Hifi 8120 Sicherung 601

      Hifi 8120 Sicherung 601

      Hallo liebe Forumsmitglieder.
      Ich bin neu hier und möche mich kurz vorstellen:
      Name Werner Ferdinand, Geburtsjahr 1950, wohnhaft in Ober-Ramstadt (bei Darmstadt, bis 1972 in Niederelbert bei Montabaur), verheiratet, 2 Töchter, 2 Enkel
      Ausbildung über 2. Bildungsweg: Lehre Elektroinstallateur in Dernbach, FH Koblenz, TU Darmstadt
      Beruf: über 40 Jahre im Ingenieurbüro für Elektrotechnik, ab 2013 selbständiger Freiberufler/Beratender Ingenieur.
      Mit Elektronikbasteln beschäftige ich mit seit etwa 1973 (Elektor-Zeitschrift). In den Ferien während des Studium habe ich zeitweise in einem Radio-/Fernsehladen gejobbt.

      Mein Problem:
      Meine erste HIFI-Anlage, ein Saba 8120 mit Dual-Boxen, habe ich ca. Anfang der 70iger erstanden und möchte diese nicht entsorgen.
      Es löst die Sicherung 601 direkt hinter dem Netzschalter aus. Ich vermute, dass der Netztrafo defekt ist und habe ein gleiches gebrauchtes Gerät schon bei ebay bestellt.
      Bevor ich aufwändig den Trafo tausche, möchte ich gerne die Expertentipps des Forums abwarten. Dafür schon mal im Voraus herzlichen Dank.
      In der Alage ein Ausschnitt aus dem Schaltplan.

      Gruß, Werner.
      Dateien
      Willkommen im Forum!

      Deine Voraussetzungen sehen schon mal gut aus!
      Trafos verrecken sehr selten.
      Löste nur Si601 aus oder auch andere?
      Ich tippe eher auf eine sekundärseitige Überlastung, Kurzschluss.

      Kennst Du den Lampentest?
      Man nimmt eine normale Glühlampe AGL 60 ... 100 Watt, kein Energiesparzeugs.
      Die schließt man in Serie zur Last an.
      Im deutlichen Fehlerfall leuchtet die durchgehend hell.
      Man hat so die Möglichkeit, Sekundärspannungen zu messen.
      Wo nichts mehr ist, z.B. Spannung Endstufen, gezielt suchen.
      Auch kann man gezielt die Sicherungen sekundär ziehen zwecks Fehlereinkreisung.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Das Gerät ist ja vorbildlich sekundärseitig einzeln abgesichert. Die Sicherungen 602-606 wirken allerdings erst nach Gleichrichtern und Ladeelkos. Ein Kurzschluss dort führt auch zu einer erhöhten Primärstromaufnahme, trotz herausgenommener Sicherungen. Aber Andreas' Tipp, die Sekundärspannungen mit einer AGL in der Zuleitung zu messen, sollte in dem Fall ebenfalls schnell Klarheit schaffen, welcher Zweig betroffen ist.

      Viele Grüße,
      Christian
      **************************************************
      2 + 2 = 5 (für extrem große Werte von 2)
      Hallo Wener,

      Willkommen!
      In der Tat ist Auslösen der Sicherung 601 übel. Ich nehme an, Du hast sie danach ersetzt und sie ist wieder durchgegangen? In manchen Fällen wird ja auch einfach nur die Sicherung selbst altersschwach.

      Da sekundärseitige Absicherung mit Ausnahme des Endstufengleichrichters vorhanden ist, die Endstufen selbst aber wiederum mit Si 602, Si603, Si604 und Si606 abgesichert sind, kommt ja praktisch ausser Trafodefekt nur noch ein Defekt/Schluss im Gleichrichter GR601 und/oder GR602 in Betracht. Um das auszuschliessen, könntest Du diese beiden Gleichrichter nacheinander sekundärseitig vom Trafo abhängen.

