psp 350 auf cinch umgerüstet, leichtes Brummen hörbar

      Hallo,

      in der Zeit in der man Urlaub hat kann man sich seinen Hobbys widmen.

      Ich habe gerade den Saba PSP 350 von DIN auf Cinch umgerüstet, trotz Massekabel ist noch ein leichtes Brummen hörbar, etwa bei 60 % aufgedrehten
      Lautstärkeregler (Yamaha RX-V2500)(Tonarm vom Saba oben) .
      Hauptmasse von Kabelabschirmung getrennt(vorher bei DIN Lötbrücke).
      Gerätemasse getrennt per Kabel an Ground des Yamahas angeschlossen.
      Kann man das restliche Brummen eliminieren?
      Hat jemand Erfahrung?

      Vielen Dank für eine Info.

      Gruß
      Wolfgang
      Hallo,

      anbei eine Innenansicht des PSP 350.
      Kann es sein, dass der Transistor nahe dem Cinchanschluß für Störsignale sorgt.
      Bei der Justage des Abschirmbleches hat sich je nach Lage des Bleches die Intensität des Störsignales geändert.
      Oder kann der Trafo einstreuen?
      Hat jemand Erfahrungen damit?
      Das Brummen kommt hauptsächlich aus dem rechten Kanal (rotes Kabel),
      alle Lötverbindungen wurden nochmals geprüft, andere Headshells mit TAs zeigen das gleiche Störverhalten.
      Kennt jemand eine Lösung?

      Unten noch ein Foto vom Innenleben.



      Gruß
      Wolfgang
      Du hast am Tonabnehmer üblicherweise 4 Anschlüsse: Signal rechts und links, Ground rechts und links, wie hast du die an die Chinchkabel angeschlossen?, zumindest bei Dual Plattenspielern kommt dazu noch die Erdung der Tonarmmasse, die an die Chassismasse angeschlossen ist ; ferner sind bei DIN-Kabel-Anschluß bei DUAL am Kurzschließer die GL und GR über Drahtbrücken mit den jeweiligen Signalkabeln verbunden, bei DIN-Anschluß werden die Tonarmmasse und die GL bzw GR am Kurzschließer gemeinsam auf PIN 2 des Anschlußsteckers gelegt, wenn nun auf CHINCH umgerüstet wird, müssen die Drahtbrücken an den beiden Kanälen aufgetrennt werden und du mußt ein extra Erdungskabel vom Plattenspielerchassis an die Erdungsbuchse des Verstärkers legen, sonst kommt es zu Brummstörungen; Überprüfe mal, ob diese Anschlußvariante auch bei deinem SABA vorliegt: sollten hier auch Drahtbrücken zwischen den jeweiligen Signalkabeln und der betreffenden Kanalmasse vorhanden sein: auftrennen, die GL und GR jeweils an die Schirmung des jeweiligen Chinchkabels anschließen und die Tonarmmasse über ein Erdungskabelan das Verstärkerchassis weiterleiten, dann sollte nichts mehr brummen
      Jörg - wenn ich Benz fahren will, geh ich arbeiten
      Hallo Jörg,
      erstmal Danke für die Antwort,
      die Auftrennung habe ich durchgeführt, (siehe mein Eintrag vom 19.08.10)
      Das schwarze Kabel(Tonarmerde) ist mit der Chassiserde verbunden und wird separat an den Erdungsanschluß des Yamaha geführt.
      Bei normaler Zimmerlautstärke ist das Brummen auf beiden Kanaälen nicht hörbar, wird aber Volume aufgedreht, so hört man auf beiden Kanälen in
      leisen Passagen oder Leerrillen deutlich ein Sinusbrummen.

      Kann es sein dass das Brummen vom Trafo in die Signalströme einfließt?

      Gruß
      Wolfgang
      Gemach, gemach, lieber Wolfgang.
      Wir müssen ja auch mal schlafen, essen, auf´m Klo sitzen.
      Ein Forum ist kein Chat, in dem sofort ein Geklingel und Gelaber einsetzt sobald einer seinen Hut auf den Haken wirft ;)

      Dann wollen wir doch mal logisch vorgehen.

