Sony CX-171 und Wega 42 V

      dl2jas schrieb:

      WD40 sollte mehr oder minder Petroleum sein.


      WD40
      Andreas ist völlig korrekt.

      Höhersiedende Anteile wurden aus diesem Mineralöldestillat durch Fraktionierung weitgehend entfernt (raffiniert). Der grösste Teil von WD40 verdampft deshalb leichter als reguläres Petroleum, das deutlich mehr höhersiedende (längerkettige) Alkane enthält. Zurück bleiben sehr geringe Mengen langkettiger Bestandteile (Paraffine), die nach dem Verdunsten des niedersiedenden Anteils für eine begrenzte Schmierwirkung sorgen und temporären Oberflächenschutz herbeiführen.

      Gruß
      Reinhard

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      So, ich wühle mich durch den Kabelsalat im Gerät ... man muss ein wenig fummeln, um an alle Sicherungswiderstände heranzukommen. Die sind in der Tat ALLE zu tauschen, denn ihre Werte sind erratisch erhöht. Einer sitzt auf der Platine mit den Klangreglern, die man für den Tausch erst ausbauen muss. Geht ganz gut, dauert nur etwas, weil man die Kabel nicht zu sehr belasten will (alle in wire-wrap Technik fixiert).

      Dafür sind die meisten Elkos noch einwandfrei. Auch die Qualität der Platinen und der Lötpunkte ist gut. Da ein Vorbesitzer recht freizügig WD 40 eingesetzt hat, sind jetzt relativ viele Reste davon (Paraffin ?) auf der Platine. Ich entferne das so gut es geht mit Wattestäbchen, aber ganz geht das nicht. Gibt es da einen guten Trick aus der Praxis ? Jetzt sind noch einige Sicherungswiderstände im Zulauf, ich hatte nicht alle Werte hier. Bilder folgen ...

      Michael
      Ja, dann wird wohl jemand Ballistol versprüht haben ... es ist ja leider inzwischen weit verbreitet, dass Schnäppchenjäger ein Gerät auf dem Flohmarkt erweben, Schalter und Potis mit Kontaktmitteln voll pumpen, und es dann wieder weiterverkaufen. Die genaue Geschichte der Geräte lässt sich selten rekonstruieren.

      Bei einem Harman HK 620 konnte ich das: Es lief jemandem Cola in das Gerät, dann brachte er es zum Händler. Was sagt der ? Klar -- hoffnungsloser Fall ... also Neukauf. Das alte Ding dann auf den Schrott, Kabel abgeschnitten, Knöpfe abgemacht. Da hat es aber jemand mitgenommen, und einfach auf Verdacht mal ein Kabel angeschlossen -- und das Ding lief, weil es nur eine kleine Menge Cola war, die nichts wirklich beschädigt hatte.

      So kam der zu mir, und ist inzwischen wieder komplett restauriert (war optisch noch gut erhalten, trotz alles Umstände). Jetzt muss ich noch gescheite Knöpfe finden, dann kann er wieder in Dienst gestellt werden. Phono habe ich auch nachgerüstet, mit einer kleinen Platine mit der Muffsy-Schaltung (und NE 5532 AN, Metallversion, pro Kanal). Dabei dann mit 20 V Betriebsspannung, was bei der Schaltung von Vorteil ist. Die Metallversion des 5532 bekommt dann einen kleinen Kühlstern, dann bleibt der auf ca. 40 Grad, genau richtig ... läuft prima so !

      Besten Gruss,

      Michael
      Hallo,

      ein bisschen Besserwisserei:

      Die Wega-Receiver 3140 und 3141 kamen von 1976 bis 1979 aus Fellbach. Wurden hier entwickelt und auch produziert. Allerdings schon mit einigen Komponenten aus Japan, Endstufenhybride von Sony (SS-050/60), ZF-IC von Hitachi (HA 1137 ?). Letzteres eine Katastrophe, wegen extrem schlechten Rauschabstandes, was beim Test der HIFI-Stereophonie direkt zur Abwertung geführt hat.

      Das Frontend war übrigen von Valvo zugekauft, Typ FD1F. Auch ansonsten kam die meiste Elektronik noch aus Europa.

      Die Nachfolger ab 1979 waren dann aber umgelabelte Sonys.

      Bei den Einzelkomponenten waren die Tuner bis 1979 deutsch und die Verstärker bzw. Tapedecks ab 1976 japanisch. So wie das Exemplar um dass es hier geht.

      Die Einträge bei HIFI-WIKI übrigens sind deshalb falsch:

      Allgemein

      Hersteller: Wega
      Modell: R 3141
      Baujahre: 1976 – 1979
      Hergestellt in: Japan
      Farbe: Anthrazit
      Neupreis ca.: 1'300 DM

      Gruß

      Rolf
      Danke Rolf, passt genau. Der 42 V ist eindeutig ein japanisches Gerät, aber ausser diesen Sicherungswiderständen finde ich wenig zu kritisieren ... gibt es denn noch bekannte Schwachstellen ? Der Rauschabstand könnte besser sein, das stimmt, aber das werde ich nicht ändern.

      Besten Gruss,

      Michael

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