Saba 9140 Ultra Hifi Schaltplan

      Hallo lieber Christian!
      Danke für die schnelle Hilfe. Die Schaltpläne sind super.
      Bis jetzt habe ich erstmal einen Fehler bei der 50V Spannungsversorgung festgestellt.
      Der Gleichrichter VM18 D2246 und der Widerstand R2246 sind hinüber. Jetzt neue Probleme :-), welchen Brückengleichrichter kann ich nehmen, welchen Widerstand? Hat dieser 10 Ohm und 2 Watt?
      Die Kondensatoren C2246 0,1µF, C2244 0,22µF und C2262 470 µF muss ich noch irgendwie prüfen.
      Kannst du mir bei der Auswahl der Bauteile helfen? Kann ich für C2246 0,1µF, C2244 0,22µF Tantal Kondensatoren verwenden?
      Frohe Pfingstfeiertage wünsche ich dir :)
      Viele Grüße Lutz
      aus Mark Brandenburg
      Hallo Lutz,

      da denke ich wie Andreas, es ist unwahrscheinlich, dass die Folienkondensatoren kaputt sind. Aber der 470 µF-Elko hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Kurzschluss. Grob prüfen kannst du das mit der Widerstandsmessfunktion eines Multimeters. So ein Folienkondensator muss nach ganz kurzer Zeit einen Widerstand größer 20 MOhm anzeigen. Ein intakter Elko dieser Größe sollte mindestens ein paar Megaohm erreichen. Das kann dann auch mal ein paar Sekunden dauern. Eine gute Angewohnheit: Vor einer Messung sollte man Kondensatoren immer entladen, speziell wenn das Gerät vorher noch nicht längere Zeit ausgeschaltet war. Bei Elkos ist es ein Muss, bei Foliekondensatoren sind die Folgen nicht tragisch, wenn man es mal vergisst.

      Ist es nicht der Elko, liegen weitere Defekte nach der Gleichrichtung und Siebung vor.

      Nun zur Auslegung der Bauteile: R1414, 39 Ohm, ist der einzige Zweig, der von der Gleichrichterschaltung nennenswert Strom bezieht. Aus den Schaltplanangaben lässt sich der Spannungsabfall über diesen Widerstand bestimmen, und daraus mit dem Ohmschen Gesetz der fließende Strom. I = U/R --> 2V/39 Ohm = 0,05 A.
      Für den Brückengleichrichter plant man etwas Zuschlag ein, Faustformel: Nennstrom x 1,5. Er sollte also mindestens 75 mA Dauerstrom verkraften. Das packt wohl jeder handelsübliche Gleichrichter passender Größe. Die in DIL-Form oder die kleinen runden stecken meines Wissens mindestens 800 mA weg. Bei der Spannungsfestigkeit würde ich nicht unter 200 V gehen. 400 oder 600 V -Typen funktionieren hier natürlich auch.

      Der 10-Ohm-Widerstand R2246 ist zwar nicht als Sicherungswiderstand eingezeichnet. Bei Kurzschluss brennt er aber ja doch ab. Deshalb meine Empfehlung zwecks Brandschutz: Metalloxid-Widerstand nutzen. 2 Watt reichen völlig. Setzt man wieder die Faustformel Dauerstrom x 1,5 an, wird er mit etwas um 50 mW belastet. Um die Funktionsfähigkeit zu testen, würde ich an deiner Stelle auch erst mal zu billigen Widerständen der Größe 0702 greifen, Kohleschicht reicht völlig aus. Erst wenn die Sache wieder funktioniert, würde ich den etwas teureren MOx-Widerstand einsetzen.

      Viele Grüße,
      Christian
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      C 2262: 680 uF, 100 V sind hier gut. Die alten Elkos haben in der Regel Abweichungen nach oben mehr als nach unten (+ 100 %, - 50 %), und etwas mehr Siebung ist hier von Vorteil.

      Unbedingt auch die Ausgangsspannung des 78M15 nachmessen. Ich habe bisher leider meist feststellen müssen, dass da nur noch 14 V oder so etwas herauskommen. 15 V sollten es schon sein, oder ruhig auch etwas mehr, dann wird der auch weniger warm. Man kann die Netzteilkarte ja vorab am Labornetzteil prüfen und auch justieren, so mache ich das immer.

      Besten Gruss,

      Michael
      Frohe Pfingsten euch allen und Danke!
      Ich habe mir gestern noch einen Saba 9140 Ultra Hifi aus Berlin Zehlendorf geholt. Da war sogar noch der Original Netzschalter drin. Bei meinem hängen die 3 Drähte isoliert so rum.
      Sollte ich da noch was machen?
      Heute habe ich dann den Sicherungswiderstand und Brückengleichrichter umgelötet.
      Die TDA 1029 und TDA 1028 habe ich auch umgesteckt.
      Er läuft jetzt wieder super und hoffentlich lange.
      Der Receiver geht jetzt erstmal zurück zu den Kindern und meinen Enkeln :-).
      Die warten schon drauf :-).
      Der aus Zehlendorf prasselt beim einschalten das geht dann nach 1 oder 2 Sekunden weg.
      Will ihn mir nächste Woche anschauen wenn die Teile von Reichelt eintreffen.
      Hoffentlich sind meine TDA nicht hinüber.
      Viele Grüße Lutz
      Hallo Lutz,

      der Netzschalter ist oft "hin", und spratzelt dann. Das hört man dann auch, weil der Trafo eine wechselnde Spannung sieht, bis der Schalter leitet (oder eben auch nicht). Meist hilft nichts, und man muss den Schalter tauschen, weil die Kontakte verbrannt sind. Nur beim 9141 TC ist das anders, weil der über ein Relais eingeschaltet wird.

      Sollte ein TDA 1028 oder 1029 defekt sein, schick' mir eine PN, ich habe noch welche ... und ja, einen gescheiten Netzschalter solltest Du noch einbauen.

      Besten Gruss,

      Michael
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