      1.
      Originäres, dessen Möglichkeit auch ausnutzendes DIN auf Cinch umrüsten bei niedrigpegeligen, hochohmigen Signalführungen ist schonmal keine gute Idee.
      Die Cinch-Signalführung ist nicht von der Abschirmung getrennt verlegt und somit vollständig unsymmetrisch und somit potentiell störanfälliger wenn man es falsch angeht.
      Sowas löst man folglich sinnvoller mit einem kurzen, gut abgeschirmten DIN-Cinch-Adapter direkt vor dem Verstärker, wenn dieser nichtmal eine DIN-Buchse hat. Dann braucht man auch nicht das Geräte-Gehäuse aufprockeln und das Kabel oder die Buchsen abpopeln.

      2.
      Wenn es den unbedingt so ein muß, dann muß man es anders angehen, als deine Bilder vermuten lassen. Die Abschirmung, die Masseführung, die Signalführung muß eingleisig sein, die Vorteile des DIN-Systems - als da wären getrennte Massen- und Abschirmungen - entfallen schließlich und es kann anfangen zu brummen, wenn man das an unsinniger Stelle alles verbindet.

      3.
      Man sieht nicht wo die Abschirmung (Erde) angeschlossen ist. Man muß also herum spekulieren und ein wenig experimentieren. Dazu hilft es vielleicht, mal die Verdrahtung eines funktionierenden Cinch-Anschlusses zu beleuchten.

      Bei dir geht eine jede der symmetrischen Tonabnehmer-Litzen auf den Schirm eines Koax-Kabels, du koppelst da also eine Signalleitung auf den Schirm, klar das da was einstrahlt. Es müßte aber erst desymmetriert werden, ehe man eine zweiadrige Verbindung auf eine Einadrige (gegen den Schirm als Rückleiter wirkende) runterbrechen darf.

      Die Studiotechnik macht das mit Übertragern.

      Die Heim-HIFI-Technik bildet einen virtuellen Massepunkt als Erdpunkt aus.
      Dieser muß natürlich an günstiger Stelle liegen. Da der SABA vermutlich nie dafür vorgesehen war, muß man erstens diese Stelle erst schaffen und zweitens gucken ob das überhaupt vernünftige Ergebnisse liefert.

      Dazu wäre in praxi ein Punkt am Klemmblock als Masse/Erd-Punkt auszugucken, wo erstens alle Rückleiter von der tonabnehmerlitze sternförmig anliegen, zweitens der Abgang zum Verstärker und drittens die Chassis-Abschirmung (Plattenspieler-Gehäusemasse).

      Wenn ich das letzte der Bilder richtig ausspekuliere, es fehlt ja da ein wenig an sichtbarer Information wo die Strippen alle hingehen, dann müßten die drei inneren Klemmen mit kurzem Silberdraht verbunden werden, die Äußeren müssen wie bereits verdrahtet das Signal auf die Seelen der Koax-Kabel geben. Die Schirme müssen offenbleiben (Brummschleifen), die Masseführung übernimmt das Massekabel zum Verstärker. Die Schirme sind am Verstärker auf Masse gelegt und wirken wie vorgesehen nur als Abschirmung, nicht mehr als Mantelleiter für die Signale.

      Gibt es kein Massekabel zum Verstärker, dann ist einer der Schirme, aber nur einer! beidseitig anzulöten, aber Steckerseitig, sprich die Stecker sind dann zu öffnen und in einem der Schirm zu kappen.

      Jegliche Abwandlung dieser Verdrahtung kann auch funktionieren, kann! muß aber nicht. Oder es funktioniert dann nur mit jenem Verstärker und mit einem anderen nicht (sowie alle anderen vorstelllbaren Kombinationen von geht / geht nicht) . Das sind so die Besonderheiten der NF-Technik und das o.a. ist nur die "reine" Lehre. Empiriker werden noch ein paar andere Wege zum Laufen bringen, oder auch nicht.
      Gruß Jogi,
      der im Forum von jedem dahergelaufenen Neuling verspottet, beleidigt und als charakterlos tituliert werden darf.
      Hallo Jogi,
      da ich dieses Problem auch schon hatte, fasse ich zum besseren Verständnis nochmal zusammen:
      Variante mit getrenntem Massekabel
      1. Du legst GR, GL und Tonarmmasse/ Chassismasse Plattenspieler zusammen und leitest diese gemeinsam über das getrennte Massekabel an den Erdungsanschluß des Verstärkers ab.
      2. Die Schirmung der Chinchkabel bleibt auf der Plattespielerseite offen, d.h. die Schirme werden nicht an GL bzw. GR angelötet
      3. Auf der Verstärkerseite werden in den Steckern die Schirmungen der Chinchkabel angelötet und so auf Verstärkermasse gelegt

