Fehlende Kenntnisse zum Zeitgeschehen

      Radios aus den Jahren 1949/50

      http://saba.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=7352


      Radios aus den Jahren 1949/50

      Es ist falsch und unfair, nach 65Jahren an einem Radio Kritik zu üben, oder dort Fehlendes zu reklamieren, ohne in dieser Zeit gelebt zu haben oder sich darüber ausführlich zu informieren.
      Welcher Lebenstil damals real war und welche finanziellen Möglichkeiten der Hersteller von der Kundschaft erwarten konnte, bzw. was an Ansprüchen 5 Jahre nach einem langen Krieg (6Jahre) und einem zerbomten Land, wichtiger war als dass15Khz vom Lautsprecher abgestrahlt wurden.
      Diese Leute von 1950 haben den Wohlstand von heute vorbereitet, wie man ihn heute erlangen kann.

      Mike Jordan Jahrgang 1932
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      Radios from the years 1949/50

      It is wrong and unfair to practice according to a Radio 65Jahren criticism, or there to complain Missing, without having lived in this time or about to inform you in detail.
      Which lifestyle at that time was real and could be expected that financial resources of the manufacturer of the clientele, or what to claims 5 years after a long war (6years) and a zerbomten country was more important were emitted as dass15Khz from the speaker.
      These people from 1950 have prepared the prosperity of today, how to obtain it today.

      Mike Jordan born in 1932

      Bild 1 Nuernberg 1945
      Bild 2 Rothenburg 1945




      Moin,
      bezogen auf den verlinkten Thread sind das aber keine fehlenden Kenntnisse zum Zeitgeschehen, sondern fehlende Kenntnisse zur (historischen) Rundfunkempfangstechnik. Schliesslich ist das Interferenzfilter fuer die AM-Bereiche ein Qualitaetsmerkmal, man hat es eingebaut, um das Empfangsergebnis zu verbessern. Kostet Geld, man haette es daher gerne weggelassen. Eine NF-Bandbreite ueber etwa 7 kHz hat zu der Zeit kein Radio gebraucht, ich bezweifle, dass zumindest in Europa die AM-Sender ausser KW wesentlich ueber 5kHz hinaus moduliert wurden.
      Dass man bei Qualitaetsgeraeten mit UKW nach der Anfangsphase darauf geachtet hat, dass der NF-Teil mit der vollen Bandbreite von 15kHz zurechtkam, wirst Du besser als ich wissen.
      Und der Frequenzgang bei TA... Meine Guete, wann kam denn die Schallplatte nutzbar ueber 10kHz hinaus? Anfang der 50er bestimmt nicht, gab es da denn schon was, das langsamer als 78/min lief?

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      Peter
      Den Kern des verlinkten Threads nicht vollständig nach vollziehen könnend - mein Englisch-Modul ist scheinbar heute auch nioch zusätzlich ein bisschen schlecht abgeglichen - kann ich nur davon abraten bei AM-Radios den Frequenzgang steilflankig abzuschneiden, selbst wenn nachgewiesen werden kann das der Sender seine Nenn-Bandbreite exakt einhält, viele neue Sender auf dem Piratenband tun das außerdem überhaupt nicht und in den Hochzeiten der Röhrenradios von vor bis nach dem 2.WK wurde auch breitbandiger gesendet.

      Zu Röhrenradio-Zeiten wußte man noch das der Klang deutlich besser ist wenn zwei Bedingungen eingehalten werden:
      1. Der goldene Schnitt - die obere Grenzfrequenzgang muß im günstigen Verhältnis zum unteren stehen und das schon weit im Hörbereich.
      2. Der Frequenzgang soll nicht abrupt (unnatürlich) abgeschnitten werden - Oberwellen tun dem AM-Klangbild weniger Abbruch als die Phasendrehungen des Filters.

      Darum setzen steile Kerbfilter (Notch) mit leichtem Überschwingen an den Eckfrequenzen, anstelle von Tifpässen, über Interpolation dem Klang ein akustisches Highlight auf und sind ein Qualitätsmerkmal. Wo es fiept das wußte man ja, also konnte man exakt auf den Punkt filtern. Gute Filter wurden auch im Werk abgeglichen in Bandbreite, Dämpfung, Güte und Überschwingverhalten.

