Markus aus Lennestadt

      Markus aus Lennestadt

      Hallo miteinander,

      ich bin der Neue, Markus, Modell aus den frühen 60er Jahren und die Röhren im Oberstübchen funktionieren noch ganz gut. ;)
      In den 80ern habe ich Radio-Fernseh-Techniker gelernt und danach mit Erfolg Nachrichtentechnik studiert. Seit vielen Jahren bin ich aber eher im IT Bereich tätig und seit 4 Jahren auch selbständig.

      Vor vier Woche habe ich ein Saba Hifi Center 9903 geschenkt bekommen. Leider ist die Endstufe defekt und der Dual mag sich auch nicht mehr so wirklich drehen. Bei der Suche nach einem Schaltbild bin auf dieses nette Forum gestossen.
      Ich werde von den Reparaturen an dem schönen Teil hier berichten. Ach ja, Musik hören, HiFi bzw. High-End, Amateurfunk, Fotografieren und US-Oldtimer interessieren mich auch. :)

      Bis demnächst hier im Forum,
      beste Grüße,
      Markus

      PS: 73 an die OM´s
      Hallo Markus,

      die 9903 ist eine sehr gute und dankbare Anlage, was die Servicefreundlichkeit angeht.
      Der Plattenspieler hat vermutlich den Steuerpümpel marode (ist bei allen Duals dieser Baureihe so) und die Endstufe sollte von dir wieder gangbar gemacht werden können.
      Ich habe 4 von diesen Anlagen an diversen Orten herum stehen - sie machen alle Spaß !

      Gruß, Dieter
      Hallo Dieter,

      bei dem Dreher ist es eher so, dass der Direktantrieb nicht wirklich will. Mit etwas Hilfe beim Drehen funktioniert die Start/Stop Automatik noch gut.
      Gucke mir den Antrieb mal an und schaue auch nach einem eventuell verborgenen Knallfrosch.

      Du hast recht, sehr servicefreundlich. Die Endstufe konnte ich einfach samt Kühlkörper nach Lösen von 2 Schrauben hinten rausziehen. Es handelt sich quasi um denselben Fehler, der hier schon mal besprochen wurde. Eine Sicherung im steckbaren Treibermodul, der BD137 und der TIP2955 sind hinüber. Alles kein Hexenwerk, E-Teile (als Ersatztypen verwende ich nach meiner "Heninger Liste" den BD139 und BD250C) sind schon unterwegs und müssten evtl. schon heute ankommen.

      Im Netzteil habe ich noch einen etwas bräunlich verfärbten 68Ohm 5W Widerstand (R1433) gefunden. Die Lötstellen sind auch schon etwas angegriffen. Insgesamt finde ich die Leiterbahn an dem Widerstand, über die scheinbar viel Leistung geht, als etwas zu schwach dimensioniert. Gegebenenfalls werde ich diese durch ein paralleles Drähtchen etwas verstärken. Im Schaltplan wird fälschlicherweise 1W angegeben.

      Ach ja, der Netzschalter funktioniert nicht mehr richtig. Beim Einschalten ok, beim Ausschalten klemmt etwas und der Knopf kommt von allein nicht mehr hoch. Mit etwas ziehen am Knopf geht es dann. Hat das Ding schonmal jemand repariert? Oder ist da ein neuer fällig?

      Ansonsten ist das gute Stück schon einmal in den Bereichen repariert worden, zumindest aber nicht unfachmännisch, soweit ich das gesehen habe.

      Viele Grüße,
      Markus

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „DL1DMC“ ()

      Hallo Markus, willkommen auch von mir und ich freue mich schon auf die Berichte.

      Geräte dieser Art waren zu der Zeit unwahrscheinlich beliebt und man "mußte" so etwas haben.
      Im privaten Partykeller, auf einem Trompetenfuß stehend im Diebziger Jahre Wohnzimmer, etwas spartanischer vielleicht im Kinderzimmer.

      Es war eine schöne Zeit damals und es macht mich immer traurig öfters bissige Bemerkungen und fiese Abwertungen durch viele heutige Superblender-Prolls lesen zu müssen.

      Dieses Topmodell muß sich hinter nichts anderem verstecken, das gilt gleichermaßen für die Spitzenprodukte anderer namhafter Hersteller.