      Variante ohne getrenntes Massekabel
      1. GR, GL und Tonarmmasse/ Chassismasse Platenspieler werden zusammengelegt
      2. die Schirmung der Chinchkabel wird plattenspielerseitig an die jeweilige Mantelleitung GL bzw. GR angelötet, jedoch auf der Verstärkerseite wird nur eine dieser angeschlossenen Schirmungen über den Stecker an die Verstärkermasse angeschlossen

      Ich fasse das zusammen und frage, ob ich das richtig verstanden habe, da es bei der Umrüstung von DIN auf CHINCH scheinbar immer wieder zu Problemen/ Brummschleifen kommt ( habe auch öfters damit zu kämpfen) ???
      Jörg - wenn ich Benz fahren will, geh ich arbeiten
      Hallo Jogi,
      hallo Jörg,

      heißt das, dass ich die Kabelabschirmung links und rechts mit dem Massekabel verbinde, aber keinen Kontakt der Schirmung mit dem grünen und blauen Saba-kabel schaffe.
      Verstärkerseitig ist dann die Schirmung mit der Verstärkermasse verbunden,
      damit auch die Phonochssismasse mit der Verstärkermasse, sodass die Schirmung des rechten und linken Kanals durch das Phonochassis-bzw. die Verstärkermasse gewährleitet wird.
      Habe ich dass richtig verstanden?
      Wozu wird dann das blaue und grüne kabel benötigt?
      Hat nicht jedes Kabel seinen "tieferen" Sinn?
      Gruß Wolfgang
      Hallo,
      wird die Tonarmmasse mit der Chassismasse zusammengelegt und dann
      auf den Ground des Amplifers geschaltet?
      Genau das habe ich getan und "Brumm"...
      (aber nur ab etwa -35 dB hörbar, dafür aber nervend)
      Dabei sind momentan die Schirmungen (Kabel grün und blau) an die
      Kabelschirmung des Verstärkers weitergeleitet.
      Ist die Schirmung zu kappen?
      Eines habe ich bereits probiert:
      Schwarzes Kabel (Tonarmmasse ) nicht angeschlossen keine Brummänderung.
      "Ein weites Feld." (Fontane)

      Gruß
      Wolfgang
      Wenn die Schirme von links und rechts keine Verbindung untereinander haben und keiner mit der 5ten Leitung = (Masse) Das alles wenn der PW nicht am Amp. haengt, liegt es nicht an der Verkabelung.

      Dann:
      Das Netzteil, oder der Amp. streut magnetisch in den Tonkopf.

      Testen:
      Den PW nicht ans Netz und weit weg vom Amp. stellen nur NF- verbinden, dann muss Ruhe sein.

      hans
      Hallo Jörg und Wolfgang.

      Ich lese mal direkt aus einem SABA-Plattenspieler-Klemmblock (Chassis DUAL) mit Cinch-Anschluß ab, den ich auch noch als originalen DUAL verdrahtet auf DIN da habe. Das ist vielleicht durchsichtiger als die Beschreibung der Vorgänge die das hervorrufen soll.

      - Variante DIN -
      2-adriges abgeschirmtes Koaxkabel mit DIN-Stecker auf Klemmblock (Lötstützpunktleiste wie im Bild oben) von links nach rechts:

      Kl 1 - TA-Litze rot auf Seele rot

      Kl 2,3,4 - GR auf M auf GL auf Schirm, auf Kurzschließer, auf Headshell-Schirm

      Kl5 - TA-Litze weiß auf Seele grün

      keine einzelne ausgeführte Masseleitung

      Belegung am Stecker: 3 - 2 - 5 entspr. Seele - Schrim - Seele

      - Variante Cinch -

      2-adrig abgeschirmtes Koaxkabel am verstärkerseitigen Ende aufgesplittet auf 2x Stecker RCA Seele an Mittelpin, nur 1 Schirm auf Hülse verklemmt, der andere ist offen,
      am Klemmblock (wie im Bild) von links nach rechts:

      Kl 1 - TA-Litze rot auf Seele rot

      Kl 2,3,4 - GR auf M auf GL auf Schirm, auf Kurzschließer, auf Headshell-Schirm, auf Erdleitung flexibel 1x0,5mm²

      Kl5 - TA-Litze weiß auf Seele weiß/klar

      Variationsmöglichkeiten damit also:

      1.
      Erdkabel nicht verbunden = Masseführung und Abschirmung von Verstärker zu Plattenspieler über einen der Cinch-Stecker, der andere wird nur abgeschirmt aber keine Doppelverbindung hergestellt (Brummschleife).

