Saba im Jugendzimmer

      Neulich waren auf Spiegel Online anlässlich eines Interviews auch alte Fotos von Klaus Meine (Scorpions Sänger) zu sehen.

      Wenn das im Hintergrund nicht ein SABA VS80 und ein Klein & Hummel / Telewatt FM-10M sind!?



      Eine gute Wahl zu dieser Zeit!
      Was mag wohl auf dem Tuner stehen und was ist das für ein Kopfhörer?
      Achim
      Jaja, der Meine hatte ein Grundig-Tonbandgerät.
      Das bekam ich mal zur Wartung von einem der in der Anfangsphase "fast" zu den Skorpions gehört hätte, wenn er zugegriffen hätte. So hat er nur beim Tonbandgerät zugegriffen, konnte aber mit den vielen Funktionen nicht wirklich etwas anfangen.
      Schon tragisch, wenn man so eine Chance nicht sieht und auch eine TK320 nicht zu schätzen weiß. Aber Hamburg war damals auch ziemlich rauh und nicht wenige hat es zerhackt, ehe sie was werden konnten. Das Tonbandgerät hat es auch zerhackt, der Nachfolger war ein TK146 und das steht heute bei meinem Bruder und tut ihm treue Dienste, nachdem es lange Zeit mir zur Erbauung gefiel und er es mir irgendwann in den frühen Achzigern abschwadronierte.
      Das TK146 bekam auch noch eine Karriere... aber gut jetzt mit olle Kamelle
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Eine Loewe Konzerttruhe hatten wir zu jender Zeit.
      Eine von den großvolumigen, stereotauglichen 3D Truhen mit etlichen Lautsprechern reihum und 12W Sprechleistung, wie man das damals noch nannte.
      Das war Ende der Fünfzier ein ziemliches Prunkstück, eine Art Hausaltar, kostete neu ca. zwei Motoroller oder einen gebrauchten VW-Käfer.

      Darin erst eingebaut ein Grundig TK5 das später so um 1958/59 herum durch das neuer TK20 ersetzt wurde. Der AM-Bereichsempfang über unsere Hochantenne war göttlich, damals waren die Bänder auch noch bis über den Stehkragen angefüllt mit deutschsprachigen Sendern. Man konnte damit - was durchaus nicht derart wie heute bemitleidet wurde - Marnach und Junglinster (Radio Luxemburg MW 1440kHz und KW 49m) glasklar hereinbekommen, konnte die Propaganda von Radio Moskau aus Burg (bei Magdeburg) und Zeesen (bei Berlin) hören oder die "Stimme der DDR" aus Königs-Wusterhausen und Berlin. Das Europaband war gespreizt, es gab eine KW-Lupe. Die Endstufen konnte man umschalten auf Gegentakt mit und ohne 3D oder Eintakt Stereo.

      Obenauf war genügend Platz auch in der Tiefe einen Philips Raffael zu stellen.
      Gruß Jogi
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      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Hallo Jogi,

      "Stimme der DDR", daran erinnere ich mich auch noch. Und auf KW gab es diese Zahlendurchsagen für verschlüsselte Nachrichten der Stasi..."fünef, drei...", eine Frauenstimme. Der Unterhaltungswert dieser Sendungen ...najal. Dagegen war zur gleichen zeit "Der schwarze Kanal" mit Sudel-Ede beste Real-Satire (er hat es aber wahrscheinlich selbst gar nicht gemerkt).

      Gruss,
      Reinhard
      Ja, genau, Reinhard.
      Die Zahlencode-Reihen an vielen Bandenden auf der Kurzwelle.
      Das war das Begleitgeräusch des kalten Krieges.

      Vieles davon wurde auch aus Zeesen - ein netter kleiner Ort nahe Berlin - gesendet.
      Gesendet wurde von nach der Beendigung des 2Wk. von der Roten Armee besetzten und vereinnahmten noch am Ort verbliebenen Resten der Kurzwellen-Anlagen des einstigen Deutschlandsenders (Goebbels Schnauze) , der auch Funk-Einheiten der Staatssicherheit diente.
      Die restlichen Anlagen - das Gelände war dereinst zu Zeiten des Großdeutschen Reichs ziemlich ausgedehnt und mit modernster Technik bestückt - waren gesprengt worden oder abmontiert und in die UdSSR gebracht worden.

