SABA MI-212 verschiedene Versionen ?

      SABA MI-212 verschiedene Versionen ?

      Hallo Leute

      ich habe wieder einen MI-212, allerdings bin ich etwas verwirrt.

      Im Phonomodul befinden sich an Position C553 und C753 nicht 47µF sondern 10µF Elkos

      auf dem Mainboard befinden sich 6 zusätzliche Elkos und zwar auf den Positionen C373, C383, C386 und C376, C332 und C331

      ich habe die Elkokur jetzt erst mal gestoppt, da mein Schaltplan diese Positionen NICHT verzeichnet

      Hat jemand einen solchen Schaltplan? Die Elkos sind verkokelt, sodaß ich die Werte nicht erkennen kann

      Die Seriennummer des Amps lautet 71797731

      Vielen Dank euch

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      ok

      evtl. hat da jemand Mist gebaut

      ich hab da rein aus Routine auch 47µF reingelötet, bis mir aufgefallen ist, daß die ausgelöteten nur 10µF hatten

      dann habe ich die 6 zusätlichen Elkos auf dem Mainboard entdeckt

      das ist mein erster 212er, der nicht nach meinem Schaltplan bestückt ist

      kannst Du mir Deinen Schalplan mal schicken ?

      Steht da was von Revision oder sowas ?

      Ich verstehe das nicht...

      Manchmal stand bei TVs bis Seriennummer so und so

      Elko Untschiede zwischen Schaltplan 1979 und 1980

      Also

      im Phonomodul hat jemand von Werk aus Mist gebaut und aus Versehen 10µF eingesetzt, das waren noch die orgiginal eingelöteten Elkos, es stimmt, laut Schaltplan 47µF

      also korrekt C553 und C753 beide 47µ.

      Nun zur Variante mit den zusätzlich verbauten Elkos

      auf dem Mainboard
      C373 = 1 µ
      C383 = 1 µ
      C386 = 1 µ
      C376 = 1 µ
      C332 = 1 µ
      C333 = 1 µ

      auf der Reglerplatte
      C418 = 1 µ
      C438 = 1 µ

      Weitere Modifikaionen sind mir bisher nicht aufgefallen, da ich mich nur auf Elkos konzentriert habe

      Es existieren also die Schaltpläne

      MJ212/STZ148/17 12 79a
      MJ 212/STZ 147/ 110280 (VSO 36320480140 M)




      C331 = 100 µ (Stützelko)

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      Das nennt sich Produktpflege und -weiterentwicklung.

      Gute deutsche Hersteller hatten immer ein Qualitätssicherungs-Management auch außerhalb des Hauses, große Rückkanäle waren die an die Hersteller gebundenen Fachhandelspartner und Fachreparaturbetrieb. Jedes und alles was an Fehlermöglichkeiten auch noch so Geringes auftauchen konnte gelangte an die Entwickler und wurde für die nächste Version einkalkuliert, so waren auch die Technischen Zeichner dauerhaft zu beschäftigen, indem sie permanent Pläne neu erstellten und Änderungen vornahmen. Ich kann mich da an Endstufen erinnern die erhielten alle paar Monate neue Kondensatorwerte und Werte für die Emitterwiderstände für noch mehr Sicherheit gegen Schwingen und HF-Einstrahlungen.

      Das wurde dann später bei Computern das A und O und das Qualitätsmerkmal zwischen Höckerern und zuverlässigen, vertrauenswürdigen Anbietern.
      "Mainboard XY läuft mit Speicher Z und CPU A nicht sauber - diese Kombination wird nicht mehr ausgeliefert, in Kürze bringt der BIOS-Progger eine neue Revision heraus und das Problem ist weg" ... so war das bei guten Computern.
      Heute gibt es das nur noch selten und teuer als Gegenpart jede Menge billigen Wurfmist, den man nur entsorgen kann wenn einmal erst so ein Wurm drin steckt.

      Ende dieser tollen Idee deutscher Ingenieure in der U-Branche kam mit dem Abwurf von massenweise Fernostmüll zu Preisen unter den Produktionskosten, da war kein Spielraum mehr für Produktpflege-Maßnahmen. Die Neuschrottrate stieg ins Unermessliche, manches Zeug kam schon kaputt in den Handel - ich mußte mal ein japanisches Gerät dreimal an den Handel zurückgeben ehe ich eines hatte das überhaupt eingeschaltet werden konnte - nach 3 Monaten Herumgeschaukel auf riesigen Paletten in gewaltigen Containern auf den Ozeanen der Welt. Man hört und man konnte es auch spüren das später sogar in Deutschland kaum noch solche Maßnahmen betrieben werden konnten, weil man schon mit der Nase auf der Wasseroberfläche auflag bei dem imperativen Konkurrenzdruck aus der Reisschüssel.
      Gruß Jogi
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