Siemens WSW Arioso / SUPER 585 W

      Siemens WSW Arioso / SUPER 585 W

      Hallo,

      Ich will einen 50µ + 50µ Elko tauschen. Bei den Elko ist schon das Sicherheitsventil runter gefallen und es war an der Oberfläche schon das Elektrolyt ausgetreten.
      Das Radio soll NUR einen neuen Elko bekommen, sonst nichts,....somit alles beim Original bleiben.

      Jetzt zur Frage wegen den Trockengleichrichter B250 / C 100 ein Siemens Selen- Gleichrichter; Ich finde kein Datenblatt zu diesem besagten Gleichrichter. Es geht darum wieviel darf man als Lade_ sieb Kapazität einbauen.
      Ich habe zur auswahl : siehe Bilder.

      links neu mit 100µ + 100µ | mitte: 50µ +50µ aber keine schraubbefestigung | rechts: alter 50µ + 50µ zustand unbekannt.

      Zur Frage darf ich einen 100µ + 100µ für die Selengleichrichtung einbauen ??

      da ist das Loch da fehlt das Ventil

      Siemens SSF B250 / 100
      Grüße <3 Mia <3
      Hallo Achim vielen Dank für den Link !!

      Ich habe beschlossen, den Gebrauchten Doppel Elko 50+50µF siehe oben Bild; der rechte von Siemens einzubauen. Und siehe da,... es funktioniert fast kein Brumm, nur wenn man ganz nahe am Lautsprecher ran geht ganz wenig
      Brumm.
      Habe dann wie alles fertig war eine 6Watt Glühbirne vorgeschaltet und mal den halben Tag laufen lassen. Dann später bin ich auf 15 Watt Glühbirne gewechselt, und wieder für paar std laufen lassen. Das Gerät hat eine Gesamt_Stromaufnahme von 45 Watt. Am nächsten Tag eine 30 Watt Birne vorgeschaltet, Und wieder halben Tag laufen lassen.
      Jetzt läuft er ohne Vorschaltbirne, direkt.



      sooo,.....!! fast vergessen, den zurecht von mir bestimmter defekten Philips Elko mal zu öffnen und siehe da;


      das war ein Philips Elko





      und diesen doppel Kondensator mit 4,7 nF hab ich auch getauscht.


      ....nu geht es weiter mit defekten Bauteilen: Alle Bauteile die zur EL84 und zur EAB(C)80 gehen:
      EABC80 ist defekt und rauscht. Habe eine von meinen kleinen Radio Eumig rausgezogen, und siehe da... es funktioniert kein rauschen mehr in der Verstärker_Schaltung.
      Die Spannungen die ich gemessen habe sind alle im grünen Bereich natürlich + - paar Volt unterschied.
      Kenn mich nicht aus mit dieser Materie, aber mit Schaltplan vor Nase ging das supi guti.

      leider alle Bauteile defekt, Widerstände zum Teil ausserhalb der Tolleranz und bei einen Widerstand ist ein Beinchen locker.



      und hier die obere Ansicht nackt X/ :


      p.s.: den Selen_Gleichrichter geht es gut, er wird nach mehreren std Spielzeit gerade mal Handwarm .
      Also der ist im grünen Bereich

      Schaltplan Ausschnitte kann ich nicht zeigen, weil das PDF vom GFGF gesperrt ist. Und von RM.org gibts nix ohne Registrierung......sorry ;(

      Ich mache dämnächst mehr Bilder.
      2 Bilder hab ich noch am PC gespeichert,....

      die 3 Kondensatoren lass ich original

      die mit Pfeil rot sind die am Bild sichtbaren Teile die ich tauschen musste, Rest sieht man nicht. (kommt noch )
      Grüße <3 Mia <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von „Nachteule“ ()

      Hallo alle Mitleser !!!

