Saba Freudenstadt 8 Instandsetzung / Revision

      Pin 3 21 Volt, Pin 7 gerade 307 Volt und bis Pin neun, an dem 288 Volt Anliegen sind die anderen ohne Spannung.

      mal gespannt ob das wieder was wird. Der Kondensator aus Keramik ist mit 471 gekennzeichnet. Hab ich vielleicht den falschen Kondensator bekommen ? Ist der c73 allerdings nur mit 470 pf und 500 Volt, aber das sollte ja gereicht haben...... ?


      PS : mal geschaut, 21 Volt an Pin 3 ist deutlich zu hoch, maximal sollte nicht dort 6 Volt Anliegen ? Wie kommt das denn jetzt plötzlich.....
      gruss Rainer

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      Fehler der 21 Volt gefunden - der knusprige widerstand hatte sich gelöst, ich hatte ihn dann fälschlicherweise am Pin 4 angelötet.

      „drauf gekommen bin ich da ich die 21volt versucht habe zu erklären und dachte es sei ein widerstand irgendwo, der Schluss hat, dabei kam mir der knusprige komisch vor da er ja mal schön unterm Kamin der el84 hing.... nun am pin 4 nicht mehr......

      also so jetzt ist das knusperstück wieder an Anschluss 3 und drückt die 21volt auf 8 Volt womit die el84 nun prima zurecht kommt. Also hatte die el84 nicht zu wenig Strom, Sonden zuviel auf der Heizung.

      sollte man den widerstand tauschen und gegen einen größeren ersetzen um vielleicht auf 6 Volt heizspannung zu kommen oder sind die 8 Volt okay ?


      lieben Dank für die Hilfe bis hier, jetzt gehe ich den Wechsel der Teeris an
      liebe grüsse

      Rainer

      PPS: YEAH !

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      Langsam, langsam,
      du bist leicht auf dem Holzweg. Pin 4 + 5 sind die Heizanschlüsse, da wirst du, wie in deiner Tabelle, keine Gleichspannung messen. Pin 3 ist die Kathode und dein brauner R ist vermutlich der R64.
      Pin 1 ist nicht belegt und dient vermutlich als Lötstützpunkt, genauso ist Pin 8 ohne Funktion. Pin 9 ist G2, die Spannung ist erst mal unauffällig.
      Du hast aber an der Kathode immer noch zuviel Spannung, d.h. der Anodenstrom ist zu hoch, deshalb auch die zu geringe Anodenspannung. Du solltest den R64 prüfen und den parallelen C74 tauschen, dann schaumer weiter.
      An der Heizung solltest du nichts verändern, eine leichte Überheizung ist unschädlich für die Röhren und besser als Unterheizung.
      P.S.: beim Nachlesen fallen die 5 V am G1 auf, das darf auch nicht sein. Falls das Vorzeichen + ist, sorgt eine positive Gitterspannung für den erwähnten hohen Stromfluß in der EL84, verschiebt den Arbeitspunkt und hat somit jämmerlichen Klang zur Folge. Etwas höher hast du gepostet, dass G1 ohne Spannung wäre...

      Gruß, Dieter

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „deltamike55“ ()

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      Wie schön das Röhrentechnik so einfach und übersichtlich ist.

      Eine Röhrenschaltung muß ein paar einfache Grundsätze einhalten um im Grundsatz funktionieren zu können, diese sind ruck-zuck gelernt.
      Die Anodenspannung muß (hierda) viel höher sein als die Kathodenspannung, das Gitter soll nicht im Gitterstrombereich arbeiten, also eine negative Gittervorspannung (Bezug Kathode) haben.
      Bei der hierob verwendeten Schaltung mit automatischer Vorspannungserzeugung ist es also wichtig (1) das dem Gitter ein Massebezug gegeben ist, das Gitter (2) keine Fremd-Gleichspannung erhält und (3) die Kathode höher gelegt ist als das Massepotential.

