Röhrentausch bei SABA-Meersburg 5W-3D

      Bilder des Kästchens

      Hallo Andreas,
      danke zunächst für deine rasche Antwort.
      Ist schon ein merkwürdiges Bauteil. ist auch kein direkter Durchführungskondensator, da ja keine Anschlüsse nach außen führen. Es ist der blaue längliche Keramikkondensator, der nach innen zwei Anschlüsse hat (abgesehen von der Masselegung der Keramikseite). Hätte ich bloß die Finger davon gelassen !!!
      Nun ist beim Wiedereinbau (eventuell durch zu starkes erhitzen?) das Teil auch noch gebrochen.
      Was nun?
      Liebe Grüße,
      Norbert
      Hier mal zwei Bilder , bevor das Teil im Eimer war:
      Dateien
      Interessant!

      Direkt diese Art von Kondensator kenne ich nicht.
      Wohl kenne ich Abklatschkondensatoren, die kommen mit einer Seite direkt auf Masse.
      Möglicherweise ist das vom Prinzip her so ein Kondensator, nur halt als Röhrchen.
      Bleibt die Frage, warum der offensichtlich zwei Drahtanschlüsse hat.
      Miss mal, ob die Anschlüsse zueinander Kontakt haben oder eventuell einer mit Masse verbunden ist.
      Zeige mal einen Schaltplanausschnitt, welche Aufgabe dort das Bauteil hat.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hallo Andreas,
      danke.....
      schön, dass ich noch solch "alteHasen" hier überraschen kann. Scheint ja wirklich so zu sein, dass früher in den modellreihen mit den Bauteilen offensichtlich auch experimentiert wurde.......überall mal was anderes verbaut....irgendwie lustig (wenn ich das mal so sagen darf). Aber hilft mir momentan nicht weiter.
      Also die Anschlüsse haben untereinander Kontakt. Sieht quasi aus, wie ne Art Lötstützpunkt.....irgendwie merkwürdig.
      Den Schaltplanausschnitt stelle ich Morgen mal rein. Habe allerdings nur kopien aus dem internet, so dass es eventuell schwierig wird, was zu erkennen. aber ich probiers Morgen mal.
      Erstmal Dank dafür, dass du mir helfen möchtest.
      Übrigens denke ich auch, dass ich sicherlich was anderes einbauen kann.....aber die Sache ist mir bei HF doch etwas heikel.
      Gruß,
      Norbert
      HF kann durchaus heikel sein!

      Ein Schaltplan zeigt nur die prinzipielle Funktion.
      Der tatsächliche Aufbau mit den parasitären Faktoren ist entscheidend.
      Sehen wir mal, was der Schaltplan spricht.
      Da habe ich ein einfaches Beispiel für den Hobbyelektroniker parat.
      Ein einfacher Schleifendipol, z.B. für den UKW-Empfang, hat etwa 240 Ω.
      Misst man mit dem Multimeter, zeigt dieses einen Kurzschluss an...

      Andreas
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      hallo Andreas,
      da spricht wieder jemand, der echt Ahnung hat.....ich bin erst auf dem Weg dahin. sorry....
      Na, mal sehen. Hab auch nicht so viel Zeit.....aber es ist spannend.....
      also hier der Ausschnitt aus dem Schaltplan. Die UKW-Box ist oben abgebildet und ist baugleich mit der box vom Meersburg W5 (W5 und W5-3D sind gleich).
      Falls du die Einzelheiten nicht erkennen kannst, schick ich dir gerne die größere Datei per email.
      Gruß,
      Norbert
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      • UKW-box-2.jpg

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      Hallo Andreas....und natürlich alle anderen !!!
      Hier noch mal zwei Bilder von dem "Übeltäter". Leider steht keine Bezeichnung drauf. Das ding sieht echt komisch aus und hat an allen Stellen Durchgang.
      Die zum Kästchen hinführenden Anschlüsse mit den Keramik-Rohrkondensatoren (5000pF bzw. 5nF) checke ich auch noch.
      Dank im voraus !!

      Gruß,
      norbert
      Bilder
      • Übeltäter-1.jpg

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      • Übeltäter-2.jpg

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      Hallo Norbert,



      weiß nicht ob Dir das weiter hilft,

      ich habe mal in meinem Kondensatot Konvolut

      gestöbert, ich wußte da war doch mal was.

      Die sind 20mm lang, Außendurchmesser 6mm,

      Innendurchmesser ~4mm, Kragendurchmesser~9mm.

      Da könnte ich welche von abgeben.

      Was die 100k bedueten??

      Grüße Martin
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      • 003.JPG

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      • 004.JPG

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      hallo Martin,
      herzlichen Dank......dummerweise weiß ich momentan wirklichnicht, obmir das weiterhilft. ich kenne die Kondis aus deiner Sammlung auch nicht. vielleicht weiß Andreas (dl2jas) da ja bescheid ?
      Die Arbeiten ruhen derzeit, so dass ich auf Antwort warte. Aber zunächst mal vielen Dank für das Angebot. Komme gerne drauf zurück !! ich arbeite mich so langsam in die Materie rein.....etwas mühselig, aber so nach und nach verstehe ich ich die "gute alte Technik" der Röhrenradios.
      Vorallem lerne ich, Geduld zu haben !!
      Ich melde mich. Danke !!

      Gruß,
      Norbert
      Lieber Norbert!

