8 zum laufen. Alternativ steht eine Tonfunk Truhe mit einem REX-A zur verfügung (aktuell ist der Rex Dreher leider defekt) Für die moderneren Stereo Platten aus den 70ern und Später steht eine Stereoanlage von Technics zur Verfügung; hier werden auch die neuzeitlichen CD´s abgespielt. Da läuft eben die Typischen Disco Musik der 70er wie z.B. Abba, Les Humphries Singers usw. Später eben die 80er Pop Musik wie sie täglich in der Neuen Welle gespielt werden.
      Alles aufzuzählen würde hier alles sprengen; daher ist meist nur die Musikrichtung angegeben.

      Viele Grüße
      Frank

      P.S: Hatt ich fast vergessen! Eine Musikrichtung findet man bei mir absolut nicht, und das ist Rap! Die junge Generation möge mir verzeihen, aber für meine Ohren ist das keine Musik! Es wird da nicht gesungen sondern nur gesprochen während im Hintergrund irgendwelche monotone Stampfmusik läuft. Wenn sowas im Radio kommt schalte ich meist ab oder auf Tonträger um.
      Es toent so schoen wenn des Sabas Roehren gluehen!
      Hallo in die Runde,

      ich schließe mich erstmal Jogis Ansicht an, daß das Meiste gut gemachte zumindest an-hörenswert ist. Das kann auch bei mir einen extrem weiten Umfang haben. Als Jahrgang '65 bin ich bewusst mit der Musik der späten 70er und dann der 80er aufgewachsen. Da war viel klassischer Rock, aber auch Soul und Funk dabei, es gab damals absolut fantastische Musiker, die auch ohne viel elektronische Hilfe Epoche machten. Bohemian Rhapsodie, I'm Free von den Who aber auch Abba oder Herbie Hancock sind da einige sehr unterschiedliche Beispiele. Meine Tochter bringt aktuell J'Pop mit, z.T. faszinierend aber gewöhnungsbedürftig. Es gibt sehr gute Latin Musik und die klassischen Meister sind bewundernswert, wenngleich ich normalerweise eine Oper ehrlicherweise nicht durchhalte. Ist eben Geschmackssache, aber man sollte sich IMHO nicht durch selbst auferlegte Zwänge von möglichen neuen Erfahrungen abbringen lassen.

      Meine größte "Liebe" ist aber dann doch die etwas härtere Gangart, zum Leidwesen meiner Gattin - Metal. Da gibt es auch sehr viele Strömungen und Stilrichtungen, von melodischem Symphonic Metal bis heftigem Speed Metal. (Letzteres ist aber sehr stimmungsabhängig)
      Dabei darf es auch schon etwas lauter werden, dann kommen die PA Endstufen ran. Gottseidank wohne ich momentan noch auf dem Land :D
      Richtig laut gehörtes Motörhead oder Amon Amarth, das heftig in den Magen fährt... Meinen Tinnitus hab ich mir ehrlich verdient.
      Gruß, Gunnar
      Ich höre auch wieder ganz konservativ Platten auf dem "Plattenhobel" an. Das tat ich jahrzehntelang zuvor nicht. Da mußte es immer eine große Anlage sein, alles optimal zusammengestellt, alle Einzelteile mindestens obere Mittelklasse, Lautsprecher groß wie Bücherregale, mindestens fünf davon die das Zimmer verstellen. Und was hatte ich dann, ich saß wie festgenagelt in der geometrischen Mitte dieses Konvoluts, durfte den Kopf weder drehen noch neigen, nicht nach links oder rechts abweichen, sondern mittig breit auf beiden Backen hocken und mit Halsstarre einer anstrengenden, wenig entspannten Darbietung lauschen und dabei die Flöhe husten hören - war da nicht eine wintige Verzerrung? Hat es da nicht leise geknackt? War die Baßtuba nicht gestern bananiger und die Trompete hupiger?
      Passe, darauf habe ich keine Lust mehr und ich will entspannen und nicht starr wie ein Krückstock mit dem Hintern rohe Eier balancieren und alle drei Minuten die Abtastnadel austauschen weil sie schon wieder abgeschliffen tönt.

      Ich habe das schöne Hörgefühl wieder entdeckt, das man einen Koffer öffnet, darin ein Schallplattenspieler, eine Schallplatte da hinein legt, einen nicht mit zwanzig Faden- und Gegengewichten behängten sondern recht einfachen, schweren Tonarm auf die Platte setzt und dann aus dem Breitbandlautsprecher eine annähernd punktfürmige Schallquelle (music-in-a-box) auf völlig unanstrengende Weise den Raum mit wohlig warm klingender Musik füllt. Egal ob der Plattenspieler mal zerrt, das hört der Verstärker garnicht dank Keramiksystem. Egal ob die Platte schon bald bis auf die B-Seite druchgespielt ist, dreht man halt den an der Schneidkennlinie entlang entwickelten Höhensteller (zumindest bei DUAL ist das bei fast jedem guten Koffer so gemacht) ein klein wenig mehr in Richtung Absenkung - in der Tat ist das Hoch-/Tief-Netzwerk klassischer Art nach Baxandall ja mal als flexibler Schellackplatten-Entzerrer entwickelt worden in einer Zeit als jeder Plattenpresser seine Scheiben noch nach "Hauskennlinie" vorverzerrte, und nicht als HIFI-Anlagen Geschmacksknöpfe.

