8050G Plastikfront von Fett reinigen, eure Tipps (komme nicht zum Ergebnis)

      8050G Plastikfront von Fett reinigen, eure Tipps (komme nicht zum Ergebnis)

      Guten Morgen,

      der zunächst wieder halbwegs gangbar gemachte 8050G hat um die Schieberegler und Abstimmrad fettige Flecken über die Jahre bekommen (Schweiß usw).

      Habe es versucht mit Neuralseife (Tupfen) , Glasreiniger (Sidolin) und bekomme kein gewünschtes Ergebnis.

      Scharfe Reiniger greifen sicherlich Plastik und Bedruckung an. Also ungeeignet.

      Ich dachte an Cockpitspray, was die Front insgesamt 'stahlender' machen könnte, also vom 'Glanz' angleicht und den Schweiß verdeckt,aber das Zeugs ist aalglatt. Halte ich daher nicht für sinnvoll.

      Habt ihr noch eine Idee?

      Danke und Grüße Wolfgang
      Entfetten ist nicht immer gut, je nach Material wird es dann spröde ung bleicht aus.

      Ich reinig(t)e Kunststoff oder kunststoffartiges Material vorsichtig und kleinflächig mit einem Lappen der mit Kunststoffreiniger für KFZ benetzt ist. Der entfernt sogar leicht ausgebleichte Stellen, das sollte er auch an früheren kunststoffüberzogenen Stoßstangen tun.

      Metall (Alublech ohne durchsichtigen Kunststoffüberzug) reinige ich mit Spülmittel oder Duschschaum, das Blech liegt dafür restlos abgarniert in der Badewanne und wird mit der Wurzelbürste abgeschrubbt.

      Knöpfe legt man in milde Lauge und schrubbt ihre Rillen mit der Zahnbürste.

      Es wird alles immer zuerst an einer unauffälligen Stelle angetestet, falls die Bedruckung sich lösen sollte.

      Konditionieren kann man später mit einem leichten Spezialölfilm, gibts als getränkte Tücher für Auto-Armaturenbretter. Das Zeug riecht meistens frisch und nach neu, das vertreibt auch kalten Tabakrauchduft.

      Angegriffene Metallteile wie Schnapper, Kofferscharniere und Chrom-/ Messing usw. Anbauten werden wieder wie neu und trennen sich von ihrem stumpfen und abgeranzten Aussehen mit Chromputz aus dem Autozubehörhandel, auch Sidol soll helfen (habe ich nicht benutzt), das kann schonmal anstrengende Schrubberei in scheinbar unendlichen Arbeitgängen ergeben, ohne Fleiß kein Preis.

      Knöpfe legt man in milde Lauge und schrubbt ihre Rillen mit der Zahnbürste.

      Für den Faulen oder Eiligen gibt es Sprayschaum, Kontakt-WL, Ballistol.
      Schaum habe ich nicht, Ballistol und WL stinken, tun aber ihre Aufgabe gut und in einem Arbeitsgang.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Guter Punkt Christian, danke.

      Mal sehen, ich nehme ihn eh nochmal aus dem Gehäuse raus, nachdem der Dual MV61 dran war . Dann probiere ich innen eine Reinigung mit den Mittelchen und achte auf Verfärbungen.

      Dann kommen eh alle Lampen raus, neue rein und den Selengleichrichter gemessen. Ggf kann ich ein Oszilloskop ausleihen. Dann sehe ich wie es nach der Gleichrichtung aussieht. Ein Ersatztyp mit ähnlicher Kennlinie wäre gut. Die Bauteile sind die ja nun reichlich alt. Früher oder später gehen Elkos oder vielleicht die Endstufen Transistoren in die ewigen Jagdgründe ein. Zuviel Strom mag die noch schneller ins Elektro-Jenseits befördern.

      Danke und Grüße Wolfgang

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „analogfan“ ()

      Es gibt viele Mittelchen!

      Mit Bremsenreiniger würde ich sehr vorsichtig sein, je nach Hersteller recht aggressiv.
      Eher würde ich so Sprühschaum für die Küche nehmen, ist aber auch nicht ohne.
      Mein Liebling ist Isopropanol, damit gibt es ganz selten Probleme.
      Ist der Schmutz hartnäckig, einweichen lassen.
      Für Flächen nehme ich gern Toilettenpapier, was ich mit ISO feucht halte.
      Nimm aber nicht den üblichen medizinischen Alkohol, sondern ISO 99 %.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Ich dachte an Cockpitspray, was die Front insgesamt 'stahlender' machen könnte, also vom 'Glanz' angleicht und den Schweiß verdeckt,aber das Zeugs ist aalglatt. Halte ich daher nicht für sinnvoll.


      Das war deine Idee, Wolfgang.
      An die habe ich mich angelehnt, wenn man alles "speckig" um es anzugleichen, dann wird alles speckiger, da kann ich nichts dazu.
      So klappt es aber auf jeden Fall, aber es ist dann alles glänzend.

      Ist der Speckbelag mit dem Material eine unselige Verbindung eingegangen, dann kann man auch nichts anders mehr machen, wenn diese samtige, feinporige Beschaffenheit einmal angegriffen ist, ist sie nicht wieder herzustellen.

      Bremsenreiniger, um Gotte Willen!
      Auf meinem Mist ist das nicht gewachsen, das sage ich nur vorsorglich, damit sich keiner verliest und es dann mir andichtet.

      Kleine Stellen um die Knöpfe herum kann man vorsichtig mit Isopropanol versuchen anzugehen, bei meinen samtig grau aussehenden Philips-Gerätefronten hat das schonmal geholfen. Allerdings war das Material nicht angegriffen, es war nur Fingerfett in leichter Form dran, kein Pfund Butter oder ähnliche Dimensionen.

      Üben und testen sollte man immer an unauffälliger Stelle, ich mache dafür schonmal einen Knopf ab und versuche es dort an der unsichtbaren Stelle die er sonst komplett verdeckt.

      Dieser Schaumreiniger, ich meine den den man auch bei durchsichtigen, mattierten oder glänzenden Flachbildschirm-Fronten nimmt, sollte eigentlich nicht schaden und er ist genau für diesen Zweck, nämlich den Siff von einer schwierigen und empfindlichen Fläche zu entfernen.

      Es soll Leute geben die packen ihre HIFI-Geräte nur mit schneeweißen Samthandschuhen an, so wie ich meine Meerschaumpfeifen (teuer und sehr allergisch gegen Handschweiß der ihr Antlitz sofort versaut)
      Gruß Jogi
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      Hallo Jogi,
      ich selbst hatte ja das Cockpitspray als nicht sinnvoll eingestuft, bestenfalls als Ultima Ratio.

      Bremsenreiniger hast du nicht geschrieben. Das Zeugs ist in der Regel scharf.

      Ich versuche es mit euren milderen Tipps. Zwischendrin den Dual MV61 kurz prüfen, dann am 8050G weitermachen.

      Unabhängig von den diesem 8050G habe ich eine Suche nach 8080,8120,8050 und Freiburg TC in Nussbaum aus der gleichen Serie gestartet (alle Varianten etwa um 70-72/73, also zeitgenössische große Brüder und Schwestern). Ich denke ein wenig Gesellschaft kann der 8050G gerne haben. Habe ich erst einmal etwas Erfahrung mit einem gesammelt nehme ich mir den weiteren vor. Außerdem hätte ich ein Zweitgerät für Vergleiche. Notfalls auch als Ersatzteilspender, wenn einer nicht mehr rettbar wäre (z.B. Trafo defekt usw.).

      Danke und Grüße Wolfgang

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