Saba Freudenstadt 8 Instandsetzung / Revision

      Rawa 71 schrieb:

      Ich wage es nicht zu schreiben.....mir ist es gerade zu viel die andere Bauart in Kombination mit dem Schaltplan und dem Verständnis der röhrenbeschaltung zu kombinieren. Kurz: ich finde die Bauteile nicht. Es mag auch daran liegen dass mir das Gewusel von Bauteilen zu viel ist

      und dazu kommt dass dass die Beschriftung der Bauteile nicht mit dem Schaltplan kombinierbar ist......

      kann man man mir bitte mittels eines Bildes auftun welche Bauteile gemeint sind ? Kurzwelle, Mittelwelle und Langwelle kann man vernachlässigen, auch wenn es witzig ist spanische sende zu hören.....



      Der etwas gealterte, braune dürfte der r52
      sein, oder ? Sollte man tauschen ? Und auf dem Bild müsste c62 c63 und c72 zu sehen sein ?



      Ein kleiner Tip abseits konkreter Detailantwort.
      Wenn ein Widerstand so, etwas, knusprig erscheint, kann das bedeuten das der Hersteller ihn unterdimensioniert hat, bei SABA? Eher nicht so sehr wahrscheinlich.
      Es kann bedeuten das er im Kamin der Röhre zu sehr fremdgeheizt wird. Möglich, aber er liegt meiner Sicht nach nicht an und nicht direkt unter der Heizung.

      Folglich bedeutet so ein Widerstand der Teil einer Siebkette ist darauf hin das der zugehörige Kondensator "nicht mehr ganz dicht" ist.
      Tausendemale erlebt!
      In solchen Fällen kann man ohne weitere Großtaten der Elektronik jenen zugehörigen Kondensator ersetzen, wenn man von Messungen am Objektnicht viel versteht.
      Solche Zeichen zu deuten ist eine Grundeigenschaft alter, erfahrener Hasen in der Röhren-Reparaturpraxis.
      Lern das und du kannst dir oft behelfen den "Urwald" der Bauelemente mit einfachen Kniffen und ohne ein ganzes Elektroniklabor kaufen zu müssen zu lichten.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Hallo Jogi. „Knusprig“ ist eine schöne bezeichnung für solch einen Zustand eines Bauteiles. es mag sein dass es tatsächlich vom Kamin sein kann, ich habe vorsichtig diverser Bauteile bewegt in der Hoffnung durch zu blicken was nun wo Ist und welches Bauteil wo auf dem Plan zu finden ist. Auf einer Platine verlötet ist es einfacher finde ich.

      vielleicht kann mir jemand durch markieren / einkreisen der Elemente zeigen welches Bauteil nun welches ist und durch welches zu ersetzen ist und ich steige danach vielleicht mehr durch den Schaltplan durch....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Rawa 71“ ()

      Hallo Rainer,
      orientiere dich nach den Röhrenpins. Die zählt man von unten gesehen im Uhrzeigersinn, angefangen immer neben der Lücke (ein Pin im Kreis fehlt ja).
      An Pin 7 (steht im Schaltbild) der EL 84 muss also der C 73 (500pF) zu finden sein. Er geht von dort nach Masse (Chassis). Usw.
      C 81 und C 82 werden sich irgendwo am Netztrafo rumtreiben. Vllt. hinter der Platte mit dem Spannungswähler?

      Nur Mut!

      Gruß
      Stefan
      Ah, das bringt etwas Klarheit rein. Also kann man Sich anhand der pin-Nummerierung orientieren auf dem Plan, das erklärt etwas meine verwirrtheit. C81 und C82 sind aber nicht der Y - Kondensator der auf der netzteil-Stellplatte verbaut ist ? Dieser verwirrt mich etwas.....und irgendwie wecken diese teerbauteile wenig Vertrauen in mir.

      zu dem c73 - 500 pikofarad 1000 Volt: man möge mich schlagen, aber kann man da auch einen folienkondensator nehmen oder einen Keramik-scheibenkondensator ?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Rawa 71“ ()

      Der Industrie fiel es billiger auf Leiterplatten aufzubauen, die Wiederkehrgenauigkeit des Ergebnisses war auch ohne viel Tamtam besser.
      That´s all. Nur mußte man erstmal diese Erkenntnis auch bekommen. Technik fällt nicht vom Himmel sondern besteht aus unzähligen Weiterentwicklungen und Erkenntnissen.
      Ein Automotor ist im Grundgerippe heute nicht viel anders als vor 100 Jahren, läßt man det Jedöns für Spritsparen und Abgasrückführung weg, U-Elektronik hat sich in jenen Jahren hingegen überschlagen mit neu und noch neuer Entwicklungen.

