Restauration gelungen......Meersburg W5-3D

      Restauration gelungen......Meersburg W5-3D

      So, liebe forumsmitglieder,
      ihr habt mir echt geholfen und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nach einem halben Jahr Werkbankdasein des Radios, steht nun ein wunderschönes Radio auf der Kommode.
      Es brummt kein bisschen und er kracht nur noch ein wenig beim ausschalten.
      Alles poliert (Heidenarbeit mit dem Messing), die Tasten und klangregler mit Gebissreiniger gesäubert (sehen aus wie neu) und dann das Gehäuse abgeschliffen, gebeizt (mit gold-Teak von Clou) und dann seidenmatt lackiert. Zum Abschluss noch die Zierstreifen neu aufgetragen.
      Ein echter Hingucker !!

      Man sieht, wie wertig früher die alten Saba-Radios gebaut wurden. Das änderte sich , vorallem abei andern Herstellern, leider ein paar Jahre später schon deutlich !!
      Ich hab mal ein foto angehängt !! Und nochmals vielen Dank an Euch !!

      jetzt muss ich mal schauen, ob ich mit speziellen Antennen noch etwas mehr aus der kiste rausholen kann, denn mit den eingebauten Antennen reicht es leider nur für recht schwachen Empfang auf MW, LW und KW. Wenn man abends, nach Sonnenuntergang auf Sendersuche geht, ist es schon ein echtes Abenteuer, die verfügbaren Sender in Europa aufzuspüren.

      Zum Schluss habe ich aber noch eine Bitte:

      Könnte ihr mir Tipps für besseren Empfang geben
      Und: die EM 80 tauschte ich mal gegen eine russische Röhre, die auch schön leuchtet. Jedoch funktioniert der Ausscchlag nur auf MW,LW und KW.
      Bei UKW passiert nix !!
      Hab ich da irgendwo einen Fehler eingebaut? Sender empfange ich genügend auf UKW, wenn auch leiser als bei angeschlossenem Tonabnehmer (dann ist der Klang ein echter Ohrenschmaus) .
      Über letzte Tipps würde ich mich riesig freuen !!!!

      liebe Grüße,
      Norbert
      Bilder
      • Meersburg-fertig-1.jpg

        792,8 kB, 2.611×1.469, 45 mal angesehen
      Hallo Norbert,

      versuche es einmal mit einer "Wurf- Antenne"
      so nannte man die damals zumind. in den 70zigern, das ist eine
      Dipol- Antenne (240 Ohm) , zu bekommen, z.B. beim
      Volker von radiorestored--> googeln.

      Wenn Du was richtiges an Antennen- Technik möchtest,
      dann wird es heute recht schwierig, habe selber die Erfahrung
      gemacht, wollte eine auf Langenberg ausgerichtete UKW- Antenne,
      habe hier alt gediente Radio& Fernseh- Firmen nur leider machen die so was
      nicht mehr, da sie keine Meßgeräte mehr besitzen, um den Nachweis
      des erfolgreichen Errichten einer solchen zu beweisen.
      Da gab es es wohl recht umfangreiche Diskussionen kommerzieller
      Art in der Vergangenheit, deshalb lassen die hier in EN ( Ennepetal)
      die Finger davon.

      Warum die EM80 bei Dir tot bleibt ???
      Es gibt sehr wohl noch EM80 in EU bzw. nicht RUS!
      Da gibt es noch welche von ORION.

      Gerät sieht super aus, Du kannst meine auffrischen :)

      Viel Erfolg

      Martin
      Moin Norbert,

      da hast du dir bei der Restauration aber sehr viel Mühe gegeben! Man sieht, dass viel Zeit, Geld und "Liebe zum Detail" investiert wurde.
      Eine Augenweide das Gerät. Immer wieder schön, so etwas schönes zu sehen.

      Wünsche weiterhin viel Erfolg bei weiteren Restaurationen!

