Optisch neuwertigen SABA 9260 Receiver in schwarz erstanden. Viele Fragen ?

      Optisch neuwertigen SABA 9260 Receiver in schwarz erstanden. Viele Fragen ?

      Hallo liebe SABA-Community,

      ich bin derzeit noch Student (27 Jahre jung) und interessiere mich schon seit geraumer Zeit für alte HiFi-Geräte der 70er und frühen 80er Jahre, ehemals namhafter Hersteller aus deutscher Produktion. Mein Interesse galt dabei bislang vorrangig Braun (Boxen und Receiver), Wega (Receiver), Canton (Lautsprecher) und natürlich auch SABA ;)

      Erst vor Kurzem hatte ich das Glück über Ebay-Kleinanzeigen für einen anständigen- aber nicht unbedingt "günstigen" Preis - von 150€ inklusive Versand, einen schwarzen SABA 9260 ergattern zu können, mit dem ich bereits schon vor vielen Jahren geliebäugelt habe. Aber erst jetzt hatte ich das nötige Kleingeld, die passende Gelegenheit und natürlich auch den festen Willen das Gerät auch wirklich zu kaufen :)

      Lange Rede, kurzer Sinn. Das Gerät ist erst vor wenigen Tagen angekommen. Die Verpackung war eher mäßig (Bananenkiste mit ein wenig Noppenfolie) und ich war natürlich heilfroh, dass der Receiver den Versand scheinbar unbeschadet überstanden hat. Rein optisch macht der SABA 9260 eine wirklich sehr gute Figur. Ich würde nicht sagen neuwertig, was nach knapp 38 Jahren wohl auch zu viel verlangt wäre, aber nach einer intensiver Reinigung ( sowohl Innen als auch Außen mit Sidolin) und einigen vorsichtigen Tupfern mit dem passenden Lackstift aus dem Auto-Zubehör, macht der Receiver nun wieder einen sehr guten Eindruck. :D Auch für einen sonst so "pingeligen" Menschen wie mich.

      Ich habe den Receiver, welcher im Inneren sehr verstaubt war, mittels Borstenpinsel und Staubsauger wieder auf Hochglanz bekommen und konnte so nebenbei den Nikotingestank weitestgehend entfernen. Nach kurzer Durchsicht mit einer Taschenlampe, habe ich darüber hinaus festgestellt, dass der SABA 9260 noch gänzlich unverbastelt ist. Rein optisch gesehen machen die Bauteile alle noch einen sehr guten Eindruck. Ich konnte hierbei keine offensichtlich defekten oder rissigen Elkos wie zb. die weinroten Roedersteins erkennen und auch die goldgelben Frakos hatten noch keine herausgedrückte Dichtung. Sogar die Trimmpotis von "Preh" waren nicht oxidiert und glänzten allesamt silber.

      Lediglich einen einzigen Trimmpoti auf der Treiberplatine - welcher wohl wegen des ruppigen Versands - zerfallen war, musste ich gegen einen Neuen austauschen. Abgesehen davon funktioniert das Gerät absolut perfekt und begeistert mich vor allem durch den wuchtigen Sound in Verbindung mit der Loudness, sowie der schieren Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, den exzellenten Tunerteil und die überaus wertige Verarbeitung (Made in Western-Germany). Solche tollen und damals noch weitestgehend in Handarbeit hergestellten Geräte mir einer derzeitigen Lebensdauer würden heutzutage für die breite Masse der Menschen wohl kaum mehr bezahlbar sein.

      Es gibt zwar auch beim SABA 9260 ein Paar kleinere Kritikpunkte, wie das bunte Sammelsurium verschiedenster und völlig schief eingelöteter Bauteile und die im direkten Vergleich zu anderen Geräten dieser Zeit wenigen Sicherungsmechanismen für den Falle eines Falles. Ansonsten aber ist das Gerät wirklich zum Verlieben und mit knapp 2 x 115 Watt Sinus an 4 Ohm auch für heutige Verhältnisse noch außergewöhnlich leistungsstark.

