Meersburg automatic 100

      Hallo Andy. Zu einigen deiner Fragen:

      "Anodengleichspannung direkt am Elko, hinter dem Selengleichrichter ca 12-15 Volt zu gering" - das ist nicht schön aber in der Toleranz. Sollte keine nennenswerten Auswirkungen auf die Performance des Gerätes haben.
      "Nach allem was ich beurteilen kann, ist somit der Se-Gleichrichter aufgrund Störstellenmigration "Hochohmig" geworden. " Offensichtlich. Hält sich aber noch im Rahmen. Ich persönlich würde den noch nicht tauschen, höchstens gegen einen anderen originalen intakten Selen.
      "Aber warum ist die AC Spannung hinter dem Trafo so hoch ? " Na, die ist ja von der Dimensionierung deines Vorschaltwiderstandes abhängig!
      "Erklärt dass den Brumm" - nein!
      "und die fehlenden 5 Watt " vergiss die! Sind sowieso alles ca-Angaben. Und mit deinem Vorwiderstand hast du sowieso keine klaren Verhältnisse.

      Und aus deinem früheren Post:

      "3) Beim Montieren der Frontleiste fiel mir auf, dass die Gummiführungen für die Frontscheibe zusätzlich eine Funktion der elektrischen Sicherheit haben" Nein, haben sie nicht. Die Gummiführungen sorgen nur dafür dass die Scheibe gut und fest sitzt ohne auszubrechen und ohne zu vibrieren. Die Kunststoffformteile die den Tastenrahmen aus Blech halten, haben auch nur diese Aufgabe: halten.
      Der elektr. Sicherheit ist mit dem trennenden Netztrafo genüge getan.

      "Sind 4,5 V, aber hängen an 8,5V AC, durch die Einweggleichrichtung sollte es hoffentlich passen." Nein, sie hängen an 6,3Volt, der Röhrenheizwicklung. Die kleinen Birnchen sind 8,5V-Typen. Sie hängen an 6,3V und brennen dadurch nicht so hell.
      Das mit den 6,3V musst du auch beachten wenn du deine Stromversorgung für einen Bluetoothempfänger realisierst.

      Weiterhin viel Erfolg
      VG Stefan

      Klarzeichner schrieb:

      Hallo Andy. Zu einigen deiner Fragen:

      "Anodengleichspannung direkt am Elko, hinter dem Selengleichrichter ca 12-15 Volt zu gering" - das ist nicht schön aber in der Toleranz. Sollte keine nennenswerten Auswirkungen auf die Performance des Gerätes haben.
      "Nach allem was ich beurteilen kann, ist somit der Se-Gleichrichter aufgrund Störstellenmigration "Hochohmig" geworden. " Offensichtlich. Hält sich aber noch im Rahmen. Ich persönlich würde den noch nicht tauschen, höchstens gegen einen anderen originalen intakten Selen.

      --> Habe ich bestellt

      "Aber warum ist die AC Spannung hinter dem Trafo so hoch ? " Na, die ist ja von der Dimensionierung deines Vorschaltwiderstandes abhängig!

      --> Ich meine die AC Spannung auf der Sekundärseite des Trafos, vor dem Gleichrichter. Die Spannung auf der Primärseite habe ich per 50 Ohm Widerstand Zwischen Steckdose und Radio auf 220-225 V reduziert. Trotzdem ist bei 220 V Primär die Spannung auf Sekundärseite ca. 12 Volt (RMS) höher als angegeben, und hinter dem Gleichrichter 12-15 Volt geringer als angegeben, was eigentlich kontra-intuitiv ist.

      "Erklärt dass den Brumm" - nein! (sehe ich auch so)

      "und die fehlenden 5 Watt " vergiss die! Sind sowieso alles ca-Angaben. Und mit deinem Vorwiderstand hast du sowieso keine klaren Verhältnisse.

      Und aus deinem früheren Post:

      "3) Beim Montieren der Frontleiste fiel mir auf, dass die Gummiführungen für die Frontscheibe zusätzlich eine Funktion der elektrischen Sicherheit haben" Nein, haben sie nicht. Die Gummiführungen sorgen nur dafür dass die Scheibe gut und fest sitzt ohne auszubrechen und ohne zu vibrieren. Die Kunststoffformteile die den Tastenrahmen aus Blech halten, haben auch nur diese Aufgabe: halten.
      Der elektr. Sicherheit ist mit dem trennenden Netztrafo genüge getan.

      --> Das mit "Sicherheit" war etwas stark in der Wortwahl, mir fiel nur auf, dass die vordere Zierleiste ausschließlich mit Kunstoff-Verbindern am Chassis festgeschraubt ist, und von den Aufnahmen für die Glasscheibe auf Abstand zum Chassis gehalten wird; sicher um einem "Prickeln" an den Fingerspitzen (von Metall-Handys beim Laden bekannt) vorzubeugen, oder bei durchgeschossenem Y-Entstör-Kondensator einem Stromschlag.

