Metaxas Iraklis Urversion

      Eine Ergänzung zum Dual TVV 47

      Es existiert offenbar eine zweite (verbesserte) Version des TVV 47
      . Darin ist der Kollektorwiderstand des 1. Transistors von 4,7 kOhm auf 15 kOhm vergrössert.

      Schaltbild 1. Version 4,7 kOhm)


      Schaltbild 2. Version (15 kOhm)




      Was bewirkt der vergrösserte Kollektorwiderstand (15 k)?
      Die Lage des Arbeitspunktes ist dadurch verbessert, der Klirrfaktor sinkt deutlich (für 200 mV(s) am VV-Ausgang damit 0,005% bei 1 kHz und <0,003% bei 10 kHz).
      Der Frequenzgang ist unterhalb von 1 kHz verbessert.

      ABER: Der Frequenzverlauf der Eingangsimpedanz wird oberhalb 1 kHz wieder etwas schlechter und sinkt bis auf 20 kOhm bei 20 kHz ab. Immerhin ist sie bis 1 kHz 48 kOhm und noch um "Welten" besser als beim TVV 46. Ist eben immer alles ein Kompromiss.

      Zu dieser 2. Version des TVV 47 gibt es eine publizierte Messung des Frequenzgangs (Badenhausen:badenhausen.com/images/FR_TVV47.htm), die mit der Simulation übereinstimmt: -1 dB Abweichung bei 20 Hz und leichte Senke um 300 Hz.








      Reinhard

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      Die zugrundeliegende Aufgabe ist weiterhin verfehlt.

      Die Abtastmechanik geht nicht in die Simulation ein, kann sie wohl auch nicht.

      Wie von mir zuvor und bisher unwiderlegt angesprochen kann der bloße Wechsel der Abtastnadel auf eine andere, ebenfalls zulässige, das Gesamtbild deutlich mehr beeinflussen als tausend Klimmzüge im Vorverstärker.

      - Mein Beispiel war, zur Auffrischung schon nach so kurzer Zeit verschütteter Ausganglage, der Austausch der Nadel DN240 gegen DN221 (andere, ebenfalls zulässige Alternativen waren erwähnt).

      Die Aufgabe also, bis auf das Minimum reduziert:

      Simuliere den hör- und meßbaren Klangunterschied zwischen ebenda genannten Nadeln mit einem Simulationsprogramm.

      Meine These war und ist und bleibt:
      Es sind Meßschallplatten notwendig, keine der vielen angeführten Simulationen kann diese ersetzen, und auch nicht die These verschleiern.
      (was alles andere natürlich nicht uninteressant macht und sicher viel Arbeit gekostet hat)

      Meine Aussagen zu "simpel", "scheußlich" usw. sind natürlich absichtlich überzeichnete Darstellungen gewisser Unzulänglichkeit von Verstärkern mit dynamischen Eingängen und Dreipol-Totem als Zeitkonstanten-Lieferanten, beziehen sich folglich ironisch auf den High-End-Rummel, wenn dieser nicht sinnvoll ist weil schon die Grundlage wackelig ist auf der ein Riesenaufwand und eine Materialschlacht betrieben wird.

      Nicht verstanden?
      Gut: Wenn ich auf Stelzen zum Porsche in der entfernten Garage gehen muß, dann interessiert nicht mehr wie schnell der Wagen sein könnte sondern wie schnell ich Stelzenlaufen kann.

      Michael, die Aspakte alle zusammen betrachtet, ist der von dir erwähnte konkrete OPAMP Verstärker natürlich besser, der Rückschluß das jeder Transistorverstärker schlecht sein muß gilt allerdings nicht.
      Ich habe vor über 40 Jahren im Perfektionstaumel einen Transistorverstärker gebaut der bis heute unerreicht ist.
      Das stellte sich nachher, bei entspannter Betrachtung, als unnötig aufwändig heraus da das gesamte System Schallplatte von der Produktion bis zum Ohr deutlich schlechter ist und der Aufwand folglich verfehlt ist.
      Seitdem arbeitete ich mit einem oppulent aufgarnierten, keine noch so speziellen Wünschen offen lassenden, OPAMP Nachfolgemodel das nicht wesendlich schlechter aber mannigfach flexibler ist. Damit ist alles machbar, jede Hauskennlinie, aktive, dynamische Nadeltonfilterung (also nachträgliche Rauschmaskierung und -entfernung über den gesamten Vorgang Mastering bis Abhöranlage) usw.