      Das hat man jetzt davon, nun stehen da ein halbes Dutzend moderner, teils direktgetriebener, teils riemengetriebener Plattendreher arbeitslos herum, weil sie ein kunstlederüberzogenes Holz-Köfferchen ihnen durch Minimalismus und Spielfreude, in zigfach entspannender Gesamtathmosphäre komplett in den Schatten gestellt hat. Nützlicher Nebeneffekt ist der Verdeckungseffekt, es ist auf einmal garnicht mehr schlimm, wenn mal etwas knackt oder knistert, so man es überhaupt hört. Es macht auch garnichts das man nicht mehr so deutlich wie auf den Super-HIFI-Fräsen hört das Schallplatten (alle, besonders alle hochkomprimierten mit zu langer Spieldauer) zur Mitte hin immer mehr nach Trichtergrammophon klingen.

      Was hört der Jogi denn gerade?
      Das da, vorgetragen von Heinz Georg Schwarz aus Detmold, produziert von Joe Meek:
      Just like Eddy
      Gruß Jogi
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      Gut Frank, es ist eh immer gut Schellackplatten zu haben, wenn man sie richtig entzerren kann oder dies garnicht zwingend muß (Piezoelektrischer Wandler).

      Weil es heute hier ruhig genug ist um Musik zu hören setze ich gleich zwei tolle Schellackplatten von einem tollen Orchestermeister.

      Adalbert Lutter, geb. 20. Oktober 1896 in Osnabrück, gest. 28. Juli 1970 in Berlin, deutscher Pianist, Dirigent und Leiter eines bekannten Tanz- und Unterhaltungsorchester im Berlin der Dreißiger Jahre. Einer Zeit die der heutigen erschreckend ähnlich war, Staatsversagen, offene Straßenkämpfe Rechte Kräfte gegen Linke, Verelendung weiter Gesellschaftskreise, Explodierende Kriminalität, und die in eine der dunkelsten Phasen der deutschen Geschichte mündete. Aber in Berlin wurde dazu getanzt und geswingt, die Stadt war modern und mondän wie in kaum einer anderen Phase.

      Interessant auch die Hintergrundbilder der Videos, zeitgenössische Aufnahmen, eine Autofahrt durch Frankfurt und über die Reichsautobahn Kassel Frankfurt Basel.

      Truxa-Fox

      Im Paradies

      Wünsche höchstes Hörvergnügen.
      Gruß Jogi
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      Lange nicht mehr fortgesetzt ?(

      Habe heute meinen internationalen Folklore-Tag.
      Daher laufen hier gerade ein paar halbwilde Klönge im Kreis über den Plattenteller:

      Waldir Azevedo mit "Delicado" aus 1950

      und

      "Menschen so wie wir" von den Shepherds von 1964 (catalog no. 22952), leider ohne frei verfügbare Darbietung bei einer der "Tubes".
      (Vorflöten auf dem Kamm erspare ich euch und mir)
      Gruß Jogi
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      Ja die 60er und 70er waren schon eine geile Zeit! Meine Favoriten sind und waren Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison von den Doors, Led Zeppelin, Deep Purple, Johnny Winter, Muddy Waters und viele andere! Aber durch aus auch Louis Armstrong und Johnny Cash.
      Nur um einige zu nennen, die unvergessliche Marken gesetzt haben. Mir fallen auf anhieb noch einige mehr ein, aber das würde den Rahmen gewaltig sprengen.
      Aber damals waren die Musiker , in der Regel noch Künstler die ihr Hanswerk verstanden und nicht wie heute, Computer Junkies, die den PC komponieren lassen, ohne auch nur ein Instrument bühnenreif zu beherrschen!!!
      Die Musik von damals, wird es heute nur noch sehr selten geben, dem Computer sei Dank 

      Liebe Grüße Markus
      Wenn nichts mehr geht, geht immer noch etwas!!!!
      Ich finde das alle Epochen und alle Musikrichtungen, mit wenigen Ausnahmen, durchaus ahörbare Musikstücke hervorbrachten.
      Irgendwann in den Achzigern gab es allerdings nach meinem Hörempfingen einen brachialen Bruch, Dinge wie Hip-Hop oder Rap sind für mich absolut unanhörbar und eine Beleidigung des Gehörs, außerdem mag ich es nicht wenn der Stimmungsaufheller Musik derart tiefschwarz und deprimierend angeboten wird, daß sich empfindliche Gemüter gerne mal dazu aufhängen oder vom Dach springen.

      Aber bleiben wir bei der letzten Phase in der quasi alles von ABBA bis Zappa zumindest anhörbar und manches sehr eingänglich war. Ich möchte da an einige bunte Vögel erinnern, wie sie seitdem selten geworden sind.

      Marc Bolan (Tyrannosaurus Rex) der Paradiesvogel des Glamrock, der sein Leben lang Angst hatte bei einem Autounfall zu sterben und der bei einem Autounfall 1977 ums Leben kam und die Musikbranche in seiner Zeit mit geprägt hat:

      Metal Guru (in Top Of The Pops 1972)

      David Bowie, der längere Zeit in Berlin lebte und da den Soundtrack zu "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" aufnahm wurde auch bei mir damals wie heute gespielt. Sein "Heroes", für den Film sogar in deutscher Sprache vorgetragen, muß man glaube ich nicht verlinken, das kennt wohl ein jeder.
      Mir gefallen seine etwas spezielleren Sachen wie dieses Album hier (Link führt zum kpl. Album):

      Space Oddity 1969

      oder

      SOUND AND VISION - Live 2002

      Auch dieser bunte Vogel - John Lewis, Künstlername Jona Lewie, getarnt unter dem Pseudonym "Terry Dactyl" - konnte gefallen mit einem frisch fröhlichen Party-Skiffle der auch die müdesten Beine zu einem kleinen Squaredance bringen kann.

      Seaside Shuffle aus 1971

      Aber die Musik mit der ich groß wurde klang noch anders, Frank dein Beispiel gefällt mir!
      Sowas hier zum Beispiel:

      Django Reinhardt - The Sheik of Araby
      Gruß Jogi
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