      Da ich den SABA 9260 im täglichen Betrieb häufiger benutzen möchte - hauptsächlich als Verstärker für meine Sennheiser HD 600 Kopfhörer und gelegentlich auch für meine Canton GLE 60 Lautsprecher, stellt sich mir nun die große Frage ob ich das Gerät vorerst so belassen soll. Frei nach dem Motto "Never change a running System", da ja momentan alle Funktionen einwandfrei gegeben sind, bis auch ein leichtes Grundrauschen bei den Kopfhörern, was bei diesem Gerät - nach meiner Recherche- wohl als normal gilt.

      Was würdet ihr mir als "SABA-Profis" empfehlen, da ihr dieses Gerät wahrscheinlich mit all seinen Stärken und Schwächen sehr viel besser einschätzen könnt?

      Würde es in meinem Fall wirklich Sinn machen, rein präventiv die alten Bauteile gegen neue auszutauschen, obwohl dafür momentan überhaupt kein Anlass besteht?

      Ich bin zugegebenermaßen verunsichert, zumal ich auch viele negative Szenarien gelesen habe und ich möchte natürlich auch weiterhin viel Freude an diesem Gerät haben. Ich finde es einerseits natürlich toll, dass wirklich alles im Gerät noch zu 100% Original ist, möchte aber andererseits auch auf keiner tickenden Zeitbombe sitzen.

      Eventuell mache ich mir da auch viel zu viele Gedanken und ihr könnt mir vielleicht den Wind aus den Segeln nehmen. Ich nehme jede Unterstützung die ich hier bekommen kann, sehr dankbar an und möchte mich daher bereits schon im Vorwege bei euch bedanken.

      Schöne Grüße aus dem momentan noch düsteren und verregneten hohen Norden (Lübeck) ;)

      Timo
      Hallo Timo,
      als erstes würde ich mal die Spannungen kontrollieren. Da gibt es hier im Forum ein tolles Hilfsmittel:
      saba-forum.dl2jas.com/index.ph…orgung-Messblatt-neu-pdf/

      Es wird viel diskutiert hier im Forum über Kondensatortausch - aber wenn alle Spannungen stimmen (die stabilisierten sollten relativ genau passen, die nicht stabilisierten sind ein wenig höher als angegeben - Anhebung der Netzspannung) besteht kein akuter Handlungsbedarf. Ich hatte mal ein Exemplar mit defektem Tantal-Kondensator im Treiber, der dann die Endstufe ins Nirwana beförderte. Da würde ich hier die Experten fragen, ob man die vorsorglich tauschen sollte.
      Gruß, Peter
      Hallo,

      grundsätzlich so lassen wie er ist, vor allen Dingen wenn er einwandfrei funktioniert.

      Empfehlenswert:

      - Verbesserung der Stabilität: Kondensator mit 180pF vom Emitter T1108 nach Masse auf der Treiberplatine.
      - Vier zusätzliche Schmelzsicherungen (3,15AF) für die Versorgungsspannung +/-42V in den Zuleitungen der Endstufen. Es gibt für wenig Geld bedrahtete Rundsicherungen, die man direkt an die Endstufenmodule löten kann. Kommt es zum Defekt werden die Kollateralschäden begrenzt.

      Auch schön:

      Falls Wert auf guten UKW-Klang gelegt wird, im ZF-Modul Filter KF313 überbrücken und Kondensator C304 auslöten. Kostet etwas Trennschärfe, bringt aber eine deutliche Klangverbesserung. Grund: Saba hatte dem 9260 noch ein zusätzliches Keramikfilter spendiert, verglichen mit dem sowieso schon sehr trennscharfen 9240, was zwar 10dB mehr Trennschärfe brachte, aber leider auch einen Verlust an Klangqualität. Aus meiner Sicht ein sehr fauler Kompromiss.

      Gruß

      Rolf
      Hallo allerseits,

      an dieser Stelle schon einmal meinen ausdrücklichen Dank für eure Hilfestellungen. Um es möglichst auf den Punkt zu bringen: Welche Bauteile würdet ihr denn empfehlen jetzt ganz gezielt auszutauschen - jetzt mal abgesehen von den zahlreichen jederzeit austauschbaren Elektrolyt-Kondensatoren. Ich wollte halt nur keine aufwendige "Elkokur" unternehmen, zumal ich dann ja insgesamt weit über 100 Bauteile austauschen müsste.