      Für (1) sorgt der Gitterableitwiderstand R63, dieser muß konsistent sein und alle anderen Verbindungen - hier ist wie bei SABA üblich wieder jede Menge störender Mist (auch Klangsteller genannt) angelötet, den man im Zweifel und wenn alles andere ok ist auch noch überprüfen muß damit (2) nicht von der Seite falsche Gleichspannung hereinsickert.

      Zu (2) gehört auch ein gut isolierender Koppelkondensator von der vorgeschalteten Stufe - C63 ist hier führend das ganze Kleingemüse der klangbildenden Kondensatoren ist weniger verdächtig und deshalb nicht die erste-Wahl-Testkandidaten. da kann man später wenn alles nichts gebracht hat bei ehe man der Verzweiflung anheim fällt.

      (3) spielt sich an der Kathode ab und "drückt" diese im Potential nach oben, damit sie positiver wird als das Steuergitter. Das geht nur wenn weder der Widerstand noch der Kondensator "kurz" sind. R64 und C74 müssen also wie ein altes Ehepaar harmonisch miteinander funktionieren. Ist einer tot, kann der andere auch nicht mehr.
      Der Elko C74 ist dabei besonders infarktgefährdet, weil er sich gerne im Heizbereich aufhält und dort auf Dauer austrocknen kann, wenn er irgendwo eine poröse Stelle aufweist (gerne am Gummistopfen).

      Ich denke so kommst du weiter, wo jetzt was konkret angelötet ist mußt du natürlich gucken, das ist wie immer kein tue mal hier und mach mal da, sondern kann individuell abweichen, je nachdem wer das gelötet oder später nochmal nachgelötet hat.
      Gruß Jogi
      -------------
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      [frei nach W. Reus]

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      Oh - sorry - mit meinem Handy online hab ich da irgendwie darstellungsprobleme mit den Bildern - lieben Dank! Der C74 mit 100 Mikrofarad - wieviel Volt muss der verkraften ?da dort nur 12 Volt Anliegen sollte ein 63 Volt elko passen ? Wenn ich da ein folienkondensator einbaue ist die polung doch egal ? Sorry - ich frage nur weil ich eventuell auf dem Heimweg direkt die Bauteile kaufen gehe. Sorry für die Umstände und liebe ge
      grüsse
      Rainer

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      Hallo,

      einen Folienkondensator mit 100 µF wirst Du kaum im normalen Handel finden,
      und wenn, dann nur sehr teuer !
      Ein ELKO 100 µF mit 63 V Spannungsfestigkeit dagegen ist ein gängiger cent-Artikel...

      Du wirst noch den ein - oder anderen Kondensator / Elko im Radio tauschen müssen, denke ich,
      verschaffe Dir da lieber einen Überblick und geh dann einkaufen...

      Grüße
      Martin

      PS: Es sollten im Betrieb ca. 8 V am 100 µF Elko (C74) anliegen, keine 12 V....

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      20% übliche Toleranz in üblichen einfachen Röhrenschaltungen über alles sind ok.
      Toleranz von Widerständen nach höheren Werten ist besser als Toleranz nach unten - sichere Vermeidung von Gitterstrom.
      Toleranz von metrisch zu E-Reihe ist fast immer ok. Besser nach oben als nach unten.
      Parallelschaltung ist besser als Reihenschaltung, weil Funktion bei Durchschlag nicht ganz ausfällt.

      Sollte allwelche Fälle erschlagen.
      Gruß Jogi
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      Gefühlt ist es mit mehr Bass versehen und wesentlich sauberer vom Klang her.
      ich habe irgendwo gelesen man könnte auch den 10 mikrofarad elko vor den Hochtöner tauschen ..... macht das Sinn ?

      jetzt werde ich penibel und finde das magische Auge braucht zu lange zum aufwärmen.....

      die Werte sind okay jetzt ? Da sitzt noch so ein dicker „ero“ an das chassis geklemmt.....was ist das denn bitte ?

      vielen Dank an alle bis hierher und herzlichen Dank für die Geduld mit mir, die „Vorsicht“ beterei in Ehren, aber wer etwas sorgsam ist sollte das schaffen.

      grüsse
      Rainer

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