Freiburg F-ST (neues Projekt)

      Freiburg F-ST (neues Projekt)

      Seit kurzem haben wir einen Freiburg F-ST aus 1967/1968 erworben. Es wurde durch ein reparaturbetrieb von Klassischer Unterhaltung Elektronik in dem Umfeld von Amsterdam zum Verkauf an Bastler angeboten. Die haben einiges Repariert, allerdings vermute ich das die aufwand für denen zu groß war oder das Gerat Technisch zu Komplex. Es gibt also ein einiges an Risiko das ich nach kurzer Überlegung dann akzeptiert habe.

      Einmal zuhause haben wir das Gerat erst eine visuelle Inspektion gegeben und für eine kurze Rauchtest am Netz angeschlossen. Dabei gab es keine unerwartete vorfallen; das Freiburg lasst sich ein und ausschalten und die Motor gesteuerte Frequenz Verstellung Funktioniert wobei es ohne eine angeschlossene Außenantenne einige FM Sender zu erkennen gab.

      Danach zwei Lautsprecher (AM80) angeschlossen und entgegen der Behauptung des Verkäufers gab es Radio-Empfang, allerdings nur bei dem Balance-Regler im Linkerstellung. Im Rechterstellung gibt es nichts. Mit einem angeschlossenen Bandrekorder (in diesem Fall der 600SH) gab es die selbe Ergebnisse, was sich auf einen Fehler im Vorverstärker oder Regler platte (und nicht das Radioteil) weisen last.

      Die Messergebnisse der Versorgung Spannungen weichen erheblich von den im Schaltdiagram abgegebene Sollwerten ab; der Positive Rail für die Endstufe messt 23,8V, weil seine Negative Pendant nur -19,9V erreicht. Bei einer genaueren Inspektion der beide Sieb Elkos (C693 & C694) war tatsachlich einen loch in das Oberteil des unterste 10000uF Elko (C694) zu erkennen. Eine Vermessung der Kapazität und ESR erbrachte einen erheblichen Verlust der Kapazität für C694 (8466uF statt 10000uF). Auch wenn das noch innerhalb der Toleranz ist, deutet dies auf einen umgehenden Fehler des C694 hin.

      Weitere Fehler sind ein (1) nicht rastender Schalter des Register Moduls (Rausch Filter) (2) ein Nachträglich eingebauter Schlüssel Schalter im Serie mit dem Netzrelais und (3) Nachträglich verästelter Draht Verbindung zwischen den Din Anschluss für Hall und Balance / Volumen Regler. Insgesamt umfasst das Plan für dieses Projekt die folgenden Schritte: Ersatz alle Skalen Lämpchen

      1: Überhöhung des Netzteils (ersetzen der Sieb Elkos und die Elkos der Treiber und Endstufe)
      2: Entfernen der verbaselter Hall Anschluss
      3: Reparatur der Regler platte
      4: Reparatur der Register Platte (nicht einrastender rausch Filter Schalter
      5: Ersatz aller Elektrolytischer Kondensatoren im Verstärker teil.
      6: Fachmännischer Restoration des Holz Gehäuse.
      7: Das Radioteil lasse ich vorübergehend unberührt.
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      Heute Nachmittag sind die Ersatz Elkos für C693 und C694 eingetroffen. Dafür habe ich Fisher und Tausche 10000uF/40V gewählt (LFB10304035050). Mit denen sind die Positive und Negative Spannungen der Endstufe innerhalb der Toleranz (exakt 22,2 und -22,2V).

      Danach habe ich die eingebastelte drahten zwischen Regler Modul, Vorverstärker und Hall-anschluss entfernt und die Original Verbindungen nachgelotet. Nach einer kurzen Überprüfung der Funktion auf FM Radio und Band gab es nur sehr leise Musik.

      Das brachte mich zum Denken. Hat die eingebastelte Draht Verbindungen dem Grund warum das Gerat vor einige Zeit bei einem Fachbetrieb abgeben wurde und dass es für denen zu Komplex war? Nach einem kurzen Blick auf das Schaltdiagram fallte mich zwei unterbrochene Verbindungen im Hall-stecker auf. Saba nennt das die Sanorama-buchse und die war nicht mit dabei…ein neue war leichtgemacht und Eureka, der Freiburg spielt Musik auf beide Kanälen und alle Regler lassen sich gemäß Ihrer Funktionsbeschreibung regeln. Nach Anschluss einer Dipolantenne war der Bonus eine Funktionsfähige Sendersuchlauf.

      Also gut, mit diesem Ergebnis habe ich einer Baseline der für weitere Verbesserungen geeignet ist. Ein Ersatz Registerplatte wird später diese Woche eintreffen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „alpinab10biturbo“ ()

      Nach einem kurzen Winterurlaub im Salzburger Land gab es wieder ein bisschen Zeit für das Freiburg Receiver. Der neuen Register-Platte der ich auf eBay gekauft hatte war mittlerweile auch eingetroffen. Das plan ist eigentlich ganz einfach.
      • Ersatz der Register Platte (wegen kosmetische Grunde)
      • Ersatz aller Elektrolytische Kondensatoren.
      • Aufstocken alter Germanium Transistoren als Ersatzteile.
      • Justieren ggf. Korrigieren aller Betriebe Spannungen.
      • Restaurierung des Gehäuses.

      Von ehemalige Projekte gab es noch eine Lager Bestand von Wima MKS2 und Rubycon ZLH Kondensatoren. Damit hat sich ein Teil der Kondensatoren im Verstärker und Stereodecoder ersetzen.

      Das restierende teil (circa 65stuck) muss noch bestellt werden. Im Gegensatz zum späteren Freiburg TC hat der ST-F Kondensatoren von 22/25uF oder sogar 47/50uF im Signalweg. Um diese durch Film typen zu ersetzen muss entweder MKS4 oder Polypropylen eingesetzt werden. Leider ist der Platz dafür unzureichend. Dafür überlege ich entweder der Elna Cerafine oder Silmic oder der Nachfolger des Rubycon Black Gate, Audionote Standard oder Kassai.

      Der alte Elektrolytische Kondensatoren, vor allem Frako’s der nicht direkt hinter Gleichrichter geschaltet sind stehen nach fast fünfzig Jahren noch gut im Futter. Das gilt leider nicht für die viele kleine blaue Valvo’s die vor allem als Kupplungskondensator im Signalweg verwendet sind. Bei den meisten war das Mess-Ergebnis der ESR weit oberhalb fünf und bei einigen Exemplaren sogar oberhalb vierzig Ohm. Wegen der Regel des Siebens ist Ersatz also Pflicht.

      Vom Klang her überzeugt das Freiburg F-ST mir mehr als die spätere 8120 oder 92xx. Der Grund dafür ist der wenig Kräftige Auftritt im Loudness Bereich. Dadurch wirkt der F-St wirkt mehr Neutral als angehoben was mir persönlich besser gefallt. Natürlich gab es und gibt es bessere Tuner (z.b Marantz 10B) und Verstärker, aber für eine Entwicklung das schon über fünfzig Jahre alt ist die Qualität noch immer bemerkenswert und bei weitem besser als >95% der derzeit angebotene Gerate.
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