      Für Bastler und individuelle Aufbauten ist eine professionelle gedruckte Leiterplatte nur ein zusätzlicher Kostenfaktor und entbehrlich (wir reden hier immer von Low-Frequency und relativ einfache Schaltungen nicht über den UKW-Bereich hinausgehend). Bei mir sitzen in solchen Einzelstücken und weiterzuentwickelnden Dingen immer recht einfach bearbeitbare Konstrukte oder bei nur wenigen Bauteilen auch schonmal "Igel" (freie Verdrahtung an natürlichen Stützpunkten wie Buchsen und Ösen angelötet).

      Fehlersuche geht ohne Leiterplatte genauso schnell wie ohne, so ein Radio ist im Grundaufbau immer sehr ähnlich seinen Genossen, der Aufbau ergibt sich logisch.
      Man muß eben drauf achten das man selber für die korrekte Positionierung der Bauelemente zu sorgen hat, weicht man ab von der erprobten Werksanordnung so können empfindliche Stufen selber eingebaute Fehlfunktionen zeigen. Dazu reicht es aus einen großvolumigen Widerstand oder Kondensator durch etwas zu pisseliges miniaturisiertes zu ersetzen oder an leicht anderer Position in leicht anderer Ausrichtung zu befestigen.
      Also Obacht, Sorgfalt und Augenmaß sind viel entscheidender als bei modernen Aufbauten insbesondere wenn diese auf Leiterplatten thronen.

      Was hast du gegen die Teeries?
      Die eigentlichen Kondensatoren sind innen drin unter der Teerumhüllung. Kondensatoren mit diversen Hüllen sind zwar in vielerlei Ausführungen über alle Zeiten hinweg ausgeführt worden, ebenso wie die Umhüllung, aber die Teerhülle soll sie auch nur vor Eindringen von Fremdstoffen, insbesondere Feuchtigkeit und chemikalische Stoffe die den Betrieb stören können schützen.
      Ist die Hülle hinüber so sieht man das, dann muß so ein Bauteil raus und ein heiles rein. Mehr ist das nicht, großartige Messungen und Rumtuereien kann sich dann der rein funktionsorientierte Praktiker durchaus sparen. Der Techniker und der Interessierte sind natürlich neugierig und schürfen tiefer - was macht die Kapazität, wie ist der Isolationsgrad usw.
      Daher kann der Praktiker ein altes Radio mit Zange, Lötlampe und Schraubendreher reparieren während der Ingenieur da ein halbes Labor ansetzen kann.

      Also Kondensatoren Stück für Stück begucken, die die marode aussehen weil die Umhüllung Defektstellen aufweist lohnen kein Gefummel, die die braun und knusprig geworden sind ebenso nicht, die die "undicht" geworden sind, also bspw. eine hohe Vorstufen-Anodenspannung auf ein Gitter weiterleiten oder als Siebe den Brumm nicht wegfiltern und dabei auch noch heiß werden (reine Spannungsmessung im Betrieb, oder Widerstandsmessung am Kondensator im einseitig abgelöteten und spannungslosen Zustand genügt um das für die Praxis ausreichend genug zu erkennen) können und sollen raus.
      Der Rest darf wohnen bleiben, immer besser alles ist original aber betriebssicher als es ist alles neu aber schundig und schrottig.

      Netzkondensatoren, besonders die die primär angeordnet sind, aber auch alle sekundären im Umfeld des Netzteils/Trafos an denen Spannungen oberhalb der Kleinspannungsgrenze liegen, sind ein Gebiet für sich. Diese müssen VDE-gerecht sein, sind sie das nicht dann ist das Radio nicht nur gefährlich sondern in unzulässigem Zustand, beim Auto würde man sagen es ist nicht mehr zulassungsfähig, sowas gehört in beiden Bereichen aus dem Verkehr gezogen.
      Gerade die Kondensatoren die am Chassis anliegen um Störungen dort zu "erden" (nix Erde im Blumentopf, eigentlich ist es eine Nullung, eine Massebezüglichkeit) kann und soll man wegzwicken, sie sind heute für ihren früheren Zweck fast wirkungslos aber eine Gefahr, da sie in heute daher nicht mehr zulässiger Ausführung vorliegen.