      Gruß
      Reinhard

      - sehe eben, dass sich meine Antwort mit denen von Andreas und Christian überschnitten hat -
      Zunächst noch mal kurz zur Historie: Dass der Trafo defekt sein müsste, schloss ich daraus, dass keine Sicherung auf der Sekundärseite ausgelöste. Dabei hatte ich allerdings nicht beachtet, dass es sekundär auch nicht gesicherte Komponenten gibt.
      Der Stand der Dinge: auch nach Ausbau aller sekundärseitigen Sicherungen sowie Trennen der nicht gesicherten Bauteile (Gleichrichter Gr 601 & 602, R631 und Skalenlampen) verabschiedet sich die Sicherung 601 mit hellem Aufleuchten, also nicht nur eine Überlast, sondern ein Kurzschluss oder zumindest nahe dran. Ich werde jetzt den Spannungs-Umschalter und die einzelnen Primärwicklungen des Trafos testen/messen.
      Also doch Trafo tauschen? Oder habe ich etwas übersehen? Falls jemand noch eine Idee hat…
      Schon aus Neugier würde ich den Trafo testen!

      Möglicherweise hat es den Trafo als Folgefehler erwischt.
      Hast Du einen Klingeltrafo oder einen von der Modelleisenbahn?

      Mit dem würde ich so gesehen rückwärts einspeisen, also Sekundärwicklungen 8120.
      Dürfte klar sein, SABA vom Netz, die Trafowicklungen sekundär freigelegt.
      So sollte sich gut herausfinden lassen, ob und wo beim SABA-Trafo Windungsschluss ist.

      Es gibt noch eine weitere Fehlermöglichkeit!
      Ist primärseitig ein Entstörkondensator vorhanden?
      Der könnte durchgeschlagen sein, was das Auslösen der Primärsicherung erklärt.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Moin Werner,

      für mich wäre C601 noch ein heißer Kandidat. Das Gerät hat eine Netzantenne für die C601 zuständig ist. Auf der Platine scheint der nicht zu sein, geht aber direkt vom Spannungswahlschalter, bzw. direkt hinter Sicherung 601 ab.
      Könnte insofern irgendwo an der Sicherung, oder am Spannungswahlschalter sitzen. Ich würde den eh Ersatzlos entfernen und eine z.B. Wurfantenne hinten anschließen, falls nicht eh schon passiert. Ich halte von den Netzantennen überhaupt nichts.

      Beste Grüße
      Peter
      Vielen Dank für die Ideen.
      Einen Entstörkondensator gibt es nicht und an die Netztantenne hatte ich auch schon gedacht und auch abgelötet.
      Wie oben bereits geschrieben, hatte ich das gleiche Gerät bei ebay gekauft. In diesem Gerät war der Gleichrichter Gr 604 defekt. Diesen anstelle des Trafos auzutauschen wäre mir lieber gewesen aber nach Austaush des Gr604 funktioniert das Teil nicht. Ich werde mich jetzt an den Austaush des Trafos machen. Bis ich soweit bin, dauert es noch etwas, bin erst mal ein paarTage im Urlaub.
      Der Gr604 ist wohl ein generelles Problem; den hatte ich in meinem Gerät auch schon 2x getauscht, jetzt ist ein stärkerer drin.
      So, der Trafo ist getauscht und funktionbiert aber jetzt gibt es Probleme mit dem Signal im linken Kanal.
      Nach Messungen mit einem Signalinjector liegt es nahe, dass der Transisor T506 (oder T507) defekt ist. Den hatte ich auch schon mal vor "Urzeiten" ausgetauscht.
      Allerdings gibt es wohl den Typ BC252A/B nicht mehr und ich bin nicht sicher, ob der BC557B der korrekte Vergleichstyp ist. Den hätte ich zumindest vorrätig.
      Kann vieleicht jemand helfe? Danke schon mal im Voraus.
      Ich habe die Schnauze voll. Der Austausch des Tranistors hat nichts gebracht. Die Spannungen im linken Teil stimmen nicht. Das ist mir jetzt zu aufwändig; ich gebe auf.
      Hat jemand Interesse an den beiden Kisten? Ich würde sie verschenken bei Begleichung der Portokosten oder zum Abholen.
      Danke für die Unterstützung und die Geduld.
      Herzliche Grüße, Werner.

      Es meldet sich niemand also werde ich die beiden Geräte dem Elektronikschrott übergeben.
      Danke ans Forum, tschüss, macht's gut.
      Werner.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „jonesewerner“ ()