      "Sind 4,5 V, aber hängen an 8,5V AC, durch die Einweggleichrichtung sollte es hoffentlich passen." Nein, sie hängen an 6,3Volt, der Röhrenheizwicklung. Die kleinen Birnchen sind 8,5V-Typen. Sie hängen an 6,3V und brennen dadurch nicht so hell.
      Das mit den 6,3V musst du auch beachten wenn du deine Stromversorgung für einen Bluetoothempfänger realisierst.

      --> Ja das mit den 8,5 Volt hatte ich falsch in Erinnerung, gemeint waren die 6,3 Volt, daran hängt jetzt halt ein LED Birnchen, was natürlich den Trafo geringfügig mit Gleichstrom belastet und somit etwas in der Hysterese verschiebt. Wer weiß - vielleicht ist das mein Brumm ? Das LED Birnchen ist hinter der UKW Taste ...

      Weiterhin viel Erfolg --> Herzlichen Dank
      VG Stefan
      So, habe das Projekt jetzt erstmal für mich abgeschlossen. Warte noch auf den Brückengleichrichter (ebay), der wird aber nur eingebaut wenn der jetzige kaputt gehen sollte.
      Hier mal ein Video von dem Ensemble in meinem Arbeitszimmer. Hinten habe ich noch eine moderne Lautsprecherbox an die die Klemmen angeschlossen. Im Video zu hören ist Radio Luxemburg auf Langwelle, tatsächlich der einzige Sender in dem Display wo die Stadt auf der Skala noch mit dem Sender übereinstimmt.
      Wahnsinn wie viel Auswahl man da in den Hochzeiten wohl hatte. Sicher ähnlich wie heute mit den Webradios.

      instagram.com/p/CB8UEWbqhoL/?igshid=m1lmxhulvy51
      Stefan, auch in Berlin geht Langwelle!

      Es hängt allerdings stark davon ab, was man als Störer in der eigenen Wohnung hat oder der Nachbar.
      In erster Linie dürften das Schaltnetzteile sein, dazu gehören auch modernere Leuchtstofflampen.
      Man baue sich eine (aktive) Antenne, die abstimmbar auch den ersten Vorkreis bildet.
      Stichwort: Rahmenantenne
      Es gibt da viele Bauvorschläge, einfach mal selbst suchen.
      Je gößer (Querschnittfläche) die Antenne ist, desto besser der Wirkungsgrad.
      Mindestens 50 cm Kantenlänge sollten es schon sein.
      So eine Antenne hat eine recht gute Richtcharakteristik, Antennendiagramm einer liegenden 8.
      Man kann die Antenne auf Maximum ausrichten, jedoch auch auf Minimum bei Störern!

      Ich wohnte ja auch lange in Berlin, meistens in der Innenstadt.
      Manchmal sendete ich als Funkamateur auf Mittelwelle, ähnliches Problem wie bei Langwelle.
      Mein Freund war die Dachrinne, ich wohnte im obersten Stockwerk.
      Die passte ich recht brauchbar gegen HF-Erde an, ich kam auf etwa 50 Ω real.
      Mit 100 Watt erreichte ich Skandinavier und etwas Osteuropa, z.B. Polen.
      Damit will ich sagen, außer Spannen eines lagen Drahts ist auch häufig eine lange Dachrinne tauglich!

      Andreas, DL2JAS
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Ja die Langwelle (234kHz) sendet noch, das ist aber das französiche RTL. Haben Nachts ab 23 Uhr ganz gute Musik. Teilweise auch tagsüber wie in dem Ausschnitt zu hören. Bei mir zu Hause muss ich die Ferritantenne natürlich nicht groß ausrichten, bei 40km Luftlinie zur Sendeanlage.

      de.wikipedia.org/wiki/Sender_Beidweiler

      Die andere französische Langwelle (Europe 1 183kHz) war im Dezember 2019 futsch, die hatte noch ganz gute Musik.

      Die historische Mittelwelle von RTL vorletztes Jahr zu Ende, und DLF ja vor 4 Jahren auf 1422, auch hier in der Nähe, im Saarland, war der Sender.

      Ich mochte die Mittelwelle gerne im Autoradio (hab ich teilweise auf DIenstreise in Schweden abends gehört), gerade auf der deutschen Autobahn weil nicht ständig der Sender gewechselt wurde wie auf UKW teilweise... Schade eigentlich, dass die nicht frühzeitig digitalisiert wurde.
      Hallo Andreas,
      ich meinte sauberen Langwellenempfang, ohne Verrenkungen mit Langdrahtantennen und Dachrinnen, um irgendeinen fernen Sener krächzen zu hören. Also Orts- oder Bezirksempfang, wie man früher sagte. Vergiss nicht, es ist einige Jahre her, dass du in Berlin gewohnt hast. Wie lang ist wohl die Liste der Sender, die seitdem abgeschaltet wurden!?

      Als ich einst in Hamburg gewohnt habe, sendete der NDR noch mit Power von Billwerder-Moorfleet, NDR-Info auf 971 kHz. In ca. 15km Entfernung schmolz da sozusagen das Glas vom Magischen Band beim Empfang. Aus und vorbei.

      VG Stefan