      Gruß Jogi,
      der im Forum von jedem dahergelaufenen Neuling verspottet, beleidigt und als charakterlos tituliert werden darf.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jogi“ ()

      Jogi,

      klar doch, Du bist der Größte ... aber dann lass' uns doch Deine unerreichte Schaltung mal sehen ... da bin ich jetzt aber echt gespannt ... und "kneifen" gilt nicht !!! Ach ja, mit so einer Schallplatte messen ist eine Sache, die kann den Frequenzgang ganz passabel belegen. Aber leider nur sehr bedingt, wie die Kombi dann klingt. Da kommen noch andere Faktoren ins Spiel. Aber das ist ja nur ein wenig Physik ... ;)



      Reinhard:

      Danke für den Nachtrag --- die Sache mit dem Kompromiss passt gut zu der Beobachtung, dass die Berichte zum TVV 46 und 47 sehr gemischt ausfallen. Da haben wir also sicher eine Situation, bei der es recht stark auf das System ankommt, ob das nun passt oder nicht. Ein Absinken der Impedanz im Hochtonbereich ist meist nicht so problematisch, weil viele MMs da eher des Guten etwas zuviel tun. Wenn mir mal einer unterkommt, probiere ich es aus.


      Besten Gruss,

      Michael
      Du darfst mich ab sofort Muhamed Ali nennen, lieber Michael :love:

      Ich weiß nicht ob ich die Schaltung nicht lieber mitnehme in meine Urne.
      Sie ist auch nicht ins Reine geschrieben, da über 35...40 Jahre immer mal wieder angepaßt und umgemodelt.
      Aktuell liegt mir keine vorzeigbare Niederlegung vor.
      ABER, soviel. Sie ist mit Wasser gekocht, man kommt sehr weit mit klarem Wasser, es muß kein Schlangenöl und kein Voodooschleim verwendet werden, Elektrotechnik ist eine irdische Wissenschaft.

      Ich beschreibe kurz, damit es nicht heißt "der kneift".
      Eingangsbereich mit mehreren DIN/Cinch Buchsen.
      Diese dienen teilweise für die Abschlußkapazitäten/-Resistanzen.

      Zuschaltbarer Ohmisch-Kapazitiv -> Ohmisch-Induktiv Konverter passiv.
      Dient zum Anschluß piezoelektrischer Tonabnehmersysteme (crystal/keramik)

      Erste Stufe ein dafür erdachter Eingangsstufen-NF-Chip LM833, besonders rausch- und klirrarm.
      Gematcht von Hand nach Rauschabstandsmessung 1 aus 10.

      Kapazitiv eingekoppelt, die Kopplung ausgelegt als abschaltbarer Tschebyscheff-Hochpaß zweiter Ordnung mit Eckfrequenzen 40/60/100Hz (dringend notwendig bei manchen Schätzchen), ist er aus dann ist der gesamte Überragungsweg auf f-u 15Hz ausgelegt.

      Die Zeitkonstanten 1 und 2 werden umschaltbar aktiv in der Gegenkopplung gebildet.

      Die Zeitkonstante 3 wird passiv nach Verstärkung gebildet.
      Dadurch wird der eh schon sehr gute Rauschabstand noch einmal vor dem Ausgang verbessert.

      Es folgt das aktive dynamische Filter mit einstellbarer Kennlinie, hiero findet auch die Pufferung der Passivstufe (Tau 3) und des Ausgangs statt.

      Es folgen niederohmige Ausgangsstufen.
      Line, später ergänzt durch Ausgänge an SPDIF (für meinen Digital-Rekorder) und PC-Sound (für meinen Multimedia-PC),
      noch später USB-Audio und noch später Blauzahn-Audio. Damit direkter drahtloser Kopfhörerbetrieb möglich.

      Netzteil ist wie es sich gehört außerhalb des Gehäuses.

      Batteriebetrieb war mal vorgesehen wurde aber nie verwirklicht mangels Anwendungszweck.
      Im Gehäuse erfolgt der Netzanschluß über unipolaren Weitbereichs-Eingang, AC/DC jeglicher Kolleur wird in beliebiger Polarität herein genommen.
      Gefolgt von Doppel-PI-Filterung, HF-Sechsloch-Filtern, Spannungsbegrenzung, Siebung usw.

      Das Gehäuse des Prototypen (also häßlich aber zweckdienlich) ist komplett geschirmt, alle Ein-/Ausgänge verblockt, im HF-Labor ordentlich bestrahlt worden und hielt dicht.

