9140 mit Problemen

      Hallo Chriss_69 und Jogi, vielen Dank für die sehr ausführliche Herangehensweise und Schaltungserklärung.

      Kurz noch zur "leise 20 dB" Taste unter der ich mir mehr versprochen habe. Denn ich finde das Lautstärkepoti ziemlich grob und die ersten Raster sind teilweise so sehr laut das es mir schon beim nächsten rasten zu laut ist.

      Daher wollte ich die leise Taste nehmen, denn dann kann man die Lautstärke schön fein einstellen da man viel weiter aufdrehen muss.
      Weil es aber so dumpf und muffig klingt ist es nicht wirklich ein Genuss.

      Aber ich gehe dem Hinweis nach mit dem Abschwächer-Netzwerk und werde die Bauteile prüfen.

      Ich bin etwas eingespannt und werde noch 2 Wochen vergehen bis ich hier weiter machen kann.

      Vielen Dank noch mal, viele Grüße Sascha
      Saba 9140, 9241, 9260
      Hallo Sascha,

      bezüglich -20dB-Taste: Du kannst auch versuchen, wie es mit linear arbeitendem Abschwächer klingt: C3203 (220 uF) brücken - verhindert die Bassanhebung, C3201 (1 nF) auslöten - verhindert die Höhenanhebung. Der Umbau mindert aber die Wirkung der Loudnessschaltung etwas, da man das Poti für gleiche Ziellautstärke weiter aufdrehen muss.
      Auch die Stärke der Abschwächung lässt sich mit linearem Netzwerk einfach mindern, z.B. durch größere Werte von R3203.

      @Jogi: Was Du alles weißt! Ich hab mich immer gefragt, wofür so eine Abschwächeltaste gut sein soll, wo es doch ein Poti gibt. Sie abends zu benutzen, darauf bin ich nicht gekommen.
      Zugegeben, gewisse Nützlichkeit hat sie, wenn frau eine Frage stellt, die im Tosen der Beschallung unterzugehen droht. Taste gedrückt - Meinungsaustausch - Taste nochmals gedrückt - der Musikgenuss kann auf identischem Level weitergehen.

      Viele Grüße,
      Christian
      **************************************************
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      Ja, wie gesagt gab es diese Taste in frühen Zeiten der Audiotechnik oft, schon in einigen Röhrenradios fand man sie im Klangregister-Tastensatz, weil man damit auf einen Schlag die Lautstärke gezielt herabsetzen kann, ohne dabei die Ausgangsposition zu verlieren, bspw. wenn man hören will ob das Telefon klingelt oder jemand etwas sagt oder weil man nachts die Nachbarn nicht reizen möchte.

      Aber meine Meinung ist, entweder "Leise" Taste mit Konturenanhebung, oder Loudness-Schaltung mit Konturenanhebung, beides zusammen ist zuviel der Konturenanhebung. Gerade zum Anpassen der Verstärkung an Kopfhörer ist sie somit völlig ungeeignet, gerade beim Kopfhörerbetrieb möchte man eigentlich ein sehr lineares und natürliches Klangbild und nicht so ein Geboller das die Membranen aus dem Hörer springen.

      Die zu hohe Lautstärke schon im unteren Drittel des Einstellbereichs einer Audio-Anlage ist auch so ein nicht gerade tolles "Feature", es entspringt zum Teil der menschlichen Einfalt gepaart mit fachlich unterbelichtetem Imponiergehabe, ich erinnere mich an Zeiten da wurde die Qualität einer Audio-Anlage unter Laien im Straßengespräch manchmal in etwa wie folgt abgewickelt:
      A: "Meine neue Anlage ist so laut, da fallen bei Lautstärkesteller auf 4 schon alle Tassen aus dem Schrank."
      B: "Ätsch, das passiert bei mir schon bei 2, deine Anlage taugt weniger als meine, ich kann viel mehr noch herausholen."
      A: "Dafür geht meine andere Anlage aber bis 100, bäääh."
      Ich habe bei solchem Unfug immer schnell Land gemacht, damit ich nicht mit solchen Flachmännern zusammen gesehen werde.
      In Wahrheit ist es ein Unding die Verstärkung so hoch anzusetzen, daß man die Potistellungen von Eindrittel auf Dredrittel niemals gebrauchen kann. Es verschlechtert den Geräuschabstand außerdem, da die Überverstärkung natürlich auch für Störsignale gilt.

