"Defekte" TG 564

      Hallo,

      zwischendurch landete bei mir eine Bandmaschine, die TG 564 H, die ebenfalls dem Elektromüll geopfert werden sollte.

      Ich möchte hier keinen Reparaturbericht aufmachen, da das Gerät in einer halben Stunde wieder betriebsbereit gemacht werden konnte. Es handelte sich um eine typische Schwachstelle von SABA Maschinen: Auf der Schwungmasse klebt eine Kunststoffriemenscheibe für den Bandvortrieb. Dieser Kleber wird i.L. der Zeit hart und läßt die Riemenscheibe los, somit fehlt der Vortrieb und Band kann sich ungehindert um den Capstan wickeln.



      Gerät gereinigt, Riemenscheibe wieder ordentlich verklebt, Band ab, Band läuft !!

      Gruß, Dieter
      Ich habe ein Bild im Forum gefunden.
      Das Teil welches sich ohne Antrieb von der Schwungscheibe nicht dreht (die Überholkupplung) ist sogar eingekreist.
      Sie ist dafür verantwortlich das das Band bei Wiedergabe oder Aufnahme mit dem richtigen, auf der Unterseite einstellbaren Zug aufgespult wird.

      http://i17.photobucket.com/albums/b82/W_e_St/Misc_11/DSC00972_zps61308ea7.jpg

      Kule :)
      Naja, das Foto zeigt die andere Seite.
      Solche Abgriffe des Aufwickeltriebes an der Schwungmasse sind sehr verbreitet und es gibt wenige die nicht an Materialermüdungs-Potential leiden.
      Da war es noch halbwegs tragbar wie Philips das bei Kassettenrekordern löste. Eine Extra-Riemenscheibe über die der Hauptpesen läuft. Aber auch das ist nicht unkaputtbar, ich hatte schon eine Philips bei der die Langachse bei Kopfstand ausfiel, dann rast die Scheibe ab, der Pesen entspannt > Bandsalat.
      Bei Grundig nahm man schonmal über Zahnräder ab, juchhei die Ewigkeitslösung ist gefunden. Aber heute - Zahnkaries, die Räder sind noch dran aber sie sind schön rund geworden, ein neues Gebiß muß her.
      Gruß Jogi
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      Menschen mit Tiefgang laufen schneller auf Grund
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      [frei nach W. Reus]
      Neee Kule,

      das eingekreiste hat mit meinem Fehler nichts zu tun.

      Dies ist auch nicht die TG564 aber am Prinzip ändert das nichts.

      Im Bild sieht man in grau einen Teil der Metallschwungmasse, der andere rote Pfeil zeigt zum Capstan. Zentral darunter sitzt auf der Schwungmasse eine Riemenscheibe aus Kunststoff, diese wurde geklebt...

      Ich suche weiter nach Bildern...




      Gruß, Dieter
      Das Bild stammt von mir und das Problem waren eigentlich zwei andere, daher auch die rote Markierung. Aber interessant zu wissen, dass es auch am anderen Ende dieses Riemens Probleme geben kann und häufig gibt! Ich wäre sonst wahrscheinlich automatisch davon ausgegangen, dass diese Riemenscheibe auf die Capstanwelle aufgepresst ist.
      Ein altes Tonbandgerät sollte man nicht unbeaufsichtigt laufen lassen. Neben möglichen plötzlich auftretenden Elektronikschäden die zum Brand führen können, kann auch die Mechanik jederzeit versagen. Und die hält leider gerne in so einem Fall den Aufwickelteller an, sodaß evt. unwiederbringliche Aufnahme sich auf den Teppich wickeln oder noch schlimmer um die Tonwelle oder Andruckrolle, wo das Band dann zu Salat wird.
      Modernere Konstruktionen besitzen oft Fühlhebelschalter oder Lichtschranken, dennoch hatte ich sogar mit sowelchen schon Salatprobleme und manche Spezis schaffen es auch solche Sicherheits-Vorrichtungen versehentlich zu umgehen indem sie den Bandpfad verkennen und das Band falsch einlegen.

      Aber neu ist das nicht, selbst nagelneue Geräte fand man früher nicht selten mit festsitzendem Antrieb und dementsprechenden Folgeschäden wieder, wenn man sie über Zeitschalter in Abwesenheit startete. Statt "Hitparade" gab es dann "Heulen und Zähneknirschen" sowie sich und das Gerät im Zweikampf auf dem Arbeitstisch.
      Gruß Jogi
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