Empfehlungen für Phonovorverstärker für 2 x Saba Freiburg 11 bzw. 125?

      Ja, es ist in meinen Augen eine elegante, moderne Schaltung. Den 2SK2145 GR gibt es übrigens bei mehreren großen Distributoren. Leider nur in SMD. Aber mittels Adapterplatine könnte man den auch in einem bedrahteten Umfeld verwenden. Oder man sieht gleich einen Mix-Platinenentwurf vor. Mit feiner Lötspitze, 0,5 mm Lotdurchmesser und ruhiger Hand ist das durchaus im Heimwerk machbar.

      Solche Adapter [SMD-Bedrahtet] gibt es z.B. hier:

      ebay.de/itm/6x-Adapter-SOT23-6…6&mkrid=707-127634-2357-0

      Viele Grüße,
      Christian
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      2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „chriss_69“ ()

      Klar, ein SMD-Bauteil bekommt man schon rein ... Adapter geht auch, finde ich aber an so einer Stelle nicht optimal. Im Grunde hat der SK389 aber eher bessere Daten, und Reinhard hat das ja schon probiert, mit optimalen Ergebnissen beim Rauschen. Ob nun SK389 oder LSK389A (die haben verschiedene Pinouts) ist nicht so wichtig, man muss die nur beschaffen. 2SK389 habe ich noch ein paar da ...

      Michael
      Moinsens
      so, hier sind sie nun, die Fotos vom Phone-Pre aus dem Marantz PM 8006.
      (links oben, Lötseite bzw. rechts oben, Bestückungsseite ist noch der Aus/Eingang für die Schnittstelle zwischen Vor- und Endstufe mit auf der Platine)
      Was mich doch sehr wundert: Da ist ja jeeede Menge nicht bestückt. Was kann der Grund sein? Ist die Platine noch in anderen Geräten drin? Lässt die Platine Luft für „Tuning“?
      Beste Grüße!

      p. s.: Falls nötig, hab ich die Bilder in höherer Auflösung
      Bilder
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      Viele Grüße
      Yogi :thumbup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „YogiGSX“ ()

      YogiGSX schrieb:

      Da ist ja jeeede Menge nicht bestückt. Was kann der Grund sein? Ist die Platine noch in anderen Geräten drin? Lässt die Platine Luft für „Tuning“?



      Meine paar Cent...
      Die Platine wurde dafür vorgesehen auch in anderen Varianten einsetzbar zu sein. Diese Option wird aber nicht notwendigerweise genutzt, auch nicht in anderen Modellen.
      Spielraum für Tuning durch Nachbestückung? Sehe ich nicht. Warum auch? Es ist ja alles so hervorragend, wie es ist. Der Phono-Vorverstärker ist "not bad at all", um es mit britischem Understatement zu sagen.

      Gruß
      Reinhard

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „oldiefan“ ()

      Das sehe ich genauso wie Reinhard. Die beiden Elkos, die man ggf. gegen ungepolte tauschen kann, sind auf die Schnelle das Einzige, was mir eingefallen ist. Im Grunde wäre es optimal, wenn man mal eine klassische Version (mit bedrahteten Bauteilen) hätte, bei der man leichter mit ein paar Details spielen kann. Aber ich rechne nicht mit irgendwelchen hörbaren Verbesserungen, und messtechnisch war es eh jenseits von Gut und Böse (die deutsche Version von "not bad at all" ...).

      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kugel-balu“ ()

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      Nochmal zurück zum "Meracus Phono"...


      Von Michael habe ich eines der Exemplare für einige Messungen bekommen.

      Ergebnisse:

      1. Verstärkung:
      38 dB in Stellung "MM"

      2. Frequenzgang mit inverser RIAA-Vorverzerrung (der leichte "upswing" bei 90 kHz ist ein Mess-Artefakt. Die Messung ist genau bis 80 kHz.):
      Zu den Höhen hin extrem breitbandig, mehr als man braucht. Bei 80 kHz Abfall um nur 1,2 dB.
      Im Tiefbassbereich auch sehr breitbandig. Abfall bei 10 Hz ist nur 2,3 dB und bei 5 Hz ca. 5,5 dB. Also wenig Subsonic-Dämpfung.




      3. Klirrfaktor (die Messwerte sind Höchstwerte, limitiert durch den Eigenklirr des verwendeten Steinberg UR242-Interfaces und des zwischengeschalteten Autoranger Interfaces von Linear Audio zur Masse- und Netztrennung):
      Nur 0,002 % THD (1 kHz) für 3 mV eff Phono-Eingang sind sehr gut und nahe am Eigenklirr der Messkette bei den Messbedingungen (0,001%). Der Anstieg bei < 100 Hz geht auch auf das Konto der Messkette. Die gemessenen Werte sind also als Obergrenze zu verstehen.




      4. Phasenlinearität:
      Von 40 Hz bis 20 kHz innerhalb von +15° bis -8°, gut!




      5. Fremdspannungsabstand:
      80 dB bei ca. 1 kOhm Eingangsabschluss nach Masse

      6. Geräuschspannungsabstand:
      85 dB(A) bei ca. 1 kOhm Eingangsabschluss nach Masse

      7. Intermodulationsverzerrungen 250 Hz : 8 kHz 4:1 über inverse RIAA Vorverzerrung bei 10 mV Phono-Eingang:
      Nur < 0,007% (Messgrenze der Messkette ist 0,004 %)

      8. Dynamische Intermodulationsverzerrungen (DIM-100) über inverse RIAA-Vorverzerrung bei 10 mV Phono-Eingang:
      Nur < 0,004 % (Messgrenze der Messkette ist 0,002 %)

      Die Highlights des Meracus Phono sind sicherlich sein sehr guter Störspannungsabstand (sehr rausch- und brummarm) und seine sehr niedrigen Verzerrungen.
      Die Übersteuerungsfestigkeit ist noch in Abklärung. Christian, der sich intensiv mit der Schaltung befasst hat, wird dazu wahrscheinlich noch etwas schreiben.


      Reinhard

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „oldiefan“ ()

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      Danke Reinhard,

      so gibt es zu diesem doch eher seltenen Phono-Pre nun auch eine Dokumentation, die m.W. nicht einmal vom Hersteller mitgeliefert worden ist. Wenn ich noch herausfinden kann, wieviel Exemplare in etwa gebaut worden sind, werde ich das noch nachtragen.

      Besten Gruss,

      Michael

      Nachtrag, wie versprochen: Es kann wohl nicht mehr genau geklärt werden, aber ca. 500 Exemplare scheinen produziert worden zu sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „kugel-balu“ ()

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