      Ich hatte mal von jemanden eine bestimmte Zahl von etwa 20-30 Bauteilen gehört, die man unbedingt präventiv bei diesem Gerät auswechseln sollte, womit sich dann 95% alle Schäden vermeiden lassen würden.

      Stellt sich mir halt nur noch die Frage, welche Bauteile denn nun die "bösen" Übeltäter sind, die die Endstufe und meine kostbaren Lautsprecher gleich mit zerstören könnten. Vielleicht ist ja jemand von euch so nett und erbarmt sich, bzw. zählt die sicherheitshalber unbedingt auszutauschenden Bauteile mit der dazu passenden Nummerierung auf.

      Ich habe von Elektrotechnik ehrlich gesagt nicht besonders viel Ahnung und kann halt lediglich nur nach dem Trial & Error Prinzip handeln. Ich kann sehr gut löten, kenne die einzelnen Bauteile und ihre Funktion...und das war es im Großen und Ganzen dann aber auch schon. Von Spannung ablesen habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung und habe den neuen Trimmpoti ebenfalls nur nach Vorlage "richtig eingestellt" Also habt bitte ein wenig Nachsicht mit mir X/

      Die Idee mit der nachträglichen Nachrüstung der Schmelzsicherungen finde ich im Übrigen sehr gut und ich möchte das auch unbedingt durchführen. Hat vielleicht jemand ein Bild für mich wie das optisch aussieht, damit ich ungefähr weiß wie ich dabei vorzugehen habe.

      Das wäre dann eigentlich auch schon alles :D

      Ganz nebenbei bemerkt ist der SABA 9260 von allen Verstärkern und Receivern, die ich in den vergangenen 8 Jahren bei mir hatte, der mit großem Abstand beste. Darunter waren beispielsweise ( sämtliche Braun Regies, RS1, A 501 und A2, Wega 3121, SABA MI 215 ). Mein jetziger Braun RS1 Synthesizer Receiver klingt irgendwie so langweilig und kraftlos gegen den 9260. Ich hatte mich natürlich in den letzten Monaten an diesen Klang gewöhnt, aber erst jetzt entdecke ich eine völlig neue Klangwelt mit meinen Lautsprechern.

      Der SABA 9260 steckt die allesamt mühelos in die Tasche und holt aus meinen Canton GLE 60 und Braun L620/1 Lautsprechern einen wirklich tollen und in meinem 35 qm großen Studentenzimmer zudem sehr raumfüllenden Klang heraus. Auch die Kombination mit meinem Sennheiser HD 600 (300 Ohm) ist hervorragend. Der Kopfhörerverstärker ist also gleichermaßen gut, abgesehen von dem leisen Grundrauschen. Natürlich ist das aber alles nur meine persönliche, rein subjektive Meinung und ich möchte hier niemanden mit meinen Aussagen auf den Schlips treten.

      Gruß Timo

      Sicherungen in den Endstufenzuleitungen

      Hallo Timo,

      mit einem Bild kann ich nicht dienen, aber beschreiben, wo was hin muss:



      Die beiden Endstufen bekommen jeweils eine positive und negative Betriebsspannung über einen gelben und einen blauen Draht. Den ablöten, das eine Ende der bedrahteten Sicherung am Lötstift anlöten, am anderen Ende den Versorgungsdraht. Wenn Du gut bist, sorgst Du noch mit etwas Schrumpfschlauch für den Schutz vor ungewollten Kurzschlüssen. Als Sicherung ist z. B. das geeignet:

      reichelt.de/Miniatur-Sicherung…T-F+3%2C15A&trstct=pol_10

      Es gibt sicher auch andere Formen, wichtig sind der Wert von 3,15A und die flinke Auslösecharakteristik.

      Mit dieser Maßnahme sind die Endstufentransistoren im Falle von Defekten auf dem Treiber (Schluss im Eingangs-Tantalkondensator, Potis) und der Endstufe (Poti, Schwingen) erst mal gesichert und es geht meist mit Pfennigartikeln bei der folgenden Reparatur ab.