      Der Audiotester (Brüel & Kjaer) sagte das es elektrisch paßt.
      Gesamtklirrgrad nicht mehr meßbar (folglich <0,005%) bei voller Verstärkung.
      IEC (RIAAneu) innerhalb 0,2dB in Stellung IEC der Tau-Wahlschalter,
      erreicht durch händisch gematchte, aber völlig irdische Standard Passiv-Bauelemente die mit Industrie-Meßbrücken auf Null-Toleranz x aus 100 ausgesucht sind.
      Später stellte sich heraus das die gleiche Genauigkeit auch durch eine sehr einfache Vergleichsschaltung und Amateur-Multimeter erreichbar ist, da die relative Abweichung untereinander und nicht die absolute wichtig ist.
      Folglich bspw. ausgemessene Folienkondensatoren besser passen als teuer gekaufte enger tolerierte Monsterklumpen.

      Tau werden durch die Bank mit Siemens Styroflex-Kondensatoren aus laufender Fertigung (damals) erzeugt.
      Kopplungen mit MKP.
      Elkos, wo verwendet, sind "bloß" Philips Blue Meanies und diese stören NICHT, wie so oft behauptet, die niedrigen Klirrfaktoren und lecken auch nicht da sie alle korrekt vorgespannt sind und so ständig im Betrieb formieren. Sie werden immer niederohmig angefahren und hochohmig abeschlossen wie es sich für einwandfrei definierte Betriebsart gehört.
      Tantalkondensatoren sind immer! mit einem externen Vorwiderstand verbunden, dieser ist immer schaltungsoptimiert (also bspw. gleichzeitig der für schwingarmes Verhalten vorzusehende Vorwiderstand eines OPAMP-Knotenpunktes)
      Nach längerer stromloser Lagerung des Gerätes steigt die Gesamtstromaufnahme unwesentlich und das ist auch schon nach weniger als einer Stunde wieder vorbei. Ich erinnere an die ca. 40 Jahre Standzeit des Grundkonstrukts ohne das jemals ein passives Bauteil wegen Defektes ersetzt werden mußte.

      Mehr ist´s nicht, das kann jeder Ingenieur der sich ein bisschen eingearbeitet hat in die Materie so abliefern, man muß nicht Pfuschen und nicht Hudeln, keine speziellen Platin-Dämpfungsfüße ankleben, keine gespensterfreie Magnetplatte unterlegen werden, nein, alles geht nach den Regeln der Nachrichtentechnik zu.
      Gruß Jogi,
      der im Forum von jedem dahergelaufenen Neuling verspottet, beleidigt und als charakterlos tituliert werden darf.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jogi“ ()

      Gut -- wir warten ... und wünschen erst einmal alles Gute. Aber mal eine Zeichnung zur weltbesten Phono-Vorstufe, die bleibst Du uns hier schon schuldig, so oder so ! Sonst kennt man das ja eher von FM Acoustic, auch "welt-beste" Phono-Vorstufe, und auch nur mit Wasser (sehr clever) gekocht, und auch mit schaltbaren Filtern.

      So long ...

      Michael
      Ich habe sie wie gesagt nicht parat herumliegen.

      Das Teil war fast verschollen, die Entwicklungsunterlagen, damals noch mit einem Großrechner-CADCAM erstellt sind heute nicht mehr lesbar, mangels Großrechenanlage und vollkommen inkompatibler Datenformate.
      Ich weiß auch nicht ob sie diverse Datenverluste überlebt haben. Vor ca. 5 Jahren verhaute es mir eine randvolle 1,8TB Festplatte voller Entwicklungsdatenmaterial, deren Sicherung gleich mit ex ging (Überspannungsschaden bei Gewitter mit Einschlag im Umspannhäuschen des Viertels).

      Von "weltbest" will ich auch nichts hören, das alles war schon vor 40 Jahren Stand der Technik, jeder einigermaßen fitte Nachrichtentechnik-Ing kann das prinzipiell ähnlich.
      Gruß Jogi,
      der im Forum von jedem dahergelaufenen Neuling verspottet, beleidigt und als charakterlos tituliert werden darf.
      Ach, Reinhard ... (der mit dem H) ... vielleicht ist Jogi ja schon Millionär ... und jetzt interessiert ihn das nicht mehr. Das verstehen wir doch alle nur zu gut ! Aber uns arme Schlucker kann er doch jetzt mal mit der perfekten Schaltung beglücken ! Wir müssen dann erst lernen, eine Schaltung zu lesen, und Simulationen brauchen wir erst gar nicht machen, denn die bringen ja nichts (Reinhard, der ohne H, wird sie vielleicht dennoch versuchen, und uns in unserem kleinen Zirkel der "Verschworenen" erhellen ...). Warten wir's ab.

