Schwarzwald W5-3D Kondensatoren, Bitte um Einschätzung und Ratschlag.

      Schwarzwald W5-3D Kondensatoren, Bitte um Einschätzung und Ratschlag.

      Hallo und guten Morgen zusammen.
      Kurz zu mir: Mein Name ist Rex (tatsächlich), bin Jahrgang 1961, gelernter Energiegeräteelektroniker und mittlerweile Rentner.
      Ich möchte einem Freund ein Röhrenradio schenken, die ersten beiden Versuche gingen daneben (Kellerfund und Fehlkauf...).
      Jetzt habe ich dieses Saba geschenkt bekommen; es lag wohl auch sehr lange im Keller, könnte aus 1. Hand sein
      (Die goldene 3D Medaille hängt noch dran).
      Ich bin kein Restaurationsfanatiker, möchte aber ein betriebssicheres Gerät übergeben.

      Bis jetzt erledigt: Skalenseil UKW getauscht, Vorwiderstand 33R in die Trafozuleitung gesetzt, den zweiten 2 x 50uF Elko nach dem GL durch moderne ersetzt,
      der originale hat anscheinend die Kappe abgegeben (siehe roten Kringel, ist aber nur eine Vermutung). Dieser Elko hatte deutlich höhere Kapazität als erwartet (>65 uF).
      Der Elko unmittelbar nach dem GL hat ca. 42 uF, das ist für mich altersbedingt realistisch und m.E. tolerierbar.
      Jetzt geht es mir um die anderen Kondensatoren.
      Den doppelten Entstörer 2 x 5nF werde ich noch tauschen.
      Gelesen habe ich, dass man die ERO immer tauschen sollte; hat SABA eigene C entwickelt oder sind das nur umgelabelte ERO?
      Also soll ich alle beigen und blauen Kondensatoren vorsorglich tauschen oder welche sind "feuergefährdet"?






















      Danke für Eure Einschätzung.
      Gruß Rex
      Hallo Rex,

      Es ist sinnvoll alle Elektrolytkondensatoren zu tauschen, weil sich deren Chemie mit der Zeit erwiesenermaßen verändert. Nicht vergessen, die bipolaren Kondensatoren für die Hochtöner.

      Gleiches gilt für die Teer, Bitumenkondensatoren. Diese beigen oder blauen. Die werden undicht und ziehen Feuchtigkeit.

      Wichtig sind noch die Gitterkondensatoren der NF Röhren. Wenn sich deren Isolationswiderstand verändert kommt unzulässige Gleichspannung auf die Gitter. Der Arbeitspunkt der Röhren verändert sich dadurch und belastet die Röhren. Siehe Schaltplan.

      Leider sind da jede Menge Teerkondensatoren, so wie ich das sehe.

      Entstörkondensatoren wechseln ist gut. Deine bisherigen Kondensatorarbeiten sehen professionell und nachhaltig aus.

      Viele Grüße von
      Reiner
      Bilder
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      So, ihr Lieben, da bin ich wieder...
      Bis auf den 5 uF an der Messbuchse ist alles getauscht (den hab' ich gemessen und beschlossen, der darf bleiben).





      Jetzt habe ich ein Brummen auf dem Lautsprecher.
      Brummen wird lauter, wenn Bassregler aufgedreht, das sieht man dann auch deutlich auf dem Oszi.
      Brummen ist auch bei gezogener EABC vorhanden.
      Das Netz sagt: Siebelko, der ist aber neu.
      Im Schaltplan habe ich mal die m.E. relevanten Stellen mit A-E markiert und
      die entsprechenden Oszillogramme fotografiert (wie bekomme ich die Belichtungszeit verlängert...?)
      Gemessene Werte (Fluke 179):
      A= 286 V DC
      B= 257 V DC
      C= 232 V DC
      D= 39 V DC / 3V AC
      Der Strom durch den Übertrager soll 40 mA betragen, der hat aber 53 mA.


      Einstellungen Oszi (Messspitze 1:10)


      Punkt A:


      Punkt B:


      Punkt C:


      Punkt D:


      Punkt E:


      Vielen Dank im Voraus
      Rex

      edit: Die Null-Linie am Oszi ist die zweit-unterste Linie vom Koordinatensystem.
      edit II: Weiß nicht, ob das relevant ist, ich habe nur einen 4-Ohm Lautsprecher angeschlossen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Instandhalter“ ()

      Rex, was für eine Digiknipse nimmst Du?