      2.
      Erdkabel verbunden = zusätzliche niederohmige Direktverbindung Erdungsstern zu Erdungsstern, Schirm über Cinch-Stecker.

      Wenn ich´s mal finden würde, gab es auch eine Original-Hersteller-Anleitung wie man das so selber umrüstet, aber bei meinem Ordnungssystem... (alles auf den Haufen und vergessen) ;)

      Nachtrag:
      Variante 1 funktioniert bei meinen Verstärkern ohne Schutzleiterverbindung (also mit 2-adrigem Netzkabel) besser als Variante 2, diese funktioniert wiederum gut bei Verstärker mit Schutzleiterverbindung.

      Fußnote/
      Gut heißt brummfrei und Bild heißt http://saba-forum.dl2jas.com/bildupload/saba350_web1.jpg
      Gruß Jogi,
      der im Forum von jedem dahergelaufenen Neuling verspottet, beleidigt und als charakterlos tituliert werden darf.
      Hmmm, ? :shocked:

      habe ich das jetzt richtig verstanden: Kabel 2,3,4 (grün,schwarz,blau) auf die Erdleitung legen. Ich favorisiere die Lösung mit separatem Massekabel.

      Die Schirmung dann nur auf den Schirm des Amplifers legen.
      rot und weiss jeweils auf die Seelen des rechten bzw. linken Kabels.

      Alles richtig so?

      Gruß
      Wolfgang
      Was du schlußendlich machst, ist natürlich voll und ganz dir überlassen, Wolfgang.
      Ich halte es wo immer es geht mit dem was sich der Hersteller vorstellt, und klappt das nicht, dann probiere ich eben was anderes.

      Und weil ein Pild oft mehr sagt als eine halbe Operette an Text ;)

      und weil der Zufall es mir aus den Tiefen der Festplatten an die Oberfläche gespült hat
      (hoffe die Bildeinbindung des Forums und die Markiermöglichkeiten des Uploaders harmonieren)...



      Nachtrag: wobei ich gerade sehe, das bei mir am lebenden Objekt einer der Cinch-Schirme nicht am Stecker anliegt, und zwar urstandsgemäß, nicht zufällig irgendwann abgefallen. Das ist im Bild nicht eingezeichnet, da sind beide Schirme konnektiert.
      Gruß Jogi,
      der im Forum von jedem dahergelaufenen Neuling verspottet, beleidigt und als charakterlos tituliert werden darf.
      Ist das schon das Sommerloch?
      Oder ein Versuch, möglichst viele Mitleser und -schreiber sinnlos Vollzeit zu beschäftigen?

      Ganz oben ist nach wie vor ein unsinnig riesiges Bild, auf dem alles zu sehen ist - außer dem Bereich, auf den es ankommt. So werden wir mit 100 Mann nie herausfinden, wo es klemmt. Klar müssen die Fachleute hier helfen, ABER der Fragende muss auch mithelfen.

      Es geht um die Umrüstung bzw. den Anschluss bei Cynchsteckverbindern, also können wir 5-pol DIN ruhig auf der Seite lassen.

      Die Verdrahtung für Cynch hat Hans in Post 012 ganz genau so gezeichnet, wie auch in der Praxis sogar bei professionellen Laufwerken mit unsymmetrischem Anschluss verfahren wird.

      Die separate Masseleitung hat an keinem Punkt Kontakt zu einer der Schirmungen. Beide Schirmungen sind isoliert und haben nirgends Kontakt untereinander. Die separate Masseleitung, die an der Masseschraube des Verstärkers angeklemmt wird, läuft durch bis zu einem einzigen Kontakt bzw. Lötstützpunkt im Plattenspieler. An diesem Punkt besteht Verbindung zum Metallchassis oder den Metallteilen des PL und - sofern vorhanden - zweigt genau dort auch die Leitung ab, die als fünfter Draht durch den Tonarm bis zum TA-System läuft, wo sie mit dem Tonarm und der Tondose verbunden ist.

      Die Festlegung der beiden Schirmungen auf Masse und das auf Massepotential Legen des Chassis - all das wird zentral im Verstärker erledigt.

      Dann brummt auch nichts.
      Achim