      Mich interessiert es wirklich, und ich finde unsere Vergleiche und Analysen hier hilfreich, und auch sehr zeitgemäß, wo doch die gute alte Platte einen festen Fanclub besitzt, und noch eine Weile haben wird. Aber man muss auch festhalten, dass dieser Fanclub regelmäßig mit Murks über den Tisch gezogen wird, und darum muss man das mal genau diskutieren und vergleichen. Was mich in dem Kontext noch besonders reizt, ist die Vorstellung von eher selteneren Teilen, zu denen man sonst praktisch nichts findet --- dann aber hier, und gleich mit Daten und Analysen.

      In dem Punkt hat Jogi doch recht: Gekocht wird mit Wasser, geworben wird mit Schlangenöl und sonstigen edlen Abscheulichkeiten. Manche Dinge durchschaut man nicht gleich (ich schliesse mich als Amateur da gar nicht aus), aber manche andere Dinge erfordern auch, dass man mal unvoreingenommen einen Versuch macht. Da ist der eine oder andere auch etwas unbeweglich ... ;)

      Deine Phono-Version würde mich bei Gelegenheit auch mal interessieren, vielleicht nach Abschluss dieser Runde, bei der es noch etwas mehr geben wird ...

      Ein schönes WE,

      Michael
      Michael, wie wäre es denn mal mit selber was ersinnen und machen.

      Bei Andreas kann ich mir das gut vorstellen, von dir weiß ich seit Jahr und Tag immer noch so gut wie nichts über deine Fähigkeiten und Kenntnisse. Du bist etwas undurchsichtig, einerseits kommen hoch highendige Aussagen und dann wieder so ein naturwissenschaftlich betrachtet Ungereimtes wie das ganze Elkothema wo sich jedem Bauteilkundler die Zehnägel um die Fersen wickeln.

      Bei Reinhard weiß ich das er sehr verliebt ist in Computerspiele, eines heißt Simulation.
      Ob sich da auch Konstruktionsfähigkeiten irgendwo verstecken ist mir unklar.

      Das alte weiße Männer sich heute am besten nur noch kriechend fortbewegen sollten kenne ich schon länger.
      Mal ein Scherzchen ist ja auch ganz lustig, wenn es irgendwann auch wieder aufhört.

      Zum Rest bleibt nur zu sagen das die Entwicklungsunterlagen einiger Dinge wieder gefunden wurden, da in den Achzigern auf 68000er Geräten in ANSI/ASCII umkodiert.
      Aber das der erschreckend größte Teil futsch ist.

      In dem Zusammenhang die Frage wer wohl außer mir noch NICHT in der Lage ist AS400 Dateien von um 1980 ganz ohne damals noch übliche Großformat-Diskettenlaufwerk, Bernoulli-Laufwerk, Winchester-Laufwerk, Lochkarten- und -streifenleser in der Jetztzeit zu rekonstruieren...
      Datenbänder habe ich sogar auch noch einige da die seit 40 Jahren nur noch zum Angucken dienen, AMPEX auf ALU, 26,5cm, aber wer hat einen Senkelschreiber/-leser dafür? Auf meiner Philips-Mühle werden die kaum mehr als Gezwitscher liefern, wenn überhaupt, und mehr Großspuler sind nicht mehr vorhanden seit der letzten Weggabe-Aktion.


      Zur Schallplatte, Michael.
      Die war bei mir nie weg.
      Zu der Zeit als sie bei anderen in rauhen Mengen und im hohen Bogen aus den Regalen flogen, habe ich beide Hände und ein Tischtuch aufgehalten und ohne jeglichen Einsatz von unanständigen Papierlabben namens Geld die feinsten Sachen abgenommen.

      Heute ist das Geschrei der Einfältigen schon wieder groß. Erst weg damit und dann für Mond- und Wucherpreise wieder anschaffen.
      Ich habe nie so etwas losgelassen, stupiden Alltagskrempel mal ausgenommen. Bänder aus den Fünzigern, Musik-Kassetten ab den Siebzigern, Schallplatten schon von vor dem 2.Wk.....
      Und das alles ist nur eines der kleineren meiner Hobbies gewesen.