      Bei meiner alten Knipse ist das kein Problem, die kennt verschiedene Modi.
      Manche kann man überlisten, wenn man den Blitz einklappt.
      Was durch den nicht vorhandenen Blitz fehlt, regelt die Belichtungsautomatik nach.
      Selbst einfache Knipsen kennen meist den Modus Tageslicht.
      Da dann mit Beleuchtung für genügend Umgebungshelligkeit sorgen.
      Auch kann man mit der Knipse etwas weiter weggehen.
      Dann wird eher die Umgebungshelligkeit erfasst, nicht direkt auf dem Schirm.
      Anschließend einen Bildausschnitt machen, z.B. mit Paint zurechtschneiden.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Erstmal Rückmeldung:
      Vielen Dank an Alle, es war tatsächlich "nur" der falsche Anschluß der beiden Kondensatoren auf Masse statt auf Minus.
      Jetzt läuft's gut, ich werde noch die Schalter mit Bremsenreiniger behandeln, danach ggfs. Brunox?
      @ Andreas: Ich hab' mit dem Smartphone geknipst, Samsung A71 oder so, SM-A715F (sagt das System).
      Ein kurzer Test mit der Lumix hat aber das gleiche Ergebnis gebracht, da kann ich aber wohl mehr einstellen...
      (RTFM)

      Danke euch Allen!
      Jetzt habe ich wieder Hoffnung geschöpft und werde mich vielleich auch dem anderen Radio (nicht Saba) widmen...

      VG Rex
      Brunox?

      Soweit mit bekannt, ist das ein gängiger Rostumwandler im KFZ-Handwerk.
      Der ist dann ungeeignet, die Kontakte sollen ja blank sein, elektrisch leitend.
      Mit Bremsenreiniger kann man gut Fett und Harz entfernen, eher nicht Oxidschichten.
      Meist reicht Sprühöl 88, Schalter dann mehrfach betätigen.
      Anschließend das Öl nicht entfernen, bildet einen Schutzfilm.

      Andreas
      Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com
      Hallo ,


      ich mische mich da jetzt ein bevor ein Unglück passiert !!!!

      Da sind Pertinax_ Streifen drinne !!!!

      Da wird kein ÖL reingspritzt und auch kein Kondaktlöser , wenn du unbdingt die Kondakte "reinigen" willst nimm lieber einen Tuner 600 Spray .

      ÖL und Kondaktspray sauft sich in das Pertinax ein und dann viel Glück ,,,, das wird brennen die Streifen werden brennen da kannst zu gucken , da fliesen bis zu 250 Volt vieleicht auch mehr .
      Und ausserdem sind da feine Abstimmspulen drinne wenn die mal voll sind mit falschem Zeugs dann prostmahlzeit . Das Radio ist dann verstimmt . Noch dazu kommt da sind Styroflexkondensatoren verbaut , auch die saufen sich voll das Zeugs bekommst nie wieder raus .



      Ich habe ja keine Ahnung wie weit du fähig bist , all die angelöteten Zuführungsdrähte zu der ganzen Schalteinheit zu notieren und abzulöten.
      Dann die ganze Einheit abschrauben , die einzelnen Schaltzungen rausnehmen und die Kondakte reinigen .
      Vorsicht ist angesagt , die Schaltstreifen wieder an der richtigen Stelle zu bringen , die sind unterschiedlich bestückt .
      Um die Kondaktstreifen wieder schön gleitfähig zu machen nimmst Vaseline nicht zu viel , die Finger leicht benetzen vereiben gerade so dass du merkst es ist was an den Fingern ,
      das reicht und die einzelnen Schiebekondaktzungen zu benetzen , die Kondakte haben dann einen Schmierfilm drauf . Soviel dass du es mit deinen Augen nicht erkennst , das ist die richtige Menge . Zuviel ist auchnicht gut Staub und verdreckt sich schnell .

      Hier ein Auszug von Multavi , damit du siehst es wird hier kein Schmarren erzählt .
      Zu beachten der letzte Satz !!!


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      Willst du das Radio verkaufen , dann mach wie du es willst , soll es dir gehören mach wie ich es schrieb , dann wirst auch Freude haben :)


      Grüße <3 Mia <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von „Nachteule“ ()

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