      Viele Grüße
      Micha
      Hallo Norbert,

      sehr schön geworden!
      Wenn die EM 80 bei AM ausschlägt und bei UKW nicht, hat das nix mit dem Fabrikat zu tun. Dann liegt ein Fehler vor.
      Die EM zeigt bei UKW die Spannung am Ratioelko an, welche von diesem über den 3MOhm und den Kontakt U7 zum Steuergitter der EM geleitet wird. Auf diesem Pfad geht die Spannung irgendwo stiften.
      Miss mal die Spannung direkt am Ratioelko. Bei einwandfreier Funktion des Empfangsweges sollte sie bei stark einfallenden Sendern in die Größenordnung von minus 30 bis 50 Volt steigen.

      Die Gehäuseantenne ist jeder angeschlossenen Strippe deutlich überlegen. Nur eine richtige UKW-Antenne bringt mehr. Das sollte aber alles nicht nötig sein. Solche Zwölfkreiser wie dein Meersburg sind sehr empfindlich und bringen, wenn intakt, auch mit der Gehäuseantenne alle am Wohnort empfangbaren Sender in bester Qualität und Lautstärke. Alles andere deutet auf Fehler (oder Fehlabgleich) hin.

      Gruß
      Stefan
      Lieber Norbert!

      Bezüglich UKW-Antenne und Selbstbau gibt es ein paar Themen im Forum.
      Link habe ich gerade nicht, es gibt hier einen sehr guten bebilderten Bauvorschlag Dipol.
      Soll es eine Richtantenne werden, kann auch geholfen werden:
      dl2jas.com/antennen/ukwfm/yagi_ukw.html
      Die habe ich vor etwa 10 Jahren hauptsächlich für unsere Mitglieder im Forum entwickelt.
      Der Nachbau ist relativ einfach, die Yagi wurde anscheinend schon häufiger erfolgreich nachgebaut.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      So, ihr Lieben,
      zunächst Danke für die netten Worte bzgl. der Optik ! Ja, es gefällt mir auch sehr gut.....war auch echt viel Arbeit mit dem Messing und den Tasten (Gebissreiniger ist echt klasse !!). Den Stoff habe ich erstmal gelassen. War noch in Ordnung, wenn auch nicht ganz sauber.
      Nach dem abschleifen habe ich Clou-Beize genommen (Farbton Gold-Teak). Lackiert mit Clou-Holzlack. Bezüglich der Lackierung kann man entscheiden, ob das Teil hinterher seidenmatt (wie bei mir) oder hochglänzend aussehen soll. Der Holzlack war auch von Clou. kein wasserverdünnbarer, denn davon halte ich nix (Ansichtssache).
      Wegen der Antenne les ich zur Zeit Vieles im internet. Antennenweichen gibts ja noch, um auf die 240 Ohm zu kommen und eventuell ne neuere Antenne anzuschließen.
      Ich habe noch ne Sony-Rahmenantenne für MW und LW, aber ob die was taugt ? ich probiers !
      Dank an Andreas für den Link !!
      Dank auch an Stefan für die Tipps mit der EM 80.

      ich muss sowieso wieder ran, da der Fronthochtöner nur bei Anschlag des Höhenreglers leise Töne von sich gibt. ich checke mal den Lautsprecher an sich und gucke nach dem Schalter im Tastensatz.

      Ich war in Urlaub und komme erst in den nächsten Tagen dazu, nach eventuellen Fehlern zu suchen. ich melde mich dann wieder.
      Übrigens sammeln sich allmählich die Röhren im Keller, da ich neulich zwei Radios ausgeschlachtet habe. in einem Radio lagen sogar noch verpackte Röhren.
      Leider hab ich kein Prüfgerät, aber ich werfe sie natürlich nicht weg !

      Also bis die Tage,
      Gruß,
      Norbert
      Lieber Norbert!