      Bei mir im Hause und im Verwandtenkreis gabe es eine Menge ähnlicher "Musikbretter", Grundig Studio, Rosita Tonmöbel, Liesegang Tonmöbel, Schneider... alles schön in good old germany endgefertigt.
      PS: Bei meinen alten Herrschaften brachte ich eine Schneider 2-Wege-Anlage unter, leicht futuristisches Design, Grau-Anthrazit gefärbtes Gehäuse aus einem einzigen großen Stück Preßstoff mit Kunststoff überzogen und o fein gestaffelter Detailtiefe der Designelemente, die Flutlichtskale beinahe so groß wie ein TFT-Monitor der ersten Stunden.

      Dann kamen die Achziger Jahre und diese Geräteklasse - nicht gerade billig und wirklich nicht schlecht - ging fast geschlossen in die Möbel-Presswagen, ein Graus wenn ich nur daran denke.
      Gruß Jogi
      -------------
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      [frei nach W. Reus]
      Hallo Jogi,

      danke, sehr treffend und lesenswert formuliert. :) Ich habe damals noch Röhrenfernseher geschleppt und repariert. Aus so einem Blechteil von Hochspannungskäfig, wo eigentlich eine PY/PL500 zu Hause war, hab ich mir damals ein Netzeil gebaut.

      Die Anlage ist wirklich sehr solide und schön anzuschauen aufgebaut. Ich hätte allerdings gerne die 9941 gehabt, auf die war ich damals schon scharf. Aber diese hier ist genauso schön.

      Ein guter Freund hat gestern angerufen, seine Grundig RPC-500 hat leider auch Probleme. Die ist etwas älter als die 9903 und brummt jetzt bei Radiobetrieb. Leider hat der Lifter des Plattenspielers auch den Dienst versagt. Er besitzt noch ca. 10.000 Platten und möchte natürlich nicht auf die Anlage verzichten. Auch dieses schöne "Brett" werde ich vor dem frühzeitigen Tod retten. Eine zweite identische (leicht defekte) Anlage hat er auch noch.

      Was meint ihr, soll ich zu der 9903 ein neues Thema starten, oder hier weiter berichten?

      Viele Grüße
      Markus
      Hallo Markus

      DL1DMC schrieb:

      bei dem Dreher ist es eher so, dass der Direktantrieb nicht wirklich will.


      Der 1237 ist doch ein Riemenantrieb. Häufig sind die Lager vom Motor und der gesamten Mechanik verharzt oder Riemen hat einfach keine Spannung mehr.

      DL1DMC schrieb:

      Ach ja, der Netzschalter funktioniert nicht mehr richtig. Beim Einschalten ok, beim Ausschalten klemmt etwas und der Knopf kommt von allein nicht mehr hoch. Mit etwas ziehen am Knopf geht es dann. Hat das Ding schonmal jemand repariert? Oder ist da ein neuer fällig?


      Du kannst den Netzschalter zerlegen aber dann fliegen dir Federchen und Kontaktzungen um die Ohren.
      Ich habe fast an allen Geräten das gleiche Problem und zu 90% mit Ballistol in die Rastmechanik und mehrfachem Betätigen gelöst.
      Nicht immer gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen und sich keine unnötige Arbeit machen... :)

      Gruß, Dieter
      Hallo Dieter,

      danke, du hast recht, hatte noch gar nicht nachgesehen. Der Riemen ist recht schlaff und muss wohl neu.

      Nein, aufmachen wollte ich den Netzschalter nicht. Das habe ich zu meiner Lehrzeit mal versucht, aber wie von dir beschrieben sind dann die Innereien geflogen und ich bekam das nicht wieder funktionsfähig zusammengebaut. Das war mir eine Lehre in der Lehre. ;) Balistol habe ich da und versuche es mal. Ich hoffe, ich bin nicht bei den restlichen 10%...

      Gruß Markus
      Ein herzliches Willkommen auch von mir, Markus.

      Stell doch mal ein Foto der 9903 ein. Wie kennen das Gerät zwar, ist trotzdem immer ganz praktisch. Ich rate auch zu einer Protion von dünnem Schmieröl (aber nicht gerade Ballistol) in den Schalter. Wenn das nichts nützt, auch vom Schalter ein Foto. Vielleicht erkennt ihn jemand, weil auch in anderen Sabas verwendet?

