Saba 9100

      Moin.

      Zur Antennenanpassung.
      Diese ist relativ unkritisch wenn es um Breitbandkabel-Anlagen geht. Das Signal ist selbst bei allergröbster Fehlanpassung groß genug sich daran nicht zu stören. Schon gar wenn man höher abschließt (240 Ohm anstelle 75 Ohm). Es reicht nach meiner Erfahrung aus die beiden Flachstecker-Pins vom Empfänger mit vier ca. 75 Ohm Widerständen in einem abgeschirmten 75-Ohm-Stecker anzuschrauben (quasi als Brücke anschließen)

      Das zum "blauen C" verlinkte Anschlußset ist eine feine Sache, aber wenn ich das richtig sehe ist es für Fernsehanschluß gedacht. Die beiden Flachstecker wären dann für die VHF- und UHF-TV-Eingänge. Dabei kommt der der UKW-Bereich nicht so gut weg.
      Es gibt diese Empfängerweichen in unterschiedlicher Ausführung.
      Sind darin einfach nur zwei bereichsgetrennte Doppel-PI-Filter dann liegt der Bereich II (UKW-Rundfunk) nur am VHF-Anschluß als Beifang mit an und ist am UHF-Anschluß abgefiltert.
      Ist noch ein zusätzlicher Band II-Sperrkreis drin, dann kommt der UKW-Bereich sogar nur noch als stark bedämpftes Restsignal durch.

      Versuch mach kluch, aber es ist auch Geld was man dafür ausgibt.

      Es gibt aber auch nach wie vor UKW-"Empfängerweichen", wenn sie auch rein technisch betrachtet falsch benannt sind, sie sind eher mit Balanced-Unbalanced-Übertrager zu bezeichnen.
      Die funktionieren in der Praxis vorwärts wie rückwärts gut, jedenfalls nach meinen Erfahrungen. (man muß hier im Forum leider dank Goldwaagen-Gehabe mancher ungenannter Leute immer umständlicher und entpauschalisierter formulieren was mir so langsam auf den Zeiger geht)
      So einen Anpasser würde ich dann doch vorziehen und mache es auch für Radios mit 240-Ohm-Eingang wie auch für 75-Ohm-Eingänge an die ein 300-Ohm-Dipol als Antenne dran soll.
      (ja 240 Ohm ist nicht 300 Ohm aber in der Praxis beim simplen UKW-Rundfunk kann man sagen "passt schon")

      Bild von so einem Ding müßte ich erst fotografieren, aber beschrieben ist es schnell:
      Sieht aus wie ein 75-Ohm-Winkel-Antennenstecker und hat oben drauf zwei Schraubklemmen (240 Ohm).
      Gruß Jogi
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      240 Ω zu 300 Ω ist eine locker vernachlässigbare Fehlanpassung.

      Wenn ich die in der Sendetechnik erreiche, ist SWR < 1,3, bin ich schon voll zufrieden. Wie Jogi schon richtig bemerkte, ist Balun 1:4 das richtige Stichwort, die Dinger funktionieren in der Tat in beiden Richtungen. Wickelt man die selbst auf Kern, muss man mit dem Kernmaterial aufpassen, z.B. Kerne aus Schaltnetzteilen sind normalerweise nicht geeignet.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Habe einen blauen Baustein im Gehäuse entdeckt der ein bisschen wackelt, ist aber nix angeschlossen dran, weiss jemand was das teil bewirkt ? Ich habe die Lötstellen unten an der Platine untersucht und dort scheint alles ok zu sein.

      Ausserdem ist auf dem anderen Bild an der 2. Sicherung rechts ein Stückchen Kupferdraht drumgewickelt, ich denke das gehört da nicht hin.


