Saba Telerama P716

      Saba Telerama P716

      Hallo liebes SABA-Forum

      Ich wende mich an Euch weil mein Telerama nicht so will wie ich das gern möchte.

      Zunächst zu mir. Ich bin sehr neu was Elektronik und Röhrentechnik angeht - soll heißen ich habe (sehr) wenig Ahnung, - weshalb ich mich über sehr präzise Reparaturvorschläge etc. sehr freue.

      Ich konnte vor einigen Monaten den Telerama günstig erwerben. Ich habe das Teil bei Meister Jamba vor langer Zeit schon mal gesehen und mich in das Gerät verguckt. Als es mir dann über den Weg lief konnte ich nicht Nein sagen.

      Was bis jetzt elektrisch geschehen ist:
      - Alle Kondensatoren (außer Keramik und Styroflex) habe ich gewechselt
      - Alle Röhren sind auch gewechselt (bei den alten ist das Getter mehr oder weniger nicht vorhanden, leider kann ich die nicht prüfen)
      - Empfangsrauschen ist zu hören. Beim Anschluss eines DVD-Players über einen Modulator kommt der Ton auch sehr gut und laut aus den Lautsprechern.
      - Bewegungen sind auch der Bildröhre zu sehen aber kein richtiges Bild (Bildröhre leuchtet vollflächig)

      Das Problem:
      Beim Einschalten leuchtet die Heizung der PCL 82 (Rö. 503) kurzzeitig extrem hell auf. Nach dem Einschalten und hochfahren des Telerama leuchtet die Bildröhre hell und vollflächig auf, dimmt aber nach kurzer Zeit wieder ins Dunkel. Gleichzeitig fangen bei den Röhren EY86 (Rö. 504), PL36 (Rö. 502) und die PCL 82 (Rö. 604) die Anodenbleche an zu glühen. Die glühenden Anodenbleche bewirken also das runterfahren der Bildröhre. Beim ausschalten leuchtet die Bildröhre nochmal kurz sehr hell auf.
      Aber was bringt die Anodenbleche der erwähnten Röhren zum glühen?

      Im Anhang hab ich nich die Schaltpläne.

      Ich freue mich auf Eure Antworten.

      LG Horst
      Bilder
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      Hallo Horst,

      und das an Weihnachten.

      Das Glühen der Anodenbleche spricht für Überlastung. Ursachen: Wicklungsschluss oder Wicklungsunterbrechung im Zeilentrafo, defekte Hochspannungsgleichrichterröhren EYXX oder durchgeschlagene Kondensatoren, usw. usw.,

      Miss doch mal als erstes die Versorgungsspannungen in der Ablenkung. Als Nächstes, ob die Wicklungen im Zeilentrafo Durchgang haben bzw. kein Schluss zu anderen Windungen. Ein Hinweis auf den Zustand des Zeilentrafos liefert die Vergussmasse. Ist diese rissig, muss neu isoliert werden.

      Außerdem, woher kommen Deine Tauschröhren? Die Röhren in der Horizontal- und Vertikalendstufe mal einzeln wechseln.

      Gruß

      Rolf
      Danke Rolf für deine Tips. Ich werde mich gleich mal dran machen.

      Die Röhren habe ich ich aus der Bucht (Ebay) und da von einem Verkäufer der bzgl. der Röhren gute Bewertungen hat. Ich weiß, dass das allein keine zuverlässige Aussage bzgl. dem Zustand der Röhren zulässt. Da ich aber kein Röhrenprüfgerät habe muss ich mich auf die Angaben des Verkäufers verlassen.

      Eins ist mir noch aufgefallen. Die Bildröhre bleibt sehr hell solange ich kein Signal in den Antenneneingang einspeise. Sobald ein Signal anliegt wird sie dunkel.
      Kann es sein, dass die Kreise (also die Spulen mit den Ferritkernen) verstimmt sind und sich das auf das dunkel werden der Bildröhre auswirkt oder auf das glühen der Anodenbleche auswirkt? Irgendwie vermute ich, dass der Fehler (auch) daran liegt.

      Grüße Horst
      Moin Moin

      Also den Zeilentrafo habe ich zerlegt und durchgemessen. Wenn ich mich nicht vermessen habe dann ist damit alles i. O.

      Ich habe dann auch noch die Versorgungsspannungen PL36 und PY83 gemessen - auch unauffällig.

      Allerdings bin ich bei der SIgnalrückverfolgung (beginnend bei g1 der Pl36) auf eine defekte Germaniumdiode (OA161) gestoßen, welche im beide Richtungen sperrt. Ich denke das erklärt die fehlerhafte Ansteuerung und das glühen der Anodenbleche.

      Jetzt zu dem neuen Problem. Durch welche Dioden kann ich die OA161 tauschen bzw. kennt jemand Jemanden der solche Dioden noch verkauft?

      LG Horst.
      Hallo liebes SABA-Forum

      Nach langer langer Zeit habe ich über Ostern Zeit und Lust gefunden mich wieder mit meinem Telerama zu beschäftigen.

      Mittlerweile ist der Zustand des Telegramms so, dass er:

      1. - nach dem Einschalten ein Bild zeit, welches zu Beginn sehr scharf und Kontrastreich ist. Leider nimmt die Schärfe peu à peu ab, bis das Bild total unscharf ist obwohl das Schärfepoti auf Rechtsanschlag steht.
      2. - in der Bildhöhe nicht regulieren lässt. Das Pott P403 steht auf Rechtsanschlag. Beim drehen nach links bewegt sich das Bild minimal auf dem Leuchtschirm nach unten. Beim weiteren drehen des Pott verdunkelt sich die Bildröhre. Auch das drehen der Potts p401 und P402 lösen den selben Effekt aus wie für P403 beschrieben. Am Gitter Pin 8 verringert sich die Spannung beim drehen bis 0V (gegen Masse gemessen). Etwas seltsames mit ist mir hierbei auch noch aufgefallen. Am Gitter (Pin 2) der Triode ECL80 (Rö401) liegt je nach Stellung der Potts P401 und P402 eine Spannung von -17V bis -55V an. Das erscheint mir dann doch ein wenig zu viel. Das wechseln der Röhre hat nichts verändert.

      In beiden Fällen habe ich die Kondensatoren, Potis und Widerstände überprüft, kann aber keine Auffälligkeiten finden. Bin momentan etwas ratlos was da los und um jede Hilfestellung dankbar.

      Eins noch. Wenn die Antenne nicht angeschlossen ist, dann treten diese Effekte nicht so gravierend auf.

      Freue mich auf Eure Nachrichten und Tips.

      LG Horst.
      Hallo Horst,
      dazu eine Kleinigkeit aus dem Ärmel, ohne dass ich das Schaltbild zur Hand habe. Das Gerät hat eine Schutzschaltung, die bewirkt, dass das Bild dunkler gesteuert wird, wenn die Vertikalamplitude (Bildhöhe) kleiner wird. Bei Bildhöhe Null ist dann auch die Helligkeit Null. Das schützt die Bildröhre vor Zerstörung, ist gut und sinnvoll.
      Lass dich also durch das Dunklerwerden nicht irritieren.
      Schau dir den Vertikalteil nochmal genau an: Bauteileprüfung, Spannungsmesssungen. Das muss ja zu finden sein.
      VG STefan
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