      VG Stefan
      Hallo,
      die Riementriebler von DUAL aus den Siebzigern sind normalerweise unkaputtbar, selbst grobe Zerstörungen können sie nicht stoppen. Ich bekam mal einen vom Paketdienst fast vernichteten DUAL bei dem auf den ersten blick alles kaputt war, selbst der Tonarm war abgerissen und abenteuerlich verkröpft und abgekantet.

      Es war ein Geduldspiel aber mit einer improvisierten Richtbank war auch das wieder hinzubekommen.
      Ähnliches Problem richtete ein Paketdienst bei einem Kofferplattenspieler an, auch das hab ich wieder gerichtet bekommen, dessen Chassis war sogar zusätzlich aus dem durch Einschlag in den Karton geplatzen Gehäuse gerissen und irrwitzig zugerichtet, auch der Tonarm verdreht und verbogen.

      Ansonsten gut erhaltene geräte haben normalerweise überhaupt keine Betriebsstörungen.

      Der Pesen lebt (bei meinen Geräten zumindest) annähernd ewig, alle geschätzt 20 Jahre habe ich den abgenommen, immer wenn das Stroboskop ein sonst nicht erklärbares Rücken anzeigte, Auflageflächen und Riemen entfettet und einmal in 40 Jahren wurde der Pesen gewendet. Er hatte zwei geschliffene Seiten, muß man beachten wenn man wenden will.

      Gelängt sind die eigentlich nie, und wenn dann kann man sie versuchen aufzukochen.
      Aber es müßte sogar im Handel auch noch Nachschub an Pesen geben.

      Die Tellerlager können nur verharzen wenn man den Plattenspieler ungenutzt über Jahre herum stehen läßt. Mechanik will immer mal bewegt werden.
      Der Tonarmlift wird oft wieder gängig wenn man je nach seiner Systematik das Dämpferöl mit dem Finger durch Drücken mit leichter Kraft auf den Stift flott macht, ersetzt wenn es ausgelaufen ist und bei Luftdämpfern den Dreck am Ventil abwischt - erinnere mich gerade nicht ob das ein DUAL war mit der Luftpumpe an dem ich das mal machte, kann auch ein englischer Typ gewesen sein.

      Die Kinematik, so nannte DUAL das große Steuerungsrad der Automatik mit Pömpel und Hebelsteuerungen, will gut geschmiert sein damit die Automatik gut tut.
      Das alte Fett ist abzumachen und durch neues zu ersetzen, Abschmierfett (Mehrzweckfett Heißcompond - also bei Hitze nicht wegfließend) fürs Auto ist geeignet, es gibt natürlich auch sowas als "Spezial" sicher irgendwo zu kaufen. Von Ballistol gibt es das auch, ebenso von Molycote und Shell jeweils als Mehrzweckfett betitelt.

      Sind die Hebelagen fest so muß man ihre Umlenkpunkte, Lager und Durchführungen durch die Chassisplatte ausbauen, entfetten und neu fetten. WIK-700 ((zäh)Flüssigfett) aus dem Tonbandzubehör ist dafür gut. Faulpelze (oder wenn man einen Schnelltest auf prinzipielle Gängigkeit vor Kauf machen möchte) sprühen sparsam Ballistol-Öl aus der Spraydose rein, es muß sofort gängig werden sonst sind die Lagerstellen festoxydiert (selten bis nie, es sei denn das Chassis lag im überfluteten Keller - alles schon gehabt aber alles noch zu retten). Metall verratzende Kontakt-Sprays sollte man meiden, bis auf Würth Kontaktreiniger oder Waffenöl Würth/Ballistol ist das übliche Zeug alles Mist weil es das Material angreifen könnte.

