Saba T1005

      Ich habe in meiner Truhe den Fernseher. Der andre Thread ist im Thema "Truhen etc", da es nun zu sehr ins Detail gehen wird eröffne ich ihn hier neu.
      Der Fernseher ist nun soweit das er zumindest stabil läuft.

      -Nachleuchtpunktunterdrückung läuft
      -Kondensatoren und Elkos neu
      -PCL82,PCL84,PL84
      -Vertikalablenkung läuft nun, eine Fehlerhafte Lötöse hatte nach Masse Kontakt ( Chassisdurchführung aus Plastik)
      -Helligkeit noch sehr gut und einwandfrei Regelbar
      -Kontrast einwandfrei Regelbar

      Jetztiger Stand der Dinge:

      -Kein Schnee, sondern eine Art Wellenlinien
      -minimal zu schmales ´Bild ( sofern man von Bild sprechen kann)
      -Über VHF ( da kein Uhf UFO 100 vorhanden) mit VHF -Modulator kein Signal

      1 und 3 hängen wohl zusammen, so denke ich jedenfalls.
      Nun einmal ein extrem helles Foto bei Nacht, und ein gutes wo man dann die "Wellen" erkennen sollte.



      Grüße
      Gruß Ralf
      Hallo Ralf,

      ohne VHF-Antennensignal oder Bildgeneratorsignal wirst du dir bei der Suche nach Fehlern im Fernseher schwer tun.

      Es gibt preiswerte UHF/VHF-Modulatoren, mit denen man ein beliebiges Videosignal, z.B. über Scart auf die Fernsehfrequenzen aufmodulieren kann. Das wird dann einfach über den 240 Ohm Stecker eingespeist.

      Da der LS auch schweigt, würde ich im Netzteil beginnen, bzw. erst einmal die NF zum Rauschen bringen.

      Gruß, Dieter
      Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt.

      Ich habe ein VHF-Modulator, aber ich bekomme kein VHF SIgnal auf den Schirm!
      Er ist angeschlossen, Testbild sollte erscheinen, es koommt aber auf sämntlichen kanälen mit sämtlichen Einstellungen nichts, selbst wenn ich Band 4 drücke ( kein UHF Tuner vorhanden im t1005) immer das gleiche Bild.

      Wenn kein Schnee da ist, kann es auch nicht rauschen.

      Grüße
      Gruß Ralf
      Weder Rauschen bei Bild noch Ton.

      Das sagt mir, der Fehler sollte in der ZF liegen oder noch vorher, im Tuner. Bevor man da zu speziell sucht, beherzige Dieters Rat und prüfe in der Gegend die Gleichspannungen.
      Andere Idee, Schaltkontakte sind gammelig. Da wird ja noch alles mechanisch geschaltet, auch HF-seitig.

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Wo genau sollte ich messen?

      Der Tuner fällt als Fehlerquelle aus, da wenn ich auf Band 4 schalte der VHF Tuner gekappt wird. Da auf Band 4 kein UHF-TUner verbaut ist müsste das Bild dann rauschen, wäre der Fehler im Tuner.

      Bleibt die ZF Sprich Ef80er und PCL84 (Videoverstärker), oder?
      Im Plan stehen leider keine Spannungsvorgaben, wie gehe ich vor?

      Grüße
      Gruß Ralf
      Hallo Ralf,

      der Fehler kann sowohl im Bild ZF-Verstärker Rö6 bis Rö9 als auch im Kanalwähler versteckt sein. Es müsste auf jeden Fall ohne Eingangssignal ein Rauschen auf dem Bildschirm sichtbar sein.

      Zur Fehlersuche sollltest du alle Anoden- und Schirmgitterspannungen (pin7, pin8) an den genannten ZF-Röhren messen. Der ZF-Verstärker wird von der Spannung +6 gespeist; diese sollte lt. Schaltbild ca. 200V betragen. ( Die Spannungen an pin7 und pin8 müssen bei den ZF-Röhren die gleichen Werte haben, da sie durchweg galvanisch über die niederohmigen Primärkreisspulen der jeweiligen ZF-Filter verbunden sind).

      Da die letzte ZF-Röhre Rö9 die Spannung über R318 (120 Ohm) zugeführt bekommt sollte deren Anoden und Schirmgitterspannug auch nahezu 200V gross sein. Bei 12mA sollte über R318 eine Spannungsdiferenz von etwa 1,5V auftreten.