      Hier im Forum gibt es einen gut bebilderten Bauvorschlag, wie man von 75 Ω auf 300 Ω kommt.
      Suche mal danach!
      Der Trick, man symmetriert Koax und kommt auf die vierfache Impedanz.
      Früher wurde öfter 60 Ω verwendet, daraus wird dann 240 Ω.
      Heute ist Koax 75 Ω gebräuchlich, ergibt dann 300 Ω.
      Professionell, Messtechnik, wird meist 50 Ω verwendet, ergibt dann 200 Ω.
      Die Fehlanpassung von 200 oder 300 Ω auf 240 Ω ist gering, passt auch für Sendeantennen.
      Hier ein Link, wie man so einen Balun 1:4 ganz einfach aus üblichem Koaxialkabel baut:
      dl2jas.com/selbstbau/kabelbalun/kabelbalun.html

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hurrraaaa.....alles paletti....
      ich erzählte ja bereits davon, dass ich nun ein sehr schönes Meersburg W5 3D in meinem Arbeitszimmer stehen habe. Sieht nicht nur gut aus, spielt nun auch einwandfrei.
      Ich war ja schon froh, dass es überhaupt die Kondensator-Kur überlebt hat und ich nun eine ganze Reihe von Röhren liegen habe, die mir wohl noch gute Dienste leisten werden, zumal ich noch ein weiteres Projekt im Keller habe: AEG 6078 WD (1957/58).

      Ich werde mir auch noch ne Antenne basteln und gucken, ob der Empfang besser wird. Aber mein Problem mit dem gestörten UKW-Empfang ist beseitigt. Stefan (Klarzeichner) gab den entscheidenden Tipp: Der Signalweg über den Ratio-Elko bis hin zum U7 und weiter zur EM80.
      Ich hatte ja das Problem, dass bei UKW der Fächer beit stärkeren Sendern nicht aufging. Bei LW war es super, bei KW und MW war es ok.
      Der Ratio-Elko war bereits erneuert (neu :4,7uF / 160V) aber beim Studium des Schaltplanes in diesem Bereich, musste ich feststellen, dass ich schlichtweg den Signalweg über die Messbuchse Y unterbrochen hatte. Auch war ein Styro mit 1000pF an einer Stelle, wo er nach Schaltplan nicht hingehörte (war aber schon vorher so verbaut). Ich konnte keine Spannung am Elko messen !!
      Ich zog die Lötungen nach und tauschte den Elko vorsorglich erneut, diesmal gegen einen mit 6,8uF, zumal der vorige auch einen niedrigeren Wert hatte als er haben sollte.
      Alles Kontakte im Tastensatz erneut gecheckt und noch einmal gereinigt.

      Dann eingeschaltet.......wowwww.....was für ein Sound !!....und was für ein Ausschlag der Anzeigeröhre !!!

      Vielen Dank erneut an alle Aktiven im Forum !!!
      Das Thema Meersburg w5 3D wird wohl bald ein Ende haben. wäre schön, wenn ihr mir eventuell auch beim AEG zur Seite stehen könntet.

      liebe Grüße,
      Norbert
      nun melde ich mich doch noch einmal wegen des Meersburg W5......
      Es läuft nun täglich zwischen einer und zwei Stunden......bei einwandfreiem sauberen Klang und hervorragendem Empfang auf UKW (16 verschiedene Sender in rauschfreier Qualität und bei Vollausschlag der EM 80. Das Umschaltknacken ist das einzige Manko, aber erträglich.
      Am Phonoeingang für Kristalltonabnehmer habe ich ein selbstgefertigtes Kabel mit Bananensteckern und Cinch-Steckern auf der anderen Seite dran gehängt. Sogar die 4,7kohm-widerstände sind dazwischen ! Mein Wunschprogramm mit Hits aus den 50ern und 60ern versetzt mich dann ab und zu in alte Zeiten, als ich als kind vor dem Radio saß. Einziger Unterschied zu damals: jetzt hab ich ein Glas Rotwein dabei in der Hand... :P

      Gerne möchte ich aber noch den Empfang auf LW,MW und KW verbessern. UKW ist bereits mit dem Dipol erstklassig !!! Das hatte aber auch schon Stefan (Klarzeichner) angekündigt. Recht hat er !!! Der Zwölfkreiser von SABA liefert ein astreines Ergebnis mit eingebautem Dipol für UKW !!!
      Selbst beim Switchen auf Empfang für alle Wellenbereiche kommt ein brauchbares Ergebnis raus. BRAVO !!!!
      Nun möchte ich aber noch den LW und MW-Empfang verbessern.....und vielleicht noch den KW-empfang.
      Ich habe mir überlegt, die wahnsinnig lange Dachrinne anzuzapfen.....was meint ihr?
      Und was mach ich dann mit dem Erdungsanschluss am Radio?