      Den Netzschalter - ich stelle ihn mir mangels Bild davon vor wie die üblichen Netzschalter, also Übertotpunktfeder, Schnapper-Kontakte, Betätigungsschubstange mit Klinke - kann man ordentlich auf-sauber-zu machen oder, wieder die Schnell-schnell Methode, Ballistol reinsprühen und regelrecht fluten. Es muß aber vor dem ersten Test alles übeflüssige Öl wieder rauslaufen sonst ist Mist.
      Selbst die vielverhaßten (angeblich) "irreparablen" Philips-Netzschalter kann man so wieder hin bekommen, meine diversen Tonbandmaschinen der Marke sind der lebendige Beleg dafür, ich habe nicht immer Lust einen aus dem Fundus zu spendieren - glücklich wer sich rechtzeitig einen Fundus angelegt hat.
      Gruß Jogi
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      Hallo Markus,
      ich drücke die Daumen, dass du nicht zu den 10% gehörst.
      Jogis Zusatz ist zu beachten.

      Jogi schrieb:

      Ballistol
      reinsprühen und regelrecht fluten. Es muß aber vor dem ersten Test alles übeflüssige Öl wieder rauslaufen sonst ist Mist.


      Das tut es aber in der Regel auch.
      Mit Ballistol machst du nichts verkehrt. Ich habe schon 100te mechanische und elektrische Verbindungen damit erfolgreich behandelt, noch nie gab es Schäden und negative Nachwirkungen.

      Gruß, Dieter
      Bilder
      • saba_9903_tot.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „deltamike55“ ()

      @stefan Vielen Dank für das Willkommen und deine Tips. Ich werde ein Foto vom Schalter im eingebauten Zustand hier einstellen. Evtl. geht ja auch dünnflüssiges Nähmaschinenöl.



      @Jogi Ebenfalls danke für deine hilfreichen Tips. Die Riemen bekommt man bei Ebay angeboten, sogar als Kit mit anderen Verschleissteilen wie z.B. die Andruckrolle des Cassettendecks. Der Tip mit dem Aufkochen habe ich bisher noch nicht gehört. Wie lange läßt du das gute Teil denn kochen? Gibt es da einen Garpunkt? ;) Als Entfetter würde ich Isopropanol verwenden. Der Tonarmlift funktioniert noch einwandfrei. Für die Kunststoffteile nehme ich gerne technisches Vaseline, für langsam drehende Lager Wälz- oder Kugellagerfett. Hier kann man auch das schwarze MoS2 Fett nehmen, z.B. bei Amazon das MANNOL EP-2 Multi-MoS2 Universalfett 100ml für 1,83€.

      Bei dem Netzschalter denke ich, dass es vom Gefühl her die Schubstange in Verbindung mit der Feder sein könnte.
      Dieser hier sieht ähnlich aus: ebay.de/itm/Marantz-Netzschalt…power-switch/331818552615

      Die Endstufe funktioniert übrigens wieder tadellos. Es war nur die Feinsicherung im Treibermodul und der TIP2955 defekt.



      Viele Grüße
      Markus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „DL1DMC“ ()

      ....blos kein ÖL in Netzschalter :!: Das Material vom Schalter sauft sich voll mit Öl, dann war es für das Teil !!!!

      Den Schalter kannst du easy abmontieren, und gut zerlegen.(schau mal ist selbst erklärend) Nach der Reinigung die mechanischen Teile mit Vaselin leicht fetten. Und ferig ist der Spuuuuk.
      Und ich sehe die Pcb ist ja schön verdreckt. Feuchtigkeit Staub,... hast einen guten Übergangswiderstand. ;) ( hahahaha auf dem Feld kannst Kartoffeln anbauen :D )

      Weisst ich lese da schon seit Jahren zu, und hab für dich das hier gefunden. Oder besser wenn du willst einen neuen Schalter, das wäre das non plus ultra.

      MI-212 - mini Restauration





      Grüße <3 Mia <3

      Ich kann nicht beeinflussen, was andere über mich denken.
      Aber ich kann entscheiden, ob es mich interresiert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 17 mal editiert, zuletzt von „Nachteule“ ()

      Hallo Markus,
      ich werfe den Wasserkocher an, fülle eine Schüssel mit kochend Wasser und werfe da den Pesen rein. Bloß keine Zusatzmittelchen, wer weiß was sonst passiert.
      Wenn das Wasser handwarm geworden ist angle ich den Pesen und knete daran herum, ist er dann noch hart oder unelastisch wiederhole ich die Prozedur.
      Bei Mißerfolg hat er es hinter sich, da kann man nicht viel machen und hätte man auch mit anderen Methoden nichts mehr machen können.