      Heute steht an diesem bedeutsamen Ort keine 3 Kilometer entfernt von der Wiege des Broadcast (Rundfunksendungen an alle) in Deutschland nicht mehr viel, bis auf einige ganz wenige verfallene Gebäude. Auf dem Funkerberg in KW, besagte 3 Kilometer entfernt, gibt es immerhin noch einen weithin sichtbaren Sendemasten und ein in der einstigen Funkbude eingerichtetes Funktechnik-Museum (legendär die daro ab und an abgehaltenen Technik-Flohmärkte). Das allerdings immer wieder um sein wirtschaftliches Überleben kämpfen muß in einer Zeit wo nur noch Provite, Gewinnmaximierung und Aktionärsrendite als Religion vor den fettgefressenen Wänsten her getragen wird.
      Kultur? Wiege des Rundfunks? Kann man das zur Reichtumssteigerung gebrauchen? Nein? Also weg damit.

      Genauso wird es über kurz oder lang dem analogen Rundfunk in Deutschland ergehen.
      Man soll so eine sensible Sache eben nicht den Gleichschaltern, den Schnüfflern, den Regulierern, den Provithaien, den Rendite-Aasgeiern in den gefrässigen Schlund werfen. Es wird nichts besseres nachkommen (können), hört man sich an mit was für einem inhaltlichen wie technischen Dreck heute der Äther beschmutzt wird, das alles leicht zentral steuerbar, zentral zensierbar und dosierbar, dann kann man erkennen das es nun wirklich nicht um bessere Qualität oder fortschrittlicheres Verfahren geht, sondern um Machtzentralisierung, um Einflußhoheit um das Verbreiten von vordosierten, voreilend gehorsam zensierten redaktionellen Inhalten, aufgeblasen mit seichtem Volksverdummungs-Gedudel nach Art von Brot und Spielen des Römischen Reichs.

      Da schließt sich der Kreis zur "Stimme der DDR". Demnächst haben wir alle nur noch "Stimme der Eurokratie", wer die Nachrichtensendungen früher und die heute kennt und vergleicht, dem kann eine gewisse einseitige Färbung, Komplett-Auslassung von Themen, Ersatznachrichtengeschwafel über nichtige Themen, nicht entgangen sein.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
      Nichts wird dem Menschen weniger verziehen, als Recht gehabt zu haben
      [frei nach W. Reus]
      Gegen die Informationssendungen, speziell Nachrichten und "Hintergrundberichte" des heutigen GEZ-Zwangsabgabenstaatsfunks waren die Sendungen der Aktuellen Kamera Musterbeispiele des objektiven, ausgewogenen und kritischen Journalismus.

      Hier wird ein zentralistischer, kollektivistischer, planwirtschaftlicher Zombie-Superstaat in den Fußstapfen der ehemaligen UDSSR etabliert, der jeder Freiheit, jedem Autonomiebereich der Menschen, dem Leistungsprinzip, der Vielfalt und Individualität den Kampf angesagt hat.
      Die Menschen Europas, einst stolze Individuen mit Stärken und Schwächen, mit liebenswerten alleinstellenden Charaktermerkmalen sollen zu einem amorphen Völkerbrei verkocht werden, der keine Zukunftsperspektiven hat, außer Schuldsklaverei, Konsumvieh und Kanonenfutter.
      Aus dem Völkergefängnis der Brüssel-EU wird es kein Entkommen mehr geben, wenn sie erst alle Macht an sich gerissen hat.
      Achim
      Achim, deutlicher und treffender kann man es nicht ausdrücken. Die Demokratie verwandelt sich schleichend in eine "Ökokratie" in der sich alle Belange der Individuen den wirtschaflichen Erwägungen der Großfinanz unterzuordnen haben. Es ist so, leider - und ich bin beileibe kein Bolschewik!
      Gruß Heino - der Unkaputtbare