      Schonmal einen Entzerrer-Vorverstärker mit Röhren aus einem Kampfflugzeug gesehen?
      So klein das jeder meint er wäre mit Halbleitern bestückt?
      Zu spät, ist auch schon alles abgeräumt worden.
      Als nächstes werde ich mein Siedlungshäuschen besenrein übergeben an die übernächste Generation die mit all diesen schätzen nicht mehr anfangen kann....
      Gruß Jogi,
      der im Forum von jedem dahergelaufenen Neuling verspottet, beleidigt und als charakterlos tituliert werden darf.
      Jogi, ich habe da eine Idee!

      Wie wurden Datenbänder Senkel beschrieben?
      Damit meine ich Geschwindigkeit und Anzahl der Spuren.
      Tonbandgeräte von Fostex sind/waren beliebt bei Musikern.
      Die Dinger bedienen den semiprofessionellen Bereich.
      Gängig bei den Senkels sind 8 Spuren bei 38 cm/s.
      Von TEAC/TASCAM gab es mehrere Geräte echt Vierspur für 19 und 38 cm/s.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Tja, Jogi, es hilft nicht, wenn Du wieder nur forderst und behauptest, Du musst jetzt liefern. Derweil ersinne ich dann auch noch etwas Neues. Ob Du es glaubst oder nicht --- das mache ich dauernd, und das ist mein Job. Ich fürchte allerdings, dass das Meiste davon für Dich eher etwas unverständlich sein wird (und die allermeisten hier auch nicht interessiert). Was Du meinst, über mich zu wissen oder nicht, spielt also gar keine Rolle, wirklich nicht ... ;) Und für das, was wir hier machen wollen (Austausch), auch nicht. Besser versuchst Du auch gar nicht mehr, die Leute hier zu provozieren ... das klappt nimmer ...

      Elektronik aus britischen Jets der sechziger Jahre ? Ja, habe ich mir schon mal aus der Nähe angesehen. War ganz witzig. Würde ich jetzt aber nicht mehr nachbauen wollen ... es reicht, wenn das in dem einen oder anderen Museum steht.

      Deine Tirade zu den Platten geht auch am Punkt vorbei. Natürlich gibt es Leute, die ihre Platten verkauft und es dann später bereut haben (die meisten Rundfunkstationen gehören leider dazu), aber es gibt auch neue Fans, die "damals" noch gar nicht alt genug waren, eine Platte aufzulegen. Die sind eher meine Zielgruppe, denn wenn da nichts nachwächst, stirbt dieser Zweig aus.

      Zum Glück gibt es ja auch hier im Forum immer mal wieder neue Mitglieder der jüngeren Generation, die sich mit viel Herzblut einbringen, und das "knowhow" dann weitertragen. Was mich zurück zum Thema bringt: Wir wollen Deine Schaltung sehen. Punkt.

      Michael
      Hallo Jogi,

      ich meine mich erinnern zu können, dass Du ein Fan von diskreten Phonoverstärkern warst (bist?) und so etwas vielen Leuten in ihre Geräte gepflanzt hast. Das war wohl anlässlich meiner Beschreibung, wie ein kleiner Grundig-Plattenspieler mit einem Vorverstärker ausgestattet wurde, so etwa vor zwei Jahren. Auch das wäre interessant zu erfahren, wie diese Schaltung nun konkret aussieht, was sie von anderen ihrer Art unterscheidet und wieso Du die eine oder andere Wahl bei der Auslegung getroffen hast. Vielleicht findet die sich noch irgendwo als Papier, das, digital abgelichtet, auf simple Weise den Weg hier ins Forum finden könnte?
      Mich interessiert zwar auch Deine eierlegende Wollmilchsau der Plattenvorverstärkerchen, aber zur Not und bei völliger Unauffindbarkeit der Pläne täte es da wohl auch eine Blockskizze, wo nur die kleinen, aber feinen Details näher beleuchtet werden. Was Du weiter oben beschriebst, klang ja nach einer mit Steckbuchsen frei konfigurierbaren Geschichte, also durch den Profi an die konkreten Gegebenheiten ideal anpassbar.