      Finden mußt du die alleine, ich hab weder so ein Radio vor der Nase um parallel mitzubasteln (hätte ich auch keine Lusten dazu) noch die Schaltunterlagen. Suchorte sind der gesamte Bereich vom Netzstecker bis zum Trafo, der nicht unbedingt räumlich eine Einheit bilden muß, manchmal sind Netzschalter o.ä. lustig überall verteilt, sowie der gesamte Bereich hinter dem Netztrafo bis zu den Übergabepunkten zu den versorgten Baustufen, auch dabei wurde oft munter in der vorhandenen Gegend verteilt.
      Gruß Jogi
      -------------
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      Hallo Rawa,

      "C81 und C82 sind aber nicht der Y - Kondensator der auf der netzteil-Stellplatte verbaut ist" - doch genau die. Die nimmst du wie beschrieben raus. Ja, das sind olle mit Teer verschlossene Paierkondensatoren und aufs höchste durchsschlaggefährdet.

      "zu dem c73 - 500 pikofarad 1000 Volt: man möge mich schlagen, aber kann man da auch einen folienkondensator nehmen oder einen Keramik-scheibenkondensator ?" da gibts nichts zu schlagen. Ja klar, Folie oder Keramik - was denn sonst!? :)

      @ Jogi, ich kenne deine konservative Haltung beim Kondensatortausch, aber die beiden Entstörkond. von den Anodenwicklungsenden nach Masse sind jenseits aller Diskussion.

      Beste Grüße
      Stefan
      Danke.....das geh ich an. Also den y schmeiß ich raus und gut.

      die Bemerkung zu Jogis Bemerkung zu den kondensatoren auf Masse gehend versteh ich nun nicht.....

      ich werfe den vom netzteil raus und tausche die die anderen aus ( 470 pf 630v und 22 nf 630 Volt ) und damit sollte alles okay sein ?

      Ich habe nun ein anderes Saba ge§chlachtet um die Drehregler wieder mit den Messingplatten zu haben und um alle skalenlampen zu bestücken und eine Taste zu tauschen. Wer teile braucht.....

      Klarzeichner schrieb:

      Hallo Rawa,

      "C81 und C82 sind aber nicht der Y - Kondensator der auf der netzteil-Stellplatte verbaut ist" - doch genau die. Die nimmst du wie beschrieben raus. Ja, das sind olle mit Teer verschlossene Paierkondensatoren und aufs höchste durchsschlaggefährdet.

      "zu dem c73 - 500 pikofarad 1000 Volt: man möge mich schlagen, aber kann man da auch einen folienkondensator nehmen oder einen Keramik-scheibenkondensator ?" da gibts nichts zu schlagen. Ja klar, Folie oder Keramik - was denn sonst!? :)

      @ Jogi, ich kenne deine konservative Haltung beim Kondensatortausch, aber die beiden Entstörkond. von den Anodenwicklungsenden nach Masse sind jenseits aller Diskussion.

      Beste Grüße
      Stefan


      hätte ja sein können dass es da elektrolytkondensatoren gibt die verbaut gehörten.....
      C81 und c82 entfernt.

      c63 und c73 ausfindig gemacht. Wird demnächst gewechselt. Das gibt ein Gewusel..... ich glaube sowas ist ne tolle Übung zum löten.

      da beide kondensatoren auf das chassis gehen vermute ich mal das „-„ - Pol der kondensatoren auf chassis geht..... ?

      der c62 ist auch so ein „blauer Saba“ mit 500 Volt, Kapazität unbekannt, tauschen ?

      kann es sein dass mein Freudenstadt überstehet wenn der Empfang voll im Ausschlag ist.....klingt so „ nasal rasselnd“ irgendwie....

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Rawa 71“ ()

      - Eines nach dem anderen. Erst C 63 und 73 tauschen, dann reden wir über den Klang.
      - C 63 geht nicht aufs Chassis! Wäre schade um das schöne Tonsignal!
      - Einen Minuspol haben diese Kondensatoren nicht, den gibt's nur bei Elkos. Der Ring auf den alten bedeutet "Außenbelag", das musst du dir nicht merken. Neue K. haben diese Kennzeichnung nicht mehr, insofern irrelevant.
      - C 62 wechseln? Erstmal nicht.