      Hallo Hubert,
      klassischer Fall von "Sicherung gebrückt", den Kupferdraht unbedingt entfernen, die Sicherung auf Durchgang messen und bei Defekt ersetzen, ist das Teil zwischen Gleichrichter und Sicherung nur unscharf fotografiert oder zerfleddert (C681)?
      Jörg - wenn ich Benz fahren will, geh ich arbeiten
      Hallo Jörg,
      die recht Sicherung ist hin (M 0,4 250 steht drauf)wobei auf der Platine nur 160mA angegeben sind, das Teil auf C 681 ist angegriffen, es gibt noch ein zweites C 682 weiter unten rechts davon ,das sieht noch etwas besser aus, aber ich glaube die sollte ich auch auswechseln, werde sie am besten mal rauslöten und kucken was draufsteht, oder was denkst Du ?

      vielen Dank, Grüsse Hubert
      fenris77 postete
      Habe einen blauen Baustein im Gehäuse entdeckt der ein bisschen wackelt, ist aber nix angeschlossen dran, weiss jemand was das teil bewirkt ? Ich habe die Lötstellen unten an der Platine untersucht und dort scheint alles ok zu sein.


      Hallo Hubert,

      das ist kein Bauteil, das ist einfach eine Steckbrücke, einfach drin lassen.

      Sicherungen sollten immer mit dem angegebenen Wert ersetzt werden, zu beachten ist auch wenn ein "T" wie träge davor steht. Sonst muss man sich nicht wundern wenn beim Einschaltstoß die richtige Sicherung wieder auslöst.

      Gruß, Dieter
      C681 und C682 sollten 0,1µF Folienkondensatoren sein, sie hängen schaltungstechnisch zusammen mit Si681 und dem Gleichrichter D681, hier scheint es schon Probleme gegeben zu haben, deshalb war auch die Sicherung gebrückt, schau dir auch mal C683 an, ein 220µ, der mit + am +-Ausgang des Gleichrichters hängt, ob der noch in Ordnung ist, außerdem sollte zwischen den ~-Eingängen des Gleichrichters D681 eine 32V-Wechselspannung vom Netztrafo ankommend anliegen, hier scheint irgendetwas faul zu sein, eventuell ist oder war der Gleichrichter schon geschädigt.
      http://www.reichelt.de/Wima-MKS-4/MKS-4-250-100N/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=12409&GROUPID=3155&artnr=MKS-4-250+100N
      die sollten als Ersatz passen
      Jörg - wenn ich Benz fahren will, geh ich arbeiten
      Eine vor dem Durchbrennen gesicherte Sicherung - Dummheit hoch Drei.
      Da muß der Fehler gesucht und nicht die Sicherung gesichert werden. Und wie schon erwähnt die richtige Auslösecharakteristik ist entscheidend.
      Der C656 und der unten am Bildrand noch angeschnittene Folienkondensator sind schon vernünftige Ausführungen, sowas hätte den beiden zerflodderten Exemplaren auch gut angestanden. Kann gut sein und wenn die hinter den Sicherungen liegen das sie durch Durchschläge immer wieder die Sicherung geworfen haben.
      Gruß Jogi
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      Hier scheint sich zu bewahrheiten, was ich von meinem Bekannten (selbstständiger RFT-Meister) mal gelernt habe:

      Ausgehend vom Netzteil erst mal alle Spannungen und Bauteile prüfen, bevor man irgendwelche Defekte im Signalweg sucht, erst sicherstellen, dass alle Versorgungsspannungen richtig und zuverlässig anliegen.
      Jörg - wenn ich Benz fahren will, geh ich arbeiten
      Das Bild ist für mich gut erkennbar, weil es genügende Detailauflösung zeigt und ich es mir mittels Browser-Erweiterung gut auf ein Wunschformat das zu Aug und Moni paßt zurecht skalieren kann. Danke Jörg.

      Es macht auch gleich einige Aussagen möglich, die zum Teil schon angeschnitten wurden.

      Die Folienkondensatoren können bei Durchschlag die Sicherungen kommen lassen, also müssen sie impulsfest und durchschlagsicher sein. Als Siemensianer kommt für mich da MKH infrage (das sind diese teils schon verbauten "nackten" Klötzchen mit den seitlich angelöteten Beinchen), die "abgefressenen" Kondensatoren müssen raus die sind defekt oder werden es bald weil ihr Schutz nach außen abfloddert.

      Die Sicherungen müssen allesamt T-Charakterisitk (träges Auslöseverhalten) aufweisen, wackelfreie, korrosionsfreie und sichere feste Montage der Sicherungseinsätze im Halter und der Halter in der Leiterplatte ist hier selbstverständlich.