      ...und hier sind meine drei Cent zum Hintergrund des Ganzen:
      Ich finde es schade, dass Du Reinhard und Michael hier mit negativen Kommentaren bedenkst. Weder hast Du das nötig mit all dem Fachwissen und Deiner Erfahrung, noch haben diese beiden es verdient, von Dir verbal Prügel zu beziehen. Reinhard führt Laien mit bewundernswerter Geduld durch schwierige Reparaturen, stellt komplizierte Revisionen nachvollziehbar vor und nutzt dabei auch das Mittel der Simulation. Er hat dabei durchaus im Blick, dass Modelle stets unvollkommene Abbilder der Wirklichkeit sind, und überprüft Simulationsergebnisse anhand von Experimenten. Genau das führt doch zu einem sinnvollen Einsatz des Mittels Simulation, egal ob hier im unkritischen Hobbybereich oder im Berufsalltag. Mehr als einmal hat er mir mit zuverlässig ausgearbeiteten Anleitungen oder exakt den richtigen Links geholfen, ein Thema zu beackern.
      Michael revidiert Geräte der ausgefalleneren Art, kennt sich in der Verstärkerschaltungslandschaft bestens aus, hat ein breites Wissen hinsichtlich kritischer Komponenten aller Art und hat wohl schon so manchen hier im Forum mit seinen ermutigenden Kommentaren motiviert. Du kreidest ihm an, dass er Bauteile nach anderen Gesichtspunkten auswählt als ein für Großserien konzipierender Entwicklungsingenieur? Ja, kann sein, dass manches in Deinen Augen widersinnig erscheint. In dem Fall hilft ein begründeter Einwand. Nebenbei: Begründet heißt nicht: "'Das stand damals so immer in den internen Datenblättern der Hersteller, aber die hab ich grade nicht mehr griffbereit ...' oder 'das ist zu kompliziert, das versteht eh keiner hier...' oder 'das ist mir jetzt zu mühsam, das im Detail zu erklären...'", sondern so, dass mit der Information das Gegenüber auch etwas anfangen kann.
      Solange es um Fakten geht, gehören diese auf den Tisch, bzw. als Wert, als Schaltung oder in sonst passender Form ins Forum. Dann kann man anhand dieser Fakten abwägen, experimentieren, interpretieren, diskutieren,... Vielleicht kommt man zu einer Einigung, vielleicht aber auch nicht. Aber auch Letzteres sollte meiner Meinung nach keinen Schlag unter die Gürtellinie nach sich ziehen. Es ist wie in der Politik: Meinungsfreiheit heißt nicht, stets zur eigenen Position kritiklose Zustimmung zu bekommen.

      Und nun sei bitte nicht beleidigt. Nicht wenige im Forum, mich eingeschlossen, schätzen Deine Sachkunde. Von Dir kam z. B. mal ein entscheidender Tipp, der mir half, die Verstärkungsregelung eines Tonbandgerätes zu verstehen. Da ging es um eine Diode als spannungsgesteuerten Widerstand.

      Viele Grüße,
      Christian
      **************************************************
      2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „chriss_69“ ()

      Ich greife mal Christians Gedanken auf!

      Ich selbst bin kein Wissenschaftler, schätze aber wissenschaftliche Methodik.
      Karl Poppers Wissenschaftstheorie habe ich nicht gelesen, kann aber sehr wohl was damit anfangen.
      Grob bedeutet das:
      Man kann Theorien veröffentlichen, die nachprüfbar sein müssen.
      Es kommt zu einer Diskussion, üblicherweise in Fachzeitschriften.
      Gibt es zu einer Theorie stichhaltige Gegenargumente, ist sie widerlegt.
      Ähnlich argumentierte damals Einstein mit seiner Relativitätstheorie.
      Vermutlich aufgrund seines Glaubens hatte er viele Gegner.
      Sinngemäß sagte er, es reiche ihm ein Einziger, der seine Theorie widerlegen kann.

      Seit vielen Jahren bin ich Admin des SABA-Forums.
      Lateinisch Forum: Marktplatz, Öffentlichkeit
      Auf diesem "Marktplatz" findet man Leute, mit denen man sich gedanklich austauscht.
      Stichprobenartig weiß ich, daß die Mitglieder hier eher älter und gebildet sind.

      Zurück zu Popper
      Ich begrüße es sehr, wenn hier (Marktplatz) zusätzlich auch auf höherem Niveau diskutiert wird.
      Die einfacheren Fragen "Wie repariere ich mein SABA XYZ" werden meist sehr hilfreich beantwortet.
      Diskutieren wir z.B. über eine Schaltung, gehört es schon dazu, daß man diese auch hier zeigt.
      Der Elektrotechniker ist eher sparsam mit Worten, er kann sich hochgenau in Schaltplänen ausdrücken.
      Die sind dann die Grundlage im Sinne Poppers, zeigen die zur Diskussion gestellte Theorie.

      Andreas, Admin
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com