      Für die Lautsprecher gibt es schon ab Werk eine Schutzschaltung. Sobald der Ausgang einen nennenswerten Gleichspannungsanteil aufweist, wird die Endstufe per Relais von den Lautsprechern genommen. Die Sicherungen sorgen aber auch für diese noch für zusätzlichen Schutz.

      Hast Du den MI215 noch? Der Hörvergleich würde mich mal interessieren. Die Verstärker-Sektionen des 9260 und des MI215 sind nahezu identisch.


      Viele Grüße und viel Spaß,
      Christian
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      2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)
      Nein, den SABA MI 215 habe ich derzeit nicht mehr, da er mir trotz aufwändigster "Elkokur" und dem Austauschen des oftmals defekten Netzschalters bei diesem Gerät, das Klangbild nicht so wirklich zugesagt hat. Man könnte meinen, dass Sie ja eigentlich identisch klingen müssten. Aber nach meiner Erfahrung liegen zwischen den beiden Geräten große Unterschiede. Der SABA MI215 hatte im Vergleich keine regelbare Loudnessfunktion und auch keine zusätzliche MIttenbetonung (Präsenz). Unterm Strich also deutlich weniger Möglichkeiten den Klang individuell den räumlichen Gegebenheiten anzupassen.

      Im Vergleich zum SABA 9260 war der MI215 deutlich weniger "spaßig" und dafür sehr linear. Jedenfalls hatte er diesen pompösen Sound des Receivers eindeutig nicht und für mich war er auf Dauer einfach zu neutral und langweilig. Jedenfalls könnte ich den SABA 9260 genau so neutral einstellen, aber das gefällt mir persönlich einfach nicht. Ich mag es da schon eher, wenn es bei der Musik ein wenig zur Sache geht.

      Außerdem war die Loudnessfunktion beim MI215 nach meinem Empfinden sehr schlecht gewählt. Denn aktiviert war es einfach zu viel des Guten und der Klang war noch ein einziger "Bassbrei" in meinen Ohren. Das was mir speziell gefallen hat, war hingegen die sehr gute Verarbeitung und die Watt-Anzeige.
      Hallo Timo,

      hier meine Revisionsempfehlungen:

      Netzkabel auf Beschädigungen prüfen !

      NF-Grundplatte:
      D2321 B30C300 durch B250C800/B250D (DIL4 Gehäuse) ersetzen
      R2227 1,5 kΩ prüfen und ggf. ersetzen (Metallschicht 1 W)

      Tipp-Tastenplatte (hinter der Frontplatte)
      R3154 68 Ω prüfen und ggf. ersetzen (Metallschicht, 1 W)

      Treiber (L+R)
      R1106 3,3 kΩ prüfen und ggf. ersetzen (Metallschicht 1 W)
      P1103 10 kΩ (Treiber) prüfen und ggf. ersetzen

      Endstufe (L+R)
      P1143 100 Ω (Endstufen) prüfen und ggf. ersetzen
      Grüße Tommy
      Danke für Deine Beschreibung. Ich bin mal gespannt. Bei mir tummeln sich noch je ein nicht aufbereiteter 9260, 9241 und eine Kombi MD292, MI215. Da werde ich dann mal selbst eine Anhörung veranstalten. Aber das wird noch dauern.

      Viele Grüße,
      Christian
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      2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)
      Meine normale Vorgehensweise bei Eintreffen von relativ robusten Geräten wie Plattenspieler oder Tonbandgerät ist anschließen, einschalten, sehen ob alles so dreht wie es soll, Wartungsdienst und dann einfach benutzen. Es hat bei unzähligen Geräten nie ernsthafte Probleme gegeben, nichts hat gebrannt, keiner hat den Kopf oder ein Auge verloren, manchmal gingen Geräte früher oder später mal kaputt, gehen sie aber sowieso irgendwann alle.