      Das ist keine Frage Röhre/Transistor sondern eine Frage Ahnung oder keine bei den Chinaleuten.
      Mein moderner DSP-EMpfänger hat eine umschaltbare Bandbreite und kann den Frequenzgang damit in Stufen von 1...9kHz abschneiden, was der Silbenverständlichkeit bei Sprechfunk durchaus nützt schadet dem Klangbild allgemeinder Darbietungen deutlich hörbar. Am besten klingt er unbegrenzt.
      Gruß Jogi,
      der im Forum von jedem dahergelaufenen Neuling verspottet, beleidigt und als charakterlos tituliert werden darf.
      Hallo Jogi, ich bin auch der Meinung das die alten Röhrengeräte bessere Empfänger haben als die heutigen Plastikradios! In unserer Firma stehen viele Radios wie man sie heute in jedem Elektronik- und Supermarkt kaufen kann. Wehe es ist eine Leuchtstoff- oder Ökolampe in der Nähe, dann knisterts, brummts und knackts gwaltig. Schaltet man die Lampe aus, ist der Empfang spitze!
      Zum Vergleich: Ich kann mit meiner Leuchtlupe (mit Leuchtstofflampe drin) in das Röhrenradio hinein gehen bis ein oder zwei Zentimeter neben das UkW- Modul und da hört man keinerlei Störgeräusche! Die sind besser abgeschirmt und hochwertiger aufgebaut. Alleine schon die Blechbox in der der UKW- Empfänger bei den alten Radios sitzt hält schon viel ab.

      Gruß Frank
      Es toent so schoen wenn des Sabas Roehren gluehen!
      decoder postete

      ...Diese Leute von 1950 haben den Wohlstand von heute vorbereitet, wie man ihn heute erlangen kann.




      ...und der tragischerweise heute wieder leichtfertig und unwiederbringlich verspielt wird, weil die Kenntnis, dass jedweder Wohlstand vor seiner Verteilung mühsam und im Schweiße des Angesichts ERARBEITET werden muss, heute offenbar verloren gegangen ist.
      Heute muss er darüber hinaus noch in einem noch härteren globalen Wettbewerb mit Asien und den Schwellenländern erwirtschaftet werden.

      Die mittlerweile verbreitete ideologische Überzeugung, dass alle Menschen vollkommen gleich sind und damit auch über ein vollkommen identisches Wohlstandsniveau verfügen müssen und mithin Jemand, der erfolgreicher ist, die Früchte seiner Arbeit anderen gestohlen haben muss und damit enteignet werden muss, ist eine gigantische Lebenslüge und unterminiert jedwedes Leistungsprinzip, zerstört jeden Anreiz und jede Initiative und führt schnurstracks ins Elend eines Entwicklungslandes.

      In den 50er Jahren verhinderten nicht zuletzt eine gewisse Demut nach dem Krieg, eine sparsame Grundeinstellung, hohe Leistungsbereitschaft der meisten Menschen und die Akzeptanz von Werten wie Ehrlichkeit, Treu und Glauben und Anstand derartige Exzesse.

      Ich habe das Vergnügen gehabt, noch unzählige Menschen aus diesen Generationen kennengelernt zu haben und ihre Überzeugungen nachzuvollziehen. Sie haben meinen größten Respekt und meine Hochachtung.

      Wie Hans in Post 000 verdeutlicht, waren konkrete technische Lösungen in der Regel das unter vorgegebenen Voraussetzungen und Anforderungen erreichbare Optimum. Bezahlbar musste es in jedem Fall sein.
      Durchentwickelte Schaltungen, das geschickte Ausnützen jeder einzelnen Röhrenfunktion und ein penibles Austarieren verschiedenen Ziele kennzeichneten die Arbeit. Hut ab!
      Achim
      Nightbear gibt leider genau wieder, was ich jeden Tag denke. Ich habe das unsägliche Glück jetzt in diese Verschwenderischen Gesellschaft groß geworden zu sein und kann es nicht mehr ertragen.
      Alle hängen nur noch vor ihrem Smartphone und der eine gönnt dem anderen nichts, die Reparaturbranche ist komplett zerstört und der Markt überflutet mit Billigprodukten, die in Menschenunwürdigen Arbeitsstätten geschaffen wurden und darüber hinaus noch keine hohe Lebensdauer haben.