      Telefunken-Verstärker, welche ich zur etwa den Zeiten einer 9140 bevorzugte, hatten das Ganze mit Pfiff gelöst. Es gab eine normale Loudness-Schaltung, die wie es sich gehört auf den Drehwinkel des Lautstärke-Potis ausgerichtet war, dazu gab es einen mehrstufigen Steller "Pegel" mit dem man die Verstärkung des Steuerteils in drei -Dezibel Schritten verändern konnte. Man konnte so den optimalen Geräuschabstand wählen und die optimale Wirkungsweise des Lautstärkestellers bezüglich Lautstärke und Loudness-Wirkung.
      Grundabgleich in etwa so: Pegelsteller auf niedrigste Stellung, Lautstärkesteller in den Bereich des das oberen Drittels, Pegelsteller erhöhen bis man seine persönliche Erträglichkeitsgrenze der Lautstärke eingetellt hatte. Nun hatte man also für alle späteren Einstellungen einen ca. Dreiviertel Drehbereich des Lautstärkestellers und entsprechende feine Zwischenschritte besonders und gerade im leisen Bereich. Dafür paßte dann auch die Loudness genau, es wurde also nicht schon im normalen und lauteren Betrieb bollerig wie bei SABA, sondern die Bäße folgten ziemlich gut der Gehörempfindlichkeitskurve. Der letzte Bereich des Drehwinkels diente bei mir als Verstärungsreserve, den stellte ich mir bei Gelegenheit mit einer sehr leisen Tonquelle, dem leisesten UKW-Sender, der leisesten Klassikschallplattre o.ä. passend ein. Jedenfalls bloß keinen Störabstand verschenken, Brummen und Rauschen aufgrund falscher Einstellungen ertrug ich immer schon schlecht.

      Zusätzlich konnte man die Loudness noch ganz aus dem Signalweg räumen (Linear-Loudn. Schalter) und es gab zwei unterschiedlich angepaßte Kopfhörer-Ausgänge, denn auch das spielt eine Rolle, der Kopfhörer wird bei SABA ja garnicht richtig angepaßt (bloß ein vorwiderstand reduziert die Ausgangsspannung, die Hörer-Impedanz findet garkeine Beachtung) was zu schlechter Anschlußdämpfung und damit zu einem indifferenten Klangbild führen kann. Heutige Kopfhörer sind aber nicht mehr mit den damaligen vergleichbar, sie sind viel zu niederohmig für diese Schaltung und bollern damit indifferenziert und zu laut in der Gegend herum, was nebenbei auch wieder den Störabstand verschlechtert.
      So genug über SABA gelästert, bei all den Schwächen im Detail ist es immer noch mit vom Besten was man sich anschaffen kann.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Moin Zusammen,

      ich wollte einen Zwischenstand geben.

      Alle Elkos wurden getauscht, ausser die 10.000er am Netzteteil, alle Tantal ausgewechsel, Treiber Platinen überholt und mod. durchgeführt, Spannungen neu eingestellt und abgeglichen.
      Es fehlt noch der Abgleich der Abstimmplatine, und Sterodecoder, passt zwar erst mal mit gleicher Potistellung aber mache ich noch demnächst.

      Das Problem mit den Tape 1&2 Eingängen habe ich gelöst, es war das falsche Kabel, nun geht´s :)
      Die Leise Funktion habe ich angepasst, dort habe ich den C3203 durch einen 0,68 uF ersetzt, jetzt kann ich damit leben.

