Saba Mi215 Ruhestrom lässt sich nicht einstellen / RGC5 / 0,22r defekt

      Saba Mi215 Ruhestrom lässt sich nicht einstellen / RGC5 / 0,22r defekt

      Hallo zusammen,
      bei der Restaurierung meines Mi215 ist mir aufgefallen, dass sich der Ruhestrom nicht einstellen lässt, er liegt immer ca. bei 2,6V.
      Ich vermute mal das liegt an einem durchgebrannten Schutzwiderstand (RGC5 / 0,22R)
      Weiss jemand wo ich diese Widerstände bekommen kann?
      Im Netz finde ich leider nichts.

      Gruss
      H.-Peter
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      Moin, moin,

      ist schon erwiesen, dass der 0.22 Widerstand hin ist ? Sieht nach einem induktionsarmen Emitterwiderstand aus, die man im Handel eigentlich problemlos bekommt, oder auch in der Bucht. Typ mit ca. 5 W max. Verlustleistung. Wenn der aber hin ist, und in der Endstufe sitzt, dann muss man wohl damit rechnen, dass da mehr defekt ist als nur der Widerstand ... also mal die Transistoren pruefen.

      Besten Gruss,

      Michael

      Nachtrag: Diese 0.22 Ohm Widerstaende gibt's vor den Emittern und als gemeinsame Widerstaende an den Kollektoren. Ich nehme an, es handelt sich hier um den zweiten Fall, also R 1362 oder R 1378 ?

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      Bis der durchgeht ist der zugehörige Transistor schon tot.
      Es gab ja mal die nützliche Einrichtung von Emitter-Stoppern, PTC-Eigenschaften und Lichteffekt kündigten Überlast an. Hab ich auch scho n ewig nicht mehr im Einsatz gesehen...
      Gruß Jogi
      -------------
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      MI215 Ruhestrom kann nicht eingestellt werden

      Hallo zusammen,
      danke für die Tipps.
      Ich habe den Fehler durch tauschen der Ansteuerungsplatine und durch Messungen gefunden.
      In der Ansteuerung war der Kondensator C1214 und der Transistor T1213 defekt.
      Der Fehler hat sich dadurch bemerkbar gemacht, dass der Ruhestrom nur mit sehr viel Feingefühl
      einstellbar war. Der Wert ging dabei aber nie unter 45mV.
      Des Weiteren hat sich auch der Trastistor T1371 verabschiedet, was das Sterben einiger Endtrasistoren und eines Schutzwiderstandes zur Folge hatte.
      Getauscht wurden zur Sicherheit alle Endtransen der Stufe.
      Nach Austausch der Teile läuft der Verstärker jetzt wieder und der Ruhestrom sowie DC-Offset lässt sich einstellen.

      Gruss
      H.-Peter
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      Dann war ja der 0,22 Ohm Widerstand doch einwandfrei. Aber man sieht wieder, dass bei einem Endstufendefekt oft mehr als nur ein Bauteil beteiligt ist und man wirklich ALLES genau überprüfen muss.

      Was wäre, wenn....
      Wäre der o.g. 0,22 Ohm Hochlastwiderstand hochohmig geworden, dann wäre mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit auch einer der beiden Leistungstransistoren BD245 defekt. Jedenfalls kenne ich keinen Fall, bei dem der Transistor das "Durchglühen" eines 5W Widerstands von 0,2 Ohm schadlos überstanden hätte. Der dazu notwendige Strom übersteigt ja 20A. Der Endstufentransistor BD245 ist mit max. 10A spezifiziert. Ursache für einen hochohmig gewordenen Emitter- oder Kollektorwiderstand in der CE-Strecke des Leistungstransistors ist daher zunächst die zu weite Durchsteuerung des Leistungstransistors aufgrund eines Alterungsschadens des Transistors selbst (jedenfalls ohne erkennbaren weiteren Grund, bei Saba eher selten, ggf. bei der 92xx Serie) oder aufgrund zu starker Ansteuerung an seiner Basis. Das sind dann die Schäden der landläufigen Lesart "Endstufe durchgebrannt". Wie Michael oben schon andeutete, muss man dann besonders pingelig alle anderen Halbleiter im Umfeld überprüfen.

      Gruss,
      Reinhard
      ...dann muss aber ein 0,22 Ohm Widerstand hochohmig sein! Denn für einen Spannungsabfall über die Punkte X und Y von 2,6V ist ein Strom von I=U/R --> I= 2,6V/0,22Ohm = 11,8A nötig. Das unter der Annahme, dass die Schaltung einseitig defekt ist und daher der Beitrag der gesunden Seite zum Spannungsabfall nur 10mV beträgt, also vernachlässigbar ist. Bei 11,8A mit 2,6V würde eine Leistung von 11,8A x 2,6V = 30,6W vom 5W Widerstand verbraten werden - er würde verglühen.

      Wenn der Widerstand nicht hochohmig ist, stimmt die Aussage Ruhestrom 2,6V nicht (abgesehen davon, dass der Spannungsabfall X-Y gemeint ist).

      Später hat H.-Peter geschrieben: "Der Fehler hat sich dadurch bemerkbar gemacht, dass der Ruhestrom nur mit sehr viel Feingefühl einstellbar war. Der Wert ging dabei aber nie unter 45mV." DAS löst es auf.

      Gruß
      Reinhard

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