      Habe mal den Schaltplan_Auszug abgelichtet und zeige die Stellen die ich schon getauscht habe:
      Rot: schon getauscht
      Blau: da muss ich noch ran, und die Teile vermessen.
      Es hat mir mein Arbeitskollege gezeigt was ich da machen muss . Nicht ohne Grund kann eine EABC80 defekt werden. ( kann auch eine Ermüdung der Röhre sein)


      Grüße <3 Mia <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Nachteule“ ()

      Hallo Mia,

      sehr ordentlich gemacht! Beim C49 würde ich schauen, was für ein Kondensatortyp es ist. Wenn es ein Papierkondensator oder nicht ganz so betriebssicherer alter Folientyp ist, würde ich ihn zum Schutz des Hochtöners vor Gleichspannung ersetzen und einen neuen mit reichlich Spannungsreserve einbauen.
      Achim
      Hallo Achim,

      vielen Dank,... Der C49 ist ein 3n Keramik_Rohr_Kondensator.
      Den 10M ohm R20 hab ich getauscht, damit hab ich mal Ruhe.
      Nur den C31 mit 10nf hab ich nicht gemacht, hab keinen der in das Abschirm_Kupfer_Röhrchen passt. Ach,.. der Hochtöner ist ein Kristallhochtöner. Im inneren steht Kristallwerke...Austria oder sowas, aber egal. Hat eine normale Papiermembrane wie die Lautsprecher auch so gemacht sind. Auch zu sehen die originale WURFANTENNE.

      Da ein Radio von meiner Oma :


      p.s.: aufm ersten Bild das Siemens Radio zu sehen und steht auf einen Telraphon aus den 20ern. Vieleicht später mehr dazu. Aber nur wenn ich mal Lust und Zeit habe :rolleyes:
      Grüße <3 Mia <3
      Hallo Mia,

      schönes Radio - schrilles Design - Lautsprecher-Mischbestückung von Philips und Siemens und Kristall-irgendwas. Bemerkenswert!
      Und schöne Arbeit. Um die Schirmung des geschirmten Kondensators an der Nf-Vorstufe wird viel Gedöns gemacht, meist und je nach Lage ist die Schirmung garnicht notwendig. Ausprobieren! Was die jetzt noch Ärger machen könnte sind die vielen Vitrohm-Kohlemassewiderstände (das sind die mit der rauhen Oberfläche). Die verändern gerne massiv ihre Werte. Zumindest die höherohmigen würde ich mal checken.

      VG Stefan
      Hallo die Experten !! ,

      wenn ich alle diese Widerstände austausche die Stefan meinte, ist doch das ganze Radio verstimmt !! Und wer soll dann das verstimmte Radio wieder nachstellen??
      Ich hab das Radio seit der letzten grob Revison bzw. was gemacht werden musste, mintestens 20std die Woche im betrieb und es spielt ohne krächzen.
      Grüße <3 Mia <3
      Hallo Mia,

      als das Radio neu war, hat der Abgleich, wie er im Werk gemacht wurde, höchstwahscheinlich genau gestimmt.
      Dann sind Jahrzehnte vergangen, die Spulen und Filter haben sich verändert, die Kondensatoren sind gealtert, die Kohlemassewiderstände (Vitrohm) haben ihre Werte geändert - vielleicht nur im Rahmen der Toleranz, vielleicht auch darüber hinaus.
      So gesehen stimmt der Abgleich heute sicher nicht mehr genau. Aber dennoch funktioniert das Radio gut, erreicht vielleicht nicht ganz die ursprüngliche Empfangsleistung.
      Wenn Du die Kohlemassewiderstände nun ersetzen würdest durch neue mit Sollwert und geringer Toleranz kann der Abgleich sogar besser stimmen als jetzt. Er kann aber auch am Optimum vorbeigehen.
      Spätestens wenn Du Veränderungen beim Klang oder beim Empfang feststellst, solltest Du dich um die Widerstände kümmern. Dringend ist es nicht.
      Achim
      Wobei in diesem Link im radiomuseum niemand korrekt benennt (d.h. einer sogar falsch) worum es sich bei den Vitrohms handelt: Es sind nicht Kohleschicht- sondern Kohlemassewiderstände. Also Blocks aus gepressten/gesinterten Kohlekörnern. Oder, etwas bösartig, kleine Briketts. Nun ist diese Bauart nicht zwangsläufig defektgefährdet (bei den Amis waren Massewiderstände sehr verbreitet, z.B. Allen-Bradley), aber Vitrohm hatte wohl bei der Herstellung das gewisse "Know-how-not".