      Die Mute Funktion wehrt sich hartnäckig, habe den Schalter geprüft und geht bis hinten zur Grundplatte und geht dann einwandfrei auf die FM-ZF Platine.
      Dort habe ich alles was zu Pin 5 und 12 geht gepüft, und ist soweit ok, und habe die Vermutung das der IC defekt ist.

      Meine Überlegung ist, da ja die Mute Funktion eh nur bei Radio funktioniert, einfach den Taster umlenken die Kabel sind ja lang genug, und das Relais auf dem Relaismodul zu unterbrechen.
      Also die Spannung unterbrechen, dann wäre die Mute Funktion bei jeder Quelle funktional.

      Die Schalterstellung ist genau andersrum also beim drücken eine Schleife, so muss ich mir noch weiter Gedanken machen wie ich das löse.

      Anbei die Bilder von Heute, freu mich auf Anregungen, Lösungsvorschläge und Kritik natürlich auch :)

      Gruß Kuni







      Saba 9140, 9241, 9260
      Moin Sabafreunde,

      das mit der Muting Taste hat sich aufgeklärt. Ein Blick in die Bedienungsanleitung brachte den Durchbruch, und es steht wie folgt:

      "muting"
      Mit eingeschalteter Taste wird während der Senderwahl im UKW-Bereich das Rauschen zwischen den einzelnen Sendern unterdrückt und nur Stationen, die eine Mindestfeldstärke überschreiten, zur Wiedergabe freigegeben. Bei Fernempfang empfiehlt es sich, die Taste wieder auszuschalten.

      Das habe ich so ausprobiert und es funktioniert genau so wie beschrieben, also ist die Taste Funktion gegeben.

      Jetzt habe ich versucht die Abstimmung neu einzustellen aber finde keine wirkliche Anleitung dazu.
      Was ich genau am P512 und P516 einstellen kann und muss.

      Was ich finde ist das am Punkt B8 31 Volt und B9 4 Volt anliegen sollen.
      Bei mir messe ich an B8 29,51 Volt und an B9 3,07 Volt, desweiteren an B7 11,01 Volt, erst wenn ich auf Tape umstelle geht´s auf 0,0 Volt runter.

      Stehe etwas auf dem Schlauch, kann mir jemand helfen?

      Gruß Kuni
      Saba 9140, 9241, 9260
      Moin Leute,

      ich wollte mal wieder etwas hören lassen. Den Abgleich mit P512 & P516 habe ich hin bekommen.
      Einen neuen Netzschalter habe ich nun auch endlich bekommen und eingebaut, alles wieder zusammen gebaut und der Saba spielt seit dem einfach nur toll.

      Eine Kleinigkeit ist mir aufgefallen, wenn ich ihn einschalte dauert es ein wenig und dann fängt die Musik ganz leise an zu spielen und wird dann lauter.
      Ähnlich wie beim Röhrenradio nur halt schneller, denke es sind so 3-5 Sekunden.
      Auch habe ich ein ziemlich lautes ploppen in den Lautsprechern beim ausschalten, was mich schon eher stört als das verzögerte einschalten.

      Im letzten Bild ist die Relaisplatine zu sehen, den C686 habe ich mit 470uF raus genommen und durch einen 100uF ersetzt.
      Den Ausschaltplopp hatte ich erst auf den Netztschalter geschoben, weil der ja defekt und überbrückt und die Kabel zum entladen nicht angeschlossen.
      Nun ist alles Original anschlossen, und vielleicht hat jemand eine Idee ?

      Danke im voraus Grüße Kuni
      Saba 9140, 9241, 9260
      Moin,

      hat jemand eine Idee wo ich hier suchen könnte?