      Ich nehme an, es ist der Kondensator, den ich im Bild mit dem kleinen roten Pfeil gekennzeichnet habe.
      Das ist kein einfacher Stützkondensator, obwohl er an der Betriebsspannung hängt.
      Da sollte man schon die Kapazität brauchbar wieder hinbekommen.
      Schaltet man dreimal 47 pF parallel, gibt da 141 pF, passt prima!
      Da würde ich keramische Scheibenkondensatoren mit 500 Volt Spannungsfestigkeit nehmen.
      Ordne sie so an, daß sie aus Vogelperspektive wie ein dreiflügeliger Propeller aussehen.
      Baue das Gebilde so, daß es der Länge ab Blech des ursprünglichen Kondensators entspricht.
      https://www.conrad.de/de/keramik-scheibenkondensator-radial-bedrahtet-47-pf-500-v-5-5-mm-1-st-451711.html
      Die würde ich vermutlich nehmen, Link als Beispiel.

      Andreas
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      • ukw140p.png

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      Jap....genau den meine ich !! , lieber Andreas,
      das Teil ist so merkwürdig aufgebaut, dass ich mich nicht wundere, wenn du den sooo nicht kennst. Werde das Teil mal komplett sezieren und schauen, wie der wirklich im Detail aufgebaut ist. Gebe dann Bericht !!

      An die Kerkos hab ich auch schon gedacht. Scheiben bis knapp über die 140pF hatte ich auch schon überlegt. Danke für die Bestätigung !!
      Was hältst du von den Keramikröhrchen, die "Flambeau" (Martin) im Angebot hat?

      Gruß,
      Norbert
      Das scheint mir ein damals völlig üblicher, einseitig bedrahteter Rohrkondensator für HF-Aufbau zu sein, im Original wohl nicht mehr zu beziehen.
      Ich könnte mir vorstellen das ein stinkgewöhnlicher Kerko in Widerstandsform (mit Farbcode) genügt, wenn man eine Seite rel. nah am Korpus zu einer später komplett zuzulötenden Öse formt. Solche Typen habe ich schon mehrmals erfolgreich als Ersatz in HF verwendet, Zufall?! Wer weiß! In der Computertechnik müssen die noch viel höhere Frequenzen behandeln als in so ´nem Radio. Der Ersatz wird aber so oder so nicht genau passen und wird gezogen werden müssen, da schon der Alte real und nicht ideal gewesen sein wird.
      Gruß Jogi
      -------------
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      [frei nach W. Reus]
      hallo Jogi,
      danke, dass du auch noch ne Idee hast. Nahes anlöten des C an das Chassis ist nachvollziehbar und machbar. Was meinst du mit "ziehen" ?
      Wir sprechen doch von Lötarbeiten im inneren des UKW-Kästchens.....nicht etwa von Arbeiten, die mit der alten Öffnung des ursprünglichen Rohrkondensators zu tun haben. Richtig?
      Noch ne Frage: ist das einhalten des exakten Kapazitätswertes notwendig? Eher mehr oder weniger?
      Ich erkläre mal!

      Flambeau hat die richtige Bauform, jedoch den falschen Wert.
      Vor den Scheiben waren die Röhrchen aktuell.
      Steckt man ein Röhrchen mittig ins Abschirmblech, hat man für Masse einen vernachlässigbaren Leitungsweg.
      Drahtstücke haben eine Induktivität, die man häufig nicht haben will.
      Die hat man dann für Masse eingespart.

      Die Kondensatoren kenne ich schon.
      Nur machte mich die Aussage mit den zwei Anschlussdrähten stutzig.
      Das ist aber offensichtlich geklärt, eine Art Lötpunkt.

      Einen passenden Röhrchenkondensator wirst Du kaum finden.
      Deshalb mein Vorschlag, wie man sinnvoll einen Ersatz baut.
      Dreimal 47 pF parallel ergibt fast exakt die gewünschten 140 pF.
      Den Wert solltest Du brauchbar treffen, sieht nach kapazitivem Spannungsteiler aus.
      Es liegt Anodenspannung an, das Gebilde muss ausreichend spannungsfest sein.
      Schaltest Du Induktivitäten parallel, verringert sich die Gesamtinduktivität.
      Rechnerisch ging auch 220 und 390 pF in Serie, die Induktivitäten addieren sich aber.

      Zuerst dachte ich an SMD-Kondensatoren, um damit einen Ersatz zu bauen.
      Vom Gehäuse her sind die bestens, günstige HF-Eigenschaften.
      Nur bekommt man die kaum in der benötigten Spannungsfestigkeit.

      HF-Grüße,
      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      eben sind die beiden Test-kondensatoren von "flambeau" gekommen. Ganz schöne Dinger......übrigens doch jeweils mit 100pF, so wie vermutet hatte. Also vom Wert her nicht ausreichend aber sehr interessante Teile mit recht großem Innendurchmesser. Dafür vielen Dank !!!

      Den Freiburg Restaurationsbericht lese ich mir mal genau durch. Danke, Achim !!!
      Bis die Tage.....
      Gruß,
      Norbert
      bin schon wieder da......kurze Rückmeldung:
      Genau dieser kondensator ist es, aber das hatten wir ja bereits geklärt. Schon eine merkwürdige Bauweise, so dass ich nun versuchen werde einen 150pF Rohrkondensator mit der entsprechenden Spannungsfestigkeit einzulöten. Einseitig direkt ans Chassis !

      Sagt mal, ich hatte zu Beginn der Arbeiten die fast "blinde" EM80 getauscht, gegen eine angeblich vergleichbare russische Röhre, die auch sehr hell ist. Könnte die Probleme machen? Es handelt sich um die "6E1P" von "antikradio-restored". Es hieß, man müsse keine Veränderungen am Sockel vornehmen. Wie seht ihr das?
      Gruß,
      Norbert
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