      VG Stefan
      Hallo in die Runde,

      was aber auf jeden Fall für den Ausfall symptomatisch ist und auch ich an mehreren Baustellen festgestellt habe, und das sollte man aus allen Beiträgen mitnehmen:

      - an Stellen mit Spannungsbeaufschlagungen von ca. 80 V und höher
      - sehr häufig die hochohmigen Kandidaten > 1 kOhm
      - zu 95% die 1/4 Watt Ausführung

      Ein Messung aller KM-Widerstände schadet in der Regel nie...

      Gruß, Dieter
      Hallo !

      Das Radio spielte lange ohne Störungen, bis wieder ein Rauschen und Knistern vor paar Tagen begann. Und ich dachte,....pffff.... nicht schon wieder eine Röhre; wie die EABC80 vor ca. 1 Jahr zeigte.
      Die vorgänger EABC80 war auch nachweislich defekt, und es kam eine neue EABC80 ins Gerät.

      Ich hab 2 Widerstände R25 470kOhm und R26 120kOhm gewechselt und hab sie mal vermessen, und die paar anderen original Widerstände sind n o c h im Soll.

      sehe Bild,

      es sollten doch Widerstände für halbes Watt sein, laut Schaltbild. Diese haben höchstens ein viertel Watt. Ich hab jetzt halbe Watt Widerstände eingebaut. ^^



      Jetzt ist auch der Fächer vom Magischen Auge komplett geschlossen, und der Ton ist rein.
      Hab mich immer gewundert in letzer Zeit, warum das nicht immer ganz geschlossen ist,..


      hier sieht man was ich meine, diese Schatten sind jetzt nach all der Zeit eingebrannt, und wird sicher solange bleiben bis diese Anzeigeröhre ihr Leben am ende ist.


      Grüße <3 Mia <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Nachteule“ ()

      Hallo Mia,
      ein Klassiker: Vitrohm Kohlemassewiderstände. Auch Random Resistors genannt. Solange dein Radio voll mit diesen Dingern ist, wirst du es noch oft aufschrauben... ist leider so.

      Faustregel bei den Dingern: Je höher der Soll-Ohmwert, desto größer die Abweichung nach oben. Zufälliger Totalausfall jederzeit möglich. In meinen Geräten fliegen die Vitrohms alle raus, auch wenn es manchmal viel Arbeit ist.

      VG Stefan
      Manchmal sind die Dinger sinnvoll!

      Bei normaler Unterhaltungselektronik würde ich die auch eher gegen heutige Typen tauschen.
      Ihr Vorteil, sie verkraften ganz gut hohe kurze Impulse, Spikes.
      In der Hochfrequezntechnik haben sie den Vorteil der niedrigen Induktivität.
      Bei Empfängerschaltungen sollte man sie nicht nehmen, sie neigen sehr zum Rauschen.
      Trifft man so einen Burschen z.B. im UKW-Oszillator, sollte man nicht blindlinks tauschen.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com

      Klarzeichner schrieb:

      Faustregel bei den Dingern: Je höher der Soll-Ohmwert, desto größer die Abweichung nach oben. Zufälliger Totalausfall jederzeit möglich. In meinen Geräten fliegen die Vitrohms alle raus, auch wenn es manchmal viel Arbeit ist.


      Stimmt Stefan !
      Zweite Faustregel die ich aus Erfahrung erstellt habe: je höher die Spannungsbeaufschlagung, desto größer die Ausfallwahrscheinlichkeit.

      Gruß, Dieter