Restauration GRUNDIG 5080

      Hallo,

      heute habe ich die Anodensicherung nachgerüstet und noch einige Kondensatoren getauscht. Bis auf 2 Kondensatoren sind jetzt alle ersetzt worden.

      Wie geht es weiter?

      -Restliche Kondensatoren austauschen

      -Bowdenzüge der Bandbreitenregelung einstellen

      -Netzkabel ersetzen (war abgeschnitten)

      -Ferritantenne wegen eines Defekts tauschen und das Seil neu auflegen

      -Einige Putzarbeiten durchführen (Skalenglas, Wunschklangregisterrädchen...)

      -Probelauf

      Gruß Udo
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      Hallo Dieter,

      die gelben Kondensatoren sind von Electel (Görlitz) und sind qualitativ sehr hochwertig. Du bekommst dort sogar axiale Kondensatoren mit einer Wechselspannungsfestigkeit von 700-900V.
      Jan Wüsten hat die Electel-Ware mittlerweile auch im Sortiment, aber in schwarz, 1600V- .

      Für die Anodensicherung habe ich erst mal 160mA, mittelträge genommen. Im Freiburg WIII hält sie auch obwohl im Schaltbild mit 180mA angegeben. Messungen folgen.

      Gruß Udo
      Hallo,

      der Kondensatorentausch ist beendet. 32 Kondensatoren, 1 Becherelko und ein Widerstand wurden ersetzt. Siehe Bildanhang.

      Den 10uF Elko 35/40V, ungepolt, am Ausgangsübertrager (vermutlich der Tonfrequenzkondensator), habe ich durch einen Folienkondensator von Vichay 10uF, 100V ersetzt.

      An einer der beiden EL84 Röhren sitzt ein Kondensator mit dem Wert 2200 Pf, 500V. Erst im letzten Moment ist mir aufgefallen, daß er eine Wechselspannungsfestigkeit von 500V besitzen muss. Der neue Kondensator hat jetzt eine Spannungsfestigkeit von 600V~.

      Die defekte Ferritantenne ist ersetzt. Problematisch ist allerdings die Verlegung des Seilzugs. In meinem Reparaturhelfer fehlt der Seillaufplan. Fängt man an der Antenne oder an der Verstellung an? Ist eine bestimmte Antennenlage zu beachten?

      Die Bandbreiteneinstellung konnte ich durch Justage der Stellschrauben verbessern. Die Nylonseile sind so stark geschrumpft (warum auch immer), daß eine korrekte Einstellung nicht mehr möglich ist. Ich habe Nylonschnur mit dem Durchmesser 0,7mm bestellt und werde einen Austausch der Seile vornehmen.
      Bei der Justage halte ich mich erst mal an Dieters Messwerte aus Post 139.

      Gruß Udo
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „3DS Udo“ ()

      Hallo Dieter,

      diese beiden Kondensatoren wurden wohl schon mal bei einer früheren Reparatur ausgetauscht.
      In Post11, Bild 11 siehst Du rechts unten wo sie sie saßen. Ich habe sie aus optischen Gründen gewechselt. Außerdem waren sie nicht perfekt eingebaut sondern an die abgezwickten Beinchen der alten Kondensatoren angelötet.

      Wir sollten mal die Chassisbilder vergleichen. Es wundert mich, daß bei Deinem Gerät 2 Kondensatoren weniger vorhanden sind.

      Gruß Udo
      Nach meinen Erfahrungen steigen die Emission und damit der Anodenstrom der Röhren (insb. Endstufen) auch noch graume Zeit nach dem Einsachalten langsam weiter an. Die Anodenspannung sinkt langsam auf ihren Endwert, die Gesamtleistungsaufnahme des Gerätes steigt, bis der normale Wert erreicht ist.
      Ein sich elektrisch beim Erwärmen ändernder Netztgleichrichter kann natürlich ebenso Einfluss haben.
      Achim
      Hallo Stefan

      "Durolit sind inzwischen hochproblematisch und auf jeden Fall zu wechseln, auch wenn die Vergusshülle noch keine Risse aufweist. Durolit sind vergossene Papier(!)kondensatoren. Sie galten früher als zuverlässig, tendieren aber heute zu spontanen Null-Ohm-Aktionen."

      ...konnte ich vor einigen Tagen im Netzeingang eines Telefunken Receivers feststellen. Schmauchspuren und 5 mm Kupferabbrand auf der Leiterbahn waren die Folgen.
      Dein Tipp sollte unbedingt ins long term memory aller Radiobastler !

      Gruß, Dieter
      1.
      Solche minimalen Anstiege in der Leistungsaufnahme sind irrelevant, da gibt es im Alarmfall schon andere Steigerungen und Rauchentwicklung.

      2.
      Was (Bauelemente- Kondensatoren) sich noch vor wenigen Jahren standhaft zeigte, geht jetzt auch noch dahin. Schade!
      Das erkennen aber fast nur die Vielbastler und Restaurateure mit gutem Wissensschatz und können es auch entsprechend verläßlich dokumentieren.
      Ein geordnetes, ständig auch dem Laufenden gehaltenes Sammelsurium an solchen Bauteile-Kandidaten sollte ein Forum vielleicht haben, damit alle profitieren. Genaue Dokumentation der wichtigsten Punkte inbegriffen, wie:
      Exakte Typenbezeichnung
      Hersteller
      Kategorisierte Ausfallerscheinungen
      Belege in Form von Meßwerten
      Statistische Häufungsparameter
      u.v.a.m.d.m.g.n.e.
      Gruß Jogi
      -------------
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