      Liebe Grüße,
      Norbert

      Neu

      Danke euch Beiden....
      Die Dachrinne ist nicht in den Blitzschutz mit einbezogen. Bei Gewitter würde ich aber ohnehin vorher die Leitung von draußen kappen !!
      Die Erde an die Wasserleitung hatte ich schon überlegt. Werdeich mal probieren.
      Danke nochmals......melde mich wieder, wenn ich das Experiment durchgeführt habe.

      Ist einfach zu schön, so wie jetzt gerade, vor dem Radio zu sitzen, in die schön erhellte Senderskala zu blicken......auf Sendersuche zu gehen....und dabei ein Gläschen Rotwein zu genießen....

      Bis die Tage also.......
      Gruß,
      Norbert

      Neu

      Liebe Leser!

      Der Einwand von Achim ist gut, hatte ich nicht ganz bedacht.
      Ist die Dachrinne im Blitzschutz integriert, taugt sie eher wenig für Mittel- oder gar Langwelle.
      Bei Kurzwelle muss ein eventueller Blitzschutz nicht störend sein.
      Auch geerdete Systeme kann man schön erregen, wird gern professionell gemacht.
      Damit will ich sagen, selbst bei einer geerdeten Dachrinne sollte man es durchaus versuchen.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com

      Neu

      Hallo die Runde,

      die Ableitung der Dachrinne Richtung Erde hat natürlich eine (Serien-) Induktivität und eine (Parallel-) Kapazität.
      Diese Werte und die Höhe über dem Boden, auf der das Signal zum Empfänger abgegriffen wird, bestimmen das elektrische Verhalten.
      Wie Andreas schon ganz zutreffend angemerkt hat, kann so eine Antenne bei bestimmten (höheren) Frequenzen durchaus wirksam und damit geeignet sein. Versuch macht klug...

      Ich selbst habe den AM-Empfang in der Großstadt aufgegeben. Der Störnebel überlagert rund um die Uhr alles, selbst bessere Antennen helfen nicht.
      Wenn ich irgendwann aus der Stadt wegziehe, werde ich über meiner Wohnung im 2. OG das teilweise unausgebaute Dachgeschoss, in dem sich schon eine Werkstatt befindet und darüber einen ca. 12m langen Spitzboden haben. Dort will ich eine Langdrahtantenne spannen und zusätzlich eine lange Stabantenne oben an den Mast der SAT-Antenne montieren. Die Gegend ist zudem fast Störnebelfrei.
      Dann werde ich mich dem Thema AM-Empfang erneut widmen, wahrscheinlich mit mehr Erfolg.
      Achim

      Neu

      In Berlin kann ich natürlich bei AM-Empfang mitreden!

      Ich wohnte damals in Charlottenburg, etwa die Gegend zwischen Kurfürstendamm und Ernst-Reuter-Platz.
      Auch da geht was, da habe ich übrigens meine Dachrinnenexperimente auf 1,8 und 3,7 MHz durchgeführt.
      Mit der Dachrinne habe ich empfangen und gesendet.
      Ich hatte so etwa 150 Watt PEP und die Gegenstationen meist ähnliche Leistung.
      Da ging schon was, nicht nur Deutschland, auch Osten und nahes Skandinavien.
      Man muss halt filtern, bzw. einen guten Empfänger besitzen.
      Der Störpegel in der Stadt ist jedoch merklich höher als auf dem Land.
      Amateurfunkstationen in den meisten Ländern dürfen nicht über 1 kW Sendeleistung gehen.
      Radiostationen AM, abgesehen von den ganz großen, arbeiten so etwa mit 10 - 100 kW.
      Auch haben die wesentlich bessere Antennen, nicht selten Richtantennen.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
    • Benutzer online 2

      2 Besucher