      Den so wieder flexibel gewordenen Pesen ziehe ich über das Schwämmchen eines Auto-Türdichtungsstiftes, ich ziehe den dabei immer schön lang soweit er nachgibt. In dem Stift befindet sich Gyzerin zur Gummipflege.
      Reißt der Pesen, bricht, bröckelt er oder zerfließt er dann so war er eh unrettbar, ein brauchbarer Pesen ist danach wieder wie neu. Nun stört nur noch das nicht eingezogene Glyzerin, das entschichte ich und entfette so den Pesen indem ich einen Wolllappen mit Isopropanol tränke und den Pesen mehrfach hindurch ziehe bis er nicht mehr abfärbt.

      Auflegen dann mit der stumpfen, geschliffenen Seite nach innen zu den Auflageflächen hin. Es gibt auch beidseitig geschliffene Pesen, solche hatte ich bei DUAL überwiegend original drin.

      Was die Fette angeht so führen viele Wege nach Rom.
      Ich verwende am liebsten welche die ich möglicht breitbandig und vielseitig verwenden kann, WIK 500 (Tonwellenlager Tonbandgeräte) WIK 700 sonstige Lager, Nähmaschinen (Märklin) Feinöl für stellen die zu ölen sind. Vaseline schonmal für großflächige Gleitschieber und aufeinander gleitende Kunststoffe wie separiert vom Poti an der Frontplatte befestigte Bedienknöpfe von Flachbahnstellern.

      Btw. das Ruhestrom-Trimmpoti würde ich gegen ein moderneres, gekapseltes tauschen. Diese zu sehende Art bekommt gerne nach langen Jahren in Ruhe Kontaktprobleme und dann schießt der Ruhestrom u.U. durch die Decke und das ist tödlich wenn es nicht einen zusätzliche Shunt als Stopper gibt.
      Gruß Jogi
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      Hallo ihr Lieben,

      ich bin ja überwältigt über die rege Beteiligung und möchte mich für die tollen Tips bei euch allen ganz herzlich bedanken. Natürlich auch für die "Blumen" von Dieter.

      Klar, ich habe das alles mal gelernt, aber über Jahrzehnte etwas anderes gemacht, da nach meiner Lehre der Beruf immer weiter ins Abseits geriet. Die neuen Geräte wurden teilweise nicht mehr repariert, es wurden nur noch Module getauscht, ohne den Fehler wirklich zu suchen bzw. zu finden. Aber langsam kommen immer mehr Erinnerungen wieder, wenn ich mir dies oder jenes ansehe. Dafür bin ich im Computerbereich recht fit, wer also bei dem Thema mal eine Frage hat, dem werde ich gerne helfen.

      Der Tausch des Endstufen Transistors war auch etwas fummelig und mit der Wärmeleitpaste gab es weiße Finger. Aber nachdem ich mir von einer alten Kunststoffkarte (Krankenkassenkarte) ein Stück abgeschnitten hatte, konnte ich die Paste schön dünn und gleichmäßig auftragen. Natürlich habe ich keine leitende Paste verwendet, wie man sie aus dem Computerbereich kennt. :) Dann wäre der neue BD250C wohl schon vorzeitig ins Jenseits befördert worden. Auch habe ich vor dem ersten Einschalten alles nochmal ohmsch durchgemessen, damit mir nichts um die Ohren fliegt.

      @Jogi Den Trimmer werde ich auch noch tauschen, obwohl dieser bei der Einstellung des Ruhestromes nur geringfügig den Spannungsbereich geändert hat und er noch ohne Spannungssprünge funktionierte. Der Entwickler hat dies beim Schaltungsentwurf wohl bedacht.

      Dank des wertvollen Tips von Mia werde ich den Schalter jetzt doch mal zerlegen und wieder auf Vordermann bringen. Wäre doch gelacht, wenn man den nicht wieder reaktivieren könnte.

      Und auch den 68Ohm/5W Widerstand (links unterhalb der Bildmitte) auf der Netzteil-Platine werde ich vorsorglich noch tauschen, da dieser doch schon arg angegriffen aussieht. Die roten Röderstein Elkos hat wohl schon jemand anderes rausgeworfen.


      Ich werde weiter berichten, allerdings erst in der kommenden Woche. Euch allen wünsche ich ein erholsames und sonniges Wochenende.

      Liebe Grüße
      Markus