Freiburg Telecommander G - neue Eingang (19 August 2018)

      Heute Nachmittag habe ich bei Chassis G95787 den Empfänger Platte ausgebaut. Damit lassen sich die verschiedenen Komponenten leichter entfernen und zu überprüfen.
      1. Die Selen Gleichrichter haben kein Defekt, starker noch messtechnisch sind alle Dioden Durchgänge sehr nah zu einander.
      2. Der Frako Elko (C962) zur Glättung des 14VAC Versorgungsspannung ist messtechnisch einwandfrei (249,4uF und ESR<10mOhm). Das ist nach mehr als 40 Jahre erstaunlich zu nennen.
      3. Der Entkopplung Kondensator für die Versorgung des Verstärker IC (IC951) auf die Empfänger Platte hatte seine Kapazität verloren. Tatschlich war auf der Pluspol Austritt von Elektrolyt zu spuren.
      Der nicht mehr Funktionierende C958 passt gut in das gesamte Fehlerbild. Einerseits ist C958 mit der wiederstand (R957) ein Filter, das der Versorgung Spannung für IC951 weit unterhalb 50Hz nochmals filtert. Anderseits entkuppelt C958 dieses IC wodurch der Puls strömen beim Betätigen die Fernbedienung aus diesem Kondensator bezogen werden. Das ist notwendig, weil der Serien Wiederstand R957 mit 1200 Ohm zu hochohmig ist. Dabei vermute ich (bin aber kein Expert zu dem mittlerweile sehr alten CA3035) dass diese Entkopplung auch notwendig ist um Oszillation der gesamt Schaltung zu vermeiden.

      Für diese Anwendungen mag ich gerne die Polymer Kondensatoren von Panasonic (SEP Serie) einsetzen. Diese Kennmarken sich mit einer sehr langen Lebensdauer und eine für diese Kapazität werten hoher ripple Strom Fähigkeiten (und sehr niedriger ESR). Diese habe ich aber nur noch im 47uF/20V, aber ein bisschen mehr schadet nicht. Nach einlöten der Ersatz und wieder Einbau der Platine sind alle Fernbedienbahre Funktionen wieder mit der Telecommander zu bedienen.

      Bleibt für die Bestandaufnahme nur (1) die Überprüfung der Versorgung Spannungen, (2) der Ersatz der Schalter FS2 und (3) der Ersatz der Lämpchen hinter der Front Platte. Danach werde ich dieses Chassis wieder zusammenbauen und als vorübergehend in nicht Revidierter zustand lassen.
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      Hallo Reinhardt,

      oldiefan schrieb:

      Unten im Bild ist die Beschriftung ja einwandfrei, das ist Dein zweites Gerät, nehme ich an.


      Das stimmt – die einwandfreie Front ist von dem Weißen G-model (Chassis G95787).

      oldiefan schrieb:

      Du schreibst, der Phono-Preamp ist noch zu überholen. Bei der Überarbeitung des 8120 waren bei mir im Phono-Vorverstärker sämtliche Elkos hinüber. Dort hätte ich es am wenigstens erwartet (oder vielleicht doch, wenn Phono nie in Betrieb war?)


      Das war eine der Zwei Grunde warum ich das Phono Modul in meinem 8120G auch unberührt gelassen habe und das auch für die beide Freiburg so geplant habe. Als Mitglied dir CD Generation habe ich selber wenig Langspielplatten und werde der Phono Eingang wenig oder gar nicht benutzen. Deinem Bericht war für mich den Grund um das Phono Modul von Chassis G95211 (und später auch die von meinem 8120G) doch zu überarbeiten.

      oldiefan schrieb:

      Ich habe es bei der Phono-Frequenzgangmesseung gemerkt. Mit "anti-RIAA" vorverzerrt, gab es keinen korrekten linearen Frequenzgang, sondern starke Bassabsenkung unter 100Hz. Schuld daran waren trockene Eingangskoppelelkos (10µF).