      Etwas diffizilere Altgeräte erfahren nur wenig umständlichere Prozeduren.
      Haube runter, optische Prüfung ob keine Kardinalfehler vorliegen, Fehler also die mit der Benutzer- und Betriebssicherheit unvereinbar sind. Insbesondere die Netzabteilung muß eigensicher aussehen und sein.
      Dann Funktionsprüfung unter Sichtkontrolle. Fehler erkennt man an Betriebsstörungen, wo keine Betriebsstörung da kein sofort anzugreifender Fehler.

      Das mache ich so seit hundert Jahren oder mehr :D

      Was ist dabei bisher passiert? Nicht viel.
      Einmal ist ein Plastik-Plattenspieler laut geworden, der Entstör-Kondensator ist mit einem Knall geplatzt, so ein billiger unzulässiger Folienkondensator gehört da aber auch garnicht rein. Geplatzt wäre er aber eh irgendwann, nun war halt der Zufall daß offenbar genau auf einem Sinusdach eingeschaltet wurde und es dem Knallfrosch zu viel wurde und von jetzt auf gleich aufgab. Sowas kann mit allen alten und neuen Geräten jederzeit passieren, es gibt keine Möglichkeit der Früherkennung. Das geht nach dem alten Sinnspruch:
      "Jegliche Elektronik kann jederzeit unangekündigt defekt werden"

      Geräte die keine Betriebsstörung zeigen sind per Definition in Ordnung und was sein könnte, würde, hätte, wäre ist Spekulation und das sinnfreie Herumgebastel daran kann sie erst richtig kaputt machen. Menschen sind fahrlässig und auch Superprofis klemmen mal einen Draht ein, bauen mal einen Elko verkehrt herum ein, es gibt immer Umstände und Zufälle und Ablenkungen die dem Fehlerteufel den Weg glätten. Dieses Risiko muß nicht sein, wenn ein Gerät garnicht reparaturbedürftig ist. Selbst eine abgedrehte Schraube oder ein Kratzerchen im Gehäuse ist schon ein Ärgernis das sich dabei einschleichen kann und das völlig ohne Not.

      Vorsorgen kann man gegen nichts, wer weiß ob ein neues Bauelement überhaupt die Qualität eines altehrwürdigen erreicht, ob nicht irgendein Suppenpantscher den Elektrolyt in einem Neukondensator verunreinigt hat oder ähnliche dumme Geschichten das Gerät erstmal schlechter machen als es war.

      Einzig neue Entstörkondensatoren sind oft hilfreich und bei ganz alten Geräten in Röhrentechnik oft sogar nötig um die Vorschriften wieder einhalten zu können. Aber hier haben wir es mit fast-neuen Geräten im alter von nur wenigen Jahrzehnten zu tun.

      Nachtrag-
      Soll man vermeintliche Entwicklungsfehler herausoperieren oder nachbessern?
      Von mir ein eindeutiges Nein!
      Erstrens ist das Gerät dann kein Original mehr sondern eine verfummelte Kiste.
      Zweitens liegen dem Macher keinerlei Informationen der Entwickler vor, warum etwas so und nicht anders gemacht wurde.
      Spekulationen helfen nicht weiter. Eine Sicherung ist auch immer ein Widerstand und eine kleine Induktivität, manchmal ist das egal und manchmal nicht, will das ein Spaß-Replizierer beurteilen können?
      Einige wenige hier können sowas aus Erfahrung oder Lehre alles etwas besser beurteilen als der Rest, werden es aber im Zweifel unverändert lassen, weil sie genau darum wissen.
      Gruß Jogi
      -------------
      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jogi“ ()

      Hallo Timo,

      dass es hier eine eigene Abteilung für die 92xx-Receiverfamilie gibt, bedeutet keines wegs, dass diese Geräte so problematisch sind, sondern dass sie so viele Fans haben.
      Ich habe den (eng verwandten) 9241 im Januar 1989 gebraucht gekauft. Ist mein Wohnzimmergerät (obwohl ich die anderen 92er auch habe). Seit 29 Jahren. Defekte in dieser Zeit: eine Endstufe im Sommer 93. Spielt ohne Generalüberholung bis heute, auch in diesem Moment. Betriebsstunden bei mir eine gefühlte halbe Milliarde.

      Insofern: Nutzen und erfreuen!

      Gruß
      Stefan
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