Einfache Nachbauschaltung als Ersatz für den TDA1029
Noch, Stand 2026, ist der TDA1029 von Philips erhältlich, jedoch nur noch NOS, nicht mehr in Produktion.
Wie meist in solchen Fällen werden die Preise steigen und die Quellen zunehmend versiegen.
Wie man im ersten Bild sieht, handelt es sich um einen Vierfachschalter stereo für Audioquellen.
Ziel war es, eine Ersatzschaltung mit Relais und leicht erhältlichen Bauteilen zu entwickeln.
Zwar teurer, man sollte Reedrelais nehmen, die haben viele Vorteile gegenüber Standardrelais.
Reedrelais gibt es oft in der Form DIL und auch SIL, Preis um die 3 bis 6 Euro je nach Anbieter.
Die Kontakte befinden sich im Vakuum oder einer Schutzatmosphäre, können somit nicht korrodieren.
Auch sind sie nahezu verschleißfrei, typisch Lebenserwartung >> 10 Millionen Schaltzyklen.
Wer es eher audiophil haben möchte, kann welche mit Schirmung nehmen, z.B. von Comus.

Ich bitte die geneigten Leser, den Schaltplan auf Flüchtigkeitsfehler und Denkfehler zu überprüfen.
Die Schaltung sollte jetzt nach Überarbeitung fehlerfrei sein, z.B. keine vertauschten Pins mehr.
Wie funktioniert die Ersatzschaltung?
Laut Datenblatt eignet sich der TDA1029 für eine Betriebsspannung 6 bis 23 Volt, typisch 20 Volt.
Bei der Ersatzschaltung wird 20 Volt unterstellt, die kann aber leicht bei Bedarf abgeändert werden.
Wir nehmen gängige Standardrelais oder besser Reed mit 12 Volt und ca. 1 kΩ Spulenwiderstand.
Die Zenerdiode D10 mit 8,2 V macht uns aus den 20 V etwa 12 V, in der Praxis mit R10 etwas weniger.
Übliche Relais mit 12 Volt arbeiten normalerweise noch sicher im Bereich 9 bis 15 Volt.
Beim TDA1029 gibt es noch die Biasspannung für die Eingänge, es wird ja mit Halbleitern geschaltet.
Die Biasspannung macht etwa halbe Betriebsspannung an den Eingängen, unnötig bei mechanischen Kontakten.
Wer will, kann auf die üblicherweise vorhandenen nötigen Koppelkondensatoren verzichten, diese brücken.
Betrachten wir den Fall wie im Datenblatt, Schalterstellung 2 aktiv, Pin13 wird auf GND gezogen.
In der Ersatzschaltung ist dann der PNP-Transistor Q2 leitend, das Relais K2 schaltet.
Der Basisstrom über R2 beträgt ca. 1 mA, Schaltstrom ca. 12 mA, man ist sauber im Sättigungsbereich.
Kleinsignaltransistoren wie BC557 haben bis locker 50 mA eine Sättigungsspannung Uce kleiner 0,2 Volt.
Der TDA1029 ist etwas trickreich, kann vier Signalquellen schalten, hat aber nur drei Schalteingänge.
Standardmäßig, ist kein Schalteingang auf LO gezogen, ist Signalquelle 1 geschaltet, meist UKW-Radio.
Das heißt, alle Schalteingänge S2 bis S4 sind HI, bzw. offen und Relais K1 muss dann anziehen.
Das erreicht man mit einer einfachen Diodenlogik, Wired OR mit D5 bis D7.
Im Normalfall beim Einschalten zieht Relais K1 sofort an, Q1 wird leitend, Basisstrom über R1 gegen GND.
Kommt jedoch Spannung über eine der Dioden D5 bis D7, steigt die Spannung über R1 und Q1 sperrt.
Damit der Schaltpunkt sicher erreicht wird, sind zwecks Spannungsabfall die Dioden D8 und D9 vorgesehen.
Die Schaltschwelle für S2 bis S4 liegt bei etwa halber Betriebsspannung, ca. 11 Volt bei 20 V an Pin14.
