9260 Bassimpuls nach ca. 10 Minuten

      Hallo,

      nach mehreren Tagen heute endlich wieder ein messbarer Impuls !

      Diesmal kein Lautsprecher angeschlossen, um einen Einbruch der Spannungen durch die Ausgangslast auszuschließen

      Gelb: Lautsprecherausgang
      Blau: Spannung an C603 3.300 uF (siehe Schaltbild)

      Die Spannung an C603 fällt langsam ab. Nach ca. 50 ms sinkt der LS Aausgang ins negative (7V). Nach weitern 25 ms beträgt die Spannung an C603 nur noch 11 V. Zeitgleich treten dann die beiden positiven Impulse (8V Abstand 15 ms) am LS Ausgang auf. Anschließend erholt sich die Spannung an C603 wieder und die Ausgangsspannung ist Null.
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      • 9260_U-C603.jpg

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      Grüße Tommy

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tommy“ ()

      Hallo Tommy,

      schöne Messung und der Fehler ist damit im Prinzip gefunden.

      Man erkennt, dass der Elko nicht mehr aufgeladen wird, denn es fehlt der Sägezahn. Kurzschluss der Spannung kann ausgeschlossen werden, dann würde die Amplitude des Sägezahn anwachsen.

      Fazit: Keine Versorgung aus dem Trafo oder dem Gleichrichter.

      Verbleibende Fehlerursachen: Gleichrichter, Sicherungswiderstand, Trafo, primäre Sicherung, Netzschalter, Netzstecker und Lötstellen daselbst.

      Sollte noch eine andere Versorgungsspannung das gleiche Verhalten aufweisen, entfallen Gleichrichter und Sicherungswiderstand als Fehlerursache.

      Nachtrag: Ich sehe gerade die 42V sind auch betroffen somit bleiben Trafo, primäre Sicherung, Netzschalter, Lötstellen daselbst

      Mein Tipp: Ersteinmal Netzschalter überbrücken und die primäre 1,6AT Sicherung tauschen und warten ob sich etwas ändert.

      Gruß

      Rolf

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      Hallo,

      Hier eine erneuter Impuls von heute:

      Gelb: Lautsprecherausgang
      (kein Lautsprecher angeschlossen, um einen Einbruch der Spannungen durch die Ausgangslast auszuschließen)

      Blau: +42V Endstufenspannung

      Die Endstufenspannung zeigt keine Einbrüche.
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      • 9260_+42V_ohne_LSP.JPG

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      Grüße Tommy
      Hallo,

      neue Erkenntnisse:
      bei der direkten Messung über R601 (1 Ohm) vor dem Brückengleichrichter, der zu den beiden Spannungsreglern 78M12 und 78M15 führt, ergibt sich eine Wechselspannung. Zustand bleibt bestehen, bis nach ca. 4 Stunden ein Impuls auftritt. Ab da ist über R601 eine positive pulsierende Gleichspannung zu messen. Nach vielen Minuten tritt ein erneuter Impuls auf. Ab da ist eine negative pulsierende Gleichspannung zu messen (Zustand bleibt bestehen).

      Vermutlich ist der Brückengleichrichter defekt !
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      • Netzteil_R601.jpg

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      Grüße Tommy

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Tommy“ ()

      Hi Tommy,

      also, dann am besten nochmal tauschen. Bin mal gespannt, ob der Fehler dann weg ist ...

      Ich habe mir irgendwann mal in der Bucht einen Beutel Gleichrichter vom originalen Siemens-Typ in 80 V beschafft, von dem zehre ich noch. Habe also noch nie einen von den aktuellen Gleichrichtern eingesetzt. Die von Siemens scheinen gut und robust zu sein, ist bislang noch keiner gestorben ...

      Besten Gruss,

      Michael
      Hallo,

      nach meiner Meinung, kann ein defekter Brückengleichrichter nicht so ein Verhalten zeigen. Ich vermute eine andere Fehlerursache, evtl. eine defekte Masseverbindung. Ein sehr mühseliges Unterfangen. Ich tausche den Gleichrichter noch nicht aus, um bei dem Zustand der "pulsierenden Gleichspannung" (der ja sehr lange anhält) die Masseverbindungen nachzumessen.
      Grüße Tommy
      Moin Tommy,

      wenn Du eine Masseverbindung im Verdacht hast, dann koenntest Du mal an den Modulen und den Platinen wackeln und schauen, ob Du damit den Effekt triggern kannst. Leiterbahnrisse kommen vor (hatte ich schon einige Male). Meist kann man dann aber durch Druecken auf die Basisplatine eine Reaktion hervorrufen, und die Stelle langsam einkreisen. Mit einer starken Taschenlampe (Geraet auf dem Kopf) lassen sich viele Haarrisse dann auch optisch ermitteln.

