Billigradio brummt ab und zu

      Billigradio brummt ab und zu

      Hallo zusammen,

      das hat jetzt zwar nichts mit HiFi zu tun, aber ich möchte meinen Schwiegereltern in spe trotzdem helfen. Die haben sich nämlich vor ca. zwei Jahren ein Roadstar-Billig-All-in-One-Gerät gekauft. (Hier ein Link zum Radio bei Mediamarkt) Das Radio hat allerdings schon immer den Fehler oder eher Qualitätsmangel, dass es ab und zu brummt, wenn es länger läuft. Dieses Problem ist von der Betriebsart unabhängig und tritt sowohl bei Radio, CD, Tape und so weiter auf.
      Meine Vermutung wäre ein defekter Glättungskondensator im Netzteil. Wäre das eurer Meinung nach möglich?

      Liebe Grüße,
      Alex
      Gruß Alex
      Hallo Alex,

      wenn du schreibst, dass es "ab und zu brummt", ist deine Vermutung vielleicht falsch, denn ein defekter Siebkondensator bleibt defekt, es sei denn, er formiert sich wieder. Dies ist aber bei NV-Typen eher unwahrscheinlich.
      Untersuche doch mal, ob in der Nähe Geräte stehen, die "ab und zu" mal eingeschaltet werden und somit einen Brumm induzieren könnten, mit Abschirmung haben es die Asiaten nicht so eng gesehen.

      Gruß, Dieter
      Für eine fundierte Antwort - Glaskugeln führen nur zu unergiebigen Threads - fehlen alle interessanten Informationen.
      Nichtmal die Brummfrequenz und die akribisch aufgeführten Randbedingungen unter denen der Fall eintritt sind genannt.

      Vor allen Dingen dreht man erstmal die Lautstärke ab und lauscht ob es überhaupt elektrisch brummt oder eine Gehäuseresonanz des mechanischen Trafobrumm auftritt wie so oft bei billigen Lösungen mit minderwertigem Netztrafo und mangelnder Feinarbeit im Aufbau.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Grüße euch.
      Stimmt, ob es der Trafo ist, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Brummen ist ein 50 Hz-Ton soweit ich das damals auf die schnelle gesehen habe. Generell habe ich auch erst einen sporadischen Blick auf den Kasten geworfen. Da das Studium schon wieder losgeht, komme ich erst nächste Woche wieder zu meiner Freundin. Ich werde dann mal überprüfen, ob das Brummen aus dem Lautsprecher kommt, oder ob es ein mechanisches Brummen von einem Trafo ist.

      Ich melde mich dann wieder!
      Gruß Alex
      Hallo zusammen,

      nach dreimonatigem Auslandsaufenthalt meinerseits und einem darauf folgenden dreimonatigem Auslandsaufenthalt meiner Freundin hatte ich nun endlich wieder Zeit mir das Gerät anzusehen.
      Ich muss allerdings sagen, dass ich ob der Wertigkeit des Radios der Meinung bin, dass sich größere Arbeiten daran nicht lohnen.

      Es handelt sich übrigens um ein 50Hz-Brummen, das aus den Lautsprechern kommt, also nicht um ein mechanischer Brummen des Trafos. Das Brummen hat, unabhängig von der Einstellung des Lautstärkereglers, immer die gleiche Lautstärke. Ist meine Annahme, dass es in der Endstufe oder im Netzteil auftritt daher richtig?
      Meine Überlegung: Würde es im Vorverstärker auftreten, dann würde die Endstufe das Brummen ja abhängig vom der gewählten Lautstärkeeinstellung verstärken.
      Gruß Alex
      Das Teil ist ein ein ziemlich schundiger China-Kram.

      Über den Gebrauchswert für einfache Ansprüche will ich damit nichts gesagt haben.
      Radio, Auto-Kassettenlaufwerk, Plastik-Plattenspieler ähnlich "Mister-Hit", CD-Einbaumodul einfach.
      Alles in allem ein Griff in die Modulkisten der Chinesen, kein Modul kostet im EK mehr als 5...10,-Euro.