      Bei meinem H model waren diese Elkos noch nicht im Fehlerbetrieb, allerdings die ESR Messung deutete auf eine erhebliche Alterung dieser Kondensatoren hin.

      oldiefan schrieb:

      Die kleineren Werte (2,2µF) habe ich - wie Achim das auch macht - durch WIMA Folienkondensatoren ersetzt.


      Die kleine Wima MKS2 sind in jeder Applikation hervorragend. Selber ersetze ich die größere werte (bis einschließlich 10uF) auch mit diesen typ.
      Bei dem Freiburg im Holz Gehäuse (Chassis G95211) habe ich Letze Woche das Phono Modul entfernt und überholt.

      Wie Reinhard schon geschrieben hat waren die Kupplungskondensatoren am Eingang nicht mehr ganz in Ordnung; ein ESR von weit mehr als ein Ohm ist qualitativ selbst für ein Tantal zu viel, vor allem wenn das andere Exemplar ein ESR von weniger als 5 Milliohm hat. Dabei habe ich die kleinen Werte (bis einschließlich 10uF) mit MKS2 ersetzt und die größere werte durch Elna Silmic II. Damit ist das Phono Modul wieder einbaubereit.
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      Bei den Weißen Freiburg (Chassis G96787) bin ich weiter mit der Instandsetzung vorangegangen. Dafür wurde den Frontplatte entfernt, gereinigt und die Lämpchen ersetzt.

      Bei der Untersuchungen nach die nicht Funktionierende FB hatte erstand irgendwann der Verdacht das die Ein/Aus Schalter (FS2) an der Hinterseite Defekt sein konnte. Um diese Funktion weiter überprüfen zu können wurde diese Schalter überbrückt. Nach Ersatz der Defekten C958 auf der Empfänger Platte und die Wiederbeschaffung der von der FB zu bedienen Funktonen musste diese Schalter noch überprüft werden; dafür wurde es ausgebaut, gespult und vor Einbau wieder getestet.

      Nach einstellen der Netzspannung Wandler auf 240V, wurde das Netzteil überprüft. Dabei ließ sich feststellen das die Positive und Negative 45V vom Netzteil ungefähr 8V auseinander sind welches durch ein Beschädigter Selengleichrichter verursacht wurde. Nach Ersatz der Beschädigter Selengleichrichter D604 durch ein DIL4 Gleichrichter war der Diskrepanz ‘nur‘ noch 3V; was meins Einsehens noch immer etwas Zuviel ist. Allerdings war das auch der Fall bei meinem 8120G und die zwei andere Freiburg Receiver. Aber warum?

      Um etwas mehr darüber zu wissen habe ich ein Blockdiagram von dem Netzteil und deren Gebraucher gezeichnet. Das ergab die Einsicht das fast das ganze Empfänger Teil über die -24V Spannung lauft und damit die ±45V asymmetrisch belastet wird. Die gemessene Asymmetrie von 3V klingt damit plausibel.

      Bevor es dann zur Funktion Überprüfung geht müssen die einstellpunkte wieder gemessen und nachjustiert worden. Vorher war der Offset auf die Lausprecher Ausgange um die 80mV, nach Ersatz und Abgleich der +34 und -24V Spannungen schon über 150mV. Zu viel, also weitere Abgleich ist notwendig.
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      oldiefan schrieb:

      ….eben sehe ich, dass in ebay jetzt gerade ein Trafo aus einem SABA Hifi-Studio Freiburg ST-F angeboten wird. Könnte der nicht bei Dir passen? Aber der Preis....!!!


      Hallo Reinhard,

      Danke, dieser Trafo steht jetzt schon langer auf eBay, also der Preis ist glaub ich ein bisschen übertrieben. Allerdings habe ich bei diesem Anbieter schon einige Teile von unserem Freiburg F-ST gekauft (Endstufe, incl. 2N2147 und Register Platine) und dabei bemerkt das sich über dem Preis unterhandeln lasst, aber ob der Preiss sich so runterhandeln lasst was beidseitig akzeptabel ist lasst sich fragen.