      Die davorliegende EF80 Rö8 bekommt die Spannung über R314 (3k3) zugeführt und es ist im Schaltbild über diesem Widerstand eine Spannung von 40V angegeben; das bedeutet an Anode und Schirmgitter müssten ca. +6 - UR314 also 200V-40V=160V zu messen sein.



      Ebenso verhält es sich bei Rö7 und Rö6 mit den dazugehörenden Widerständen R311 und R307 über welchen je 65V abfallen; das heisst an den Anoden und am Schirmgitter von Rö6 und Rö7 sollten ca. 135V angezeigt werden.

      Der Spannungsabfall über den Entkopplungswiderständen lässt gleich auf die fließenden Ströme der dazu gehörenden Röhren und deren Funktion schliessen. Hier ergeben sich Ströme von ca. 12 bis 14mA.

      Wenn diese Spannungen anliegen sollte der ZF-Verstärker normalerweise auch arbeiten.
      Freundliche Grüsse, sagnix
      Hallo Peter,

      sorry wenn ich kurz unterbreche, aber ich glaube es bringt für mich und andere Mitleser wenig, wenn du Bauteile und Werte aus dem Schaltbild zitierst, ohne dies als Bild zu präsentieren.

      Deinen fachlichen Ausführungen könnte ich nur folgen, wenn ich das Schaltbild neben mir liegen hätte.

      Vielleicht kannst du den Schaltbildauszug eben hochladen.

      Danke und Gruß,

      Dieter
      Hallo Dieter, hallo Ralf

      Ein Fehler welcher auch gerne auftrat, ist dass im Tuner der R111 (4k7) defekt ist; über ihn bekommt der Oszillator seine Betriebsspannung zugeführt. An pin6 der ECC81 sollte die Spannung >120V sein.

      An der Anode pin7 der Mischröhre (Rö2) sollten auch >120V vorhanden sein und am Schirmgitter pin8, denke ich, sollten >60V anstehen.

      Bei der Kaskodenvorstufe (Rö1) verabschiedet sich gerne einer der 220KOhm R103,R104 (meistens R103) Spannungsteilerwiderstände an pin2 der PCC88; die Spannung an pin2 sollte +6/2 betragen, also ca.100V. Manchmal liegt es aber auch daran, dass R105 (1K) in der Anodenspannungszuführung hochohmig geworden ist.



      Um die Spannungen im Tuner zu messen, muss dieser geöffnet werden, man kann dann seitlich an der Trommel vorbei die Anschlüsse der Röhrenfassungen erreichen. Falls es doch zu eng wird, kann man durch ausklinken einiger Kanalstreifen Raum schaffen.

      Wenn du alle diese Spannungen in der aufgeführten Reihenfolge messen konntest und sie in den angegebenen Größenordnungen lagen, dann wird die Geschichte mit der Ferndiagnose stark erschwert; aber sehen wir erst einmal was die Spannungsanalyse so ergibt...

      Das mit dem geringfügig zu schmalen Bild kann sich schon in Wohlgefallen auflösen, wenn ein vernünftiges Bildsignal anliegt und der Zeilenoszillator auf seiner Sollfrequenz eingeratset ist. -- Dann erst sollte man die Bildbreite mit P702 auf den optimalen Wert anzugleichen versuchen.
      Freundliche Grüsse, sagnix
      Hallo Dieter,

      ich habe den Beitrag jetzt gesplittet und mit den entsprechenden Schaltungsausschnitten versehen. Ich hoffe jetzt kommt es besser herüber, was ich meine. Im Eifer des Gefechtes bin ich tasächlich davon ausgegangen, dass jeder das passende Schaltbild vor sich liegen hat und vergaß auch, dass Ralf als "Ersttäter" zusätzliche Hinweise benötigt.

      Also Ralf, falls du weitere Fragen hast, dann scheue dich nicht, sie zu äußern...
      --

      Es kann auch sein dass, wie von Andreas in post005 bereits gesagt wurde, lediglich die Kontakte der Kanalwählertrommel nicht ordentlich kontaktieren - sie sollten auf jeden Fall überprüft und gereinigt werden.
      --

      Noch eine anschliessende Bemerkung: Grundsätzlich könnte auch der Video Verstärker Probleme machen; nur dann würden sich Helligkeit und Kontrast nicht vernüftig einstellen lassen - und das Tonteil müsste bei aufgedrehter Lautstärke deutliches Rauschen von sich geben...
      Freundliche Grüsse, sagnix
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