      Das ist heute das Übliche, wenn man bei beliebten Internet-Marktplätzen vorgeschlagene Musikanlagen ordert.
      Diese Klasse von Geräten wird seit einigen Jahren dennoch viel gekauft, Kundenkreis sind eher unambitionierte Normalverbraucher die mal ihre Platten und Kassetten wieder hören möchten. Nach zwei Jahren und drei Tagen nimmt es dann die Müllabfuhr in Empfang.

      Wenn man nicht sehr leidensfähig ist kann man eine Reparatur die mehr als den Basteldrang befriedigen soll oder mehr als eine Handvoll Standardteile benötigen würde als sinnlos ansehen. Der Innenaufbau ist oft wild bis teilweise sogar lebensgefährlich.

      Der Brumm (50Hz ) kann von Direkteinstrahlung der Netzspannung stammen. Da sind dann manchmal Sachen zu sehen wie kaum isolierte Netzleitungen die sich um Baugruppen gewickelt haben oder mangelnde Sicherheitsabstände zwischen netzführenden und anderen Teilen. Sowas lehne ich strikt ab zu reparieren, nachdem ich einmal eines offen hatte und da vorfand das das nackte Netzkabel in die Audio-Elektronik gedrückt war, wohl beim Schließen des eng sitzenden Gehäuses in der Fabrik passiert.
      Als besonderen Clou holte ich noch einen Stein aus dem Gehäuse, kein besonders wertvolles Schmuggelgut aus der Ming-Peng Dynastie, sondern ein Gewichtserhöhungs-Simulator der wohl Wertigkeit der Innereien vortäuschen sollte.

      (aus Neugier reingucken - wenn nötige Kenntnis vorhanden - halte ich für vertretbar, Reparaturversuche sollten nicht viel Geldausgaben nach sich ziehen und die oft kärgliche Sicherheitslage nicht noch weiter verschlimmern)
      Gruß Jogi
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      Hallo Jogi,

      das spiegelt so ziemlich meine Meinung wieder. Ich habe schon bei der Anschaffung dieses Kastens nicht verstanden, warum man so etwas für viel zu teures Geld kaufen kann. Ich bin der Meinung, dass sich eine Reparatur nicht lohnt, oder viel mehr, dass eine Reparatur eigentlich nicht möglich ist, ohne dass man die Originalkomponenten durch wertigere ersetzt.
      Kurz vor meiner Abreise ins Ausland hatte ich das Gerät noch einmal geöffnet und wenn ich mich recht erinnere sind große Teile der Platinen und Steckverbindungen mit Heißkleber verklebt, sodass alleine schon das Zerlegen einen absolut unrentablen Aufwand bedeuten würde.
      Beim Öffnen hatte ich dann auch etwas gefunden, das da ganz und gar nicht hineingehört: Es war zwar kein Stein zur Gewichtssimulation versteckt, dafür hatte man es wohl bei der Produktion geschafft einen losen Nagel im Gehäuse zu vergessen. Gottseidank hat der sich am Gehäuseboden "abgelagert". Nicht auszudenken was alles hätte passieren können, wenn er an einer unpassenden Stelle einen Kurzschluss verursacht hätte.

      Noch etwas zum Grund der Anschaffung: Wie du schon sagtest wurde die Anlage wegen des Plattenspielers gekauft. Man wollte wieder einmal die alten Schätze aus dem Keller durchhören.
      Ich habe meiner Freundin allerdings seit ihrer Rückkehr aus dem Ausland verboten, dass sie ihre Schallplatten, von denen sie sich auch einige neue gekauft hatte, mit dem Chinaspieler kaputtfräst. Stattdessen steht bei ihr jetzt ein Fisher 7000 Stereoturm, der zwar auch nicht das gelbe vom Ei ist, aber doch um Längen besser als der Plastikbomber aus China. Als Plattenspieler ist ein Fisher MT-6250 im Einsatz.

      Kurzum: Nachdem sich eine Reparatur erstens nicht lohnt und zweitens auch nicht so einfach realisierbar ist, lasse ich es sein.
      Trotzdem vielen Dank an alle für die Antworten!
      Gruß Alex