      Wenn ich ihn einschalte dauert es ein wenig und dann fängt die Musik ganz leise an zu spielen und wird dann lauter.
      Ähnlich wie beim Röhrenradio nur halt schneller, denke es sind so 5-7 Sekunden.
      Auch habe ich ein ziemlich lautes ploppen in den Lautsprechern beim ausschalten, was mich schon eher stört als das verzögerte einschalten.

      Ps. alle Elkos sind neu, ausser die 2x10.000uF am Netzteil sind noch original.

      Wäre super wenn jemand eine Idee hätte, denn ich habe aktuell keine Idee.
      Saba 9140, 9241, 9260
      Hallo Kuni,

      das langsame Hochfahren der Lautstärke kann ich nicht deuten. Das Knacken beim Ausschalten hat aber mit Sicherheit etwas mit dem Relaismodul bzw dessen Ansteuerung zu tun.



      Beim Ausschalten verbindet der Wischkontakt des Netzschalters R691 mit Masse und nimmt dem Relais den Strom. Noch bevor andere Betriebsspannungen zusammenbrechen, diese sind ja mit mehr oder weniger großen Elkos gestützt, werden so die Lautsprecher vom Verstärker getrennt. So steht es auch in der Schaltungsbeschreibung.




      Du kannst z. B. das korrekte "Auf-Masse-Schalten" beim Ausschalten mal unter die Lupe nehmen: Beim Ausschalten die Spannung an Pin 11 überwachen, z. b. mittels LED und Vorwiderstand von ca. 1 kOhm. Die Spannung muss schlagartig weg sein, sobald der Netzschalter losgelassen wird.

      Auch die korrekte Funktion der Abschaltung kann man testen: Kurz! (max. 1 s, da R688 und R691 dabei schnell warm werden) Pin 11 mit einem Stück Draht auf Masse legen. Das Relais muss sofort abfallen und nach dem Loslassen wieder mit der normalen Einschaltverzögerung zuschalten.


      Noch ein Nachtrag: Trennt das neu verbaute Relais im Ruhezustand auch wirklich den Signalweg? Durchklingeln im ausgeschalteten Zustand (Kontakte 1- 2 und 3/4 - 5/6) kann nicht schaden. Wenn sie Durchgang haben, ist die beste Schaltung davor machtlos. Und es ist keiner zu blöd, einen solchen Fehler einzubauen.

      Viele Grüße,
      Christian
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      Hallo,

      den Effekt mit dem langsamen Hochfahren der Lautstärke hat mein 9240 im Moment auch. Es liegt daran, dass die Einschaltverzögerung des Relais zur Zeit nicht funktioniert, und es beim Einschalten sofort anzieht. Offensichtlich braucht der Receiver ein paar Sekunden Hochlaufzeit bis alles funktioniert.

      Bei Dir hört es sich an, als ob die Verbindung zwischen Endstufe und Lautsprechern immer besteht. Den Tipp von Christian mit dem Durchmessen des Signalweges im ausgeschalteten Zustand solltest Du mal als Erstes umsetzen.

      Gruß

      Rolf
      Einige Szenarien, ohne das Gerät jetzt im Detail studiert zu haben.

      - Endstufe fährt hörbar hoch, weil der Ausgang garnicht abgetrennt ist - erklärt auch den Power-Off Plopp.
      - Wischerkontakt Netzschalter ist defekt oder verharzt und hängt folglich hinterher oder ganz fest.
      - Abtrenn-Relais hat eben besagtes Problem it Hängen/Kleben.
      - Wenn das Relais von einer Schaltung angesteuert wird und nicht nur per Kontakt, dann kann es in der Schaltung Lecks geben, also Elkos die mehr als Widerstand fungieren oder Transistoren die inkonsistent arbeiten. Schnelllösung ohne viel Zipp und Zapp wäre diese 1:1 zu ersetzen.