      Gruß
      Stefan (hast du auch nen Namen?)
      @ Stefan - geschenkt, was nicht taugt geht raus, wir sind ja nicht geizig und außerdem kann man anhand des Zwecks durchaus an der Durchschlagsfestigkeit berechtigte Zweifel anmelden.
      Bei 1000V muß ich aber Kritik anbringen, zwar gibt es heute auch Folienkondensatoren - je nachedem, es ist ja auch nicht Folie gleich Folie - die für 1000V noch taugen. Aber man muß auch sehen - was man in bspw. Verwendungszweck-Tabellen von bspw. Siemens (sicher auch von anderen, aber als alter Simensienser...) gut gegenüberstellen kann - das Papier/MP sowie Keramik/Glimmer in dieser Disziplin nach wie vor unübertroffen sind und die bestgeeignete Folie somit immer noch nur für die zweite oder dritte Wahl langt. 1000V würden heutige Ingenieuere eh nicht mehr nehmen, angebrachter bei vermuteten 1000V wären eher 2500 und mehr Volt, hatte man nur damals nicht als preiswerten Radio-Bautypen zur Verfügung sondern eher im Kraftwerksbau und metergroß.
      Konkrete Schlüsse muß jeder für sich selber ziehen, es sei nur der Sachstand festgestellt.

      @ Rawa - das näselnde Rasseln von k2-Verzerrungen ist nicht immer Fehler sondern manchmal Feature, wenn es akzeptable Werte nicht überschreitet.
      5% davon sind schon deutlich hörbar, aber noch tolerierbar. Viele Leute geben heute viel Geld dafür aus, so einen Klang absichtlich herbeizuführen. Es wird dann als warmtönend, rund und voll angepriesen, als der typische Röhrenklang.
      Wem die Panik die Sicht vernebelt dem kann man getrost sagen, daß die selbe Menge an k3-Verzerrung auch schon den geduldigsten und taubsten Opa aus dem Ohrensessel levitieren lassen kann. k2 ist eben heimeliger als k3.

      Wird es aber zu heimelig, k2>10...20%, dann müßte man mal suchen welcher böse alte Inkontinenzler auf dem "Kondensator" steht in Wahrheit nur noch einem Widerstandähnelt, der dann mit seiner galvanischen Trennungsfeindlichkeit ein Steuergitter in den Gitterstrombereich hochzieht.
      Wie man das macht hatte ich ja schon erklärt - repet. - Stufenspannungen messen, Schlüsse daraus ziehen (diskriminieren) wenn ein Gitter nicht mehr negativ genug ist und dann einseitig abgelöteten Kondensator auf seine ohmsche Durchlässigkeit prüfen.
      // Kleiner Prüf-Kniff ohne Löten, den Gitterableitwiderstand niederohmig brücken (1MOhm mit 10kOhm oder ähnliches), geht die unerwartete Gitterspannung dann auf Normalwert oder bessert sich zumindest, dann ist ein genügender Verdacht gegen den zuständigen Koppelkondensator erbracht und er kann/soll/muß raus und ein kontinenter herein.
      Gruß Jogi
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      Das sind so die Momente die einem die Motivation rauben. Bauteile getauscht die wichtig sind und es wird nur schlimmer.... gaaaanz leise gemacht geht es, das Radio hat auch irgendwie deutlich weniger Leistung jetzt, also man muss lauter drehen als vorher.....irgendwas hab ich’s falsch gemacht.

      gruss
      Rainer

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Rawa 71“ ()

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      Also an Pin 2 der EL84 kommt gar keine Spannung an, an Pin 7 300 Volt. ( 302 Volt um genau zu sein )


      Habe ich ich das richtig gesehen dass Pin 2 auf zwei in Reihe geschaltete widerstände geht und dann auf chassis ? Ich vermute dann auf Pin zwei sollte irgendwas messbares sein.....



      Gruss Rainer

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Rawa 71“ ()

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      Nein, die eabc80 ist von mir nicht gewechselt worden.

      ich habe ein Freudenstadt 6-3D zerlegt weil ich ne Taste brauchte und ein Einstellknopf- dort ist laut Plan eine EACB80 drinnen, allerdings wenn ich mir die Röhre ansehe steht dort EABC drauf, sind die baugleich ? ( die EABC 80 aus meinem FS8 ist auch mt einer aluschirmung drumherum versehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Rawa 71“ ()

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