Unterhalb 9 Volt werden die Relais K2 bis K4 sicher geschaltet und oberhalb 12 Volt oder offen nicht.
Eventuell nötige Schaltungskorrektur bei anderer Betriebsspannung
In erster Linie wird man die Spannung der Zenerdiode angleichen, um auf rechnerisch ca. 12 V zu kommen.
Etwas aufpassen muss man auch mit dem Vorwiderstand R10, in erster Linie Einschaltstrombegrenzung.
Bei einem Relaisspulenwiderstand von 1 kΩ fällt über ihm, ein Relais angezogen, gut 1 Volt ab.
Direkt beim Anziehen eines Relais ist die Spannung etwas höher, sackt dann gewollt ab, Haltespannung.
Die Schaltung ist konzipiert für Spulenwiderstand 1 kΩ und höher, in erster Linie kleine Reedrelais.
Nimmt man Relais mit z.B. 500 Ω, sollte man für R10 lieber 47 Ω nehmen, man käme sonst in den Grenzbereich.
Hat man wider Erwarten an Pin15 eine sehr niedrige Betriebsspannung, wird man Relais mit 5 Volt nehmen.
Bis jetzt ist die Schaltung noch nicht tatsächlich aufgebaut und in einem SABA praxiserprobt.
Einen Haken könnte es geben, wenn man 1:1 mit der Schaltung einen defekten TDA1029 ersetzen will.
Bei Relais mit 1 kΩ Spulenwiderstand muss die Betriebsspannung an Pin14 mit mindestens 15 mA belastbar sein.
Ein Platinenlayout ist von mir nicht geplant, allein schon wegen der möglichen Platzverhältnisse im Gerät.
Im einfachsten Fall wird man übliche Punktrasterplatine nehmen, reicht normalerweise für einfachen Aufbau.
Soll es edler werden, ätzt man eine zweiseitige Platine, untere Seite durchgehende Massefläche, Schirmung.
Wenn ein Leser die Schaltung aufbaut, bitte ich darum, den Nachbau hier mit Bildern vorzustellen.
Andreas
Noch, Stand 2026, ist der TDA1029 von Philips erhältlich, jedoch nur noch NOS, nicht mehr in Produktion.
Wie meist in solchen Fällen werden die Preise steigen und die Quellen zunehmend versiegen.
Wie man im ersten Bild sieht, handelt es sich um einen Vierfachschalter stereo für Audioquellen.
Ziel war es, eine Ersatzschaltung mit Relais und leicht erhältlichen Bauteilen zu entwickeln.
Zwar teurer, man sollte Reedrelais nehmen, die haben viele Vorteile gegenüber Standardrelais.
Reedrelais gibt es oft in der Form DIL und auch SIL, Preis um die 3 bis 6 Euro je nach Anbieter.
Die Kontakte befinden sich im Vakuum oder einer Schutzatmosphäre, können somit nicht korrodieren.
Auch sind sie nahezu verschleißfrei, typisch Lebenserwartung >> 10 Millionen Schaltzyklen.
Wer es eher audiophil haben möchte, kann welche mit Schirmung nehmen, z.B. von Comus.
Ich bitte die geneigten Leser, den Schaltplan auf Flüchtigkeitsfehler und Denkfehler zu überprüfen.
Die Schaltung sollte jetzt nach Überarbeitung fehlerfrei sein, z.B. keine vertauschten Pins mehr.
Wie funktioniert die Ersatzschaltung?
Laut Datenblatt eignet sich der TDA1029 für eine Betriebsspannung 6 bis 23 Volt, typisch 20 Volt.
Bei der Ersatzschaltung wird 20 Volt unterstellt, die kann aber leicht bei Bedarf abgeändert werden.
Wir nehmen gängige Standardrelais oder besser Reed mit 12 Volt und ca. 1 kΩ Spulenwiderstand.
Die Zenerdiode D10 mit 8,2 V macht uns aus den 20 V etwa 12 V, in der Praxis mit R10 etwas weniger.
Übliche Relais mit 12 Volt arbeiten normalerweise noch sicher im Bereich 9 bis 15 Volt.