      (Sinnvollerweise gibt es Geräte - gut eigentlich kann ich das nur ganz genau über meine Eigenbauten sagen - die bei jedweden Fehlern am Ausgang der Endstufe das Relais abfallen lassen, dazu muß eine Probe des Signals gezogen, einer Vergleichsstufe (Ist-Soll-Wert) zugeführt werden und ein Schaltkriterium in die Relaistreiberstufe eingespeist werden.
      Ob SABA sowas konnte und gemacht hat, kann ich so jetzt nicht sagen. Aber wen, dann kann das geschilderte Verhalten auch ein starker Hinweis auf brachiale Fehlverhältnisse in den Endstufen sein oder die Sensorikschaltungen - also die Fühler für falsche Ausgangssignale - sind nicht mehr in Ordnung.)

      Den Abschnitt habe ich mal ausgeklammert aber nicht gelöscht, weil er allgemein informativ sein könnte.

      SABA hat so eine kombinierte Schutz- und Verzögerungsschaltung.
      Es müssen alle Spannungen auf dem Relais-Modul gemessen und in Ordnung sein, damit die Schaltung ihre Funktion erfüllen kann.
      Die Devise heißt gezieltes durchmessen.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Moin,
      vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Hilfestellungen wirklich klasse.

      Habe gerade einmal die Schleifkontakte vom Netzschalter gemessen, und passt alles auch die richtige Verbindung an den Farben passt auch.
      Der Netzschalter ist neu aber Original von Alps daher hatte ich eher keine Bedenken.

      Kurz um: Ich habe testweise aus meinem Schlacht 9241 die Relaisplatine ausgebaut, und was soll ich sagen funktioniert damit perfekt.
      Der Saba spielt sofort los, ohne Ein und Ausschaltplop, richtig sanft und es macht Freude.

      Die eigentliche Realaislplatine funktioniert nun überhaupt nicht mehr. Habe das neue Relais raus gelötet und alte Originale ein, alles kontrolliert auch die LC-Glieder aus gelötet aber hier bleibt noch ein Fehler.
      Das Relais zieht auf der Platine nicht mehr an, und werde jetzt den Fehler eingrenzen.

      Frage mich was an den beiden Relaisplatinen für Unterschiede gibt, und was ich beim überholen für Fehler gemacht habe.

      Viele Grüße Sascha
      Saba 9140, 9241, 9260

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kuni“ ()

      Wie heißt es in der Politik so schön - und wenn man mal nicht weiter weiß dann gründet man einen Arbeitskreis.
      Bilde doch einfach einen Meßkreis für das defekte Modul.

      12V (auch eine 9V Blockbatterie kann vermutlich reichen und es kann nicht viel passieren damit) anschließen,
      Masse anschließen.
      Die Probe-Eingänge auf Masse legen.
      Die LS-Signalwege, also an den Schaltkontakten des Relais, alle offen lassen damit man daran auf einfache Weise Durchgang messen kann, je nach Lage der Kontakte.
      Den Netzschalter kannst du simulieren indem Pin 11 mal offen bleibt und mal kurz über Masse wischt.

      Das Relais muß den SIgnalweg der LS-Anschlüsse an und ausschalten je nach Zustand von Pin 11.

      Die Probe-Eingänge müssen bei angelegter 1,5V (bspw. eine Batteriezelle über 1kOhm als Sicherheit) gegen Masse ebenfalls das Relais abfallen lassen. Das muß bei beiden Polungsrichtungen der nachgeschalteten Dioden klappen.

      Ist das nicht der Fall dann hat der dazugehörende Schaltungsteil einen Fehler.
      Verdächtig ist auf jeden Fall immer der Relaistreiber T691, u.a. da er hier nichtmal eine Freilauf-Diode besitzt.

      Ansonsten muß man weitere Messungen vornehmen, ist ja eine recht übersichtliche Schaltung mit klaren Zuständen.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Moin,

      wollte einen kurzen Zwischenstand geben.
      Auf der Relaisplatine war der T691 defekt, den T684 habe ich auch gleich mit ausgewechselt.
      Ebenso den Elko C686 ersetzt und auf 100uF angeboben, jetzt ist das leichte Einschaltkratzen auch weg.
      Eine Freilaufdiode habe ich auch gleich für das neue Relais eingebaut.
      Nun habe ich beim Aus-Einschalten Ruhe, so soll es sein.