      Hast Du diese Signale denn auch an einem der anderen Gleichrichter ? Wenn nein, wuerde ich schon zuerst im Umfeld dieses einen Gleichrichters genau nachsehen. Ich wuerde in diesem Fall den Gleichrichter doch sofort tauschen, denn eine Diode mit fehlerhaftem PN-Uebergang koennte schon zu Problemen beim Uebergang in die Sperrphase haben.

      Besten Gruss,

      Michael
      Leicht sind ungewollt Fehlmessungen möglich!

      Bei Messung über dem Widerstand 1 Ω hängt ja sozusagen die Masse des Oszis in der Luft.
      Schnell hat man sich einen Fehler eingehandelt, wenn man ohne Trenntrafo misst.
      Üblicherweise ist die Oszi-Masse mit dem Schutzleiter verbunden.
      So hat man dann Potential Schutzleiter in der Schaltung.
      Theoretisch macht das nichts, der Receiver hat ja einen Trafo.
      Ist der Receiver doch irgendwie mit dem Schutzleiter verbunden, z.B. über Antenne, hat man den Salat.

      Die gezeigten Oszillogramme sind durchaus ein Indiz für einen spinnenden Gleichrichter.
      Vorher also schauen, ob man sich ungewollt eine Masseschleife ins Gerät gelegt hat.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Merkwürdigerweise prüft und testet man hier konvulsivisch in der Gegend herum, paßt notfalls seine Meßaufbauten bis hin zu Sicherheitsverletzungen so an das man auf das eh bekannte Ausgangsproblem welches man mit bloßem Ohr hören kann irgendwie zurückfindet, aber systematisches Vorgehen gibt es nicht. Die Kardinalfragen, schon mehrfach durch verschiedene Personen abgefragt, bleiben völlig unbeantwortet - daher vermutlich auch nichtmal am Rande beachtet geschweige denn mal schnell getestet, was binnen Minuten möglich ist und wozu partiell nichtmal das Gerät geöffnet werden müßte - frei im Raum schweben. Oder wird bloß einfach nicht erwähnt weil es unspektakulärer ist als einen ganzen Meßgerätepark in Gang zu setzen.
      So kommt man aber nur nicht weiter.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Hallo Andreas.

      [17, 20, 21, 36, 39, 40, 42, 43, 45] habe ich noch einen übersehen?
      Man schreibt sich die Finger wund. Es erfolgt den gesamten Thread lang keinerlei Reaktion darauf, keine Ergebnisse, kein Hinweis ob davon irgendetwas beachtet und geprüft wurde. Stille laut und klar!
      Wo ist da die Systematik? Warum wird an irgendwelchen untergeordneten Stufen tagelang herum gemessen, bald vielleicht noch mit einem selbstkalibierenden Atomlangzeitelefantographometer?
      Zack, ein, zwei, gezielte, einfache Tests und die Maus ist im Haus.
      Vermutlich habe ich sogar schon irgendwann einmal berichtet wie das Opel-Werk (kann es jetzt nicht mehr machen, da schon halb abgerissen) Fernsehprogramme auf einem Bauernhof umschalten kann.

      Damals einziges verwendetes Meßgerät - ein Zeiger-Voltmeter und ein Beobachter des Zeigers.
      Heutige adäquate Bequemlichkeitsbeihilfe - Billig-Multimeter Schnittstelle mit Datenaufzeichnung am PC.
      Solange das ungeklärt bleibt oder zumindest hier nicht kommuniziert ist, alles andere Gefummel nur unsystematisch, ohne Aussagewert, vor allem anderen und egal welches Meßmittel man dafür benutzt, muß an Sekundär an Ersatzlast permanent ungestört anliegende Betriebs-Spannung abgeklärt sein.
      Gruß Jogi
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