Beim TDA1029 gibt es noch die Biasspannung für die Eingänge, es wird ja mit Halbleitern geschaltet.
Die Biasspannung macht etwa halbe Betriebsspannung an den Eingängen, unnötig bei mechanischen Kontakten.
Wer will, kann auf die üblicherweise vorhandenen nötigen Koppelkondensatoren verzichten, diese brücken.
Betrachten wir den Fall wie im Datenblatt, Schalterstellung 2 aktiv, Pin13 wird auf GND gezogen.
In der Ersatzschaltung ist dann der PNP-Transistor Q2 leitend, das Relais K2 schaltet.
Der Basisstrom über R2 beträgt ca. 1 mA, Schaltstrom ca. 12 mA, man ist sauber im Sättigungsbereich.
Kleinsignaltransistoren wie BC557 haben bis locker 50 mA eine Sättigungsspannung Uce kleiner 0,2 Volt.
Der TDA1029 ist etwas trickreich, kann vier Signalquellen schalten, hat aber nur drei Schalteingänge.
Standardmäßig, ist kein Schalteingang auf LO gezogen, ist Signalquelle 1 geschaltet, meist UKW-Radio.
Das heißt, alle Schalteingänge S2 bis S4 sind HI, bzw. offen und Relais K1 muss dann anziehen.
Das erreicht man mit einer einfachen Diodenlogik, Wired OR mit D5 bis D7.
Im Normalfall beim Einschalten zieht Relais K1 sofort an, Q1 wird leitend, Basisstrom über R1 gegen GND.
Kommt jedoch Spannung über eine der Dioden D5 bis D7, steigt die Spannung über R1 und Q1 sperrt.
Damit der Schaltpunkt sicher erreicht wird, sind zwecks Spannungsabfall die Dioden D8 und D9 vorgesehen.
Die Schaltschwelle für S2 bis S4 liegt bei etwa halber Betriebsspannung, ca. 11 Volt bei 20 V an Pin14.
Unterhalb 9 Volt werden die Relais K2 bis K4 sicher geschaltet und oberhalb 12 Volt oder offen nicht.
Eventuell nötige Schaltungskorrektur bei anderer Betriebsspannung
In erster Linie wird man die Spannung der Zenerdiode angleichen, um auf rechnerisch ca. 12 V zu kommen.
Etwas aufpassen muss man auch mit dem Vorwiderstand R10, in erster Linie Einschaltstrombegrenzung.
Bei einem Relaisspulenwiderstand von 1 kΩ fällt über ihm, ein Relais angezogen, gut 1 Volt ab.
Direkt beim Anziehen eines Relais ist die Spannung etwas höher, sackt dann gewollt ab, Haltespannung.
Die Schaltung ist konzipiert für Spulenwiderstand 1 kΩ und höher, in erster Linie kleine Reedrelais.
Nimmt man Relais mit z.B. 500 Ω, sollte man für R10 lieber 47 Ω nehmen, man käme sonst in den Grenzbereich.
Hat man wider Erwarten an Pin15 eine sehr niedrige Betriebsspannung, wird man Relais mit 5 Volt nehmen.
Bis jetzt ist die Schaltung noch nicht tatsächlich aufgebaut und in einem SABA praxiserprobt.
Einen Haken könnte es geben, wenn man 1:1 mit der Schaltung einen defekten TDA1029 ersetzen will.
Bei Relais mit 1 kΩ Spulenwiderstand muss die Betriebsspannung an Pin14 mit mindestens 15 mA belastbar sein.
Ein Platinenlayout ist von mir nicht geplant, allein schon wegen der möglichen Platzverhältnisse im Gerät.
Im einfachsten Fall wird man übliche Punktrasterplatine nehmen, reicht normalerweise für einfachen Aufbau.
Soll es edler werden, ätzt man eine zweiseitige Platine, untere Seite durchgehende Massefläche, Schirmung.
Wenn ein Leser die Schaltung aufbaut, bitte ich darum, den Nachbau hier mit Bildern vorzustellen.
Andreas
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com