      Da hinzu kommt das den Trafo von dem F-ST, andere sekundär Wicklungen kennt und neu Wicklern muss, also dieser Trafo ist eigentlich gut geeignet für jemanden der ein Ersatz für einen F-ST braucht. Ich habe mich überlegt es als Ersatzteil zu kaufen, aber dann als Lager bestand, wenn etwas Ähnliches mit meinem F-ST passieren kann. Bisher habe ich aber noch nicht zugeschlagen.

      Dass gesagt habende, der Letzen mal das ich mit der Fa. Reinhofer Kontakt hatte war Anfang September wann ich selbst für geschaffte in Dresden war. Seitdem gab es keinen update mehr. Ich muss ehrlich sagen das ich das Reinhofer traject aufgegeben habe wird aber weiterhin versuchen.

      Nichtdestotrotz habe ich mir andere Gedanken gemacht. Bis auf ein paar Details, ist das Empfänger und Verstärker teil des 8120 baugleich an die Freiburg TC. Die für Fernbedienung notwendige 35V und 14V sekundär Wicklungen lassen sich dann über einen kleinen Trafo erledigen. Ein 8120 zum Schlachten ist allerdings eine Sache an-sich.

      Zu die beide anderen Freiburg Receiver; Chassis G95211 ist fast fertig, Details werde ich Später teilen. Bei dem Weißen Freiburg (Chassis G95787) musste ich für die Wiederinstandsetzung lediglich die Sicherungshalter noch ersetzen, weil während der betrieb der UKW empfang beeinflusst wurde. Ob das durch die auseinander gefallene Sicherung verursacht oder der Sicherungshalter selber verursacht kann ich nicht mit Sicherheit feststellen, aber nach Ersatz der Sicherung Halter und Sicherung war der UKW empfang wieder in Ordnung.

      Weiterhin habe ich die Versorgungsspannungen und der Ruhestrom und Offset der beiden Endstufen neu eingestellt und das gerat wieder zusammengebaut. Vorübergehend will ich das weiße Freiburg so original wie möglich halten damit ich ein vergleich zwischen den überarbeiteter variant (G95211) und ein weitestgehender original variant (G95787).

      Raymond
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      Der Hölzernen Freiburg ist mittlerweile auch fertig. Dafür wurde in die letzten Wochen die folgenden Arbeiten durchgeführt.
      1. Außer die Elkos im Treiber Module und im Emitter Entkopplung von T472, T772 im Vorverstärker sind alle 100uF/220uF Elkos durch Rubycon ZL/ZLH ersetzt.
      2. Die Sieb Elkos für die Endstufe sind durch Neuware von Fischer & Tausche ersetzt, dabei die Kapazität von 4x4700uF zu 4x10000uF erhöht. Mittlerweile sind die LFB Kondensatoren von F&T für 105°C freigegeben. Nach Berechnung Ripple Strohm (mit LtSpice) liegt der 2000std Punkt bei 108°C.
      3. Die Einsichten von Reinhard mit Bezug das entladen der Große Sieb Elkos (#1) mitgenommen. Konkret bedeutet dat die Verdopplung der Kapazität von C616 und C617.
      4. Platzierung der Ultraschall Empfänger und die abgehende Leitung verlegt. Die Leitung verlauft jetzt ähnlich wie beim Referenz Chassis G95787.
      5. C511 und C512 auf der Treiber PCBA ersetzt, weil diese durch das Defekt von T502 mit für kurzer Zeit mit Verkehrter Polarität betrieben wurde. Nach Überprüfung der Kapazität und ESR liegen bei den Ersetzen Silmic II Elkos keine Defekte vor; die Latente Wirkung kann aber nicht mehr garantiert werden.
      6. Die Feldstarke Anzeige PCBA wurde ausgebaut, um die Tantal Kondensatoren C357 und C361 zu ersetzen. Das Schaltdiagram des G-Model gibt auf dieser Platine nur C357, nicht aber C361 der im Schalt Diagramm des H-Model angegeben wird. Wahrscheinlich hat Saba während die Produktion des G Model die Schaltung für die Feldstarke Anzeige verbessert.
      7. Die Versorgungsspannungen und der Ruhestrom und Nullspannung der Endstufen sind neu abgeglichen worden.
      Damit habe ich zwei Freiburg Receiver wieder einsatzbereit. Der Weißen (Chassis G95787) bleibt vorübergehend im Original zustand.