      Von der heutigen "Musik" ganz zu schweigen. Hoffentlich wird bald wieder eingelenkt, sonst werden die nächsten 60 Jahre schwer für mich zu ertragen....
      Bei der erreichten Qualität liegt das Problem nicht in der Frage welches aktive Element man verwendet (Röhre/Transistor), ein gescheiter Entwickler wird aus beiden etwas machen können. Das es ganz früher mit den noch primitiven Transistoren erhebliche Hindernisse geben konnte, lag lediglich am Stand der Halbleitertechnik. Heute wird das mit dem Grundmaterialdes Halbleiters überhaupt nichts zu tun habende Problem oft vereinfacht auf den Unterschied GE/SI. Es sei erinnert das gute, weit entwickelte GE-Transistoren nicht nur schon immer für HF-Verstärker Verwendung fanden, sondern das speziell auch die immer weiter sinkende Versorgungsspannung von Computerschaltungen und die damit zusammenhängenden Vorteile schon wieder u.A. nach Germanium als Lösung schreien.

      Das Problem ist wie Achim schon richtig anspricht der Zeitgeist.
      Ohne weit auszuholen sehe ich die Problemlage genauso. Wir haben als Gesellschaft vollkommen versagt darin deutsche Tugenden wie gehabt und gelernt weiter zu führen und Leute die diese sabotieren gehörig zu sanktionieren bis sie "auf" Spur laufen. Deutschland hätte vieles verkraften können von hohen Renten über beste kostenlose Gesundheitsversorgung (die Betonung liegt ja heute auf Krankheit statt auf Gesundheit) bedingungsloses Grundeinkommen für alle die sich IM System zyklisch verhalten. Aber nein Deutsche in Not (jeder weiß den Unterschied zu Lauschippern) werden hängen gelassen auf einem zum Leben zu niedrigen und zum Sterben zu hohen Sozialgeld und stattdessen werfen wir bedingungslose Einkommen solcher Höhe wie nirgends auf der Welt in die Luft und schauen zu wie Außenstehende antizyklisch zum System - mancher sagt auch Schmarotzer und Heuschreckenhorden der ganzen Welt - davon angelockt zur völligen Zerstörung unserer Gesellschaft mit schierer Masse und in Mitteleuropa seit dem Mittelalter nicht mehr gehabter Brutalstgewalt aufheben. Entreicherung des einstigen humansten und besten Gesellschaftsmodells der Welt, politisch gewollt und mit propagandistischen Mitteln begleitet.
      Das das Ganze schonmal in systematischer planvoller Form vorgedacht wurde zeigt der Morgenthau-Plan, der die Zerschlagung alles Deutschen in der Welt zum Ziel setzte.
      Und wenn wir mal schauen was diese unsägliche Institution EU davon im Laufe der letztewn 30...40 Jahre schon durchgesetzt hat kann man nur den Kopf schütteln.

      Beispiele, genug.
      Der Morgenthau-Plan versammelt Vorschläge, die auf alliierter Seite im Rahmen einer sogenannten Nachkriegsordnung für Deutschland ernsthaft diskutiert wurden. Er beinhaltete folgende Punkte, man sieht wie viel davon erreicht wurde:

      Stillegung bzw. Zerstörung der Bergwerke - praktisch erreicht, der Steinkohleberbau liegt danieder, die wenigen Reste von Braunkohle-Bergbau werden gerade gesetzesbrüchig von Hammelhorden zertreten die sich in vollkommener Verblödung neben Fahrstromleitungen über Gleise baumeln lassen.
      Gebietsannexionen und Aufteilung Deutschlands in einen nord- und einen süddeutschen Staat - Ost-West-Teilung war erreicht und wurde in Eigeninitiative überwunden, was nun?
      Internationalisierung von Rheinland und Ruhrgebiet - Ziel zu 150% erreicht, man nennt das heute Multikulti. Hier im RRGeb gibt es Stadtteile die sehen genauso verkommen und entdeutscht aus wie irgendwelche Eselsdörfer hinteranatolischer Prägung.
      Generalplan zur Umerziehung und psychologischen Beeinflussung der Deutschen - ist so gut wie abgeschlossen, wer nicht spurt und springt wie von linksgrünen Antifa-Weißrassisten gepfiffen, wer gar alternativen Bewegungen folgt, wird als Nazi beschimpft, bedroht, körperlich wie verbal angegriffen und mundtot gemacht. Die Journallie als Propaganda-Instrument sorgt dafür das diese Doktrin überall hin im Land verbreitet und durchgeboxt wird. Ehemalige kritische Journalisten von "B" wie "Broder" bis "U" wie Ulfkotte sind schon seit Jahren in die Versenkung entsorgt worden.
      Gruß Jogi,
      der im Forum von jedem dahergelaufenen Neuling verspottet, beleidigt und als charakterlos tituliert werden darf.