      Aber das langsam lauter werden habe ich immer noch wenn man das Gerät >2 min aus hatte und wieder einschaltet.
      Die beiden großen 10.000er Elkos am Netzteil habe ich auch ausgewechselt, es ist ist nun subjektiv ein bisschen besser geworden.

      Wenn man unter den 2 min wieder einschaltet spielt er sofort los, ansonsten wird es langsam lauter.

      Würde vermuten das eine Spannung langsam hochfährt, aber welche ?

      Gruß Sascha
      Saba 9140, 9241, 9260
      Moin Reinhard,

      ja es ist auch bei externen Quellen genauso.

      Ich könnte mir noch ein Fehler im Netzteilmodul bzw. dessen Spannungsversorgung vorstellen.

      Oder ist es gar "normal" das es eine Kleinigkeit dauert bis die gewohnte Lautstärke erreicht wird?
      Vielleicht gibt es Erfahrungen....

      Grüße Sascha
      Saba 9140, 9241, 9260
      Hallo Sascha,

      nein, normal ist das nicht. Nach ca. 1 Sekunde soll alles voll da sein.
      Ob es am Netzteil liegt, kannst Du ja leicht prüfen.

      Hier die Spannungen an den bezeichneten Messpunkten für den 9140 (immer gegen Chassis-Masse gemessen). Du kannst ja feststellen, ob eine der Spannungen nur verzögert kommt.

      H5 -32V
      J5 60V
      J6 23V
      F4 15V
      F3 45V


      Gruss,
      Reinhard

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „oldiefan“ ()

      Die Hauptfrage wäre doch:
      Klackt zuerst das LS-Abschaltrelais und dann steigt der Pegel
      oder
      Klackt nix und der Pegel kommt sofort langsam hoch.

      2.Fall immer noch ein Fehler am Verhalten des Relais-Modul, bspw. könnte der Wischer am Netzschalter hängen, verzögert arbeiten oder etwas anders mechanisches ähnlicher Klasse.

      1. Fall die Stromversorgung ist zu langsam.

      Verdacht auf lecke Elkos die beim Laden gegen das Leck anstinken müssen und dafür Zeit brauchen.
      Kann man alles messen indem man zuerst stufenweise die Anstiegsgeschwindigkeit der Spannungen auf Schlüssigkeit überprüft.

      Wenn man damit durch ist und eine begrenzte Zahl an Verdächtigen ausgemacht hat, diese einseitig ablötet und - natürlich völlig entladen - den Widerstandsanstieg bir auf Unendlich beobachtet.
      Bei uns im Baumarkt gibt es ein Multimeter für 3,95€bei den üblichen Verdächtigen auch in diesem Bereich.

      1.a. Übergangswiderstände an Kontakten, Sicherungen (Schlappheit oder Grünverspanung der Halterung), Verbindern.
      Da muß der Strom durch ohne aufgehalten zu werden, ansonsten stellen sie ein Zeitglied da.
      Gruß Jogi
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      Moin,

      ich würde sagen 1. Fall die Stromversorgung ist zu langsam.

      Denn es klackt nach etwa. 1. Sekunde das Relais und dann kommt langsam die Musik und wird immer lauter.
      Leckende Elkos kann ich nicht testen, da ich keine Messbrücke habe.
      Die Spannungen mit einem Digitalmultimeter zu messen ist bisschen doof weil zu träge.

      Ich besorge mir ein günstiges analoges Multimeter, und werde die einzelnen Spannungen beim einschalten beobachten.

      Danke für die Antworten viele Grüße Sascha
      Saba 9140, 9241, 9260