      Referenz
      #1: Siehe Achim’s 8120 Thema
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      Was man auf seine alten Tage noch so alles zu sehen bekommt =O

      PS
      Nein, das kann ich nicht darauf ruhen lassen... sonst käme es Mittäterschaft gleich.
      Ein Tantal-Elko besitzt keinen wirklichen ESR, Manganoxydpulver oder Polymer liegen als Anoden-Masse ohne solcherart Erscheinungen vor, mal abgesehen davon das er irrelevant wäre in einem Platteneingang in einem Radio.
      Der evt. bei manchen Typen erscheinende kleine Reihen-Widerstand erfüllt eine Schutzfunktion und wird absichtlich so eingepflegt.
      Das ist eine Eingangsstufe!!! Da kann garnicht genügend Schutz gegen eingeschleppte Überspannung vorhanden sein. SABA = alles richtig gemacht!

      PPS
      Reicht heutzutage doch schon wieder nicht mehr, Mikrowellenherde mit Lecks kannten die bei SABA noch nicht.
      EMS-Funkenflug im Wohnzimmer auch nicht, es gab nicht Schaltnetzteil billige Chinaart, ESL-Lampe mit Sperrwandler usw.
      Gruß Jogi
      -------------
      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]

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      Jogi schrieb:

      Was man auf seine alten Tage noch so alles zu sehen bekommt =O

      PS
      Nein, das kann ich nicht darauf ruhen lassen... sonst käme es Mittäterschaft gleich.
      Ein Tantal-Elko besitzt keinen wirklichen ESR, Manganoxydpulver oder Polymer liegen als Anoden-Masse ohne solcherart Erscheinungen vor, mal abgesehen davon das er irrelevant wäre in einem Platteneingang in einem Radio.
      Der evt. bei manchen Typen erscheinende kleine Reihen-Widerstand erfüllt eine Schutzfunktion und wird absichtlich so eingepflegt.
      Das ist eine Eingangsstufe!!! Da kann garnicht genügend Schutz gegen eingeschleppte Überspannung vorhanden sein. SABA = alles richtig gemacht!

      PPS
      Reicht heutzutage doch schon wieder nicht mehr, Mikrowellenherde mit Lecks kannten die bei SABA noch nicht.
      EMS-Funkenflug im Wohnzimmer auch nicht, es gab nicht Schaltnetzteil billige Chinaart, ESL-Lampe mit Sperrwandler usw.


      Tja, Muss ehrlich sagen das ich das als (FH) ingenieur mit eine hintergrund in Telecommunication und Analoge Elektronik nach Jahren in die Program Leitung nicht mehr weiss ;) Trotzdem versuche ich das Handwerk von meine Mitarbeiter oder Zulieferer noch ein bisschen zu verstehen :sleeping: ... Ein bisschen Experimentieren macht doch spass oder.....

      Tatsachlich ein Polymer auf eine bedingte Stelle in dem ein bisschen niedriger Serien Weiderstand m.e. nicht Schaden kann, aber dafur aber Arhenius einige Vorteile bringt auch wenn es nach die einsichten von heutzutage besser keine Elko's mehr zu verwenden gibt.

      Tja, und die heutzutagige Problematik mit billig-gerate kann ich nur zustimmen.