      Die Elkos des Spannungsverdopplers mit dem Dreibein-Gleichrichter speziell, also C691 und C692 müssen ein gutes Reststromverhalten aufweisen. Die restlichen Elkos müssen intakt sein bei ansonsten eher unkritischen Werten. Wenn sie gebläht aussehen oder die Sicherheitsventile (Stopfen oder Sollbruchstellen) kommen, oder auch wenn ihre Umgebung mit Elektrolyt besudelt ist, dann sind sie allerdings fällig.

      Das ist mal ein schönes Netzteil für nicht so versierte Bastler, keine Kreuz-Knobelschaltungen drin, alles schön geradeaus konstrueirt.
      Gruß Jogi
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      Also sprach der Schlosser, ich hole jetzt die Flex - C681 ,C682 und die 2 Gleichrichter haue ich raus, bei der gebrückten Sicherung, die kaputt ist mache ich 'ne neue rein, aber dann eine mit 160mA wie es auf der Platine steht und nicht wie drin war eine mit 250mA.
      Lediglich den C683 habe ich noch nicht gefunden.
      Villeicht finde ich ihn wenn ich die defekten Bauteile rausgelötet habe.
      Da sind eh schon Sachen erneuert worden
      Danke an euch alle, Hubert



      hier mal die Netzteilplatine von der Lötseite her, ich fürchte, C 683 und C658 liegen ziemlich versteckt an der Front, lt. Bild tippe ich auf axiale Typen, es müsste Elekrolytkondensatoren sein, von der Lötseite aus kannst du aber gleich das benötigte Rastermass bei Ersatz fer Folienkondensatoren sehen (RM 7,5 oder 10mm) C651 und C652 sind laut Plan 0,22µF, bei Originalbestückung aber immer schauen, was wirklich verbaut ist, manchmal flossen Änderungen in die Produktion ein, die im Schaltplan nicht auftauchen
      Jörg - wenn ich Benz fahren will, geh ich arbeiten
      Modellpflege, neue Anforderungen an die Entstörung, ja auch Rückmeldungen und Rückläufer-Erfahrungen (Qualitätsmanagement) führten bei guten Herstellern schon immer zu unterschiedliche Bauteile im Verlauf einer Produktion.
      Bewährt hat sich da die Arbeitsweise das man immer 1:1 nach tatsächlicher Bestückung ersetzt, oder bei nicht vorhandenem umfangreichen Fundus zuerst mal alle Bauteile vor einer Bestellung visuell abscannt, abfotografiert, sich eine individuelle Liste erstellt.
      Gruß Jogi
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      @Jogi, ich denke, der Einsatz unterschiedlicher 0,1µF-Typen scheint hier dem unterschiedlichen Rastermaß geschuldet zu sein, du kennst doch bestimmt die angegriffenen Folienkondensatoren, kannst du etwas zum Hersteller / Typ sagen, bisher hatte ich mit Folienkondensatoren eigentlich nie Probleme, Ausnahme die weiter vorne erwähnten RIFA miniprint Entstörkondensatoren
      Jörg - wenn ich Benz fahren will, geh ich arbeiten
      Na dann Mahlzeit, hoffentlich muss dann nicht die senkrecht stehende Platine die hinter der Frontskala verbaut ist ab um an den 683 / 658 zu kommen, ich mache
      erstmal das raus was ich finde , dann ist eh' mehr Platz, auch zum nachschauen.

      War gerade noch Moped fahren bei dem schönen Wetter hier in München, da hatte ich keine Lust zu Löten, aber nachher fange ich an, werde euch berichten, vielen Dank.

      Beste Grüsse Hubert
      noch ist nicht gesagt, dass die beiden defekt sind, also nicht entmutigen lassen, eventuell kannst du ja die Netzteilplatine nach unten rausnehmen, ich werde nicht recht schlau aus der Anschlussleiste IV, mit etwas Dussel ist das ein Steckverbinder, dann ist der kein allzu großes Problem, die Platine scheint an der Front mit 2 Schrauben fixiert zu sein, das dürfte auch kein unlösbares Problem sein.
      Jörg - wenn ich Benz fahren will, geh ich arbeiten
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